CH301799A - Verfahren zur Herstellung von N1-acylierten Aminoarylsulfonamiden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N1-acylierten Aminoarylsulfonamiden.

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CH301799A
CH301799A CH301799DA CH301799A CH 301799 A CH301799 A CH 301799A CH 301799D A CH301799D A CH 301799DA CH 301799 A CH301799 A CH 301799A
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sep
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acylated
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aminoarylsulfonamides
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Aktiengesellsc Stickstoffwerke
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Chemie Linz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/45Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups at least one of the singly-bound nitrogen atoms being part of any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom, e.g. N-acylaminosulfonamides

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     N,-acylierten        Aminoarylsulfonamiden.       Unter der grossen Zahl der Abkömmlinge  des     #'-,ul        ranilsätireaniids    haben sieh unter an  besonders in     Ni-Stellung        aeylierte        Ver-          liindungen        pharmakologisch    als     hervorragend     wirksam erwiesen;  
EMI0001.0011     
    diese haben auch die wertvolle Eigenschaft, in  Wasser leicht lösliche, annähernd neutrale       Alkalisalze    zu bilden, die sieh für Injektions  zwecke hervorragend eignen.  



  Ausser für medizinische Zwecke sind der  artige     Verbindungen    auch auf dem Gebiete der       Weiehmaelier,    als     Parbstoffkomponenten    und  als Ausgangsstoffe für     Desinfektions-    und       Schädlingsbekämpfungsmittel        usw.    von Inter  esse.  



  Die Darstellung von in     N1-Stellung        acy-          lierten        4-Amino-benzolstilfonamiden    ist Gegen  stand zahlreicher Veröffentlichungen und  Patente. Da der     näehstliegende    Weg der       :1Iono-Aeylierung    der     Ni-Aminogruppe    von       -1-Aniino-b(nzolsulfonamiden    bei Einhaltung  der üblichen Vorschriften nach den bisherigen  Erfahrungen (siehe z.

   B. amerikanische Pa  tentsehrift Nr. 2454104, Seite 1, Zeile 5) -nicht  zum Ziel geführt hat, hat man zunächst den       [Tmweä-    über die     Ni,N4-Diaeylverbindung,    ge  folgt von einer selektiven Abspaltung der in       N,1-Stellung    sitzenden     Acylgruppe,    gewählt.       Derartige    Verfahren haben den Nachteil, dass  sie in zwei Stufen     dureligeführt    werden müssen.

      Eine     Monoacylierung    am N     1-Sticlzstoff-          atom    gelang bisher nur in organischen Lö  sungsmitteln bei Gegenwart starker Mineral  säuren (siehe     amerik.    Patentschrift Nr. 2454104  vom 16. 11. 1948, U. S.     Schering    Co., und  Schweiz. Patentschrift Nr. 260993, Dr. A.     Wan-          der    A. G. Bern), wobei sorgfältig auf den Aus  schluss von Wasser geachtet werden muss. Na  turgemäss besteht bei dieser Arbeitsweise die  Gefahr starker Korrosion.  



  Bei der     Acylierung    von     4-Amino-benzolsul.          fonamiden    mit freier     4-Aminogruppe    in     wäss-          rig-a.lka.lischem        Medium    war nach den bis  herigen Arbeitsweisen eine     Aeylierung    nur  in NO-Stellung oder gleichzeitig     N1-    und     N4-          Stellung    möglich.

   Vorwiegend in     Ni-Stellung          acylierte    Produkte waren nach dieser Me  thode in einer einzigen Stufe - unter Vermei  dung der Bildung von     Diacylverbindungen     als     Zwisehenprodukt-nicht    darstellbar [siehe  z. B. norwegische Patentschrift Nr. 63307  (Schering), Beispiel 8, und     Chem.    Berichte 83,  553 (1950) ]. In der britischen Patentschrift  Nr. 642013 ist ebenfalls der Umweg über     Di-          acylprodukte    oder die Nitroverbindung vor  gesehen.  



  Es     wurde    nun überraschenderweise gefun  den, dass man     4-Ainino-benzolsulfonamide    mit  freier     Aminogruppe    mit guter Ausbeute direkt  in einem einzigen Arbeitsgang und praktisch  ohne Bildung anderer     Acylderivate    durch       Acy        lierung    in die entsprechenden, am     Amid-          stiekstoff        aeylierten    Derivate überführen      kann, und zwar in Gegenwart     von    Wasser,  wenn man dafür sorgt,

   dass das     Reaktions-          geiniseh    während der ganzen Dauer der     Aey-          lierung    alkalisch reagiert.     7weekmässig    wen  det man     hierbei    eine derartige Menge an  freiem Alkali an, dass von Anfang     der        Aey-          lierung    bis     ztt    ihrem     Abselilnl;    ein     pli    von  etwa 9 bis 14,     vorzugsweise    von etwa 11 bis     1-1,     besteht.  



  Als     Aeylierungsmittel    können beispiels  weise     Sänreanhydride    oder     Säui,ehalogenide     verwendet werden.  



  Die Reaktion erfolgt zweckmässig bei mässi  ger     Tempel-atttrerliölitni-    und ist dann in     kur-          zer    Frist beendet.  



  In der Regel bleibt eine mässige Menge  sieht     um-gesetzten        Ausgangsproduktes        zttrüel.;     (las N 1-     Aeylderivat    lässt sieh leicht     clureh        Aus-          fällung    bei stufenweise geändertem     pil    davon  abtrennen.  



  Als Ausgangsstoffe kommen ausser dein in  den Beispielen angeführten     Sulfanilsäureamid     auch im     Arylkern    neben der freien     Amino-          gruppe    mit     Alkyl-,    Halogen-,     Nitro-,        Aey1-          aminogruppen    usw. substituierte Abkömmlinge       (-esselben    in Betracht.  



  Als Vorteil der neuen Arbeitsweise gegen  über den bisher bekannten Verfahren ist noch  zu erwähnen,     dass    man mit derjenigen Menge       Aeylierungsmittel    auskommt, die für eine ein  zuführende     Aey        lgruppe    eben notwendig ist.    <I>Beispiele:</I>  1. 0,1.     Mol    = 17,2 g     Sulfanilamid,    0,3     Mol     - 12 g     Ätznatron    und 20     ein3    Wasser werden.  durch Anwärmen in Lösung gebracht (etwa.

    75 ) und bei dieser Temperatur unter Rühren  im Laufe von 15 Minuten 0,154     Mol    =     1.1,5    eins       Aeetanhydrid        zugetropft.    Die Lösung wird  nach weiteren 15 Minuten Rühren mit etwas  Wasser verdünnt, um die sonst in der Kälte  sieh abscheidenden     Natriumsalze    in Lösung zu  erhalten, und mit etwas Salzsäure auf     pH    8  eingestellt.

   Nach Abtrennen von nieht umge  setztem     Sulfanilamid    (6,9 g) fallen bei weiterem  Ansäuern auf     pH    4 10,7 g rohe     N1-AeetyIver-          bindung    ans, die naeh einmaligem Umkristalli-  
EMI0002.0058     
  
    sieren <SEP> ans <SEP> wenig <SEP> Wasser <SEP> 9,6 <SEP> g <SEP> reines <SEP> N <SEP> 1-Aee  tyl-sulfanila.mid <SEP> liefert <SEP> (Smp.: <SEP> 180 <SEP> bis <SEP> 181 ).
<tb>  



  Die <SEP> Ausbeute <SEP> an <SEP> reinem <SEP> N1-Aeetyl-sttlfanil  aniid <SEP> ist <SEP> bei <SEP> Bei@üeksieliti#-tnig <SEP> des <SEP> Zilrüekge  wonnenen <SEP> Ausgangsmaterials <SEP> über <SEP> 70 <SEP>  ,ö <SEP> d. <SEP> Th.,
<tb>  ohne <SEP> Beriieksiellti-ttng <SEP> des <SEP> zurückgewonnenen
<tb>  Atiso@angsniatei@ials <SEP> dagegen <SEP> -l5 <SEP>  ,<B>!f)</B> <SEP> d. <SEP> Th.
<tb>  



  2. <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> _-_ <SEP> 172 <SEP> g <SEP> Sulfanilarnid <SEP> und <SEP> 1,125
<tb>  Mol <SEP> - <SEP> 45 <SEP> g <SEP> Ätznati-on <SEP> werden <SEP> in <SEP> 200 <SEP> enis
<tb>  Wasser <SEP> in <SEP> Lösung <SEP> gebracht <SEP> (ungefähr <SEP> 45 )
<tb>  und <SEP> bei <SEP> dieser <SEP> Temperatur <SEP> unter <SEP> Rühren <SEP> im
<tb>  Laufe <SEP> von <SEP> 30 <SEP> Minuten <SEP> gesondert <SEP> aber <SEP> gleich  zeitig <SEP> einerseits <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> 1,925 <SEP> g
<tb>  = <SEP> 77 <SEP> g <SEP> Ä <SEP> tznatron <SEP> in <SEP> 100 <SEP> eire <SEP> % <SEP> Wasser <SEP> und
<tb>  anderseits <SEP> mit <SEP> l,44 <SEP> llol <SEP> = <SEP> 136 <SEP> en- <SEP> a <SEP> Aeetanhy  dricl <SEP> versetzt.
<tb>  



  Die <SEP> Lösung <SEP> wird <SEP> nach <SEP> weiteren <SEP> 15 <SEP> -Minuten
<tb>  Rühren <SEP> mit <SEP> etwas <SEP> Wasser <SEP> verdünnt <SEP> und <SEP> mit
<tb>  konzentrierter <SEP> Salzsäure <SEP> auf <SEP> pil <SEP> 8 <SEP> eingestellt.
<tb>  Nach <SEP> Abtrennen <SEP> von <SEP> sieht <SEP> um-esetztein
<tb>  Sulfanilamid <SEP> (30,3 <SEP> oj <SEP> fällt <SEP> bei <SEP> weiterem <SEP> An  säuern <SEP> auf <SEP> pli <SEP> 4 <SEP> 130g <SEP> (etwa <SEP> 60 <SEP>  % <SEP> d. <SEP> Th.) <SEP> rohe
<tb>  N <SEP> 1-Aeety <SEP> lver-bindung <SEP> aus, <SEP> die <SEP> nach <SEP> U <SEP> mkri  stallisierung <SEP> aus <SEP> Wasser <SEP> 116 <SEP> g- <SEP> reines <SEP> Ni-Aee  tyl-sulfanila.mid <SEP> (54 <SEP> % <SEP> Ausbeute) <SEP> liefert;

   <SEP> bei
<tb>  Berüelzsiehti"ung <SEP> des <SEP> zurüel-:;-ewonnenen <SEP> Aus  gangsmaterial <SEP> erhöht <SEP> sieh <SEP> die <SEP> Ausbeute <SEP> ail
<tb>  reinem <SEP> N1 <SEP> -Aeetylprodukt <SEP> (Snip. <SEP> 180 <SEP> bis <SEP> <B>181")</B>
<tb>  auf <SEP> 66 <SEP> %.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von- Nl-aeyliei-- ten 4-Amino-benzolsulfonamiden durch Ae--- lierung von Sulfonamiden mit freier 4-Aniino- gruppe in einer einzigen Stufe und prak- tiscli unter Vermeidung der Bildung des N 1 Aeyl- oder des N1,N,1-Diaeyldei-ivates, da dureh gekennzeichnet,
    dass in wässriger Lösung cyearbeitet wird und dass das Reaktions--emiseli während der ganzen Dauer der Aeyliernnr- bei alkalischer Reaktion ovlialten wird. L?NTBRAN SPRI_'CH Verfahren nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass die Aei-lierung bei einem pi, von 11 bis 14 durchgeführt wird.
CH301799D 1951-01-19 1951-10-26 Verfahren zur Herstellung von N1-acylierten Aminoarylsulfonamiden. CH301799A (de)

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