CH301826A - Sprengmittel. - Google Patents

Sprengmittel.

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CH301826A
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CH
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nitric acid
explosives
explosive
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Vogel Aktiengesellschaft Emil
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Vorm Emil Vogel Ag
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing liquids as carriers, diluents or solvents
    • A01N25/04Dispersions, emulsions, suspoemulsions, suspension concentrates or gels
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B43/00Compositions characterised by explosive or thermic constituents not provided for in groups C06B25/00 - C06B41/00
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B47/00Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase

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Description


  



  Sprengmittel.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Sprengmittel.



     Die Panklastite,    das sind als Sprengstoff verwendete L¯sungen organischer Stoffe, wie    Benzin, Benzol oder Nitrobenzol, m Stick-    stofftetroxyd, und die Hellhoffite, das sind   Lösungen von aromatischen Nitrokörpern    in SalpelersÏure der Dichte 1,52, weisen gewisse   Eigenschaften    auf, welche sie f r die   pral-    tische Verwendung wenig geeignet erscheinen lassen. So gefrieren die   Panklastite    bereits   bei minus 10#    C, was ihrer Anwendung als    Sprengstoff in der Technik, beispielsweise im    Bergbau, entgegensteht.

   Die Hellhoffite sind zwar   gefrierfest,    besitzen aber nach   Stettbacher    eine derartig hohe Reaktionsfähigkeit, dass sie nur in Glasflaschen aufbewahrt werden können, was ihre praktische Anwendung erschwert.



   Es wurde nun gefunden, dass Sprengstoffe auf Grundlage von   Losunaen    von organischen Stoffen in Salpetersäure von diesen Nachteilen frei sind, wenn eine Salpetersäure als Losungsmittel dient, welche bei einer Dichte von 1,45 bis 1,515 einen Gehalt an Stickstoff  dioxyd und Stickstofftetroxyd    von zusammen 0,5 bis 10% aufweist. Zwischen Stickstoff  dioxyd    und Stickstofftetroxyd stellt sich in   salpetersaurer Lösung    ein Gleichgewichtszustand ein, der von der   jeweiligen Tempe-    ratur abhängig ist.

   Der Gehalt der salpetersauren Lösung von 0,5 bis   10 /o Stiekstoff-      dioxyd und Stickstofftetroxyd zusammen    bewirkt, da¯ die Salpetersäure eine ähnliehe Reaktionsträgheit erhält, wie sie clie Panklastite zeigen.



   Eine als Bestandteil der erfindungsgemä  Ben    Sprengstoffe geeignete SalpetersÏure kann dadurch erhalten werden, da¯ man einer SalpetersÏure, welche bis zu 10% Wasser enthalten kann,   bis-zu 10 /o Stielçstoff-      tetroxyd    zusetzt oder die SÏure von Haus aus mit dem genannten Gehalt an   Stickstoff-      dioxyd    erzeugt. Beim Zusatz   des sstickstoff-      tetroxyds    zur Salpetersäure lagert sich dieses   zumindestens    teilweise in Stickstoffdioxyd um. Als organische Stoffe, die in der Sal  petersäure gelöst werden,    kommen   insbeson-    dere   Dinitrobenzol,    sowie ferner Fettsäuren, z. B.

   AmeisensÏure, Essigsäure, ButtersÏure oder Derivate solcher Verbindungen, in Betracht, wobei solehe organische Körper aus  zuwählen    sind, die mit der Salpetersäure nieht reagieren. Werden solche organische Stoffe, z. B.   Dinitrobenzol,    in einer derartigen Salpetersäure beispielsweise im Gewiehtsverhältnis 1 : 1 gelöst, so erhält man einen Sprengstoff, welcher in der Leistung noch etwas über der des   Nitroglykols    oder   Nitroglycerins    liegt. Ein solcher Sprengstoff ist zum Unterschied von den   Panklastiten    nieht   gefrierbar    und greift zum Untersehied von den Hellhoffiten   EisenundAluminiumnicht    an.

   Solche Sprengstoffe können unter Zusatz von   Bleich-    erde, mit der sie eine gut giessbare sirupöse Masse ergeben, zu Gussmisehungen   verar-      beitet    werden. Man kann ferner diese Sprengstoffe mit weiteren Mengen Salpetersäure oder   mit Sclvwefelsaure, Natronsalpeter,    Ammonsulfat und dergleichen strecken, im allgemeinen mit anorganischen Verbindungen, die mit der   Salpetersäurenichtreagieren    und bei der Detonation zerfallen. Ferner können die Sprengmittel gemäss der   Erfindung-mit    Aluminium versetzt werden. Bei   Verwendung    von Aluminium als Zusatz soll dieses zweekmässig die Form von groben Drehspänen besitzen. Durch Mitverwendung von z.

   B. 25%   Dynamitkieselgur erhält man weiter    je naeh der Saugfähigkeit der Kieselgur   plastisehe    bis   trockene Wassen :   
Die neuen Sprengmittel gemϯ der Erfindung können somit von vornherein alle not   wendigen und@ zweekmϯigen Bestandteile    enthalten, so dass eine getrennte   Aufbewah-    rung der verschiedenen Bestandteile und ihre Vermischung knapp vor der Benutzung, wie dies bei vielen bekannten Sprengstoffen der Fall ist,   vermieden wird. Die neuen Spreng-    stoffe zeigen höchste Leistung und Brisanz.



  So wurden Detonationsgeschwindigkeiten bis zu   8000 mlsec. erreicht. Die Sprengstoffe ge-    mäss der Erfindung sind ferner   schlag-,    schu¯-,   beschuss-und brandsicher. Infolge    ihrer Trägheit benotigen sie zur   vollkräftigen    Detonation einen Detonator entsprechend mindestens 15 g gepresstem Hexogen   (Trimethy-      lentrinitramin)    oder   Nitropenta      (Pentaery-    trittetranitrat) oder 50 g eines plastischen   Gelatinedynamits, welches    mindestens 25% Hexogen oder   Nitropenta    enthalt.

   Durch die Auswahl und Dosierung der Streckmittel kann je nach Wunsch ein Sprengstoff mehr brisanter oder mehr schiebender Wirkung der verschiedensten Leistungsgrade erzeugt werdNen.



   Beispiel :
Dinitrobenzol wird in einem geeigneten Nitriergefäss, welches zweckmässig aus V2A Stahl gebaut ist und mit   Heizung und Eüh-      lung versehen    sein muss, in zwei Stufen  ber   Mononitrobenzol    aus   Reinbenzol hergestellt.   



  Nach Beendigung der Dinitrierung wird die   Abfallsäure abgelassen, während    das darüber   sehwimmende,    geschmolzene   Dinitrobenzol    im   Nitrierkessel verbleibt    Zu dem Dinitrobenzol wird   tinter    gleichzeitiger K hlung die gleiche Gewichtsmenge Salp   Salpetersäurevomspez.Ge-      wicht      1,    45 bis 1,515, die über 0. 5"/o. aber nicht mehr als 10% Stickstoffdioxyd und Stickstofftetroxyd zusammen enthÏlt. zuflie¯en gelassen. Das   Dinitrobenzol      geht sogleich    in   Lo-    sung und wird im Nitrierkessel bis auf etwa    +15# C abgek hlt.

   Nach Erreichung dieser    Temperatur wird die fertige L¯sung in einen LagerbehÏlter abgelassen. Von dort kann sie nach Bedarf entweder durch Dr cken oder clureh   Pumpen    in die Mischkessel einer F llstation geleitet werden. Die Mischkessel sind vorzugsweise aus Graugu¯ angefertigt und mit R hrwerk, Deckel, Abzug und Abla¯hahn versehen. Bei Sprengstoffen. welche f r den Untertagbetrieb bestimmt sind. wird die gewonnene L¯sung so weit mit SalpetersÏure gestreckt, da¯ eine ausgeglichene Sauerstoffbilanz   entstellt.    Gleiches   kann    auch durch Zusatz von Natronsalpeter erreicht werden.



  Der L¯sung können   verschiedene    fl ssige oder   feste Streckmittel, mit Ausnahme von    Aluminium, zugesetzt   werden. Ein Zusatz    von Aluminium, welches zufolge seiner Verwendung in Form von groben DrehspÏnen nicht gie¯fÏhig ist, erfolgt unmittelbar in die Patronen. Nach Zusatz der Streekmittel wird etwa   15      minutez    er hrt   um die Luft aus-    zuf hren. Naeh dem Rühren ist   Masse    gie¯fertig. Sie kann mit Hilfe von Gie¯  eimern    aus Kunststoff oder Aluminium durch Handgu¯ oder durch Gu¯ vermittels einer   Dosiervorriehtung    in Patronen und   der-    gleichen abgefüllt werden.

   Die Patronen können aus Eisenblech oder aber am zweekmÏ  ssigsten    aus Aluminium hergestellt sein. Bei   Verwen. dung    von Aluminium als   Hülsenma-    terial werden die Patronen flie¯gepre¯t, wodurch sie bei geringer Wandstärke (z. B.



  0,1 mm) eine grosse Festigkeit erhalten. Nach dem Füllen werden Deckel aus   Aluminium      aufgelet,    mit der Hülse   verbordelt    und die Bordel   verwalzt.    Bei   Verwendung von Eisen-    hülsen wird zwisehen Deekel und Hülse eine   Aluminiumdichtung gelegt.    Die auf diese Weise verschlossenen Patronen sind absolut dieht und können unbegrenzte gelagert werden. Sie ertragen eine Dauerlagerung bei Temperaturen von   @65#    C und sind daher als    tropenfe. ster Gesteinssprengstoff anzuspre-    ehen. Bei Verwendung von Aluminium als   mUse    tritt infolge der Abstrahlung auch   keineWärmespeichernng    ein.



   Durch Mischen der   Losungen mit. Kiesel-    gur in Knetern aus Graugu¯ k¯nnen nichtgie¯fÏhige Massen des Sprengstoffes hergestellt werden. Diese Massen k¯nnen mit Hilfe von   Schneekenfüllmaschinen verarbeitet    werden. Die gef llten Hohlk¯rper k¯nnen in   glei-      cher Weise verschlossen werden    wie die mit gie¯fÏhigen Massen gef llten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Sprengmittel auf der Grundlage von L¯sungen organischer Korper, die von SalpetersÏure nicht angegriffen werden, in Sal- petersÏure, dadurch gekennzeichnet. da¯ die Salpetersäure bei einem spez. Gewiehtt von 1, 5 bis 1.515 einen Gehalt an Stickstoff- dioxyd und Stickstofftetroxyd von zusammen 0.5 bis 10% aufweist UNTERANSPR¯CHE: 1. Sprengmittel nach Patentanspruch, da durci gekennzeichnet, dass es den organischen K¯rper und die Salpetersäure im Gewiehts- verhältnis von 1 : 1 enthÏlt.
    2. Sprengmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der organische Korper Dinitrobenzol ist.
    3. Sprenymittel nach Patentanspruch, da- durci gekennzeichnet, da¯ der organische Sörper eine mit SalpetersÏure nicht reagierende Fettsäure ist.
    4. Sprengmitte] nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Zusatz an Bleich- erde.
    5. Sprengmitte]nachUnteranspruch4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz an Bleicherde höchstens 35 /o beträgt.
    6. Sprengmittel nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Losung durch Aufsaugen in Dynamitkieselgur verfestigt ist.
    7. Sprengmitte] nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus anorgani- sehen Verbindungen bestehende Streckmittel enthält, die mit Salpetersäure nicht reagieren und bei der Detonation zerfallen.
    S. Sprengmittel naeh Patentanspruch, da durez gekennzeichnet, da¯ es als Streekmittel Schwefelsäure enthÏlt.
    9. Sprengmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeielmet, dass es Natronsalpeter enthält.
    10. Sprengmittel naeh Patentansprueh, dadurch gekennzeiehnet, dass es Ammonsulfat enthÏlt.
    11. Sprengm. ittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ es Aluminium in Form grober DrehspÏne einverleibt enthält.
    12. Sprengmittel nach Patentanspruch, dadurch gekenn% eiehnet, dass die Sprengstoff misehung in Hülsen aus Aluminiumbleeh untergebracht ist.
CH301826D 1951-12-18 1951-12-18 Sprengmittel. CH301826A (de)

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CH301826T 1951-12-18

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0102181A3 (de) * 1982-08-02 1986-02-12 Jet Research Center, Inc. Stabiler einphasiger flüssiger Explosivstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0102181A3 (de) * 1982-08-02 1986-02-12 Jet Research Center, Inc. Stabiler einphasiger flüssiger Explosivstoff

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