CH302056A - Druckfarbe. - Google Patents

Druckfarbe.

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CH302056A
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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 299728    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine neue Druckfarbe, welche gegenüber den  bisher erhältlichen insofern Vorteile besitzt,  als sie eine hohe     Brillianz    aufweist, keinen Me  tallglanz besitzt, sich     spektroskopisch    den theo  retisch idealen Farben mehr annähert als die  bisher benutzten Farben, und dass sie einen  ausserordentlich hohen Grad der Transparenz  aufweist. Diese Eigenschaften machen die  nette Farbe besonders geeignet für die schar  fen Anforderungen des photomechanischen       Reproduktionsverfahrens.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  eine neue rote Druckfarbe, die dadurch ge  kennzeichnet ist, dass sie ein organisches Lö  sungsmittel, ein harzartiges Bindemittel, das  in diesem Lösungsmittel praktisch gelöst ist,  und ein wasserunlösliches Pigmentsalz, be  stehend aus dem Anion des     Phloxins    B     (Co-          lour    Index     Nr.778)    und einem organischen       Ammoniumkation    mit 14 bis 35     I%ohlenstoff-          atomen,    enthält.

   Die brillant gefärbte Druck  farbe ist, wie sich zeigte, beinahe     vollkom-          tuen    transparent, so dass der Drucker nicht an  eine bestimmte Reihenfolge des Farbauftrages  gebunden ist. Ausserdem eliminiert die     An-          nähexaing    dieser neuen Farbe an die theore  tisch idealen Farben einen grossen Teil des       verschwommenen    Effektes, der infolge der  schlechten spektralen Eigenschaften der bis  her bekannten Druckfarben auftrat.  



  Das bei der Herstellung der neuen Druck  farbe verwendete wasserunlösliche Pigment  kann nach verschiedenen Methoden leicht er-    halten werden. Zweckmässig erhält man es,  indem man zu einer wässerigen Lösung des  Farbstoffes     Phloxin    Beine     Lösung    eines was  serlöslichen organischen     Ammoniumsalzes     gibt. Dabei findet die Ausfällung des ge  wünschten Pigmentes statt. Das als     Fällungs-          mittel    verwendete     Ammoniumsalz    wird der       Farbstofflösung    so lange zugesetzt, bis keine  weitere Ausfällung mehr erfolgt.

   Ein beträcht  licher Überschuss an     Fällungsmittel    sollte ver  mieden werden, da derselbe in der Regel eine  unerwünschte     löslichmachende    Wirkung auf  das ausgefällte     Farbstoffsalz    ausübt. Aus die  sem     Grunde    werden, wenn man keine weitere  Niederschlagsbildung beobachten kann, Pro  ben der überstehenden Flüssigkeit abgezogen  und mit kleinen Mengen der organischen Base  versetzt, um festzustellen, wann keine weitere  Ausfällung des     Farbstoffsalzes    mehr stattfin  det.

   Das organische     Ammoniumsalz    des Farb  stoffes, das in vielen Fällen in Form eines  Teers ausfällt, wird abgetrennt und dann wie  üblich im Vakuumtrockner getrocknet oder  direkt in den gewünschten     Druckfarbenträger     einverleibt. In gewissen Fällen empfiehlt es  sieh, das organische     Ammoniumsalz    direkt im       Druckfarbenträger    oder im Lösungsmittel für  denselben zu erzeugen, indem man den Farb  stoff in, seiner freien, sauren Form mit dem  geeigneten Amin oder     quaternären        Ammo-          niumhydroxyd    behandelt.  



  Die erforderliche     yVasserunlöslichkeit    des  organischen     Ammoniumsalzes    des sauren  Farbstoffes ist in der Regel gewährleistet,      wenn das Kation, das heisst das Ammonium  ion mindestens 14     Kohlenstoffatome    aufweist.  Wenn im Kation     löslichmachende    Gruppen,  wie     Carbinolgruppen,    vorhanden sind, so  empfiehlt es sich, dass das Kation 18 oder mehr       Kohlenstoffatome    enthält. Es ist zu beachten,  dass mit zunehmender Zahl der Kohlenstoff  atome im Kation die relative Konzentration  des Farbstoffes im Niederschlag abnimmt.,  was zu einer entsprechenden Verminderung  der Konzentration des Farbstoffes in der  Druckfarbe führt.

   Im allgemeinen wird bevor  zugt, als     Fällungsmittel    ein wasserlösliches       Ammoniumsalz    mit 1.8 bis 35     Kohlenstoffato-          men    im Kation zu verwenden, um eine befriedi  gende Ausbeute an ausgefälltem Farbstoff zu  erreichen. Das Kation kann ein primäres, se  kundäres, tertiäres oder     quaternäres        Ammo..          niumradikal    sein, so dass das     Fällungsmittel    ein       quaternäres        Ammoniumsalz    oder ein Säure  anlagerungssalz eines primären, sekundären  oder tertiären Amins sein kann.

   Die Wahl des  speziellen     Fällungsmittels    hängt natürlich von  verschiedenen Faktoren, wie Preis und Zu  gänglichkeit, den speziellen Anforderungen  der Druckfarben, wie Wärmestabilität     usw.,    ab.  



  Unlösliche organische     Ammoniumsalze    des       Phloxins    B, die sich beim Drucken der neuen    Farbe als besonders wertvoll.     erwiesen,    sind  solche, deren Kation ein     quaternäres        Ammo-          niumion    mit. 18 bis 35     Kohlenstoffatomen    ist.

    Zweckmässig ist mindestens einer der     Substi-          iuenten    am     quaternären        Stiekstoffatom    ein  Radikal mit mindestens 7     Kohlenstoffatomen.     Diese bevorzugte Gruppe von Kationen um  fa.sst zum Beispiel     Tetralkylammonium,        Aral-          ky    1-     tria.lkylammonium,        Aryl    -     trialky        lammo-          nium,        (AlkyIphenoxyalkyien-oxyalkylenoxy-          a:

  lkyl)-a.ralkyl-dia.lkylammonium    und     N-Alkyl-          und    N-     Aralky        lehinolinium-    und     pyr        idinium-          ionen.     



  Wenn eine sehr hitzebeständige Druck  farbe     erwünseht    ist, empfiehlt es sich, das Pig  ment durch Umsetzung von     Phloxin    B mit  dem     wasserlösliehen    Salz eines     Kolophonium-          amins    oder einer Mischung von Kolophonium  aminen der allgemeinen Formel     F-CH.,NH=     herzustellen, in welcher Y ein     trizyklischer     Rest ist, der sich ableitet durch Entfernung  der     Carboxylgruppe    aus der Strukturformel  der     Dehydroabietinsäure,

          Dihydroabietinsäure     oder     Tetrahydroabietinsäure.    Diese     Kolopho-          niumamine    kann man herstellen, indem man  die Harzsäuren mit     Ammoniak    in das     Nitril     überführt und dann das     Nitril    hydriert, wie  aus folgender Gleichung ersichtlich ist  
EMI0002.0062     
    Eine     Kolophoniumaminmischung    ist als  Markenprodukt      Rosin    Amine D  im Handel.

    Diese Mischung ist eine viskose Massgelbe Flüs  sigkeit vom     spez.    Gewicht 0,997 bei 25  C, Siede  bereieh 187-211  C bei 5 mm,     nD    - 1,5410,       Neutralisationsäquiv        alent    317 und     Stickstoff-          gehalt        4,2-.1,5%.     



  Die Erfindung wird durch folgende Bei  spiele erläutert:       Beispiel        T:     A. 500 g     Tetraehlor-tetrabrom-fluoreszein     werden in 6000     cm3    Wasser, das 60 g     Na01I     5 enthält, bei 50  C gelöst. Zu dieser Lösung des       Phloxins    B     (Colour    Index Nr. 778) gibt man  langsam unter Rühren eine konzentrierte     w:tis-          serige    Lösung von Benzyl-dimethyl-lauryl-am-         moniumchlorid,    bis die Ausfällung des Farb  stoffes praktisch vollständig ist.

   Hierzu be  nötigt     man_    etwa     514g    der     quaternären    Am  moniumverbindung. Der Niederschlag ist ein  Teer, der sich leicht. vom überstehenden     N\        as-          ser    trennen lässt.  



  Das erhaltene     wasserunlösliehe    Farbstoff  salz wurde in 540 g eines Trägers, bestehend  aus 2100 Gewichtsteilen eines     kolophonium-          modifizierten    Phenolharzes (Bindemittel) und  650     Gewiehtsteilen        Butoxyäthylacetat    einver  leibt. Die erhaltene     Misehung    wird im Va  kuum. bei 50-60  C     getroeknet.    Die trockene       Mischung    wird durch Zusatz von 270 g eines  Trägers, bestehend aus 2000 Gewichtsteilen       kolophoniummodifiziertem    Phenolharz und      7.050 Gewichtsteilen     Polypropylenglykol    ver  dünnt.

   Eine weitere Verdünnung erreicht man       (lurch    Zugabe von 180 g     Butoxyäthyla,cetat.          1)as    erhaltene Produkt war viel     farbkräftiger           1s    ein analoges Produkt, das den Bleilack des       P        hloxins    enthält.  



  B. Verwendet man an Stelle von     Benzyl-           < limetliyl-lauryl-ammoniumehlorid,        Amylben-          zyl-ben7yl-dimethyl-ammoniumchlorid    oder       Oetadeeyl-diäthylamin,    so erhält man als was  serunlöslieher Niederschlag in jedem Falle das       f-ntspreehende        Tetraehlor-tetrabrom-fluores-          zeinsalz.     



  Zur Herstellung einer andern roten Druck  farbe wird das so erhaltene Pigmentsalz  mit     Poly        propy        lenglykollösungen    verschiedener       kolophoniummodifizierter    Harze verdünnt,  wobei man Farben erhält, die gut drucken  und durch Dampf oder Hitze klebefrei     troek-          nen.     



       Beispiel.   <I>2:</I>  Behandelt man eine Mischung von       liolophonitimaminchlorhydraten,    die erhalten       wurde    durch Neutralisieren des Markenpro  duktes      Rosin    Amine D  mit Salzsäure, mit       Phloxin    B, so erhält man als wasserunlöslichen       Niedersehlag-    das entsprechende     Harzaminsalz     des Farbstoffes.

   Dieses Salz wurde in v     ersehie-          dene        Druekfarbenträger    eingebracht, wobei  man rote     Druekfarben    erhielt, die gut druck  len und eine hohe Wärmestabilität aufwiesen,  so dass der     Druck    bei. relativ hohen Tempera  turen     getroeknet    werden kann.  



  Als weitere Beispiele für     Ammoniumsalze,     welche mit     Phloxin    B unter Bildung der ent  sprechenden     quaternären    Ammonium- oder       Aminsalze    reagieren, die sich für die Herstel  lung der neuen Druckfarbe verwenden lassen,  seien noch genannt:

       Benzyl-dimethyl-lauryl-          ammoniumchlorid,        Benzyl-dimethyl-eetyl-am-          moniumbromid,        Dodeeyl-pyridiniumchlorid,          Allyl    -     dimethy        1-octadecyl    -     ammoniumsulfat,          Oetadeceny        l-dimethyl    -     benzyl    -     ammoniumehlo-          rid,        Amylnaphthyl-triäthyl-ammoniumehlorid,          Amylbenzyl-ehinoliniumehlorid,

          Amylbenzyl-          benzyl-dimethyl-ammoniumehlorid,    p-     (tert.-          Oety    l )-     phenoxyäthoxy        äthyl-        dimethyl-benzyl-          ammoniumchlorid,    Trimethyl-stearoxyäthyl-         ammoniumchlorid,        i#Iyristamidopropyl-dime-          thyl-benzyl-ammoniumchlorid    und     Cetyl-tri-          äthyl-ammoniumbromid;

      Säuresalze des     Oeta-          decyiamins,        Cetyl-dimethyl-amins,        Diäthyl-          oetadeceny        1-amins,        Dibutyl-cetyl-amins,        Di-          äthyl    -     oleamidoäthyl    -     amins,        Lauryl    -     diäthyl-          amins,        Benzyl-dihexyl-amins,        Cetyl-diäthyl-          amins,

          Lauryl    -     allyl    -     amins,        Lauryl    -     diäthyl-          amins,        Oetadecyl    -     dimethyl    -     amins,    p -     Stear-          amidophenyl-dimethyl-amins,        p-(tert.-Octyl)-          phenoxyäthoxyäthyl    -     dimethyl    -     amins,

          Stear-          oxy        äthy        1-diäthyl-amins    und     Oleamidoäthyl-di-          äthyl-amins.     



  Die durch die Erfindung zugängliche rote  Druckfarbe besitzt ausgezeichnete Druck  eigenschaften und kann leicht den Anforde  rungen der verschiedenen Druckmethoden, wie  Dampftrocknung, Wärmetrocknung und     Roto-          gravurverfahren    angepasst werden, indem man  Farbträger wählt, die in diesen     Methoden.    all  gemein verwendet werden. Für die Herstel  lung von mit Dampf trocknender Farbe bevor  zugt man die Anwendung eines Polyglykols,  wie z. B.     Diäthylenglykol    oder     Polypropylen-          glykol,    als Lösungsmittel.

   Zur Herstellung  einer     Rotogravurfarbe    kann man zum Beispiel  ein relativ     niedrigsiedendes    Lösungsmittel,  z. B. einen niedrigen     aliphatisehen    Alkohol,  ein niedriges     aliphatisches        Keton,    einen nied  rigen     aliphatisehen    Ester oder eine Mischung  von zwei oder mehr Lösungsmitteln, z. B. eine  Mischung von     Isopropylalkohol    mit einem       niedrigsiedenden        aliphatischen    oder aromati  schen Kohlenwasserstoff wie Naphtha oder       Toliiol    verwenden.

   Wenn die Farbe in der  Wärme trocknend sein soll, ist das Lösungs  mittel vorzugsweise eine Mischung aus einem  grösseren Anteil eines hochsiedenden (200 bis  320  C) flüssigen Kohlenwasserstoffes, z. B.  einer     aliphatischen    Petroleumfraktion vom  Siedepunkt 260-290  C und einem kleineren  Anteil an     Biztoxyäthylacetat.    Als Bindemittel  für diese Druckfarben bevorzugt man diejeni  gen vom     Kolophoniumtypus,    wie     kolophonium-          modifizierte        Phenolharze,    ein polymerisiertes  Holzharz, ein Kolophonium, das mit einer     a,

  fl-          ungesättigten    mehrbasischen Säure wie Ma  lein- oder     Fumarsäure    modifiziert ist, ein      kalkmodifiziertes Kolophonium, einen     maleiii-          modifizierten        Kolophoniuimester    usw. Der Zu  satz einer kleinen Menge eines andern Binde  mittels, z. B.     Zein    (Maiskleber), zu den eben  genannten Bindemitteln ist manchmal vorteil  haft.  



  Es versteht sich, dass der Zusatz kleiner  Mengen der verschiedensten     Modifizierungs-          mittel    zu den Druckfarben je nach der Feuch  tigkeit des Druckraumes, der Art der Druck  presse usw. wechseln kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII : . Rote Druckfarbe, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein organisches Lösungsmittel, ein harzartiges Bindemittel, das in diesem Lö sungsmittel praktisch gelöst ist, und ein was serunlösliches Pigmentsalz, bestehend aus dem Anion des Phloxins B (Colour Index Nr.<B>778)</B> und einem organischen Ammoniumkation mit 14 bis 35 Kohlenstoffatomen, enthält.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Druiekfarbe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Salz ein qua- ternäres Ammoniumkation enthält. Druckfarbe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet., dass das Salz ein Aralky1-trialkyl-ammonium- kation enthält. 3. Druckfarbe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Salz ein Kolo- phonium-ammoniumkation enthält. 4.
    Druckfarbe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein mit Kolophonium modifiziertes Phenol-Alde- hydharz enthält. 5. Druckfarbe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein mit Maleinsäure modifiziertes Kolopho nium enthält. 6. Druckfarbe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein mit Fumarsäure modifiziertes Kolopho nium enthält. 7. Druckfarbe nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein polymerisiertes Holzharz enthält.
    B. Druekfarbe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein kalkmodifiziertes Kolophonium enthält.
CH302056D 1951-03-31 1951-03-31 Druckfarbe. CH302056A (de)

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