Bändchen-Mikrophon. Liese Erfindung bezieht sieh auf ein. Bä.ncleheri-3likrophon und insbesondere auf ein solches, das als Druekempfänger ausgebil det ist.
Bei dem Bändchen-Mikrophon gemäss der Erfindung münden in den das Bändchen ent haltenden Magnet-Luftspalt beidseitig Sehall- Übertragungskanäle, wobei der Querschnitt dieser beiden Schallübertragungskanäle an der Stelle, an der sie in den Magnet-Luftspalt münden, nach Form und Grösse angenähert übereinstimmen. Kennzeichnend dabei ist, dass die Quersehnittsfläche des Schallaufnahme- kanal:
s in der Nähe des Magnet-Luftspaltes und mindestens des grösseren Teils seiner Aus- (lehnung praktisch gleich der Querschnitts fläche des Magnet-Luftspaltes in der Ebene des Bändehens ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung be- sehrieben. In dieser zeigen: Fig. 1. eine Gesamtansicht des Mikrophons, Fig. ? einen Längsschnitt in vergrössertem Massstab des in Fig.l gezeigten Mikrophons, Fig. 3 eine vergrösserte Seitenansicht eines als Schallaustrittskanal dienenden Verbin dungsteils, Fig. 4 eine Vorderansicht des Verbindungs teils nach Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht des Verbindungsteils in Richtung der Pfeile 5-5 nach Fig..1 ge sehen, Fig.6 eine Ansicht des Verbindungsteils in Richtung der Pfeile 6-6 nach Fig. 4 ge sehen.
In allen Figuren sind gleiche Bezugszei chen für einander entsprechende Teile ver wendet. Das dargestellte Bändchen-Mikrophon 1 umfasst ein Gehäuse 3, in welchem ein Schallwandler 5, eine Schall.übertragungslei- tung 7, ein akustisches Labyrinth 9 und ein Ausgangstransformator 11 eingebaut ist.
Der Schallwandler 5 ist als Druckempfän ger ausgebildet und umfasst ein Bändchen 13, das in einem magnetischen Feld liegt und von den eintreffenden Schallwellen in Schwingun gen versetzt wird. Das Bändchen 13 besteht aus einem gewellten Streifen aus elektrisch leitendem jVaterial, etwa eine Aluminium folie. Das magnetische Feld wird von einem Paar halbzylindrischer permanenter Magnete 15 gebildet, die auf einer ringförmigen Grund platte 17 sitzen und ein Paar plattenförmige Polschuhe 19 von halbkreisförmiger Gestalt tragen. Jeder der Magnete 15 ist mit einem seiner Enden an der Grundplatte 17 befestigt, und die Magnete sind derart angeordnet, dass ihre flachen Seiten einander zugekehrt und zueinander parallel sind.
Die Polschuhe 19 sind an den gegenüberliegenden Enden der Magnete angebracht, wobei ihre Stirnseiten einen kleinen Abstand voneinander besitzen und parallel zueinander angeordnet sind, so dass sie einen länglichen Luftspalt von recht eckigem Querschnitt zwischen sich bilden. Das Bändchen 13 ist an seinen Enden durch ge eignete (nicht gezeigte) Klemmvorrichtungen derart befestigt, dass das Band in der Mitte innerhalb des Luftspaltes mit kleinen Abstän den von den Seitenkanten der beiden Pol schuhe gehalten wird, womit das Band die Luftspaltkammer senkrecht zu seiner Fläche in zwei getrennte Räume aufteilt.
Das Bänd- ehen befindet sich somit innerhalb des magne tischen Feldes im Luftspalt und kann auf be kannte Art Schwingungen ausführen.
Die Schallübertragungsleitung 7 umfasst ein Rohrstück von kreisförmigem Querschnitt. l,in Ende des Rohrstückes ist gegen den Aussenraum hin offen, um den Schallwellen den Eintritt zu ermöglichen und sie zum Bändchen 13 weiterzuleiten. An das erwähnte kreiszylindrische Rohrstück schliesst sich nach unten ein Ü bergangsstück 7a an, das vom kreisförmigen in einen rechteckigen Quer schnitt überleitet.
Die Qüerschnittsabmessun- gen in zwei zueinander senkrechten Richtun gen ändern sich längs der Achse derart, dass die Querschnittsfläche an allen Stellen ange nähert gleich gross ist. Das Verbindungsstück 7a endet in einer rechteckigen Öffnung, wel che sich in den Luftspalt hinein öffnet und diesen umgibt. Somit schliesst die Rohrleitung 7 den Luftspalt auf einer Seite des leitenden Bandes 13 von der Umgebung ab.
Damit das Ende des Verbindungsstückes 7a auf den Luftspalt ausgerichtet ist und die Schallübertragungsleitung selbst leichter mit ihrer Längsachse senkrecht zur Oberfläche des Bandes 13 montiert werden kann, ist. eine ringförmige Platte 21 am Ende des Verbin dungsstückes 7a befestigt. Ein Isolationsmate- rialstück 23 befindet sich zwischen der Platte 21 und den Polstücken 19, und die Platte ist. an den Polstücken 19 befestigt.
Die rückwärtige Seite des Luftspaltes ist an ein akustisches Labyrinth 9 angeschlossen. Das akustische Labyrinth umfasst ein Lei tungsrohr von relativ grosser Länge, das als akustischer Abschlusswiderstand für die Rück seite des Bandes 13 wirkt, um dieses als Druck empfänger wirken zu lassen. Das Labyrinth 9 hat. die Gestalt eines zylindrischen Blockes mit einer Vielzahl von in Längsrichtung an geordneten, miteinander in Verbindung ste henden Röhren oder Bohrungen 25. Die Boh rungen 25 sind untereinander verbunden und bilden einen zusammenhängenden Durch gangsweg.
Die Rückseite des Luftspaltes ist mit dem akustischen Labyrinth 9 über ein Verbindungsstück 27 verbunden, welches ähnlich gebaut ist wie das Verbindungsstück 7a der Sehallübertragungsleitung 7. Das recht eckige Ende des Verbindungsstückes 27 liegt an den Polstiieken 19 an und ist an diese an geklebt oder auf andere Weise an ihnen be festigt, damit die recliteekiye Öffnung auf den Luftspalt ausgerichtet ist und den Luft spalt abschliesst.
Das gegenüberliegende Ende steht mit der zentralen Bohrung des akusti schen Labyrinths 9 über eine Öffnung 33 in der Grundplatte 17 in Verbindung.
Die Bohrungen 25 des akustischen Laby- rinths sind mit geeignetem akustischem Dämpfungsmaterial @35, wie lose verteiltem Haarfilz oder ähnlichem, gefüllt und ergeben dadurch die Wirkung einer Verbraucher- Rohrleitung von unendlicher Länge. Wenn er wünscht, kann die Bohrung oder Leitung 27 ebenfalls mit Dämpfungsmaterial gefüllt wer den.
_NNTenn man den Wellenwiderstand der Schallübertragungsleitung 7, welche den freien Raum mit dem Band 13 koppelt, weitgehend gleich dem akustischen Absehlusswiderstand am Luftspalt macht, so ergibt sich praktisch keine Verschlechterung in der Frequenz charakteristik des Mikrophons 1 auf Grund.
der Leitungskopplung. Dies wird erreicht, in dem, wie oben erwähnt, die Querschnittsfläche der Bohrung der Schallübertragungsleitung 7 längs ihrer Achse weitgehend gleich jener Fläche im Luftspalt macht, in der die Längs lind Querachsen des Bandes<B>13</B> gelegen sind.
Die Ausgangstransformatoreinheit 11 ist unterhalb des akustischen Labyrinths 9 vor gesehen und umfasst einen Ausgangstra.nsfor- inator 37, welcher im Gehäuse 39 eingebaut ist. Eine Öffnung 4-1 in der obern Wand des Gehäuses 39 ist mit einer entsprechenden Öffnung 42 im untern Teil des akustischen Labyrinths 9 in Deckung, wodurch dessen zu- sammenhängender Durchgangsweg fortgesetzt wird.
Also ist die wirksame Länge des akusti- sehen Labyrinths um den Raum innerhalb des Transformatorgehäuses 39 verlängert. Das Transformatorgehäuse ist ebenfalls mit aku- stisehem Dämpfungsmaterial der in den Boh rungen 25 verwendeten Art gefüllt.
Die verschiedenen Baueinheiten sind so <B>t</B> -ius, gebildet, dass sie in das zylindrische Mi- krophon-ehä.use 3 einsehiebbar sind und an demselben festsitzen. Das Gehäuse 3 ist an seinem untern Ende geschlossen und mit Ver- binclungSmitteln 43 zum Anschliessen des Mi krophons 1 an einen äussern Stromkreis ver sehen. Das gegenüberliegende Ende des Mi krophongehäuses 3 ist nach oben verjüngt und umschliesst die Schallübertra.gungslei- tung 7.
Falls es erwünscht ist, die Empfindlich keit für hohe Tonfrequenzen zu erhöhen, kann diese Wirkung durch ein kleines Horn 45 am offenen Ende der Schallübertragungsleitung 7 erzielt werden. Das kleine Horn 45 ist an seinem freien Ende in einem Masse ausgewei- let, class die erwünschte Empfindlichkeits erhöhung für hohe Frequenzen resultiert. Um zu verhindern, dass Fremdkörper in die Sehall übertragungsleitung eindringen, ist ein Git ter 47 am Ende derselben angebracht.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass durch die angegebene Kon struktion ein Mikrophon von schlanker äusse rer Form und relativ kleinem Durchmesser gesehaffen werden kann.
Der sehallübertragende Kanal muss nicht geradlinig verlaufen; vielmehr kann das ton aufnehmende Ende in =bezug auf das Mikro phongehäuse abgewinkelt sein. In diesem Fall kann das Instrument an einer seitlichen Hal terung befestigt sein, um es auf einem Pult oder Tisch anbringen zu können, wobei die Aufnahmeöffnung nach oben gerichtet ist.
An Stelle eines permanenten Magneten könnte auch ein Elektromagnet verwendet werden.