CH302235A - Verfahren zum Zerkleinern von hartem Material und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Zerkleinern von hartem Material und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum Zerkleinern von hartem Material und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Beim Zerkleinern von hartem Material, wie Erz, Kohle, Gestein und dergleichen, ist es unvorteilhaft, das Zerkleinern durch Zermal men zwischen Mahlsteinen oder Mahlplatten vorzunehmen, durch Zerschlagen, Zerstampfen oder in irgendeiner ähnlichen Weise, bei der die Mahlwerkzeuge unmittelbar wirken, weil diese hierbei von dem harten Material eben falls zerkleinert oder abgeschliffen werden, also schnellem Verschleiss unterliegen und da her bald erneuert werden müssen.
Für diese iinerwünsehte Zerkleinerungsarbeit wird ein beträchtlicher Teil der aufgewandten Energie erbraneht und damit der nutzbare Wirkungs grad der Zerkleinerung erheblich vermindert.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren zum Zerkleinern von hartem Material unter Verwendung eines umlaufenden, mit Schlag leisten besetzten Rotors wird das Material auf wenigstens eine Prallplatte durch Aufprall wirkung zersplittert, wobei ein Teil der Split ter so lange einer erneuten Zersplitterung auf der Prallplatte unterworfen wird, bis die er- wiiiischte Zerkleinerung erreicht ist.
Die Erfindung umfasst ferner eine Vor- richtun-- zur Durchführung des Verfahrens. Die beiliegende Zeichnung stellt beispiels weise Vorrichtungen zur Ausführung des Ver fahrens gemäss der Erfindung schematisch dar, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine Prallmühle mit mehreren Prall platten im Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II der Fig. 1, Fig.3 eine andere Prallmühle nach der Schnittlinie III-III in Fig. 4, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 eine andere Prallmühle mit nur einer Prallplatte im Schnitt.
Im Gehäuse 1 (Fig.l) ist auf der still stehenden, horizontalen Achse 2 die geschlos sene Hohlwalze 3 drehbar, in der Elektro- ina.gnetpole 4 sitzen, denen über die auf der Walze 3 sitzenden Schleifringe 5 und die im Gehäuse 1 angebrachten, auf ihnen schleifen den Bürsten 6 Strom zugeführt wird. Auf der Achse 2 ist die Spule 7 angeordnet, nimmt also nicht am Umlauf der Hohlwalze 3 teil. Strom wird ihr durch die Leitungen 8 zuge führt. Auf der Hohlwalze 3 sitzen aussen die zu ihrer Achse parallelen Rippen 9, an denen mittels Schrauben 10 Schlagleisten 11 befestigt sind.
Sie sind schalenförmig gestaltet, der Rand ist an den Schmalseiten breiter als an den Längsseiten und der Boden steigt nach den ersteren hin etwas an; hierdurch ist dem er fahrungsgemäss stärkeren Verschleiss an den Stirnseiten der Hohlwalze 3 Rechnung getra gen, ausserdem. können die Schlagleisten 11 leicht umgedreht werden, wenn ihre nach aussen liegende Längskante abgenutzt ist. So können sie bis aufs letzte verbraucht werden, um das wertvolle Material, aus dem sie übli cherweise gefertigt werden, in günstigster Weise auszunützen. Zum Auswechseln der Schlagleisten 11 ist. im Gehäuse 1 das Mann loch 7.2 vorgesehen.
Das durch den Zulauf 13 zugeführte Roh material läuft unter dem Kettenvorhang 14 über das Sieb 15, durch welches bereits vor handenes Feinmaterial abgesiebt wird, den um laufenden Schlagleisten 11 entgegen und wird von ihnen heftig gegen die Prallplatten 17 geschleudert, von diesen zurückgeworfen und erneut von. den Schlagleisten 11 auf sie ge schleudert, bis es genügend zerkleinert ist und in den Auslauf 16 hinunterfällt.
Die Prallplat- ten 17 sitzen an Haltern 18, die auf Achsen 19 schwenkbar aufgehängt und mittels der Bolzen <B>2 2 0</B> in ihrer Lage gegen ein Pendeln nach links in Fig. 1 gehalten werden. Durch Verstellen der Bolzenmuttern 20' kann die Stellung der Halter 20 und damit auch die der Prall platten 17 geregelt werden.
Die Prallplatten stehen winklig zueinander und die den Schlag leisten 11 nächstgelegene, 17', ist in ihrer Auf prallstellung annähernd radial auf die Rotor achse hin gerichtet. Die Achsen 19 sind an Scheiben 21 befestigt, die an der Wandung des Gehäuses 1 im verschiedenen, um je 60 ver drehten Lagen angeschraubt werden können, so dass also auch die Lage der Prallplatten gewählt werden kann.
Bei dein in Fig. 3 und 4 dargestellten Aus führungsbeispiel läuft im Gehäuse 30 die senk rechte Welle 31 mit den Schlagarmen 32 im Sinn des Pfeils um. In die von dieser um laufenden Einrichtung eingenommene Kam mer des Gehäuses 30 mündet. von oben her der Zulauf 33 ein, während die Ableitung 34 vom Umfang tangential abgeht. In dieser Ableitung hängen auf der Achse 35 schwenkbar neben einander die gegeneinander beweglichen Prall platten 36 und werden durch ihre Gegenge wichte 37 in der gezeichneten Lage gehalten.
Eine im Pfeilsinn umlaufende, mit kreuzweise gesetzten Daumen 38 besetzte Welle 39 dreht die Prallplatten 36 abwechselnd etwas zurück in die punktiert gezeichnete Lage, aus der sie dann durch ihre Gegengewichte 37 wieder zu rückgedreht werden.
Diese Zerkleinerungsvor riehtung ist beson ders geeignet für das Verarbeiten von Mate rial, das feucht ist, oder an sieh zum Zusam menbacken neigt. Durch das abwechselnde Be wegen der nebeneinanderhängenden Prallplat- ten wird nämlich verhindert, dass sich auf ihnen Buchen des daraufgeschleuderten Mate rials bilden können.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Beispiel, bei wel ehem dem Schleuderrotor 40 aus dem. Zulauf 41 Mahlkörpern, vorzugsweise Stahlkugeln, auf gegeben und gegen die Prallplatte 42 ge schleudert werden, die im Gehäuse 43 vorge sehen ist. über sie rieselt das Zerkleinerungs material aus dem Trichter 44 hinunter, um von den gleichsam daraufgesehossenen Stahl kugeln zertrümmert zu werden.
Das Gemisch aus mehr oder weniger zerkleinertem Material und Stahlkugeln fällt auf das Förderband 45, von dem es unter dem Magnetseheider 46 hin weggeführt wird, der alle Eisenteile heraus hebt und auf das Sieb 47 gelangen lä.sst. Hier wird der Abrieb in den Auslauf 48 abgesiebt, während die hinreichend gross gebliebenen Stahlkugeln über die Ableitung 49 gemäss der strichpunktierten Linie 7i. zu erneuter Verwen dung in den Zulauf 41 zurückgebracht werden.
Das vom Magnetseheider 46 auf dem För derband 45 belassene Gut fällt auf das Sieb 50 hinab. Durch dieses wird von unten her Luft durch die Leitung 51 gemäss dem weissen Pfeil hindurchgeblasen, die das feinste Gut gemäss dem punktierten Pfeil durch die Leitung 52 hinausträgt. Gröberes Material fällt durch das Sieb 50 in die Ableitung 53, indes ganz grobe Brocken und dergleichen in den Auslauf 54 gelangen, um zu , nochmaliger Zerkleinerung gemäss Linie ni in den Trichter 44 zurückge- bracht zu werden.
In nicht dargestellter Weise können Ein richtungen zum Belüften, Trocknen, Heizen oder Kühlen des Materials vor, während oder nach der Zerkleinerung vorgesehen werden. Statt eines einzigen Rotors können mehrere solche angeordnet. werden, die gleichsinnig oder gegenläufig betrieben werden können.
Die Vorrichtung gemäss der Fig. 1 und 2 bieten unter anderem den Vorteil, dass nicht zerkleinerbare Teile wie übermässig harte Stücke oder Fremdkörper leicht ausgeschieden werden, ohne die Vorrichtungsteile zu beschädi gen oder den Betrieb zu stören, weil die Prall platten 17 um die Achsen 19 sich zurückzu- schwenken vermögen, indem z. B. nach Fig. 1 die Muttern 20' sich von ihrer Auflage auf der Wandung des Gehäuses 1 abheben. Das hierbei kurzfristig in erhöhtem Masse ausfallende grobe Material wird dabei sogleich wieder zu erneuter Aufgabe zurückgeführt, so dass auch hierdurch keinerlei Nachteil entstehen kann.
Da. anderseits die Schwenkaxe der Prallplatten ausserhalb der Ebene liegt, in der sich die l'rallfläche des dem nach dem Rotor 3 hinge wandten Rande nächsten Teils 17' der Prall platten befindet, so weichen die Prallplatten erst bei einer Einwirkung mit grösserer Kraft zurück, so dass in normalem Betrieb die ein gestellte Schlitzweite zwischen dem Unterrand der Prallplatten und der Umlaufbahn der Schlagleisten mit Sicherheit aufrechterhalten wird, was das Erreichen der gewünschten Zer kleinerungsfeinheit gewährleistet.
Die Aus- %veebslung abgenutzter Schlagleisten oder Prallplatten kann jederzeit ohne längere Be triebsunterbrechung durch Mannlöcher im Ge häuse erfolgen, wie deren eines in Fig.1 und 2 dargestellt ist.
Die Zusammensetzung der Prallfläehe aus mehreren Prallplatten, die winklig zueinan der liegen, bringt ein vorteilhaftes Zusammen halten des aufprallenden Materials hervor, so dass dieses nicht gegen die Gehäusewandung #Olesehleudert wird, sondern auf die Schlaglei sten 10 zurück.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Zerkleinern von hartem Material -unter Verwendung eines umlaufen den, mit Schlagleisten besetzten Rotors, da durch gekennzeichnet, dass das Material auf tvenigstens einer Prallplatte durch Aufprall wirkung zersplittert wird, wobei ein Teil der Splitter so lange einer erneuten Zersplitterung auf der Prallplatte unterworfen wird, bis die erwünschte Zerkleinerung erreicht ist.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit mehre ren Prallplatten, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatten, gegen die das Material ge schleudert wird, schwenkbar aufgehängt sind, wobei die Schwenkaxe (19, 35) ausserhalb der Ebene liegt, in der sich die Prallfläche der dem nach dem Rotor (3 bzw. 31) hingewand ten Rande nächsten Prallplatte befindet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch die Verwendung loser Mahlkörper, die vom Rotor gegen die Prall platte geschleudert werden, um das Material zu zerkleinern. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch horizontale Lage der Ro- torwelle (2). 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch senkrechte Lage der Ro- torwelle (31). 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass nebeneinander hängende Prallplatten gegeneinander beweg lich sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die die Prall platten (17) tragenden Achsen (19) im Ge häuse (1) verstellbar sind. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Ro tor (3) befestigten Schlagleisten (11) schalen artig gestaltet sind, wobei die Ränder an den Schmalseiten der Schlagleisten stärker sind als die an den Langseiten und der Schalengrund nach den ersteren hin ansteigt. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor<B>(3)</B> als Hohlwalze ausgebildet ist, wobei der An triebsmotor in seinem Innern untergebracht ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mehrere gleichsinnig umlaufende Rotoren. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mehrere gegenläufig drehende Rotoren. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatten winklig zueinander liegen und die den Schlag- leisten (11) nächstgelegene (17') in ihrer Auf prallstellung annähernd radial auf die Rotor achse hin gerichtet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0136600A3 (de) * | 1983-10-05 | 1986-12-17 | Ernst König | Prallmühle |
-
1951
- 1951-12-05 CH CH302235D patent/CH302235A/de unknown
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