CH302735A - Verfahren zur Herstellung eines neuen 6-Aryl-3-pyridazons. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen 6-Aryl-3-pyridazons.

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CH302735A
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  Verfahren zur Herstellung     eines    neuen     6-Aryl-3-pyridazons.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung neuer     6-Aryl-3-          pyridazone    der Formel  
EMI0001.0005     
    In der Formel bedeutet Ar ein durch 1 oder  2 Halogenatome substituiertes     Phenylradikal     und R und R' Wasserstoff oder niedriger  molekulare     Alkylreste.    Diese neuen Substan  zen sind als chemotherapeutische Mittel  brauchbar, und insbesondere sind sie als       Amöbicide    wertvoll.

     Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von     6-(3',4'-          Dichlor-phenyl)-3-pyridazon,    das dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man     ss-        (3,4-Dichlor-          benzoyl)-propionsäure    mit     Hydrazin    konden  siert und das erhaltene 6 -     (3',4'-Dichlor-          phenyl)-4,5-dihydro-3-pyridazon    mit Brom  dehydriert.  



  Die neue Verbindung, die als     Chemo-          therapeutikum    Verwendung finden soll,  schmilzt bei 258 bis 259  C. Sie entspricht der  Formel  
EMI0001.0019     
    <I>Beispiel:</I>  Die als Ausgangsstoff verwendete     ss-(3,4-          Dichlor-benzoyl)        -propionsäure    wird folgender  massen hergestellt  Eine Suspension aus 120 g (1,2     Mol)

          ge-          pulvertem        Bernsteinsäureanhydrid    in 450     eins     technischem 95 %     igem        o-Dichlorbenzol    wurde  unter     Rückfluss    kräftig gerührt, und 325 g  (2,4     Mol)        gepulvertes    wasserfreies     Aluminium-          chlorid    wurden sehr rasch zugegeben.

   Die     exo-          therme    Reaktion verursachte einen Tempera  turanstieg auf etwa 70 , und es wurde viel       Chlorwasserstoff        gebildet.    Die Mischung  wurde eine Stunde bei etwa 650 gehalten,  dann abgekühlt     und    auf     etwa    2 kg Eis ge  gossen.

   Das Ganze wurde mit     konzentrierter          Salzsäure    stark sauer gemacht und zur Ent  fernung von überschüssigem     o-Dichlorbenzol     der     Wasserdampfdestillation        unterworfen.    Das  Destillat wurde abgekühlt und die feste Sub  stanz durch Filtration gesammelt, in über  schüssiger     heisser    konzentrierter Natrium  bicarbonatlösung bei p$ 8 aufgelöst,     mit    Aktiv  kohle verrührt und die Lösung durch ein     Fil-          trierhilfsmittel    filtriert.

   Die rohe     ss-(3,4-Di-          chlor-benzoyl)-propionsäure    fiel nach dem  Ansäuern der geklärten Lösung aus. Sie Sub  stanz wurde durch Filtration gesammelt, mit  kaltem Wasser gewaschen und zweimal aus       Alkohol    umkristallisiert und ergab 170,0 g ss  (3,4-Dichlor-benzoyl)-propionsäure, F. = 166      bis 167 . Die Struktur der Verbindung     wurde     durch die Bildung von     3,4-Dichlor-benzoesäure       nach der Oxydation mit Kaliumpermanganat  bestätigt.

      Analyse:     C1oH803012;    berechnet: C     48,61;,H    3,26; Cl 28,70       gefunden:    C 48,54;<B>1-13,08;</B> Cl 28,45    99,0 g (0,4     Mol)        ss-(3,4-Dichlor-benzoyl)-          propionsäure    wurden in 400     cm3        0,1n-Kalium-          hydroxydlösung    bei 80  gelöst und dann mit       einer    Lösung von 52,0 g (0,4     Mol)        Hydrazin-          sulfat    in 400     cm3        0,

  1n-Kaliumhydroxyd    eben  falls bei 80      vermischt.    Die gut gerührte Mi  schung wurde zwei Stunden unter     Rüekfluss     auf einem Dampfbad erhitzt, dann abgekühlt    und die feste Substanz durch Filtration ge  sammelt und ergab 96,4 g rohes     6-(3',4'-Di-          chlor-phenyl)-4,5-dihydro-3-pyridazon.    Nach  mehrmaligem     Umkristallisieren    aus     Alkohol          unter        Verwendung    von Aktivkohle     zur    Erst  färbung erhielt man 83,5 g     6-(3',4'-Dichlor-          phenyl)-4,5-dihydro-3-pyridazon,    F. = 172 bis  173 .

      Analyse:     C1oHSC12N20;    berechnet: C49,41, 1 13,32,     C129317     gefunden:     C49,35;   <B>H3,05;</B> C129,30    Eine Lösung von 339,5g (1,39     Mol)        6-          (3',4'-Dichlor-phenyl)        -4,5-dihydro-3-pyridäzon     in 2800     cm3    Eisessig wurde bei 50  gerührt,  während 225 g Brom in 500     cm3    Eisessig im  Verlaufe einer Stunde zugegeben wurden.  Nach der Beendigung der Zugabe wurde die  Temperatur 45     Minuten    lang bei 60 bis 65   gehalten.

   Die Mischung wurde dann     abge-          kühlt    und die Substanz durch Filtration ge  sammelt     und    mit     Essigsäureäthylester    ge-    waschen. Die Substanz wurde dann in Wasser  suspendiert, mit konzentriertem Ammonium  hydroxyd basisch gemacht und zehn Minuten  lang gerührt. Nach dem Sammeln und Trock  nen     wurden    3l0 g 6-     (3',4'-Dichlor-phenyl)        -3-          pyridazon    erhalten, F. = 256,5 bis 257,5 .

    Durch wiederholtes     Umkristallisieren    aus     2-          Methoxväthanol    erhielt man eine Probe des  6 - (3',4'-     Dichlorphenyl)    - 3 -     pyridazons    vom  F. = 258 bis 259 .    Analyse:.     CioH6C12N20;    berechnet: C 49,82; H 2,51; N 11,62  gefunden: C 49,69; H 2,40; N 11,49

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 6-(3',4'- Dichlor-phenyl)-3-pyridazon, dadurch Bekenn zeichnet, dass man ss- (3,4-Dichlor-benzoyl)- propionsäure mit Hydrazin kondensiert und das erhaltene 6-(3',4'-Dichlor-phenyl)-4,5- dihydro-3-pyridazon mit Brom dehydriert. Die neue Verbindung schmilzt bei 258 bis 259 C.
CH302735D 1950-08-16 1951-08-14 Verfahren zur Herstellung eines neuen 6-Aryl-3-pyridazons. CH302735A (de)

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