CH302742A - Verfahren und Einrichtung zur Ansteuerung eines Telephonographen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Ansteuerung eines Telephonographen.

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CH302742A
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electron
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Description


  Verfahren und     Einrichtung    zur     Ansteuerung        eines        Telephonographen.       Bei den bekannten     Telephonographen    kann  eine Wiedergabe einer Mitteilung bzw. eine  Wiederholung eines nicht richtig verstandenen  Textes dadurch eingeleitet werden,     däss        dein          Telephonographen    über die     Telephonleitung     Sprachimpulse bestimmter Frequenz zuge  sprochen werden. Bei der bekannten Einlei  tung einer Wiederholung vermittels Vokalen  ist ohne weiteres die Möglichkeit vorhanden,  dass ein auf dem Tonträger aufgezeichneter  Vokal eine unbeabsichtigte Wiederholung ein  leitet.

   Wird während der Aufzeichnung einer  Mitteilung ein     einzelner    Vokal ausgesprochen,  der eigentlich für die Einleitung einer Wie  derholung vorgesehen ist, so wird ebenfalls  eine     unbeabsichtigte    Wiederholung eingelei  tet, die zudem immer wieder eingeleitet wird,  da der Tonträger über die betreffende Auf  zeichnungsstelle dieses Vokals nicht hinaus  kommt. Die     Ansteuerung    mit Vokalen hat fei  ner den Nachteil, dass ihre Aussprache in den  verschiedenen Sprachen auf Schwierigkeiten  stösst, was auch der Fall ist, wenn der An  rufende erkältet ist.  



  Es sind nun bereits verschiedene Einrich  tungen bekanntgeworden, vermittels denen  versucht wurde, diese Mängel zu beheben.  Beispielsweise wurde hierfür eine Brücken  schaltung mit     Dämpfungsgliedern    vorgesehen.  Diese bekannte Einrichtung     bedingt    jedoch  eine auf     mindestens    50 2 genaue     Abgleichung     mit der     Telephonleitung.    Dies lässt sich jedoch  nur für eine einzige     telephonische    Verbin-         dung    durchführen. Die vorliegende Erfin  dung ermöglicht, diese Mängel zu beheben.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur An  steuerung von     Telephonographen    ist dadurch       gekennzeichnet,    dass man die Ansteuerung auf  Wiedergabe während der Tätigkeit des Ant  wortgebers     vornimmt.     



  Die Einrichtung zur Durchführung des er  findungsgemässen     Verfahrens    zeichnet sich  dadurch aus, dass am Eingang des     Telephono-          graphen    ein primärseitig mit der Amtsleitung       verbundener    Übertrager vorgesehen ist, wel  cher zwei sekundäre     Wicklungen        aufweist,    von  denen die erste über einen ersten Elektronen  röhrenverstärker.. mit der Verschlüsselungs  einrichtung und die zweite über einen zwei  ten     Elektronenröhrenverstärker        mit        einem     von zwei Sprechköpfen zusammenwirkt und  ;

  .wischen den beiden     Elektronenröhrenverstär-          kern    eine     Phasenumkehreinrichtung    geschal  tet ist, derart, dass die von einem-der Sprech  köpfe herrührenden Signalspannungen vom  zweiten     Elektronenröhrenverstärker    einerseits  über die     Phasenumkehreinrichtüng    und an  derseits über die beiden     Übertragersekundär-          wicklungen    dem ersten     Elektronenröhrenver-          stärker    derart in Phase und Amplitude zu  geführt werden, dass sie sich in demselben  aufheben, während derselbe von der Amtslei  tung herkommende Signalspannungen ver  stärkt weitergibt.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist eine bei  spielsweise Ausführung der erfindungsgemä-           ssen    Einrichtung dargestellt, an Hand welcher  auch das     erfindungsgemässe    Verfahren bei  spielsweise näher erläutert wird. Es zeigen       Fig.1    ein     Prinzipschema        und          Fig.2    ein Schaltschema.  



  In der     Fig.1    bedeuten 1, 2 eine     Tel.ephon-          leitung,    welche     mit    einer Wicklung 3 eines  Übertragers 4 in einem     Telephonographen    ver  bunden ist. Eine sekundäre Wicklung 5 des  Übertragers 4 ist über einen Verstärker 6     mit     einem von zwei Sprechköpfen 7 bzw. 8 verbun  den, während eine zweite sekundäre Wicklung  9 über einen Verstärker 10 direkt mit einem  Relais 11 oder über ein Filter 12 mit einem  Relais 13 verbunden ist. Zwischen den beiden  Verstärkern 6 und 10 ist eine     PhasenLtnikehr-          einrichtLLng    14 geschaltet.

   Die Signalspannung  des Sprechkopfes 7 bzw. 8 wird im Verstär  ker 6 verstärkt     und    gelangt über die Wick  lungen 5 und 3 des Übertragers 4 auf die       TelephonleitLmg    1, 2 und zugleich über die  Wicklungen 5 und 9 an den Eingang des  Verstärkers 10. Dem Verstärker 10 wird nun  über die     Phasenumkehreinrichtung    14 eine  zweite     Spannung    zugeführt, welche aus dem  gleichen, jedoch um 180  phasenverschobenen  Signal besteht. Es ist leicht ersichtlich, dass  sich auf diese Art und Weise die von den  Sprechköpfen über den Übertrager 4 und die  von der     Phasenumkehreinrichtung    herkom  menden Spannungen im Verstärker 10 auf  beben, so dass sie nicht zum Relais 11 bzw.  zum Filter 12 gelangen können.

   Die dabei auf  tretenden Phasenverhältnisse sind in der       Fig.1    durch Wellenlinien angedeutet. Durch  die beschriebene Einrichtung wird also ver  hindert, dass eine von den     Sprechl-,öpfen    her  rührende Signalspannung eine Wiederholung  unbeabsichtigt einleitet. Anderseits kann aber  durch den Anrufenden auch bei einer Wieder  gabe     eine    Ansteuerung, der Verschlüsselungs  einrichtung erzielt werden.  



  In der     Fig.    2 ist ein Ausschnitt aus dem  Schaltschema eines vollautomatischen     Tele-          phonographen    so weit dargestellt, wie dies für  die Erläuterung notwendig ist. In diesem  Schaltschema kommt das in der     Fig.1    erläu  terte Arbeitsprinzip zur Anwendung. Durch    einen von einem beliebigen Teilnehmer des       Telephonnetzes    ausgesandten Rufstrom wird  im     Telephonographen    ein Relais 15 über Kon  takte 16 und 17 eines Relais 18 und über einen  Kondensator 19 erregt. Das Relais 15. schliesst  seinen Kontakt 20, so dass auch das Relais 18  über Erde, Kontakt 20, Anzugswicklung des  Relais 18, Batterie 60 Volt erregt wird.

   Relais  18 schaltet seine Kontakte 16, 17, 21, 22 und  23 um bzw. ein, wodurch ein Motor 24 über  Kontakt 23 an ein     110-Volt-Wechselstromnetz     gelegt und eine elektromagnetische Kupplung  25 über Erde, Kontakt 26, Kontakt 22, Kupp  lungsmagnet 25, Batterie 60 Volt erregt wird.  Der Motor 24 treibt in bekannter Weise über  die elektromagnetische Kupplung 25     und    ein  Getriebe mit starker Untersetzung einen Ton- ,  träger 42 des Antwortgebers und zwei     Nok-          kenscheiben    28 und 29 in den angegebenen  Pfeilrichtungen an. Die     Nockenscheibe    28  schliesst sofort ihren Kontakt 30, wodurch  das Relais 18 über die Kontakte 21 und 30  und seine     Haltewicklung    gehalten wird.

   Durch  die Kontakte 16 und 17 des Relais 18 wird  die Amtsleitung 1, 2 mit der primären Wick  lung 3 des Übertragers 4 verbunden und ge  halten.  



  Die Signalspannung, welche von den bei  den Sprechköpfen 7 und 8 kommt, wird durch  die Elektronenröhre 31 verstärkt und gelangt  über die Kondensatoren 40 und 62 an die  Steuergitter der Elektronenröhren 32 und 34.  Die Elektronenröhre 32 ist eine Leistungs  röhre, welche das Signal über den Übertra  ger 4 an die Amtsleitung 1, 2 abgibt. Für die       Fortleitung    des Signals ist an letztere maxi  mal eine Leistung von 0,002 Watt abzugeben.  Als normale     Endpentode    gibt die Elektro  nenröhre 32 jedoch etwa 4 Watt ab.

   Sie wird  nun mit dem Belastungswiderstand 35 vor  belastet, wodurch erreicht wird, dass von der  Amtsleitung 1, 2     und    vom Übertrager 4 her  rührende Belastungsänderungen keinen merk  lichen Einfluss auf die Amplitude der Aus  gangsspannung der Elektronenröhre 32 haben  können. Daraus folgt, dass auch die durch die  Elektronenröhre 32 verstärkte Signalspan  nung, welche über den Übertrager 4 an das      Steuergitter 38 der Elektronenröhre 33 ge  langt, von den erwähnten Belastungsänderun  gen unbeeinflusst bleibt.

   Die Elektronenröhre  34     liefert    an das zweite Steuergitter 39 der  Elektronenröhre 33 über Kondensator 63  ebenfalls eine Signalspannung, welche mit der  in der Elektronenröhre 31 verstärkten Signal  spannung     amplitudengleich    ist, jedoch gegen  über derselben eine Phasenverschiebung von  180  aufweist, so dass sich diese zwei Signal  spannungen in der Elektronenröhre 30 auf  heben. Die Signalspannung der Elektronen  röhre 34 wird dabei dadurch erhalten, dass  ihr Steuergitter 37 über einen Kondensator 40  an die Anode der Elektronenröhre 31 ange  koppelt ist.

   Aus dieser Beschreibung ist er  sichtlich, dass eine von den beiden Sprech  köpfen 7 und 8 herrührende Signalspannung       irn        Anodenstromkreis    der Elektronenröhre 33  nicht auftreten kann, so dass eine solche auch  nicht zu einem Relais 41 oder auf das Filter  12 gelangen kann. Eine unbeabsichtigte Ein  leitung einer Wiederholung durch von den  beiden Sprechköpfen 7 und 8 herrührende  Sprachimpulse ist daher vollständig ausge  schlossen.

   Eine von der Amtsleitung 1, 2 her  rührende Signalspannung (Töne,     Sprache     usw.) gelangt hingegen über den Übertrager 4  an das Steuergitter 38 der Elektronenröhre  33 und wird von dieser verstärkt an das Re  lais 41 oder an das Filter 12 abgegeben, da  ihr über die Elektronenröhre 34 keine ent  sprechende Gegenspannung entgegenwirkt:  Hat ein beliebiger Teilnehmer des     Tele-          phonnetzes    den     Telephonographen,    wie oben  bereits beschrieben, angesteuert, so hört er  nun in bekannter Weise den Text des Ant  wortgebers, welcher auf einem Tonträger 42  aufgezeichnet ist, und zwar über:

   Erde,  Sprechkopf 7, Kontakt 43, Steuergitter 44 der  Elektronenröhre 31, Anodenstromkreis dieser  Röhre, Steuergitter 36 der Elektronenröhre  32,     Anodenstromkreis    dieser Röhre, Wicklun  gen 5     und    3 des Übertragers 4, Amtsleitung 1, 2.  Dieser Text gelangt, wie bereits erwähnt, auch  an die beiden Steuergitter 38, 39 der Elektro  nenröhre 33, jedoch mit 180  Phasenverschie  bung, so dass er sich nicht weiter auswirkt.

      Nun kann der Anrufende dem     Telephonogra-          phen    die dem Code für die Einleitung einer  Wiedergabe entsprechenden Wörter, Zahlen  usw. zusprechen, wodurch das Relais 41 oder  das Filter 12 entsprechende Signalspannun  gen erhält und, falls der Code richtig ausge  sprochen wurde,     ein    Relais 45 erregt wird,  und zwar über eine an sich bekannte, hier  jedoch nicht näher beschriebene Verschlüsse  lungseinrichtung 46. Vom Filter 12 aus führt  der entsprechende Stromkreis über einen Ver  stärker 47, einen Kontakt 48 und die Ver  schlüsselungseinrichtung 46 zum Relais 45.  Die Erregung des Relais 45 bewirkt die Er=       regung    eines Relais 49 über den Kontakt 50  des Relais 45.

   Das Relais 49 schaltet mit sei  nem Kontakt 43 den Sprechkopf 7 des Ant  wortgebers ab und schliesst den Sprechkopf 8  an, so dass dieser jetzt mit der Amtsleitung  verbunden ist. Dadurch ist die     Ansteuerung     auf Wiedergabe beendet. Über den Kontakt  51 des Relais 49 wird noch ein Impulsverstär  ker 52 an den Übertrager 4 angeschlossen,  welcher die Aufgabe hat, die vom Sprechkopf  8 abgegebenen Signale vermittels eines Relais  53 zu überwachen. Über den Kontakt 54 des  Relais 49; welches über den Kontakt 55 ge  halten wird, wird ein Kupplungsmagnet 56  erregt, wodurch der Aufnahmetonträger 27 in'  der angegebenen Pfeilrichtung in Bewegung  gesetzt wird. Das Relais 53 wird durch die  Signalimpulse erregt. Es ist durch einen par  allelgeschalteten Kondensator 57 stark abfall  verzögert.

   Die     elektromagnetische    Kupplung  25 bleibt, trotz der     Trennung    des Kontaktes  26, noch so lange weiter erregt, bis der Kon  takt 58 der     Nockenscheibe    29 am Ende der  vollen Umdrehung derselben     getrennt    wird.  



  Sollte der Anrufende einen Textteil der  Wiedergabe nicht richtig verstanden haben, so  kann er während der Wiedergabe durch Aus  sprechen bestimmter Codewörter ein Relais 59  über das Filter 12, den Verstärker 47 und  den Kontakt 48 erregen, wodurch über dessen  Kontakt 60 ein     Stromkreis    61 eingeschaltet  wird, der     in    bekannter Weise die Rückwärts  bewegung des Tonträgers 27     bewirkt.        Sind    auf  dem Tonträger 27 keine Aufzeichnungen mehr      vorhanden, so fällt das Relais 53 verzögert ab,  und das Relais 49 wird     entregt.    Der Antwort  geber bzw.

   dessen     Nockenscheiben    28     und    29  laufen     in    die Ausgangsstellung zurück. Die  elektromagnetische Kupplung 25 wird über  .den Kontakt 26     wieder        entregt.    Sobald der  Kontakt 30 der     Nockenscheibe    28 öffnet, wird  auch das Relais 18 stromlos, und die Amts  leitung 1, 2     wird    vom Übertrager 4 abgeschal  tet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Ansteuerung eines Tele- phonographen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ansteuerung auf Wiedergabe wäh rend der Tätigkeit des Antwortgebers vor- nimmt. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass am Eingang des Tele- phonographen ein primärseitig mit der Amts leitung verbundener Übertrager vorgesehen ist, welcher zwei sekundäre Wicklungen auf weist,
    von denen die erste über einen ersten Elektronenröhrenverstärker mit der Ver schlüsselungseinrichtung und die zweite über einen zweiten Elektronenröhrenverstärker mit einem von zwei Sprechköpfen zusammenwirkt und zwischen den beiden Elektronenröhren verstärkern eine Phasenumkehreinrichtung ge schaltet ist, derart, dass die von einem der Sprechköpfe herrührenden Signalspannungen vom.
    zweiten Elektronenröhrenverstärker einer seits über die Phaseniunkehreinrichtung und anderseits über die beiden Übertragersekun- därwicklungen dem ersten Elektronenröhren verstärker derart in Phase und Amplitude zugeführt werden, dass sie sich in demselben aufheben, während derselbe von der Amtslei tung herkommende Signalspannungen ver stärkt weitergibt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Elektro- nenröhrenverstärker durch eine zwei Steuergit ter aufweisende Elektronenröhre gebildet ist, von denen das erste Steuergitter mit der Pha- senumkehreinrichtung und das zweite mit der ersten sekundären Wicklung des Übertragers verbunden ist. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Elek- tronenröhrenverstärker zwei Elektronenröh ren aufweist, von denen das Steuergitter der ersten Elektronenröhre über einen Umschal ter jeweils mit einem der Sprechköpfe ver bunden ist und ihre Anode über je einen Kon densator einerseits mit der Phasenumkehrein- richtimg und anderseits mit dem Steuergitter der zweiten Elektronenröhre und die Anode der letzteren mit der zweiten sekundären Wicklung des Übertragers in Verbindung stehen. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Phasenumkehreinrich- tlmg ans einer Elektronenröhre besteht, deren Steuergitter über einen Kondensator mit der Anode der ersten Elektronenröhre des zweiten Elektronenröhrenverstärkers und dessen An ode über einen weiteren Kondensator mit dem ersten Steuergitter der Elektronenröhre des ersten Elektronenröhrenverstärkers verbun den ist.
    4.Einriehtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Anodenkreis der zweiten Elektronen röhre des zweiten Elektronenröhrenverstär- kers ein Belastungswiderstand vorgesehen ist, derart, dass der Anodenstromkreis dieser Röhre vorbelastet ist, zum Zweck, den Ein fluss von von der Amtsleitung und vom Über trager herrührenden Belastungsänderungen auf die Amplitude ihrer Ausgangsspannung vernachlässigbar klein halten zu können.
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