CH302892A - Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften mittels Ionenaustauscher. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften mittels Ionenaustauscher.Info
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Description
Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften mittels Ionenaustauscher. Bei den zur Reinigung von Zuckersäften bisher üblichen Ionenaustauschverfahren ver wendete man saure Kationenaustauscher, welche bei der Reinigung Wasserstoffionen abgeben, wodurch die behandelte Lösung stark sauer wird. Der pH-Wert beträgt etwa 2. Die Säure übt auf den Zucker eine inver tierende Wirkung aus, wodurch Verluste entstehen; ausserdem fällt die Säure zum Teil die etwaigen kolloidalen Bestandteile des Zuckersaftes aus, welche sich auf dem Kationenaustauscher ablagern und dessen Wirksamkeit beeinträchtigen.
Der saure Ka- tionenaustauscher bindet nicht nur die Metallionen, sondern zum Teil auch die im sauren Medium als Kationen reagierenden Aminosäuren, so dass ein Teil derselben zusammen mit den Metall-Kationen ab geschieden wird.
Nach dem Verfahren gemäss der Erfin dung kann man die obigen Mängel beseitigen, die Reinigung der Zuckersäfte wirtschaft licher vornehmen und die bei der Reinigung erhaltenen Nebenprodukte nach Wahl in verschiedener und wertvollerer Form und mit höherem Reinheitsgrad erhalten als bei dem bisher üblichen Verfahren.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften ist dadurch gekennzeichnet, dass man die zu reinigende Zuckerlösung durch einen mit NH4-Ionen beladenen Kationenaustauscher und an schliessend durch einen mit OH-Ionen be- ladenen Anionenaustauscher führt, das sich bildende Ammoniumhydroxyd entfernt und die auf diese Weise teilweise gereinigte Zuckerlösung zwecks weiterer Reinigung durch einen mit H-Ionen beladenen Katio- nenaustauscher und dann nochmals durch einen mit OH-Ionen beladenen Anionen- austauscher leitet.
Als NH4-Kationenaustauscher wird vor teilhaft ein Kunstharz verwendet. Ein sol cher Kationenaustauscher bindet aus den Zuckersäften hauptsächlich die anorgani schen Kationen, da die in nichtsaurere Lösungen vorhandenen Aminosäuren als Anionen reagieren und sich nicht auf dem Kationenaustauscher abscheiden.
In der durch den mit OH-Ionen belade- Den, nach dem NH4-Kationenaustauscher geschalteten Anionenaustauscher geführten Zuckerlösung wird (NH4)OH gebildet. Als Anionenaustauscher wird vorzugsweise ein stark basisches Kunstharz verwendet, wel ches die Anionen auch, in neutralem, oder alkalischem Medium zu binden vermag. Es ist vorteilhaft, mehrere Anionenaustauscher in Reihe zu schalten und gegebenenfalls zwischen den einzelnen Austauschern den Ammoniumhydroxydgehalt des Zuckersaftes, z.
B. durch Kochen, zu vermindern. Auf diese Weise kann die Wirksamkeit der Anionenaustauscher erhöht werden. Die Wirksamkeit der Reinigung kann noch da durch erhöht werden, dass man, den durch einen NH4-Kationen- und OH-Anionenaus- tauscher geleiteten und vom Ammonium- hydrogyd befreiten Zuckersaft nochmals durch einen. NH4-Kationen- und OH-An- ionenaustauscher leitet und das vom neuen gebildete Ammoniumhydroxyd entfernt.
Der nach dem NH4-Kationenaustauscher geschaltete Anionenaustauscher bindet vor erst die Anionen der stärkeren Säuren bzw. die stärkeren Säuren verdrängen allmählich die schwächeren Säuren, so dass bei Sättigung einer Anionenaustauschersäule die Anionen der verschieden starken Säuren in verschiede nen Schichten oder, bei Anwendung von mehreren in Reihe geschalteten Betten, in verschiedenen Betten gebunden werden. Der Betrieb kann so geführt werden, dass das erste Bett die Anionen der stärkeren Säuren (S04'', Cl' usw.) und die folgenden Betten die Anionen der schwachen Säuren (Glutamin säure usw.) binden.
Auf diese Weise ist es möglich, die einzelnen Stoffe in gesonderten Lösungen zu erhalten, und zwar entweder so, dass man die durch die Anionenaustauscher hindurchgeleitete Regenerierlösung entspre chend dem Gehalt an verschiedenen Anionen in gesonderten Fraktionen geteilt sammelt, oder aber die einzelnen Anionenaustauscher betten, welche gleichartige Anionen ent halten, getrennt mit den Regenerierflüssig- keiten behandelt.
Ob zwar auf diese Weise in hohem Masse gereinigte Zuckersäfte gewonnen werden, kann ein Teil der schwachen organischen Basen, z. B. Betain, nur unvollkommen ent fernt werden.
Es gelingt, auch diese Stoffe weitgehend zu entfernen, wenn man - wie es gemäss der Erfindung vorgesehen ist - die in obiger Weise teilweise gereinigte Lösung durch einen sauren Kationenaustauscher (H-Ionen- austauscher) und dann nochmals durch einen OH-Anionenaustauscher führt. Die Menge des H-Ionenaustauschers kann ein Bruchteil derjenigen des NH4-Ionenaustau- schers ausmachen. Als OH-Anionenaustau- scher verwendet man zweckmässig einen solchen mit hohem Entfärbungsvermögen.
Die durch den H-Ionenaustauscher geführte, bereits vorgereinigte Zuckerlösung ist nicht mehr stark sauer; ihr PH-Wert beträgt etwa 3,5-4, so dass eine Invertierung praktisch nicht zu befürchten ist. Auf diese Weise kann das Betain zusammen mit weiteren schwa chen organischen Basen, wie z. B. Vitamin B, in schonender Weise gewonnen werden.
Die Wirtschaftlichkeit der Zuckersaft reinigung mittels Ionenaustauscher hängt in erster Linie von den Regenerationskosten ab. Das Regenerieren der NH4-Kationenaus- tauscher wird vorteilhaft in mehreren Stufen durchgeführt. Zum Entfernen der Erdalkali- metallionen wird üblicherweise eine Alkali salzlösung, vorteilhaft Kaliumchloridlösung, verwendet. Zum Entfernen der Alkaliionen wird dann ein Ammoniumsalz, vorzugsweise Ammonkarbonat, verwendet.
Die Verwen dung des Kaliumsalzes ist vorteilhaft, da die Zuckersäfte ohnehin grössere Mengen Kalium ionen enthalten und so bei dem Regenerieren in die ammoniumionenhaltige Regenerier- lösung gleichartige Kationen gelangen, was bei der Weiterverarbeitung und Verwertung vorteilhaft ist. Die Verwendung von Ammo niumkarbonat ist nicht nur deshalb vorteil haft, weil mit demselben der NH4-Kationen- austauscher gut regenerierbar ist, sondern auch deshalb, weil das Karbonation mit den von den NH4-Kationenaustauschern gewon nenen Kaliumionen gut verwertbares K2CO3 bildet.
Die in der ersten Stufe der Regenerie rung aus den NH4-Kationenaustauschern in die kaliumchloridhaltige Regenerierlösung gelangenden Calciumionen können mit K2003 gefällt werden, wonach in der Lösung prak tisch nur noch KCl verbleibt.
Diese Lösung kann erneut zum Regenerieren verwendet werden. Zu der in der zweiten Stufe der Regenerierung erhaltenen, K2003 und (NH4)2C03 enthaltenden Lösung setzt man zweckmässig Ca(OH)2 in mit den Ammon- salzen äquivalenter Menge zu, destilliert das freigewordene Ammoniak ab und trennt die K.C03-haltige Lösung vom 0aC03-Nieder- schlag ab.
Das abgetriebene Ammoniak kann in Wasser absorbiert und mittels Kohlen- säure wieder in Ammonkarbonat überführt werden, welches erneut zum Regenerieren verwendet werden kann.
Zur Regenerierung der nach dem NH4- Kationenaustauscher geschalteten Anionen- austauscher kann man Ammoniumhydroxyd verwenden. Die Regenerierflüssigkeit enthält in diesem Falle neben Ammoniumhydroxyd die Ammoniumsalze der vom Anionenaus- tauscher herrührenden Säurereste. Die Am moniumsalze werden zweckmässig mittels Ca(OH)2 zersetzt und das Ammoniak ab getrieben. Die Aminosäuren sind nun in Form ihrer Calciumsalze zugegen, aus welchen sie in bekannter Weise gewonnen oder weiter verarbeitet werden können. Das zurück gewonnene Ammoniak kann von neuem zum Regenerieren verwendet werden.
Die für die nach dem NH4-Kationen- austauscher geschalteten Anionenaustauscher vor allem in Betracht kommenden stark basischen Kunstharze können allerdings mit tels Ammoniumhydroxyd nur unvollständig regeneriert werden. Die zur Regenerierung gut verwendbare Alkalilauge ist aber zu teuer, da bei der Regenerierung nur minder wertige Salze, z. B. Na2SO4, entstehen.
Des halb ist es zweckmässig, die nach dem NH4- Kationenaustauscher geschalteten Anionen- austauscher vorerst mit einer Ammonkarbo natlösung zu behandeln, wobei die im Laufe der Reinigung zurückgehaltenen Anionen glatt gegen das Karbonation ausgetauscht werden, und erst danach eine Alkaliauge- Regenerierlösung zu verwenden. In der Alkaliregenerierlösung wird ein Teil der Lauge in Alkalikarbonat umgewandelt, wel ches ein die bisher erhaltenen Regenerations- salze im Werte übertreffendes Produkt dar stellt.
Das so gewonnene Alkalikarbonat kann man auch mittels Calciumhydroxyd wieder in Alkalilauge überführen und wieder zur Regenerierung verwenden. In der in der ersten Stufe der Regenerierung verwendeten Lösung werden die Ammonsalze am besten mit Ca(OH)2 zersetzt, das Ammoniak ab destilliert und mittels Kohlensäure wieder in Ammonkarbonat überführt, welches erneut zum Regenerieren verwendet werden kann.
Für diese Regenerierung wird daher praktisch nur Kalk und Kohlensäure benö tigt, so dass das Regenerieren äusserst wirt schaftlich durchgeführt werden kann. Im Laufe der einzelnen Regenerationsstufen wird die Regenerierflüssigkeit verdünnt; daher sollte dieselbe nach jeder einzelnen oder nach mehreren Arbeitsstufen konzen triert werden. Der bei der Konzentration der Regenerierflüssigkeit gewonnene Wasser dampf kann zur Austreibung des Ammoniaks verwendet werden. Beispiel: Es wurde eine Melasse von 80' Bx mit folgender Zusammensetzung gereinigt K2O 4,2%, CaO 0,4%, SO, 0,4% und Cl 0,2%.
Gesamtstickstoff 1,7%, wovon 1% in Form von Betairs- und Glutaminsäure und 0, 7 % in Form von andern Aminosäuren.
Die Melasse wurde auf 50' Bx verdünnt. Der Kationenaustauscher bestand aus zwei Betten mit je 75 cm Dowex 50 (Marken produkt), einem NH4-Ionenaustauscher- Kunstharz. Von den Füllungen der Betten wurde abwechselnd nur immer eine regene riert, die andere verblieb jeweils in dem Zu stande, in, welchem sie nach der unmittelbar vorgehenden Behandlung zurückgeblieben war. Es wurden zwei Gruppen von Anionen betten verwendet, welche aus je zwei Betten bestanden, welche mit je 75 em3 Dowex 2 (Markenprodukt), einem stark basischen Anionenaustauscher-Kunstharz, beschickt waren.
Auch die Anionenaustauscherbetten wurden in analoger Weise abwechselnd regeneriert.
Es wurden<B>100</B> cm3 der oben angeführten Melasse gereinigt. Aus der gereinigten Flüs sigkeit wurde das Ammoniumhydroxyd durch Kochen ausgetrieben. Der Reinheits- quotient des auf diese Weise gereinigten Zuckersaftes stieg von 58 auf 83. Der p$ Wert der Lösung war 7-8.
Die Zuckerlösung wurde dann durch einen kleineren sauren Kationenaustauscher (H-Ionenaustauscher) geführt, welche nur 1·-1/6 der Menge der Füllung des in der ersten Stufe der Reinigung benutzten NH4- Ionenaustauschers besass. In diesem sauren Kationenaustauscher wurden die ganz schwa chen organischen Basen, hauptsächlich das Betain und das Vitamin B gebunden. Der pH- Wert der Lösung sank auf etwa 3,8. Diese Lösung wurde dann durch einen Anionenaustauscher mit gutem Entfärbungs- vermögen, z. B.
Duolite 2 (Markenprodukt) geleitet, welches Bett eine gleiche Menge Füllung wie diejenigen der erstgenannten Anionenaustauscherbetten enthielt. Die ge reinigte Lösung war geruch- und farblos. Der Reinheitsquotient stieg auf 98,5. Aus einer solchen Lösung kann fast der gesamte Zuckergehalt gewonnen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Zucker säften mittels Ionenaustauscher, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu reinigende Zuckerlösung durch einen mit NH4-Ionen beladenen Kationenaustauscher und an schliessend durch einen mit OH-Ionen be ladenen Anionenäustauscher führt, das sich bildende Ammoniumhydroxyd entfernt und die auf diese Weise teilweise gereinigte Zuckerlösung zwecks weiterer Reinigung durch einen mit H-Ionen beladenen Kationen- austauscher und dann nochmals durch einen mit OH-Ionen beladenen Anionenaustauscher leitet. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Menge des angewendeten H-Ionenaustauschers ein Bruchteil derjenigen des NH4-Ionenaustau- schers ist. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man nach dem H-Ionenaustauscher einen Anionenaustau- scher mit hohem Entfärbungsvermögen ver wendet.3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den NH4- Kationenaustauscher in mehreren Stufen regeneriert, indem man zum Entfernen der Erdalkalimetallionen ein Alkalisalz und dann zum Entfernen der Alkalimetallionen ein Ammoniumsalz verwendet. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Ent fernen der Erdalkalmetallionen Kalium chlorid verwendet. 5. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass man als Ammo niumsalz Ammoniumkarbonat verwendet. 6.Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass man aus der zum Regenerieren des Kationenaustauschers ver wendeten Alkalisalzlösung die aus dem NH4- Kationenaustauscher aufgenommenen Cal ciumionen mittels eines Alkalikarbonates in Form von Calciumkarbonat-ausfällt und die Alkalisalze enthaltende Lösung von dem Niederschlag trennt und erneut zur Regene rierung des NH4-Kationenaustauschers ver wendet. 7.Verfahren nach den Unteransprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass man aus der zum Regenerieren des NH4-Kationen- austauschers verwendeten Kaliumchlorid lösung die aus dem Kationenaustauscher auf genommenen Calciumionen mittels Kalium karbonat in Form von Calciumkarbonat aus fällt, die Kaliumchlorid enthaltende Lösung von dem Niederschlag trennt und von neuem zur Regenerierung des Kationenaustauschers verwendet. B.Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass man zu der Alkali karbonat und Ammoniumkarbonat enthal tenden Lösung eine mit den Ammonium salzen mindestens äquivalente Menge Ca(OH)2 zusetzt, das freigesetzte Ammoniumhydrogyd durch Kochen entfernt und alsdann die alkalikarbonathaltige Lösung vom Calcium- karbonatniederschlag trennt. 9.Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass man das ab- destillierte Ammoniak mit Kohlensäure in Ammoniumkarbonat überführt und dieses erneut zur Regenerierung des NH4 -Kationen- austauschers verwendet. 10.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man wenigstens einen Teil der nach dem NH4-Kationen- austauscher geschalteten Anionenaustauscher unter Verwendung mehrerer Regenerier- lösungen so regeneriert, dass die Lösungen nach der Regenerierung die verschiedenen Ionen wenigstens zum Teil gesondert ent halten. 11.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zwecks gesonderter Gewinnung der verschiedenen Ionen die gleichartige Ionen enthaltenden Abschnitte der nach dem NH4-Kationen- austauscher verwendeten Anionenaustau- scher mit gesonderten Regenerierlösungen regeneriert. 12.Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem NH4-Kationenaustauscher mehrere Anionen austauscherbetten in Reihe schaltet und die Reinigung der Zuckerlösung in der Weise leitet, dass die einzelnen Betten nach der Beladung praktisch nur Anionen einer Art enthalten, worauf die einzelnen Betten mit gesonderten Regenerierflüssigkeiten behan delt werden, so dass die verschiedenen Anionen in gesonderten Lösungen anfallen. 13.Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass man vorerst die in den nach dem NH4-Kationenaustauscher geschalteten, Anionenaustauschern bei der Reinigung gebundenen Anionen mittels einer Ammoniumkarbonatlösung gegen Karbonat ionen und dann die Karbonationen mittels einer Alkalilaugelösung gegen OH-Ionen aus tauscht. 14.Verfahren nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass man in der bei der Regenerierung mittels Ammonium karbo- natlösung erhaltenen Regenerierlösung die Ammoniumsalze mittels Calciumhydroxyd zersetzt und dann das Ammoniak abdestil liert und mit Kohlensäure in Ammonium karbonat umwandelt, welches erneut zur Regenerierung der nach dem NH4-Kationen- austauscher geschalteten Anionenaustauscher verwendet wird. 15.Verfahren nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass man der Alkali laugelösung, mit welcher man in dem nach dem NH4-Kationenaustauscher geschalteten Anionenaustauscher die Karbonationen ge gen Hydroxylgruppen ausgetauscht hat, ein den Karbonationen mindestens äquivalente Menge Ca(OH)2 zusetzt, den ausgeschiedenen CaCO3-Niederschlag von der Lösung trennt und die Alkalilaugelösung erneut zur Regene rierung des Anionenaustauschers verwendet. 16. Verfahren nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man die sich im Laufe der Regenerierung verdünnende Regenerierlösung durch Eindampfen wieder konzentriert. 17.Verfahren nach den Unteransprüchen 14 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass man den beim Eindampfen der Alkalilauge ge wonnenen Wasserdampf zum Austreiben des Ammoniaks aus der mit Ca(OH)2 zersetzten Regenerierlösung verwendet.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU302892X | 1951-01-19 | ||
| HU50451X | 1951-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH302892A true CH302892A (de) | 1954-11-15 |
Family
ID=26317807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH302892D CH302892A (de) | 1951-01-19 | 1951-11-22 | Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften mittels Ionenaustauscher. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH302892A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0369831A1 (de) * | 1988-10-19 | 1990-05-23 | Rar - Refinarias De Acucar Reunidas, S.A. | Verfahren zur chemischen Behandlung von Abwässern aus der Regeneration von Ionenaustauscherharzen von Zucker-Entfärbungslösungen und deren Verwendung als Regenerierungsmittel |
-
1951
- 1951-11-22 CH CH302892D patent/CH302892A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0369831A1 (de) * | 1988-10-19 | 1990-05-23 | Rar - Refinarias De Acucar Reunidas, S.A. | Verfahren zur chemischen Behandlung von Abwässern aus der Regeneration von Ionenaustauscherharzen von Zucker-Entfärbungslösungen und deren Verwendung als Regenerierungsmittel |
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