CH302911A - Verfahren zur Herstellung eines Disazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Disazofarbstoffes.

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CH302911A
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/025Disazo dyes containing acid groups, e.g. -COOH, -SO3H, -PO3H2, -OSO3H, -OPO2H2; Salts thereof

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    eines     Disazofarbstoffes.       Das vorliegende Verfahren betrifft die  Herstellung von gut wasserlöslichen     Disazo-          farbstoffen,    die sich als Blaukomponente in       Farbfilmen    bzw. Papieren für Farbenkopien  eignen.  



  Es wurde gefunden, dass man durch Kupp  lung von     diazotierten        Aminophenyl    -     benzyl-          bzw.        phenyläthern,    die mit Ausnahme von  sauren wasserlöslich machenden Gruppen in  den     Benzolringen    noch weitere in     Azofarb-          stoffen    übliche     Substituenten    -     insbesondere     noch weitere Äthergruppen - enthalten kön-         nen,    mit     1-Amino-2-alkoxy-    bzw.

       2-carboxy-          methoxy-naphthalin-6-    oder     -7-sulfonsäuren,          Weiterdiazotierung    des so erhaltenen     Amirio-          monoazofarbstoffes    und Kupplung mit einer  in     o-Stellung    zur     Hydroxylgruppe    kuppelnden       1,8-Dioxy-    oder     1-Amino-8-oxy-naphthal4n-          mono-    oder     disulfonsäure    bzw.

   einem in- der       Aminogruppe    abgewandelten Derivat davon,  in alkalischem Medium sehr reine, grünblaue       Disazofarbstoffe    der allgemeinen Formel I  herstellen kann,  
EMI0001.0032     
    worin A den Rest des     diazotierten,    vorstehend  genauer definierten     Aminophenyl-benzyl-    bzw.

         -phenyläthers,    R eine niedere     Alkyl-    oder die       Carboxymethylgruppe,    X eine     Hydroxyl-    oder  eine     Aminogruppe,    die am Stickstoff durch       Alkylierang,        Arylierung    und     Acylierung    ab  gewandelt sein kann und n einen Index mit  dem Wert 1 oder 2 bedeuten.  



  Die erfindungsgemäss verwendbaren An  fangskomponenten erhält man nach bekannten  Methoden, beispielsweise durch Kondensation  von bewegliches Halogen enthaltenden     Nitro-          benzolverbindungen    mit     Alkaliphenolaten    bei  erhöhter Temperatur, bzw.

   von Benzylha-    Logeniden mit     Nitrophenolen    bei- Gegenwart  von     mineralsäurebindenden        Mitteln,    und Re  duktion der Nitrogruppe zur     Aminogruppe.     Als     Substituenten    in den     Benzolringen    der       Diazökomponente    kommen vorzugsweise     Alkyl.-          gruppen    in Frage,     beispielsweise-die        Methyl-,     die     tert.        Butyl-,

      die     tert.        Amyl-    oder die     iso-          Octylgruppe,    ferner Halogene, insbesondere  Chloratome. Besonders wertvoll sind im er  findungsgemässen Verfahren jedoch     Amino-          benzolverbindinmgen,    die mehr als eine     Phen-          oxygruppe    enthalten, -wie sie beispielsweise bei  der Kondensation von     1,3-Dichlör-4-nitroben-          zolverbindungen    mit     Alkalisalzen    des Phenols      und seiner homologen     Alkylverbindungen,     bzw.

   Halogenderivate, bei erhöhter Tempera  tur und     Reduktion    der     Nitro-    zur     Amino-          gruppe    erhalten werden.  



  Die     Dianotierung    der Anfangskomponente  geschieht nach     bekannten    Methoden in     mine-          ralsaurer    Lösung oder     Suspension    mit Alkali  nitrit,     gegebenenfalls    in Gegenwart von orga  nischen Lösungsmitteln     wie        niederen    Fett  säuren, deren     Amiden    und     Dialkylamiden,    nie  deren Alkoholen usw.

   Die     Kupplung        mit    den       il!Ettelkomponenten,    als welche     im    erfindungs  gemässen Verfahren 1-     Amino    - 2 -     alkoxy-naph-          thalin-6-,    oder     -7-sulfonsäuren    mit niederem       Alkylrest    oder mit dem     Carboxymethylrest    in  Frage kommen, vorzugsweise jedoch die 1  Amino-2-methoxy- oder     -äthoxy-naphthalin-6-          sulfonsäure,    geschieht zweckmässig in schwach  saurer wässriger Lösung oder Suspension.

   Die       Diazotierimg    des     Aminomonoazofarbstoffes          wird        vorteilhaft    nach der     indirekten    Methode       imd    die     Schlusskupplung    in Gegenwart von       Alkalien,    wie Ammoniak oder     Natriumcarbo-          nat    und von basischen     Beschleunigungsmit-          teln,    wie     Pyridinbasen,    durchgeführt.

   Als -in       o-Stellung    zur     Hydroxylgruppe        .kuppelnde     Endkomponenten kommen im erfindungsge  mässen Verfahren solche     1,8-Dioxynaphthalin-          bzw.        1-Amino-8-oxynaphthalin-mono-        und        -di-          sulfonsäuren    mit     gegebenenfalls    abgewandel  ter     Aminogruppe    in Betracht, die eine     Sulfon-          säuregruppe    in 4-, 5- oder     6-Stellung,

      bezogen  auf die     8-ständige        Hydroxylgruppe    enthalten,  wobei die gegebenenfalls vorhandene zweite       Sulfonsäuregruppe    je nach der     Stellung    der  ersten eine der 2-, 3- oder     4-Stellungen    ein  nehmen kann.

   Als     erfindungsgemäss    verwend  bare Beispiele seien genannt:     1,8-Dioxynaph-          thalin-5-    oder     -6-sulfönsäure,        1,8-Dioxynaph-          thalin-3,6-disulfonsäure,        1-Amino-8-oxynaph-          thalin-2,4-disulfonsäure,    ferner     1-Amino-8-oxy-          naphthalin-4-sulfonsäure,        1-Amino-8-oxynaph-          thalin-3,6-    und     -4,

  6-disulfonsäure    und deren  gegebenenfalls am Stickstoff der     Aminogruppe          alkylierten,        arylierten    und     acylierten    Derivate,  wobei die     1,8-Dioxynaphthalin-3,6-disulfon-          säure,    die     1-Amion-8-oxynaphthalin-2,4-disul-          fonsäure    und die     Acylderivate    der 1-Amino-8-         oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure    als besonders  brauchbar hervorzuheben sind.  



  Die erfindungsgemässen     Disazofarbstoffe     stellen in- Form ihrer     Alkalisalze    gut, wasser  lösliche, dunkle Pulver dar, deren     wässrige    Lö  sungen bzw.     Gelatinefärbungen    reine grün  blaue Farbtöne     aufweisen.    Sie erfordern im  sogenannten      silver-dye-bleach        process     nur  eine kurze Bleichzeit und können     darum    zur       Herstellung    der Blauschicht in Farbfilmen  bzw. photographischen Papieren     zur    Herstel  lung von farbigen Kopien dienen.

   Dank ihrer  ausgesprochenen Affinität zur Gelatine besit  zen sie den grossen Vorteil, in Mehrschicht  filmen oder Papieren praktisch nicht in die  angrenzenden     Gelatineschichten    zu diffundie  ren. Genauere Angaben über ihre Verwendung  in der Farbenphotographie sind aus der schwei  zerischen Patentschrift Nr. 300624 ersichtlich.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     Disazo-          farbstoffes.    Das Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man dianotiertes     1-Amino-          2,4-di-        (2'-methylphenoxy)        -benzol    mit     1-Amino-          2-zriethoxy-naphthalin-6-sulfonsäure    kuppelt,  den erhaltenen     Monoazofarbstoff        weiterdiazo-          tiert    und in alkalischem Medium mit 1,8  Dioxy-naphthalin-3,6-disulfonsäure     vereinigt.     



  Der erhaltene neue     Disazofarbstoff        stellt     ein     dunkles    Pulver dar, das sich in     Wasser     mit blaugrüner Farbe löst und     Gelatineschich-          ten    in     klaren,    sehr gut     fixierten,    blaugrünen  Tönen färbt.  



  <I>Beispiel:</I>  30,5 Teile     1-Amino-2,4-di-(2'-methyl-phen-          oxy)-benzol    werden vorteilhaft mit Alkohol  oder einem andern     geeigneten    Lösungsmittel  gelöst und bei     3-5 indirekt    dianotiert.

   Durch  Eiszugabe wird die Temperatur auf 0  ein  gestellt und eine schwach     laekmussaure    Lö  sung von 25,3 Teilen     1-Amino-2-methoxy-naph-          thalin-6-sulfonsäure    zum     Diazokörper    zulau  fen     gelassen.    Die     Kupplung        wird    bei schwach       lackmussaurer        Reaktion    zu Ende geführt  und hierauf der gebildete     Aminoazofarbstoff     vorteilhaft isoliert und nachgewaschen, bis im  Filtrat keine     1-Amino-2-methoxy-naphthalin-          6-sitlfosäure    mehr nachweisbar ist.

   Das feuchte           Filtriergut    wird nun bei     Raumtemperatur-bei     schwach     brillantalkalischer    Reaktion     ange-          schlämmt,    7,5 Teile     NaN02    zugegeben und  hierauf bei 14  25 Teile     konz.    Salzsäure zuge  stürzt. Es wird     während    mehreren     Stunden     bei     14-16         ausd'iazotiert,    ein     Nitritüberschuss     gegebenenfalls mit     Sulfaminsäure    zerstört und  hierauf die     Diazoverbindung    auf 0-3  ge  kühlt.

   Sie wird dann in Gegenwart von     Pyridin     mit     einer        sodaalkalischen    oder     ammoniaka-          lischen    Lösung von 32 Teilen     1,8-Dioxynaph-          thalin-3,6-disulfonsäure        vereinigt.    Nach been  digter Kupplung wird der Farbstoff. durch       Aussalzen    isoliert und durch gründliches  Waschen oder     Umlösen    gereinigt.  



  Der getrocknete Farbstoff stellt ein dunk  les Pulver dar. Er löst sich sehr gut     in    Was  ser mit blaugrüner Farbe und färbt Gelatine  schichten in klaren blaugrünen Tönen. Die       Gelatinefärbulngen    zeichnen sich durch sehr  gute     Fixation    des Farbstoffes aus.  



  Da es von Wichtigkeit ist, den Farbstoff  in möglichst reiner Form herzustellen, kann es    von Vorteil sein, die     Diazoverbindung        des          Aminoazofarbstoffes    vor seiner Kupplung zu  isolieren. Dies ist besonders dann von Vorteil,  wenn der     Aminoazofarbstoff    in einer Form.  ausgefallen ist, die ein restloses Auswaschen  der     1-Amino-2-methoxy-naphthol-6-sulfosäure     nicht oder nur schwer zulässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Disazo- farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man diazotiertes 1-Amino-2,4-di-(2'-methyl-phen- oxy)-benzol mit 1-Amino-2-methoxy-naphtha- lin-6-sutlfonsäuirekuppelt, den erhaltenen Mono- azofarbstoff weiterdiazotiert und in alkali schem Medium mit 1,8-Dioxy-naphthalin-3,6- disulfonsäure vereinigt.
    Der erhaltene neue Disazofarbstoff stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit blaugrüner Farbe löst und Gelatineschich- ten in klaren, sehr gut fixierten, blaugrünen Tönen färbt.
CH302911D 1954-11-15 1951-07-31 Verfahren zur Herstellung eines Disazofarbstoffes. CH302911A (de)

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