CH303287A - Verfahren zur Herstellung eines Anthrachinon-naphthocarbazol-Farbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Anthrachinon-naphthocarbazol-Farbstoffes.

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CH303287A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/26Carbazoles of the anthracene series

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Anthrachinon-naphthocarbazol-Farbstoffes.       Saure Farbstoffe der     Antlirachinon-naph-          thocarbazolreihe    sind bereits hergestellt. wor  den mit     Einsehluss    von sulfonierten,     carbazo-          lisierten        1-Ae-#=lamino-2-alkyl-4-(2-naphthyl-          amino)-anthrachinonen.    Diese Farbstoffe ha  ben die Eigenschaft, Wolle und andere     Fa-          @ern,    aus neutralen. oder sauren Bädern, in  braunen. Farbtönen von sehr guter Lichtecht  heit     zti    färben.

   Diese Färbungen, haben     röt-          liehe    bis gelbliche Tönungen, je nach Anwen  dung des besonderen Farbstoffes. Die brau  nen, mit solchen Farbstoffen erzielten Farb  töne haben aber nicht die genügende Tiefe  und Intensität, die von dunkelrotbraunen Tö  nungen für manche Zwecke     verlangt    werden.    Es wurde nun gefunden, dass neue Farb  stoffe der oben genannten Reihe erhältlich  sind, welche tierische und andere Fasern in       dunkelbraunen    Farbtönen färben, und     zwar     in röterer und dunklerer     Abstufung,        als    dies  bisher bei Verwendung der Farbstoffe dieser  Reihe möglich war.  



  Ausserdem hat sich gezeigt, dass die Farb  stoffe der neuen Gruppe hervorragende Licht  echtheit und andere     Echtheitseigenschaften     aufweisen.  



  Die     Herstellung    solcher     Anthrachinon-          naphthoearbazolfarbstoffe    der     allgemeinen     Formel  
EMI0001.0024     
    in welcher R einen Kohlenwasserstoffrest mit  1.

   bis 12     Kohlenstoffatomen,    R'     Wasserstoff,          11-Tet.hyl,    Halogen oder     S03111,        1VT    Wasserstoff  oder ein salzbildendes Radikal und n eine    ganze Zahl bedeutet, erfolgt zweckmässiger  weise dadurch, dass man eine     Farbstoffbase     der Formel    
EMI0002.0001     
    in welcher R und R' die gleiche Bedeutung  haben wie oben, mit einem     Sulfonierungsmit-          tel    behandelt, unter Bedingungen, bei denen       Carbazolringschluss    eintritt. und     mindestens     eine     Sulfogruppe    in das Molekül eingeführt  wird.  



  Die dabei verwendeten     Farbstoffbasen    kön  nen durch Kondensation des entsprechenden  1 - [     (Alky1sulfon)    -     benzoylamino    ] - 4 -     halog    en     -          anthrachinon    mit.     2-Naphthylamin    nach geeig  neter Methode hergestellt werden, z.

   B. durch  Erhitzen äquivalenter Mengen der     Reagenzien     in     o-Dichlorbenzol,    in Gegenwart von Kalium  acetat als säurebindendem Mittel und von  Kupferacetat     als        Kondensationskatalysator,     auf etwa 170  C, und zwar während etwa 10  Stunden, durch Abkühlung der Mischung auf  etwa 70  C, durch Zufügen von     Äthylalko-          hol    zwecks Fällung der     Farbstoffbase,    durch       Abfiltrieren    der     Parbstoffbase    und Waschen  derselben mit Äthylalkohol, durch Extrahieren  derselben mit heisser, verdünnter Schwefel  säure (z.

   B.     5o/aig),    um anorganische Bestand  teile daraus     zu    entfernen, und durch Waschen  mit Wasser,     tun    sie säurefrei zu machen. Das  bei dieser Synthese verwendete     1.-[        (Alkyl-          sulfon)-benzoylamino]-4-halogenantbra.ehinon     kann hergestellt werden durch Erhitzen des  entsprechenden     1-Amino-4-halogenanthrachi-          nons    mit 1     1Vloläqttivalent    des     Alkylstilfonben-          zoyl-halogenids    in einem Lösungsmittel, wie  z. B. siedendem Chlorbenzol, und Abkühlung  zwecks Ausfällung des Kondensationsproduk  tes.  



  Ferner können die     Parbstoffbasen    herge  stellt werden durch Kondensation des ent  sprechenden     1-Amino-4-brom-anthraehinonsmit            2-Naphthylamin    und     dureh    darauffolgendes       Aey        lieren    des entstandenen 1-     Amino-4-    (2     -          naphthylamino)-anthra.ehinons    mit einem     Ila-          logenid    der     Alkylsulfonbenzolearbonsäure    in  einem Lösungsmittel, wie z. B. siedendem  Chlorbenzol.  



  Bei der Herstellung der neuen Farbstoffe  wird das geeignete 1-[     (Alkt-lstilfon        )-benzoyl-          amino]-4-(2-naphthylamino)-anthraehinon    der       Sulfonierung    mit. dem     gewünsehten        Sulfonie-          rungsmittel        unterworfen,    vorzugsweise durch  Mischung mit diesem und     Reagierenlassen    der  Mischung, bis die     Carbazolisieruno-    und der  gewünschte     Sulfonierung:

  sgrad    erreicht sind,  worauf das Reaktionsgemisch in Wasser oder  eine Salzlösung gegossen wird, um. den Farb  stoff als freie     Sulfonsätire        auszufällen,    die     ge-          wünsehtenfalls    durch Filtration wiedergewon  nen werden. kann. Der so wiedergewonnene  Farbstoff kann in Wasser     aufgeschwenunt,     mit einem salzbildenden Kation neutralisiert  und in üblicher Weise isoliert werden.     -\V        enn     beispielsweise ein wasserlösliches, salzbilden  des Kation zur Isolierung des Farbstoffes in  Form eines wasserlöslichen Salzes verwendet  wird, so kann die entstandene neutralisierte  Lösung zur Trockne verdampft oder mit einem  Salz, wie z.

   B.     NaCl,    versetzt  -erden, um das       Farbstoffsalz    auszufällen, das dann durch Fil  tration abgetrennt wird.  



  Die zum Gebrauch bei der     Herstellun-    der  neuen     sulfonierten    Farbstoffe     verwendbaren          Sulfonierungsmittel    sind wasserhaltige oder  wasserfreie Schwefelsäuren, z. B.     Sch-%vefel-          säuremonohydra.t    (100 /o),     Schwefelsäurean-          hydrid,        Oleum,        Chlorstdfonsäure    oder     1Ti-          sehungen    derselben.

   Die     Sulfonierung    kann so       ausgeführt    werden, dass nur eine oder zwei       Sulfonsäuregruppen    in die     Farbst.offbase    ein  treten.  



  Die optimalen.     Bedingungen    für die Be  handlung der     Farbstoffbasen    mit     Seh-vefel-          säure    oder gleichwertigen     Sulfonierungsmit-          teln    bei der Herstellung der neuen Farbstoffe  können. mit, der Natur der     Farbstoffbase        und     mit der Natur und Konzentration des     Sulfo-          nierungsmittels    usw. wechseln.

   Im allgemei  nen kann die Behandlung unter     Bedingungen         erfolgen, die den Fachleuten für die     Umwand-          lung,    von     1-Acylamino-4-arylaminoanthrachi-          none    in die entsprechenden     1-Acylamino-          anthrachinon-arylca.rbazol-sulfonsäuren    be  kannt sind.  



  Es kann angenommen werden, dass die  Bildung der neuen Farbstoffe in zwei Stufen  stattfindet, wobei zuerst durch die oxydie  rende Wirkung des     Sulfonierungsmittels    ein       :lnthraehinonna.phthocarbazol        entsteht,    das  dann durch     Sulfonierung    und Neutralisation        -asserlöslich    wird.

   Sowohl die     Sulfonierung          als    auch die     Carbazolisierimg        erfolgen    in       einem    Arbeitsgang durch Rühren der     Farb-          stoffbase    mit dem     Sulfonierun.gsmittel,    bis  der gewünschte Reaktionsgrad erreicht ist,       (l.        h.    der Punkt, in welchem eine Probeportion  in verdünntem wässerigem Ammoniak,     Na-          triumcarbonat    oder     Natriumhydroxyd    löslich  ist.  



  Der freie saure Farbstoff kann in ein Salz  desselben übergeführt werden dadurch, dass  man ihn mit. einer Verbindung reagieren lässt,  welche das     gewünschte    salzbildende Kation  enthält. Vorzugsweise ist diese Verbindung  eine solche, die ein     wasserlösliehmachendes     Kation enthält.

   Beispiele solcher Verbindun  gen sind die     Ily        droxyde,    Karbonate und Bi  karbonate der     Alkalimet.alle    und des Ammo  niums.     1)ie    freien     Sulfonsäuren    der     Anthra-          ehinon        na.ph.thocarbazol-Farbstoffe    sind wenig  löslich in kaltem     Wasser,    etwas     löslicher    in  heissem Wasser. Die     Alkalimetallverbindungen     der Farbstoffe gehören dagegen zu denjeni  gen, die in kaltem und warmem Wasser leicht       löslich    sind.  



       7u    den     Farbstoffbasen,    die unter Bildung  an Farbstoffen     sulfoniert    werden können,       1--ehören    die folgenden:       c!)    1- [ p-     (:

  llethylsulfon)        -benzoy        lamino    ] -2  znethy 1-4 -     (2-naphthylamino)    -     anthraehinon          b)        1-[p-(PhenyIsulfon)-benzoylamino]-2-          methy    1-4 -     (2-naphthy        lamino)    -     anthraehinon          1-[p-(Methylsulfon)-benzoylamino]    2  brom-4-     (2-naphthylamino)        -anthrachinon     d) 1     -[p-(1llethylsulfon)-benzoylamino]-4-(2-          n        aphthylamino)

          -anthrachinon       e)     1-[m-(MethyIsulfon)-benzoylamino]-2-          methyl-4-        (2-naphthylamino)    -     anthrachinon     f )     1-[p-(Butylsulfon)-benzoylamino]-2-          methy    1-4 -     (2-naphthylamino)    -     anthrachinon     g) 1-[p-     (2-Naphthylsulfon)-benzoylamino]-2-          methyl-4    -     (2-naphthylamino)    -     anthraehinon     h)     1-[p-(Diphenylsulfon)

  -benzoylamino]-2-          methyl-4    -     (2-naphthylamino)    -     anthraehinon     i)     1-[p-(Cyclohexylsul,fon)-benzoylamino]-2-          methyl-4    -     (2-naphthylamino)    -     anthraehinon          1-[p-(Tetrahydronaphthylsulfon)-benzoyl-          amino    ]     -2-methyl-4-        (2-naphthylamino)        -          anthraehinon          k)        1-[p-(Äthyjsulfon)

  -benzoylamino]-2-          methyl-4    -     (2-naphthylamino)    -     anthrachinon          l)        1-[p-(Propylsulfon)-benzoylamino]-2-          methyl-4-        (2-naphthylamino)    -     anthrachinon     und dergleichen.  



  Die neuen Farbstoffe sind nützlich und  wertvoll, weil sie gewünschte Farbtöne erzeu  gen, die sich durch hervorragende Lichtecht  heit und andere Echtheitseigenschaften aus  zeichnen. Aus wässerigen sauren oder neutralen  Bädern färben sie natürliche oder     synthetische,     Stickstoff enthaltende Materialien, wie z. B.

    Wolle, Seide, das unter dem Namen  Nylon   bekannte Produkt, sowie Leder, in tiefen,     röt-          lichbraunen    Tönen, die an Tiefe der     Farb-          tönung    denjenigen anderer Farbstoffe, in wel  chen die     Benzoylaminogruppe    keine am Kern  sitzende     Alkylsulfongruppe        aufweist,        wett     überlegen sind.

   Diese     Badfärbewirkung    der       Alkylsulfongruppe    ist so ausgesprochen und  dabei so unerwartet bei der geringen Ände  rung der chemischen Struktur, dass dies be  sonders überraschend ist, weil diese Wirkung  nur eintritt,     wenn    das     carbazolisierte        Naph-          thylradikal    und das substituierte     Benzylamino-          radial    "in     Para-Stellung    am gleichen Benzol  ring des     Anthrachinonkerns    zueinander vor  liegen..  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     Anthra-          chinon-naphthocarbazol-Farbstoffes,    welches  dadurch gekennzeichnet ist, dass man 1-[p  (Methylsulfon)     -benzoylamino]    -     2-methyl-4-        (2-          naphthylamino)        -anthrachinon    mit einem Sul-           fonierungsmittel    behandelt, derart, dass     Carb-          azolringschluss    erfolgt und eine     Sulfonsäure-          gruppe    in den     Naphthalinkern    eingeführt wird.  



  Das erhaltene     Carbazol    von der Formel  
EMI0004.0008     
    ist in Form seines     Natriumsalzes    ein dun  kelbraunes, wasserlösliches Pulver, das Wolle  aus neutralem oder saurem Farbbad in tief  rotbraunen Tönen färbt, wobei die Färbung  eine ausgezeichnete Licht-, Wasch-, Walk-,  Chlor-,     Reibungs-,    Schweiss-, Meerwasser-,       Carbonisierungs-,    Wasserflecken-, Säure- und       Alkaliflecken-    und Hitzeechtheit aufweist.

           Beispiel:     20 Teile 1- [p -     (Methylsulfon)        -benzoyl-          amino    ]     -2-methyl-4-        (2-naphthylamino)        -anthra-          chinon    (braunviolette Nadeln vom Schmelz  punkt 268     269     C, rein vom Schmelzpunkt  271-272  C) wurden in 100 Teile     100o/oiger     Schwefelsäure während etwa     1i,    Stunde bei  einer 40  C nicht überschreitenden Tempera  tur eingerührt.

   Das Reaktionsgemisch wurde  dann bei     30-40     C etwa .5 Stunden lang wei  tergerührt, bis eine Probe vollständig in ver  dünnter, wässeriger     Natriumcarbonatlösung     löslich war. Das     Sulfonierungsgemisch    wurde  langsam in etwa 1000 Teile von eiskalter wäs  seriger Natriumsulfatlösung gegossen     und    der  gebildete Niederschlag durch Filtration abge  trennt und mit wenig     4o/oiger    wässeriger Na-         triumsulfatlösung    gewaschen.

   Der Filter  kuchen wurde in Wasser aufgeschwemmt und  die Mischung mit     Natriumcarbonat    neutrali  siert und zur Trockne verdampft, wobei das       Carbazol        erhalten    wurde.  



  Es ist in Form des     Natriumsalzes    ein dun  kelbraunes, wasserlösliches Pulver, das Wolle  aus neutralem oder saurem Farbbad in tief  rotbraunen Tönen färbt, wobei die Färbung  eine ausgezeichnete Licht-, Wasch-, Walk-,  Chlor-,     Reibungs-,    Schweiss-, Meerwasser-,     Car-          bonisierungs-,    Wasserflecken-, Säure- und Al  kaliflecken- und Hitzeechtheit aufweist. Er ist  ferner geeignet zum Färben des unter dem  Namen  Nylon  bekannten Produktes (aus  neutralem oder saurem Färbebad), zum Fär  ben von Leder, Seide und, in etwas geringerem  Grad, zum Färben von mit Zinn beschwerter  Seide, sowie von Baumwolle.

Claims (1)

  1. <B>PATENT-ANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung eines Anthra- ehinon-naphthoearba.zol-Farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dassman 1-[p-n.lethylsulfon)- benzoylamino ] -2-methyl-4- (2-naphthylamino) - anthraehinon mit einem Sulfonierungsmittel behandelt, derart, dass Carbazolringsehluss er folgt und eine Sulfogruppe in den Naphthalin- kern eingeführt wird.
    Das erhaltene Carbazol ist in Form seines Natriumsalzes ein dunkelbraunes, wasserlösli ches Pulver, das Wolle aus neutralem oder saurem Farbbad in tief rotbraunen Tönen färbt, wobei die Färbung eine ausgezeichnete Licht-, Wasch-, Walk-, Chlor-, Reibungs-, Schweiss-, Meerwasser-, Carbonisierungs-, Was serflecken-, Säure- und Alkaliflecken- und Hitzeechtheit aufweist.
CH303287D 1951-06-07 1952-05-02 Verfahren zur Herstellung eines Anthrachinon-naphthocarbazol-Farbstoffes. CH303287A (de)

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