CH303787A - Verfahren zur Ausnützung von Abwärme. - Google Patents
Verfahren zur Ausnützung von Abwärme.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C6/00—Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
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Description
Verfahren zur Ausnützung von Abwärme. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausnützung von Abwärme, insbesondere von Gasturbinenanlagen. Es ist dadurch gekenn zeichnet, dass die Abwärme in mindestens zwei bintereinandergesehaltetenAbhitzekesseln je zur Verdampfung von Flüssigkeiten heran gezogen wird,
wobei im ersten Kessel eine den Bedarf übersteigende und im folgenden Kessel eine den Bedarf nicht erreichende Menge an Flüssi\@-keit verdampft wird und zum Aus- gleieli des Dampfbedarfes Wärme vom ersten Kessel an den folgenden Kessel übertragen wird.
Bei Verdampfung gleicher Flüssigkeiten in den Kesseln kann depl ersten Kessel Dampf (@ntnoinmenund dem Dampf des folgenden he,aels zii,#'efiilri-t werden. Bei Verdampfung @erscbiedenartiger Flüssigkeiten in den Kes seln kann durch Kondensation von Dampf des erstell Kessels im folgenden Kessel zu siitzlieb Flüssigkeit verdampft werden.
Zweck kann im ersten Kessel die Flüssigkeit bei liöberein Druck als iin folgenden Kessel ver- danipft werden. Es empfiehlt. sieb, im ersten Kessel eine höher siedende Flüssi-keit als im folgenden Kessel zu verdampfen.
Man kann aueli die Wärme des Kondensats der in einem dc#r Kessel verdampften Flüssig-keit zur Ver dampfung der Flüssigkeiten in einem der fol- _enden Kessel mit heranziehen.
Das Verfahren lässt sieh besonders v or- teilliaft dort anwenden, o es sieh darum han delt, wärineverbrauehende Anlagen, wie Hei zung, Trocknung, Eindampfung, Destillation, wie man sie z. B. in textilen oder chemischen Betrieben vielfach antrifft, mit Dampf von verschiedenen Temperaturen und Drücken zu versorgen. In derartigen Betrieben wird häu fig dieser Dampf, z.
B. mit zwei und zehn Atmosphären, gebraucht, wobei der niedrig gespannte Dampf mit seiner niedrigen Tem peratur gegebenenfalls zum Eindampfen emp findlicher chemischer Substanzen dienen kann, welche sorgfältig vor einer unbeabsichtigten Überhitzung geschützt werden müssen, wäh rend der höher gespannte Dampf für andere Heizungs- oder Kochzwecke verwendet werden kann. Es hat sieh nun gezeigt, dass die Bereit stellung solchen Dampfes bisher nicht immer den Anforderungen des Betriebes rrachkom- nren konnte, weil der Bedarf häufig die Liefe rungsmögliehkeiten übertraf.
Aus der Zeichnung, in der drei Ausfüh rungsmöglichkeiten der Abhitzeausnützung beispielsweise dargestellt sind, ist ersichtlich, wie die Herstellung von Dampf von verschie denen Drücken dem Verbrauch, der im Betrieb starken Schwankungen unterworfen sein kann, angepasst und das Mengenverhältnis von er zeugtem Hochdruckdampf und Niederdruck dampf in weitesten Grenzen verändert werden kann. Eine Gasturbinenanlage und die in den Abgasstrom nachgeschalteten Kessel sind hier schematisch dargestellt. In dieser Anlage ist.
finit 1 der Verdichter, mit 2 die Brennkammer, mit 3 die Turbine und mit 4 der Nutzleistungs- empfänger bezeichnet. Die Abgase der Tur bine durchströmen in Pfeilrichtung nachein- ander den IIochdruekkessel 5 und den Nieder druckkessel 6. Sofern der Wärmeinhalt der Abgase genügend gross ist, kann noch ein wei terer Kessel 7 von den Abgasen beheizt, wer den.
In diesem Fall kann die Dampfleitung 1.1 mit dem Ventil 14' des Kessels 7 über das Regelventil 13 mit der L berströmleitung 15 bzw. 9 der vorsesehalteten Kessel verbunden erden. Die Kessel können beispielsweise als Rauchrohrkessel ausgebildet sein.
Wird, wie in Fis. 1 gezeigt ist, in diesen Kesseln eine gleieharti- e Flüssigkeit verdampft, so kann von der Dampfleitung 8 mit dem Regelventil $' des Hochdruckkessels 5 eine Z'berströin- leit.ung 9 mit einem Regelventil 10 zur Dampf leitung 11 mit dem Regelventil 11' des Niedcr- druckkessels 6 abgezweigt werden.
Der Hoch druckkessel besitzt Wärmeaustauschfläehen, die grösser bemessen sind, als dies entspre- cllend der mittleren benötigten Erzeugung von Hoehdruel-zdampf notwendig wäre, so dass in diesem Kessel mehr Dampf von höherem Druck erzeugt. werden kann, als es der übliche Bedarf erforderlich macht. Dagegen ist.
die Wäi-ineanstausehfläehe des Niederdruckkessels kleiner ausgeführt, so dass die hiermit erzeugte Dampfmenge für die Deckung des Bedarfes üblicherweise nicht ausreicht. Zum Ausgleich der Fehlmenge kann ein Teil des übersehüs- sigren lioelidi-uiekdampfes herangezogen wer den.
Zu diesem Zweck drosselt das Ventil 10 den Druck des -loclidruekdampfes auf die er forderliche niedere Stufe und passt durch Regelung der vom Hochdruck- in das -Nieder- druekspstem überströmenden Dampfmenge die Verteilung der Wärmeleistun- der beiden Dampfnetze den Bedürfnissen des Betriebes auf einfache Weise an.
Man erreicht. hierbei den zusätzlichen Vorteil, dass durch das Her abdrosseln des Hochdruckdampfes auf nie deren Druck der Dampf in geringfügigem Masse überhitzt wird und beim Zumischen zu dem vom Niederdruelkessel gelieferten Dampf diesen trocknet. Diese Trocknung ist ausser ordentlich eri@-iinscht, in vielen Fällen sogar notwendig,
weil der Niederdruckdampf infolge seines grossen spezifischen Volumens verhält nismässig viel Flüssigkeit bei seiner Ent.ste- bun- mitreisst und seine 'ässe ihn für viele Zerwendungszweeke ungeeignet macht.
Die trocknende Wirkung, des vom 1.3och- druelzsvsteni in das Nieclerdi-iieksvstem über tretenden Dampfes kann noch erhöht werden, wenn man den Iloehdrucl:clampf zusätzlich durch einen Uberhitzer 1\? leitet, der in die Abgasleitung der Turbine eingebaut ist.
Da die CTastemperatur am Turbinenaustritt im all gemeinen noch verhältnismässig hoch ist, reicht sie für eine mässige ('berhitzung des Dampfes vollkommen aus.
In entsprechender Weise ist auch die Trocknung des Niederdruekdanip- fes möglich. .Jedoch niiil, te ein Überhitzer für diesen Zweck beträchtlich grössere Ausmasse besitzen, weil der zur Vei@fü.;-Lin,o- stehende Temperatursprun,- klein und das durchzu setzende Dampfvolumen sehr gross ist.
Durch die Hintereinandehsehaltuny zweier oder meh rerer Kessel lässt sieh die Wärme der Abgase praktisch vollständig ausnutzen, was bei Ver- cvendun.- von nur einem Kessel nicht inöglicli wäre.
Sollen vei-seliiedenai-ti.#"e Flüssio,,keiten mit verschiedenen Siedepunkten in den Kesseln verdampft werden, so wird im ersten Kessel die höher siedende und im fol-enden Kessel die niedriger siedende Flüssigkeit verdampft. Siedet. z.
B. die Flüssigkeit indem Kessel 6 bei niedrigerer Temperatur als die in dein Kessel :5 befindlielle, so wird, wie in Fig-. 3 darge stellt ist, der über das Regelventil 10 und die Abzweigung 9 der Leitung 8 in den Kessel 6 geführte und dort sieh kondensierende Dampf dazu benutzt, um hier zusätzlich Flüssigkeit zu verdampfen. Die Dampfleitung- 7.1 ist.
für diesen Fall von der Verbindungsleitung 9 ge trennt. In entsprechender eise kann auch in einem weiteren naeligeschalteten Kessel zu- sätzlieh Flüssigkeit verdampft werden. indem über die Leitung 9 Dampf ans der Leitung 8 zu diesem Kessel ab@;,ezwei-t wird.
Die Wärme des Kondensats der in einem der Kessel verdampften lüsifkeit. kann aueli dazu verwendet werden, nin . Flüssigkeit in einem der folgenden Kessel zu verdampfen.
So kann beispielsweise, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, das Kondensat des im Kessel 5 erzeugten Dampfes naeli seinem Durchlauf durch eine würnicvcrbrauchende Anlage 16 über die Lei- lung 17 und das Regelventil 18 in den nach- geselialteten Kessel 6 geführt werden,
wo sein restlicher Wärmeinhalt noch zur Verdamp- i'un g der in dieseln Kessel befindlichen Flüs- sigkeit herangezogen werden kann. Die Leitung <B>19</B> mit ihren Ventilen 19' bzw. 19" dient. in den gezeigten Beispielen zur Rückführung des anfallenden Kondensats.
Das erfindungsge- iiiiisse Verfahren lässt sich mit verschieden- artig-en Flüssigkeiten von gleichen oder ähn- lielien Siedepunkten und ebenso mit gleichen Flüssigkeiten von verschiedenen Siedepunkten durchführen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Ausnützung von Abwärme, insbesondere von Gxasturbinenanlagen, da- ureh gekennzeichnet, dass die Abwärme in Mindestens zwei hintereinandergesehalteten Abllitzekesseln je zur Verdampfung von Flüssigkeiten herangezogen wird, wobei im xi-sten\Kessel eine den Bedarf übersteigende und ini folgenden Kessel eine den Bedarf nicht _@i-reiehende Menge an Flüssigkeit verdampft wird und zum Ausgleich des Dampfbedarfes Wärme aus dem ersten Kessel an den folgen den Kessel übertragen wird.1rNTERA=NSPRVCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Verdampfung gleicher Flüssigkeiten in den Kesseln dem ersten Kessel Dampf entnommen und dem Dampf des folgenden Kessels zugeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Verdampfung verschiedenartiger Flüssigkeiten in den Kes seln durch Kondensation von Dampf des ersten Kessels im folgenden Kessel zusätzlich Flüssigkeit verdampft wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im ersten Kessel die Flüssigkeit bei höherem Druck als im fol genden Kessel verdampft. wird. 4.Verfahren nach Patentanspiqich, da durch gekennzeichnet, dass im ersten Kessel eine höher siedende Flüssigkeit als im folgen den Kessel verdampft wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Wärme des Kon densats der in einem der Kessel verdampften Flüssigkeit zur Verdampfung der Flüssigkeit in einem der folgenden Kessel herangezogen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH303787T | 1952-07-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH303787A true CH303787A (de) | 1954-12-15 |
Family
ID=4491862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH303787D CH303787A (de) | 1952-07-17 | 1952-07-17 | Verfahren zur Ausnützung von Abwärme. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH303787A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1156278B (de) * | 1961-10-06 | 1963-10-24 | Escher Wyss Ag | Geschlossene Waermekraftanlage mit Kreislauf eines gasfoermigen Arbeitsmittels und Abwaermeverwertung in einer Destillationsanlage |
| DE1180576B (de) * | 1961-08-25 | 1964-10-29 | Escher Wyss Ag | Geschlossene Waermekraftanlage mit Kreislauf eines gasfoermigen Arbeitsmittels und einer Ein-richtung zur Verwertung von Abwaerme, die vom Arbeitsmittel in einem Kuehler abgegeben wird |
| DE1195553B (de) * | 1962-09-20 | 1965-06-24 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren und Einrichtung zum Betrieb einer Gasturbinenanlage mit einem Zweistoff-Treibmittel |
| DE1209811B (de) * | 1961-03-30 | 1966-01-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kombinierte Gasturbinen-Dampfkraft-Anlage |
-
1952
- 1952-07-17 CH CH303787D patent/CH303787A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1209811B (de) * | 1961-03-30 | 1966-01-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kombinierte Gasturbinen-Dampfkraft-Anlage |
| DE1180576B (de) * | 1961-08-25 | 1964-10-29 | Escher Wyss Ag | Geschlossene Waermekraftanlage mit Kreislauf eines gasfoermigen Arbeitsmittels und einer Ein-richtung zur Verwertung von Abwaerme, die vom Arbeitsmittel in einem Kuehler abgegeben wird |
| DE1156278B (de) * | 1961-10-06 | 1963-10-24 | Escher Wyss Ag | Geschlossene Waermekraftanlage mit Kreislauf eines gasfoermigen Arbeitsmittels und Abwaermeverwertung in einer Destillationsanlage |
| DE1195553B (de) * | 1962-09-20 | 1965-06-24 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren und Einrichtung zum Betrieb einer Gasturbinenanlage mit einem Zweistoff-Treibmittel |
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