Seilstütze an Einseilschwebebahnen, mit nach den Seilneigungen sich einstellend r Seil. und Fördermittelführung. Bei der im Hauptpatent beschriebenen Seilstütze an Einseilschwebebahnen kann die Seil- und Fördermittelführung sich nach den im Betrieb ändernden Seilneigungen selbst tätig einstellen und beim Befahren durch För- dermittel schwenken, um Stösse und Schwin gungen zu verhüten. Dabei wird die Grösse und Geschwindigkeit der Schwenkbewegung durch eine Dämpfungs- und Rückführvor richtung beschränkt und geregelt. Diese ist eine das Schwenken der Führung abwechselnd hemmende und treibende Federvorrichtung mit Bremskatarakt.
Für ruhiges Auffahren des Laufwerkes mit Gehänge wird die Füh ren g vom Seildruck in entsprechende Neigung geschwenkt und muss beim Aufsetzen des Laufwerkes zur Stossverhütung leicht nach geben, aber unverzüglich mit rasch steigen der Liraft gehalten und zurückgeschwenkt werden. Um verspätetes, plötzliches Kippen der Führung mit Stoss und Seilschwingungen beim Befahren ihrer zweiten Hälfte zu ver hüten, muss sie von der Federvorrichtung aus ihrer zum Auffahren geschwenkten Stellung mit zunehmender Kraft in ihre Mittellage zu riickgeführt werden, bevor das Fördermittel die Stützenmitte, das heisst die Vertikalebene durch die Schwenkachse der Führung, durch fährt.
Dem widerspricht die entgegengesetzt wachsende Kraft der Feder der Dämpfungs und Rückführvorrichtung nach Fig. 5 der Zeichnung des Hauptpatentes mit stärkstem Druck in den Auflaufstellungen der Führung und schwächstem in der Mittelstellung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Weiter entwicklung der Seilstütze an Einseilschwebe bahnen mit nach den Seilneigungen sich ein stellender Seil- und Fördermittelführung nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes in dem Sinne, dass die Vorrichtung zur Dämp fung der Schwenkbewegungen der sich ver stellenden Führung und deren Rückführung Mittel zur Regulierung der bewegenden Kräfte aufweist, so dass eine kleinere bewe gende Kraft in den Auffahrtsstellungen der Führung vorhanden ist und eine maximale Kraft im Bereich der Mittelstellung der Füh rung.
Die Zeichnung zeigt schematisch ein Aus führungsbeispiel der Erfindung, und zwar: Fig. 1 die Stütze mit Seil- und Fördermit- telführung samt Federvorrichtung und Brems katarakt als Dämpfungs- und Rückführvor richtung für die Führung in Seitenansicht, Fig. 1b die Ansicht des Fördermittellauf- werkes auf der Führung unter dem äussersten Joch (n') der letzteren, z.
B. beim Auflauf des Laufwerkes auf die Führung, in Bahn richtung gesehen, Fig. 2 die eine Stützenhälfte mit der be treffenden Führung samt Teilen der Dämp- fungs- und Rückführvorrichtung, in der Bahnrichtung gesehen, mit Fahrzeug in der Stützenmitte, Mast und Führungsschienen ge schnitten, Fig. 3 die Draufsicht zu Fig. 1, ohne Dämp- fungs- und Rückführvorrichtung und ohne Fahrzeug, Fig. 4 die Federvorrichtung in Seiten ansicht, gegen die Stütze gesellen, in grösse rem Massstab, Fig. 5 dasselbe im Aufriss, in Bahnrich tung gesehen, Fig.
6 einen Längsschnitt durch die Feder vorrichtung mit Federkraftregler, in der Mit telstellung der Führung, in zur Bahn par alleler Vertikalebene, und strichpunktiert den Verbindungswinkelhebel u", ui in seiner gröss ten Ausschlagstellung aufwärts, Fig. 7 Diagramme der -Federkraft am Stellhebel des die Führung tragenden Waage balkens.
Die Zeichnung zeigt für ein Trum des endlosen Trag-Zug-Seils s (Fig. 1 bis 3) die auf einem Waagebalken<I>T</I> des Querhauptes<I>b</I> eines Stützenmastes a sitzende Seil.- und För- dermittelführung mit der Vorrichtung (Fig. -i bis 6) zur Dämpfung der Schwenkbewegun gen der Führung beim Befahren durch ein Fördermittel sowie zu ihrer Rückführung und zur Regelung der Verstellkräfte. Wenn sich kein Fördermittel auf der Führung befindet, wird der Waagebalken T vom Seildruck des auf den beiden Seilführungsscheiben e abge stützten Seiltrumes in der jeweils mittleren Neigung des auf- und des ablaufenden Seils gehalten.
Für leichte Beweglichkeit haben der lange, leichte Waagebalken T mit der Seil und Fördermittelführung geringe Massenträg heit und die grossen, senkrechten Seilfüh rungsscheiben e kleinen Achsabstand von der Schwenkachse ei c," des Waagebalkens T.
Dieser hat zwei Längsträger fi und f", mit den Querverbindungen x,<I>x',</I> z1, z-. und den Trä gern der beiden Seilscheiben e mit festen Ach sen, ferner einen verstrebten Mittelquerträ ger t, durch den er auf dem Mastquerhaupt b mittels der horizontalen Querachse in den Stützpunkten c= c" schwenkbar gelagert und durch den verstellbaren Stützpunkt ei in die Seilrichtung einstellbar ist. Statt der auf dem Stützenmast a, b festen Tragachse mit Lagern am Waagebalken sind auch zwei all letzterem feste Tragzapfen mit Lagern auf dein Mast möglich.
Der Waagebalken T bildet mit der an ihm festen, gebogenen Überführungsschiene d und den zwei an ihm durch die drei Joche<I>n</I> und die beiden Joche n' angebrachten äussern Führungsschienen hc" und hi." sowie den beiden Seilscheiben e eine sturmsichere Fördermittel- bzw. Seilführung. Die Schiene d und damit die Rollen li und l" des Fördermittellaufwer- kes befinden sieh bezüglich der Stütze ausser halb des Seils, um sowohl die Seilführungs scheiben e auf den Stützen als auch nicht ge zeichnete Umkehrscheiben an den Bahnenden befahren zu können. So ist.
Pendelbetrieb mit zwei Fahrzeugen und auch Umlaufbetrieb mit mehr als zwei Fahrzeugen möglich. Wenn kein Fahrzeug auf der Stütze ist, läuft das Seil (Fig. 1 bis 3) innerhalb der Schiene d, in bezug auf deren Lauffläolle vertieft über die Scheiben e und in der dazwischen auf dein Mittelquerträger t sitzenden Seilführung o, während es beim Befahren der Überführungs schiene d durch das Laufwerk samt der das Fahrzeug mit dem Seil verbindenden Kupp lung i darüber hinweggehoben wird.
Die Schienen<I>d</I> und h.", lt" sind so geformt und an ihren Enden trichterartig auseinan dergebogen, dass sie das an seiner Unterseite zwischen der Kupplung i und dem Gehänge q sattelförmige Laufwerk k (Fig. 1b) bei jeder zulässigen Belastung und auch windschiefer Einfahrstellung sicher aufnehmen und in horizontaler Querlage über die Scheiben e hinwegführen. Dabei sichern die Planken y zentrischen Einlauf der Fahrzeugrollen li und 1" auf die Überführungsschiene d und der Rolle m in die Führung<I>h.", h",</I> während die Zungen z., die Seilsenkung bei starker Über lastung des Fahrzeuges begrenzen.
Das an der Seilkupplung<I>i</I> mit Laufwerk<I>k</I> allseitig pen delbare Gehänge q mit quer zur Seilebene ein stellbarem Gegengewiclit q' für lotrechte Mit. telstellung des Gehänges q hat unten eine zur Seilmitte kon.zentriseh gebogene Kulisse p' für das darin. federnd in der Mittellage gehaltene Traggelenk p mit Kugellagern des Förder- behälters g. Letzterer und das Gehänge q können daher voneinander weitgehend unab hängig querpendeln.
Dies ermöglicht bei windschiefem Auflauf des Fahrzeuges die Horizontalstellung des von den Planken y zen tral in seine Führung geleiteten Laufwerkes k mit Schwenkung des Gehänges q in die verti kale Seilebene, ohne den Förderbehälter g an langem Hebelarm in seinem Schwerpunkt mit reissen zu müssen. Diese Ausbildung erlaubt das Befahren von Stützen auch bei bedeuten dem Querwind, ohne weitere Führung.
Die Dämpfungs- und Rückführvorrich tung des Balkens T mit der Seil- und Förder- mittelführung für seine Schwenkbewegungen besteht 1. aus einem aussen am Mast a ange brachten, in beiden Bewegungsrichtungen des Balkens mit zunehmender Schwenkgeschwin digkeit progressiv bremsenden Ölkatarakt E mit Hebelgestänge h, k", und 2. einer im Mast stehend angeordneten, die Schwenkbewegun gen des Balkens im Ausschwenksinn hemmen gen und im andern Sinn treibenden Feder vorrichtung, die am horizontalen Arm ui des Winkelhebels u; u" angelenkt ist.
Beide Vor richtungen wirken auf den am Querträger t des Balkens T festen Stellhebel t1, der in sei ner Mittelstellung dem Mast entlang senkrecht abwärts steht und unten einen zur Schwenk- nehse des Balkens T parallelen Gelenkzapfen t' trägt. An diesem wirkt aussenseitig des He bels t1 die Kataraktstange k"; innenseits trägt der Zapfen eine Rolle t", die in einer Kulisse des senkrechten Armes u" des Winkelhebels ?,c; ua wirkt. Der Kulissenarm ua ist durch eine nicht gezeichnete Blechglocke unten am Stellhebel t verschalt.
Die Federvorrichtung hat eine Feder F mit. der Federstange u und ein Federfüh rungsrohr r, das mit seinem untern Teil am hast a durch das Gelenk G" und den Gelenk- träger I in der Höhen- und Seitenlage durch Klemmen a" und ss einstellbar befestigt ist, während der Winkelhebel ua-ui im Träger II mittels der Gelenkachse G" gelagert und mit tels des Trägers am Mast a durch Klemmen c"" in der Höhe verstellbar ist.
Oben hat das Führungsrohr <I>r</I> einen Bund<I>t",</I> unten zwei Schlitze rs mit Traverse tu und zwei die Tra verse tu reit dem Gelenkstück G" verbindende Spannschrauben f' für die Feder F. Der Bund to und die Traverse t" sind Anschläge für je einen Federteller wo bzw. w" mit Gleitrohr ro bzw. r", die bei der Bewegung der Federstange u abwechselnd ab- und aufwärts bewegt wer den und die Feder F entweder von oben oder unten zusammendrücken, während jeweils das andere Gleitrohr r" bzw. r" als Federstütze auf seinem Sitz t" bzw. to verbleibt (Fig. 6).
Der obere Anschlag<I>v"</I> des Gleitrohres<I>r"</I> ist der Stangenkopf mit Gelenkgabel (Fig. 5, 6), der untere Anschlag vu des Gleitrohres r" ist eine Scheibe mit Doppelmutter zum Einstel len der Federvorspannung.
Beim Befahren der Führung durch ein Fördermittel wird die am Anfang der Schwen kung mit raschem Druckanstieg hemmende und dann den verschwenkten Waagebalken rückführende Kraft der Feder F durch den sie übertragenden Winkelhebel ui u" infolge Gleitens der Rolle t" in der Kulisse des He belarmes u;. mit ändernder Hebelübersetzung in die am Stellhebel t1 für jede Schwenkstel lung nötige Kraft P verwandelt.
Dabei erreicht die Kraft. für die Mittelstellung des Waage balkens den eingestellten Höchstwert und wird für die Auf- und Ablaufstellungen um so mehr abgeschwächt, je grösser seine Ver- schwenkung ist, ähnlich wie die drei Dia gramme (Fig.7) zeigen im Vergleich. zu der nach der strichpunktierten Linie am Stell hebel t1 sich ergebenden Kraft P', wenn die Federkraft direkt übertragen würde, also nicht vermittels eines Kulissenwinkelhebels.
Die Kraftwirkung der Feder F am Stellhebel t, ist dem Bedürfnis anpassbar durch Ände rung 1. der Federvorspannung, eventuell durch Anordnung von zwei Federn ineinan der, 2. des Hebelarmes R des 'Winkelhebel- armes ui, und 3. des Abstandes<I>D</I> der Rolle t' von der Drehachse des Winkelhebels, Zur Ver änderung von<I>D</I> ist der Kulissenhebel u;=u., samt der Federstange in der Höhenlage durch die Träger I und II am Mast a verstellbar.
Weitere Anpassung ist durch Veränderung des Achsabstandes der Seilscheiben e möglich, ebenso durch andere Einstellung des Brems kataraktes K. Dieser kann eine einfache oder doppelt wirkende Ölpumpe mit Saug- und Druckventilen und einem. Saugbehälter sein, wie sie zum Beispiel für Motorfahrzeuge, be sonders Personen- und Lastautos sowie Flug zeuge für Stossdämpfer an den Laufradachsen verwendet werden und stark verbreitet sind. Sie wirken durch Energievernichtung durch Drosselung des Drucköls im federbelasteten Druckventil.