CH304183A - Verfahren zur Herstellung eines organischen Salzes der Fluorwasserstoffsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines organischen Salzes der Fluorwasserstoffsäure.

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CH304183A
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hydrofluoric acid
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fluorine
organic salt
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Fabriken Knoll Ag Chemische
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Knoll Ag
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines organischen Salzes der FluorwasserstoffsÏure.



   Es ist bekannt, dass zur Prophylaxe von Zahnkaries   Fluorverbindungen    mit Erfolg verwendet werden, wobei bisher meist   anorga-       nisehe Fhmride verabfolgt wurden. Ander-    seits hat sich gezeigt, dass   orga-nische    Verbin  dungen    mit   fklorsubstituiertell    Benzolkernen, in denen also Fluor in fester organischer Bindung vorliegt, grundsÏtzlich gleichartig wirken. Diese organischen   Fluorverbindungen    verdienen auf   Ground    ihrer gr¯¯eren Verwandtschaft zu körpereigenen Stoffen an sich den Vorzug, doeh ist durch die feste Bindung des Fluors im Molekül die   Fluorwir-      kung'aufdieZä.hnebisweiiLen    stark   verzögert.   



   Es wurde nun in dem   fluorwasserstoff-    sauren Salz des Monoa. thanolamins ein Stoff gefunden, in dem das Fluoratom leicht ab  spaltbar bzw. ionisierbar    ist. Neuere Versuehe haben nun ergeben, dass ionisiertes Fluor dureh den Zahnschmelz direkt zur Resorption gelant. Anderseits bildet die gleichzeitige Anwesenheit einer OH- und   NH2-Gruppe    im Molekül für die Anwendung des Stoffes die günstigsten Voraussetzungen, insbesondere f r die Resorption und   Eindringungsfähig-    keit durch die Mundsehleimhäute. Au¯erdem zeichnet sich die Verbindung durch eine besonders gute VertrÏglichkeit aus.



   Die neue Verbindung wird   erfindungsge-    mass   dadureh    gewonnen, da¯ man   Fluorwas-    serstoffsäure oder ein Fluorid mit Mono äthanolamin oder einem Salz desselben umsetzt. Die Umsetzung wird   zweekmäRig    in Ge  genwart    eines Lösungsmittels vorgenommen.



   Wenn man ein Fluorsalz mit einem Säuresalz des   Äthanolamins    in Gegenwart eines   Losungsmittels    umsetzt, so werden zweckmässig solehe Sa. lze verwendet, dass bei der doppelten Umsetzung neben dem ¯thanol  amin-hydrofluorid    ein Salz entsteht, welches im L¯sungsmittel, z. B. Wasser oder verdünntem Alkohol, einen   unlöslichen    Niederschlag bildet.



   Die neue Verbindung ist in Wasser und absoluten und verdünnten Alkoholen   löslieh    ; sie kann sowohl in fester Form, z. B. in Ta  blette,    als Zusatz zu Pasten oder auch in flüssiger Form in einem L¯sungsmittel gelost, angewendet werden.



   Beispiel 1:
61 g reines Äthanolamin werden mit 50 g 40%iger FluorwasserstoffsÏure vermischt.



  Aus der entstehenden viskosen Lösung wird das Wasser a. uf dem Wasserbad verdampft, der Rückstand mit Alkohol aufgenommen und die   alkoholische Losung    wiederum verdampft.



  Es hinterbleiben   sta.    rk hygroskopische Kristalle, die bei 35-37  C schmelzen. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ. Durch Kri  stallisieren aus Äthylalkohol    werden Kristalle vom Smp.   42-45     C erhalten.



   Beispiel 2 :
29, 25 g MonoÏthanolamin-hydrochlorid und 17, 4 g   Kaliumflluorid    werden mit 400 cm3 absolutem. Äthylalkohol 6 Stunden auf dem Wasserbad unter Rüekfluss erhitzt. Dabei geht Kaliumfluorid unter   Abseheidung    von Kaliumchlorid allmÏhlich in L¯sung. Nach starkem Kühlen wird vom ausgeschiedenen   Kaliumehlorid abgesaugt,    mit kaltem Äthanol gewaschen und das Filtrat im Vakuum zur   Trackne verdampft.    Es hinterbleibt ein dickes, hellgelbes   61,    das im   Eissehrank    vollkommen kristallin erstarrt.



   Im Reaktionsprodukt gegebenenfalls noch vorhandene geringe Mengen Kaliumchlorid werden durch nochmaliges Losen in Äthylalkohol, Filtrieren und Verdampfen des Filtrats entfernt. Die beim Abkühlen auf 0  C erhaltenen Kristalle schmelzen bei   42-45     C.



  Die Ausbeute ist   prao-,    ktisch quantitativ.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines organischen Salzes der Fluorwasserstoffsäure, da durch gekennzeichnet, dass man Fluorwasser- stoffsäure oder ein Fluorid auf Monoäthanol- a. min oder ein Salz desselben einwirken lässt.
    Das neue Salz, Äthanolamin-hydrofluorid.
    'ist in Wasser, absoluten und verdiinnten Alkoholen löslich ; es bildet hygroskopische Kristalle, die bei 42-45¯ C schmelzen.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ekennzeichnet, dass man die Umset- zung in Gegenwart eines. L¯sungsmittels durehfiihrt.
    2. Verfahren. naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Fluorsalz mit einem Salz des Monoäthanolamins in Ge genwart eines Losungsmittels umsetzt und das gebildete Äthanolamin-hydrofluorid vom gebildeten zweiten Salz trennt.
CH304183D 1950-12-04 1951-11-28 Verfahren zur Herstellung eines organischen Salzes der Fluorwasserstoffsäure. CH304183A (de)

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