Handkoffer mit Hilfsmitteln zum Falten von Kleidungsstücken. Die Erfindung bezieht sich auf einen Handkoffer mit Hilfsmitteln zum Falten von Kleidungsstücken. Hierzu ist der Koffer er findungsgemäss so ausgebildet, dass er zwei miteinander verbundene Kofferhälften auf weist, von denen die eine mit einem in Ge lenken schwenkbaren Bügel zum Halten von gefalteten Damenkleidern und die andere mit einem an einer Stelle lösbar gehaltenen, zum Einordnen von Herrenkleidern in dem Koffer dienenden, plattenförmigen Packhilfsmittel versehen ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Kofferhälfte mit Faltbügel in Vorderansicht und Fig. 2 dieselbe in Seitenansicht mit ge schnittenem Kasten; Fig. 3 zeigt das Ausführungsbeispiel des Koffers in schaubildlicher Wiedergabe, Fig. 4 einen Teil des Packbrettes und Fig. 5 einen Teil eines Kleiderbügels. Der Kofferteil 10 gemäss Fig. 1 und 2 weist einen Faltbügel mit den Schenkeln 11 auf, die zusammen mit der Querschiene 12 ein Stück bilden. Die Querschiene 12 geht über die Aufhängeösen 13 in die Schenkel 11 über.
Den Aufhängeösen 13 des Bügels 11-12 ent sprechen die Aufhängehaken 18 mit Aufhänge nasen 19, die an der Schmalseite 20 der Koffer hälfte 10 befestigt sind. In der Nähe der ge genüberliegenden Kofferschmalseite 21 sind die Bügelschenkel 11 an die seitlichen Koffer wandungen beiderseits durch je einen kürzeren Bügelschenkel 14 angeschlossen. Beide Schen kel sind im Gelenkpunkt 15 miteinander ver bunden, so dass der Bügel 11, 12, 14 bei 15 beweglich ist und um den Befestigungs- und Drehpunkt 16 aus dem Kofferinnern in Rich tung des Pfeils y herausgeklappt werden kann.
Während die Schwenkbarkeit tim den Punkt 16 nur durch die Kofferwand 21 begrenzt ist, ist das Gelenk 15 vorzugsweise so ausgebildet, dass es nur eine begrenzte Schwenkbarkeit der Schenkel 11 und 14 zulässt. Die Begrenzung erfolgt in an sich bekannter Weise, z. B. durch an die Schenkel 11, 14 angeformte Anschläge oder aufgeschobene Begrenzungshülsen mit entsprechenden Vorsprüngen oder dergleichen.
Bei einer Kofferhälfte 25 mit plattenför- migen lösbaren Haltemitteln zur Lagensiche- rung, insbesondere von gefalteten Herren bekleidungsstücken, ist die Kofferlänge etwa entsprechend der Breite der Rückenlinie eines Herrenanzuges bemessen, wie dieses Fig. 3 ver anschaulicht. Diese Länge entspricht auch etwa der Hälfte der Länge einer Herrenhose.
Die Kofferhälfte 25 und die Kofferhälfte 10 sind gelenkig miteinander verbunden, wobei die Kofferhälfte 25 mit einem plattenförmigen Packhilfsmittel 26, Packbrett genannt, ver sehen ist, das einen Randschlitz 27 zum An schluss an einen Bügel 28 aufweist, der an die Kofferwandung 29 der Kofferhälfte 25 fest angeschlossen ist. Der Randschlitz 27 greift über den Bügel 28, so dass das Packhilfsmittel 26 durch den an der Platte 26 angeordneten schwenkbaren Haken x verriegelbar ist. Der Bügel 28 ist aus Rund- und Flachmaterial und der Haken x greift über den Bügel selbst oder unter eine seitliche Nase des Bügels. Das Packbrett 26, das auch durch einen punktiert angegebenen, stoffbespannten Rahmen ersetzt.
sein kann, entspricht etwa den innern Abmes sungen des Koffers, jedoch unter Freilassung eines Randes, mindestens an den Schmalseiten und an der dem Verriegelimgsschlitz 27 gegen überliegenden Seite. Diese Seiten des Pack brettes 26 dienen gleichzeitig als Faltkanten für die zu verpackenden Kleidungsstücke.
Der aus den zwei Kofferhälften 10 und 25 gebildete Koffer weist also einen Faltbügel 11, 12 und ein Packbrett 26 auf. Die eine Koffer hälfte 10 ist so zur Aufnahme von Damen kleidern, der Kofferteil 25 zum Verpacken von Herrenbekleidungsstücken eingerichtet. Die Kofferhälfte 10 ist mit einem Deckel 10a und Riegeln 10b abschliessbar.
Die zu verpackenden Kleidungsstücke wer den auf einen Kleiderbügel 31 gehängt und, wenn es sieh um Damenkleider handelt, an eine Halteschiene 32 der Kofferhälfte 10, die in an sich bekannter Weise als Winkelprofil ausgebildet ist, oder, wenn es sieh um Herren kleider handelt, an den Haltebügel 28 der Kofferhälfte 25 angehängt. In letzterem Falle wird vorteilhaft ein Kleiderbügel mit einem Schlitz verwendet, der dem Schlitz 27 des Packbrettes 26 entspricht und der ebenfalls einen Befestigungshaken x1 aufweist (Fig. 5).
Zum Verpacken der Kleider in die Koffer hälfte 10 wird der Faltbügel 11, 12 aus dem Koffer in Richtung des Pfeils y herausge- klappt, worauf man die Kleiderbügel 31 ein hängt. Diese hängen dann in ganzer Länge vor dem Faltbügel 11, 12. Letzterer wird dann entgegengesetzt der Richtung des Pfeils hochgeschwenkt, wobei die Schenkel 14 auf Grund der Beweglichkeit in den Gelenken 15, 16 etwas angehoben werden, um die Aufhänge ösen 13 über die Aufhängenasen 19 einzu hängen. Dabei wird der Vorteil erreicht, dass der Faltbügel 11, 12 auf Grund des Gelenkes bei 15 in Verbindung mit dem Drehpunkt 16 be sonders bequem gehandhabt werden kann, weil das Gelenk ein leichtes Überhängen über die Haken 18, 19 ermöglicht.
Gleichzeitig er folgt durch das Eigengewicht der über die Faltschiene 12 gefalteten Kleider eine Lagen sicherung des Bügels 11, 12. Dadurch ist. ein Verschieben der verpackten Kleider auch beim Kanten des Koffers vermieden. Durch die be grenzte Beweglichkeit der Schenkel 11, 14 bei l.5 mittels an sich bekannter Vorsprünge oder sonstiger Anschläge ist ein Überklappen der Schenkel 11 beim Ein- und Auspacken ver mieden.
Beim Einpacken von Herrenbekleidungs stücken werden zweckmässig zunächst eine bzw. zwei Herrenhosen der Länge nach in den Koffer eingelegt, so dass sie etwa zur Hälfte aus dem Koffer herausragen (Fig. 3). Als dann wird der Kleiderbügel mit einem Herren rock eingehängt und am Haltebügel 28 ver riegelt, während der überhängende Rockteil gemäss Fig. 3 aus dem Koffer herausragt. So dann legt man das Packbrett 26 auf und ver riegelt es ebenfalls am Haltebügel 28. Hierauf schlägt man das freie Rockende über die Kante 33 des flach liegenden Packbrettes 26 und anschliessend die freien Enden der Hose über dessen Kante 34. Die verpackten Klei dungsstücke können mittels eines bekannten Gurtes 35 abschliessend gesichert werden.
Ebenso wie bei der Ausführungsform ge mäss Fig. 1. und 2, insbesondere für Damen kleider, ergibt sich bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 eine zwangläufig richtige Ver packung, insbesondere für Herrenbekleidungs stücke. Hierbei werden alle scharfen Knick stellen vermieden. Es können auch mehrere Verpackungseinrichtungen, wie Kleiderbügel 31, Packbretter 26 mit mehreren Herren anzügen übereinandergelegt Verwendung fin den.