CH304397A - Verfahren zum Entkälken von Häuten. - Google Patents

Verfahren zum Entkälken von Häuten.

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CH304397A
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citric acid
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Joh A Benckiser Gmbh Ch Fabrik
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Benckiser Gmbh Joh A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/08Deliming; Bating; Pickling; Degreasing

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description


  Verfahren zum     Entkälken    von Häuten.    Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein  Verfahren zum     Entkälken    von Häuten, das  heisst ein Verfahren zur     Entfernung    von Kalk  und andern     Alkalien,    wie zum Beispiel Na  triumsulfid, aus     gekälkten    Häuten.  



  In der Praxis wurden die mittels Alkalien,  wie Kalk oder dergleichen, präparierten Tier  häute zum Zwecke der     Entkälkung    bisher mit  anorganischen     Säuren,    wie Salzsäure, Schwe  felsäure, Borsäure oder mit organischen Säu  ren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Milchsäure,  Buttersäure, behandelt. Diese Arbeitsweise  weist jedoch den Nachteil auf, dass die Blössen  unter der     Einwirkung    der     Säure-,Tonen,    ins  besondere bei Überschuss des     Entkälkungsmit-          tels,    stark anschwellen, wodurch die Qualität  des Leders erheblich beeinträchtigt wird.

   Eine  derartige Nebenwirkung lässt sich zwar da  durch abschwächen, dass man die     ,Säuren    mit  Ammoniak     teilweise        neutralisiert,    doch ist  man in diesem Falle gezwungen, eine     entspre-          ehend    grössere Menge der teilweise neutrali  sierten .Säure zum Herauslösen des Kalkes ein  zusetzen.  



  Es wurde weiter vorgeschlagen, als Mittel  zum     Entkälken    die     Ammoniiunsalze    von anor  ganischen oder organischen Säuren, wie Am  monsulfat,     Ammonlaktat,        Ammontartrat    und       Ammoncitrat,    zu verwenden. \Einer allgemei  nen Anwendung dieser Salze steht teils eine  relativ geringe     Entkälkungswirkung,    teils  auch der verhältnismässig hohe Preis entgegen.

    Es bestand deshalb die     Aufgabe,    ein geeig-         netes    Mittel zu finden, das bei einer guten       Entkälkungswirkung    die Blössen nicht schä  digt und gleichzeitig so preiswert ist, dass  es für einen Masseneinsatz in Betracht       kommt.     



  Es wurde nun gefunden, dass ein ideales       Entkälkungsmittel    die     Citronensäuregärungs-          rohlauge    ist, wie sie bei der Vergärung von  Kohlehydraten, zum Beispiel     kohlehydrathal-          tigen    .Substraten mit Mikroorganismen, an  fällt;     denn    sie ist nicht nur verhältnismässig  billig, sondern besitzt auch eine ausgezeich  nete     Entkälkimgswirkung,    ohne dabei die tie  rischenHäute zum Schwellen zu bringen.

   Dies  beruht vermutlich auf einer     kombinierten        ent-          kälkenden    und     quellungsverhindernden    Wir  kung. Da auch jegliche Neutralisation     reit     Alkali entbehrlich ist, kommt man pro     Einheit     Trockensubstanz mit relativ geringen Mengen       aus.     



  Die grossen wirtschaftlichen Vorteile eines  solchen     Entkälkungsmittels    gegenüber den bis  her angewandten     Mitteln    liegen auf der Hand,  da eine Aufbereitung der wirksamen     Entkäl-          kungsbestandteile,    wie Herstellung des     Cal-          ciumsalzes,        Zerlegung    mit Schwefelsäure, Kri  stallisation     und        Abtrennung    der     reinen        Säure     und somit auch die damit verbundenen Kosten  wegfallen.

   Die     Citronensäuregärungsrohlauge          kann    direkt so verwendet werden, wie sie an  fällt.  



  Die ausgezeichneten Eigenschaften dieser  Gärlauge als     Entkälkungsmittel    überraschen      auch insofern, als     Calciumcitrat    zu den       sehwerlöslichen    Salzen gehört. Man hätte also  eigentlich erwarten müssen, dass sich durch       Umsetzung    von     Citronensäure    mit     Calcium-          verbindungen    in der Haut ein     schwerlös-          licher    Niederschlag bildet, der zu den in der  Gerberei bekannten     Lederschäden--führt.     



  Wichtig ist, dass die     Citronensäure    durch  die     Verwendung    in Form von     Citronensäure-          gärungsrohlauge    preislich nunmehr     für    einen       Verwendungszweck    zugänglich wird, für den  bisher andere in ihren Eigenschaften nicht be  friedigende     Chemikalien    verwendet wurden.

         _    Die     Citronensäuregärungsrohlauge    kann  nicht nur für sieh allein, sondern auch zu  sammen mit -Abfallaugen, die in der     Citronen-          säurefabrikation    nach Ausfällen der     Citronen-'     säure mit     Kalk    aus der     Citronensäuregärimgs-          rohlauge    anfallen, verwendet werden.  



       Ausserdem    ist die Kombination von     Citro-          nensäuregärungsrohlauge    mit     Kristallisations-          mutterlaugen    aus der Fabrikation von     Wein-          oder        Citronensäure        und        Salzen    dieser Säuren,  die alle ein Abfallprodukt darstellen, beson  ders vorteilhaft.     .Solche        Mischungen    haben  den Vorzug, bei grosser Ergiebigkeit doch ver  hältnismässig sehr billig zu sein.  



  Auch die Kombination von     Citronensäure-          gärungsrohlaugen    mit     'Entkälkungsmitteln    an  derer Art, wie beispielsweise     Citronensäure,          Milchsäure,    Essigsäure,     Glycolsäure,    Ameisen  säure u. a., ist möglich. Ausserdem können       Ammonsalze,    polymere Phosphate, Melasse,  letztere allein oder     Ammonsalze    bzw. poly  mere Phosphate enthaltend, oder     Melasse-          schlempe        mitverwandt    werden.

           Beispiel   <I>1:</I>  Zu einem im Fass     befindlichen,    nach dem  Äschern kurz gewässerten Ziegenfell gibt man  so     viel    einer 15  /o Citronensäure enthaltenden       Citronensäuregärungsrohlauge,    bis die Kon  zentration der     Citronensäure    in der Flotte       etwa        1,5        %        beträgt.        Die        Entkälkimg        geht     rasch vonstatten.

   Die Blössen fühlen sich be  sonders glatt an, und das in der üblichen       Weise    gewonnene     -Chevreauleder    zeigt eine  ganz besonders milde Narbe.    <I>Beispiel 2:</I>  In einer     Citronensäuregärungsrohlauge,     die im Liter 10 g     Citronensäure    enthält, wer  den 3 g     Ammonsulfat    pro Liter aufgelöst.  In diese Lösung wird ein in der üblichen  Weise     geäschertes    und in Wasser gespültes  Kalbfell eingebracht und so lange     entkälkt,     bis die Blösse im Schnitt kalkfrei ist, was etwa  eine Stunde in Anspruch nimmt. Anschlie  ssend wird gebeizt und auf     Boxcalf    verarbei  tet.

   Das fertige Leder zeigt eine besonders  feine und glatte Narbe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entkälken von Häuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Citronen- säuregärimgsrohlauge verwendet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man der Citronen- säuregärungsrohlauge Abfallaugen, die in der Citronensäurefabrikation nach Ausfällen der Citronensäure aus der Citronensäuregärungs- rohlauge mit Kalk anfallen, zusetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man der Citronen- säuregärimgsrohlauge Kristallisationsmutter- laugen aus der Fabrikation von Weinsäure zusetzt. 3: Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss man der Citronen- säuregärungsrohlauge Kristallisationsmutter- laugen aus der Fabrikation von Citronensäure zusetzt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man der Citronen- säuregärungsrohlauge Kristallisationsmutter- laugen aus der Fabrikation von Salzen der Weinsäure zusetzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man der Citronen- säuregärungsrohlauge Kristallisationsmutter- laugen aus der Fabrikation von Salzen der Citronensäure zusetzt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die -Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Ent- kälkungsmitteln anderer Art verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Milch säure verwendet. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Citro- nensäure verwendet. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Essig säure verwendet. 10. Verfahren nach 'Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Am monsalzen verwendet. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit poly meren Phosphaten verwendet. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Me lasse verwendet. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Am monsalze enthaltender Melasse verwendet. 14. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit poly mere Phosphate enthaltender Melasse verwen det. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Citronen- säuregärungsrohlauge in Mischung mit Me- lasseschlempe verwendet.
CH304397D 1951-07-06 1951-07-11 Verfahren zum Entkälken von Häuten. CH304397A (de)

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