CH304400A - Verfahren zur Herstellung fester, schaumiger Massen aus Dispersionen von hochmolekularen Stoffen in Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester, schaumiger Massen aus Dispersionen von hochmolekularen Stoffen in Flüssigkeiten.

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CH304400A
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Aktiengesel Metallgesellschaft
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Metallgesellschaft Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung fester,   schaumiger    Massen aus Dispersionen von hochmolekularen
Stoffen in Flüssigkeiten.



   Es ist bekannt, flüssige   Kautschuk-oder    Kunststoffdispersionen durch Einschlagen oder Einblasen von Luft oder durch   Zumi-      schen    von Stoffen, die Gasblasen entwickeln, oder durch Einrühren eines separat hergestellten Schaumes aus seifenhaltigen Leimlösungen und Luft in einen   schaumigen    Zustand zu bringen und den   sschaum      anschlie-    ssend zu verfestigen.



   Bei diesen Verfahren ist es meistens notwendig, während oder nach der   Aufschäu-    mung der betreffenden Dispersionen Zusätze von festen oder in Flüssigkeiten dispergierten Stoffen zu machen.



   Beim Eingiessen dieser Zusätze muss man sehr vorsichtig verfahren. Die eingegossene Flüssigkeit zerstört den Schaum, indem dieser an der   Eingiessstelle    zusammenfällt. Ein gutes Durchmischen der Zusätze ist selbst bei gut arbeitenden   Rührwerken    mit Planetengetriebe schwierig. Insbesondere beim Zusatz von Koagulationsmitteln ist man gezwungen, bei niederer   Rührwerksgeschwindigkeit    und damit   bei verhältnismässig sohlechtem Mischeffekt    zu arbeiten, da bei schnellerer Rührwerks  gesehwindigkeit    das Schaumvolumen ansteigt und grobe Blasen entstehen würden. Man kann diese Verhältnisse vergleichen mit denen, die auftreten, wenn man versuchen wollte.



  Schnee mit flüssigem Wasser zu mischen. Der Schnee wird zerstört, das Wasser sammelt sich am Boden des Misehgefässes an und kann nicht schnell genug von dem Rührgerät erfasst und mit dem Schnee vermengt werden, so dass es leicht zu   Eisklumpenbildung    kommen kann. Der Schnee entspricht dem Schaum, das Wasser den flüssigen Zusätzen, die Eisklumpen entsprechen dem koagulierten Kau  tschuk    oder Kunststoff.



   Um diese Schwierigkeit beim Einmischen von flüssigen Zusätzen in verschäumte Kau  tsehakdispersionen    zu beseitigen, hat man versucht, die Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Na  triumfluosilikat,    in feinst gepulverter, also trockener Form auf den Schaum zu geben und   einzurühren.    Die gleichmässige Verteilung und damit Gelierung kann aber dabei noch weniger sicher erreicht werden. Um diese Schwierigkeit zu umgehen, ist auch wiederholt versucht worden, alle Zusätze der Kautschukdispersion bereits vor dem   Aufschäu-    men zuzugeben.

   Indessen beeinträchtigt insbesondere die frühzeitige Zumischimg des Geliermittels die Stabilität der   Kautschukdis-    persion so sehr, dass dieselbe beim Aufschäumen und Verformen vorzeitig stark agglomeriert, was sehr schlechte Produkte zur Folge hat. Auch ist es schon bekannt, der noch nicht versehäumten Kautschukdispersion einen luftreichen Schaum zuzuführen, der   das Gelier-    mittel enthält, und der also gleichzeitig mit der Verschäumung der   Kautschukdispersion    das Einbringen der Geliermittel besorgt. Zur gleichmässigen Verteilung eines solchen   Schau-    mes in einer   unversehäumten    Flüssigkeit wie der Kautschukdispersion benotigt man aber im Planetenrührwerk etwa 10   Minuten.

   Wäh-    renddessen ist die   Kautsehukdispersion durch    das Geliermittel bereits so weitgehend agglomeriert, dass die Schaumbeständigkeit   gefähr-    det ist und die   versehäumte Kautschukdisper-    sion beim   naehfolgenden IGelieren    und Vulkanisieren in der Form stark und unregelmässig   schrumpft    oder sogar zusammenfällt.



   Es wurde nun gefunden, dass beim Vermischen von Zusatzstoffen, wie zum Beispiel   Geliermitteln    (Koagulationsmitteln) mit versehäumten Dispersionen von hochmolekularen Stoffen, wie natürlichem oder synthetischem Kautschuk oder Kunststoffen oder Cellulose bzw. deren Derivaten   usw.,    in   iFlüssigkeiten    die oben besehriebenen Nachteile vermieden werden können, so dass es nicht mehr erfor  derlich    ist, die'Zusatzstoffe mit besonderer Vorsieht und möglichst langsam umd unter Verwendung spezieller Rührwerke   einzumi-    schen.

   Nach dem erfindungsgemässen Vorgehen werden nämlich die Zusatzstoffe in Form eines flüssigen Schaumes mit den ver  schäumten    flüssigen Dispersionen aus Kau  tschuk    usw. vermischt, wobei man die ganzen   Schaummengen    auf einmal zusammenbringen kann. Im Falle, dass für die Herstellung des    die Zusatzstoffe enthaltenden flüssigen Schau-    mes Wasser als Dispersionsmittel genommen wird, ist es zweckmässig, bei der Herstellung dieses Schaumes Sulfonate von   Kohlenwasser-    stoffen als Sehaummittel zu verwenden.



   Der Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass beim Vermischen des   Zusatzsehaumes    mit der verschäumten Dispersion das Schaumgefüge nicht zerstört wird, wie dies beim Einmisehen einer unverschäumten Flüssigkeit der Fall ist, und dass das spezifische Gewicht des Zusatzchaumes genau durch den Gasgehalt auf das spezifische Gewicht des   andern tSchaumes    ab  gestimmt    werden kann. so dass im   Rühr-    behälter keine unerwünschte Sedimentation wie beim Zurühren von ulnverschäumter Flüssigkeit, bzw. kein Schwimmen des zugefügten Schaumes auf der Flüssigkeit eintritt und die Durchmischung erschwert.

   (Beim Einmischen eines Schaumes aus Zusatzstoffen bzw.   Kau-      tschukdispersionen      im Rührwerksbehälter    in den Schaum einer   Kautsehukdispersion    bzw. der Zusatzstoffe wird das spezifische Gewicht des einzumischenden Schaumes zweckmässig nur wenig grösser als das spezifische Gewicht des im Rührwerksbehälter befindlichen Schaumes genommen.) Als weiterer Vorteil ist zu erwähnen, dass Geliermittel, die als Schaum beigemischt werden, durch   die Konzentrations-    verminderung infolge des Gasgehaltes des Schaumes wesentlich milder wirken, so dass beim Mischen keine übermässige Eile geboten ist.

   Bemerkt sei, dass eine   Konzentrations-    verminderung eines   flüssigen'Geliermittels    durch Verdünnen mit Wasser an Stelle von Gas nicht die gleiehe günstige Wirkung zeigt, da jede unversehäumte Flüssigkeit nur unter teilweise reversibler oder gar irreversibler   Schaumzerstorung    einem Schaum beigemischt werden kann und ausserdem ein erhöhter Flüssigkeitsgehalt die Schrumpfung erhöht und andere unerwünschte   Erseheinungen her-    vorruft.



   Die erfindungsgemässe Vermischung der Zusatzstoffe in Form eines flüssigen Schaumes mit den in Schaumform vorliegenden flüssigen Dispersionen von Kautschuk usw. hat noch den besonderen Vorteil, dass überhaupt kein Rührwerk erforderlich ist, sondern das Mischen der beiden. Schäume durch wiederholtes Umgiessen erfolgen kann. Auch kann man gleichzeitig mit zwei Schaummaschinen arbeiten, so dass man das ge  wünschte Schaumvolumen    in einem Bruchteil der Zeit erreicht, die beim Arbeiten mit einer einzigen   Sehaummaschine    nötig wäre.



   Beispiel :    165    g einer 60prozentigen   Kautschukmilch    werden in einer   Schaummasehine,    die mit ; einem Drahtschaumbesen ausgerüstet ist, auf   1    Liter   geschäumt.    Gleichzeitig werden 
5 g einer 50prozentigen, wässerigen   sschwefeldispersion,   
4   50 Dispersion    von   Zinkäthylphenyldithiocarbamat,    10   g"50""Zinltoxyd-Dispersion,   
5   g"20""Natriumfluosilikatdispersion,

     
2   g"50""Losung    von einem Natriumsulfonat eines Kohlenwasserstoffes ebenfalls in einer geeigneten Schaummaschine auf etwa l Liter verschäumt und dieser Schaum dem Latexschaum   zugemiseht.    Das Mischen der Schäume kann durch wiederholtes Umgiessen erfolgen.



  Nach einigen Minuten ist das Gemisch geliert und wird dann in feuchter Atmosphäre Stunde lang bei   100     zwecks Vulkanisation geheizt. Nach dem Auswasehen und Trocknen des Produites ergibt sich ein elastischer   Schaumgummi.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung fester, schau- miger Massen aus Dispersionen von hochmolekularen Stoffen in Flüssigkeiten, wobei diese Dispersionen nach dem Versehäumen noch mit Zusatzstoffen vermischt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe in Form eines flüssigen Schaumes mit den versehäumten, flüssigen Dispersionen vermischt werden.
    UNTERANSPRUCH : Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe in Form eines wässerigen Schaumes zur Anwendung gebracht werden, zu dessen Herstellung Sulfonate von Kohlenwasserstoffen als Sehaum- mittel verwendet werden.
CH304400D 1950-12-22 1951-09-22 Verfahren zur Herstellung fester, schaumiger Massen aus Dispersionen von hochmolekularen Stoffen in Flüssigkeiten. CH304400A (de)

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CH304400D CH304400A (de) 1950-12-22 1951-09-22 Verfahren zur Herstellung fester, schaumiger Massen aus Dispersionen von hochmolekularen Stoffen in Flüssigkeiten.

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