CH304423A - Gegenstand mit elektrisch leitendem Lacküberzug. - Google Patents
Gegenstand mit elektrisch leitendem Lacküberzug.Info
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Description
Gegenstand mit elektrisch leitendem Lacküberzug. Lacke mit elektrisch leitenden Zusätzen sind bekannt. Bei der Herstellung solcher Lacke ging man von der Überlegung aus, dass es zur Erzielung der Leitfähigkeit erforder- lieh sei, die leitenden Stoffe (Graphit, Kohle oder dergleichen) in möglichst feiner Ver teilung und grosser Menge mit dem eigent lichen Lack und geeigneten Lösungsmitteln. zu vermischen, iun auf diese Weise die leitende Brücke zwischen der Lackoberfläche und der Patronenhülse oder dem sonstigen lackierten Gegenstand zu erzielen.
Zur Her stellung eines solchen Lackes wurden also die Harzkörper, die elektrisch leitenden Stoffe sowie die erforderlichen Lösungsmittel zu sammen zwecks Erzielung der allerfeinsten Struktur etwa 80 bis 120 Stunden in Trom melmühlen gemahlen. In der Praxis haben sich derartige Lacke jedoch nicht bewährt. Beim Aufbringen derartiger Lacke auf Hülsen elektrisch zu zündender Patronen zeigt sich nämlich nach der Trocknung eine rauhe, an der Oberfläche der Hülse stark schmierende Schicht und die nach diesem Verfahren hergestellte Lackierung besitzt nur eine ungleichmässige Leitfähigkeit zum Patro nenlager.
Darüber hinaus treten beim Feuern nach Abgeben von einigen Schüssen, bedingt durch die Erhitzung des Patronenlagers so wie die Verschmutzung desselben, regelmässig Klemmer auf, wodurch die Funktion der Waffe in Frage gestellt wird, insbesondere dann, wenn die Waffe in Feuerstössen be tätigt wird.
Diese Tatsache erklärte sich dar- aus, dass die auf der gesamten. Oberfläche des Lacküberzuges feinst und gleichmässig ver teilten leitenden Teile sich im Gegensatz zu der bisherigen Annahme (selbst zum Beispiel bei der Verwendung von Graphit) reibungs erhöhend sowie stark verschmutzend auf das Patronenlager auswirken. Durch die beim Einbrennen des Lackes entstehende Ober flächenspannung werden überdies die leiten den Partikelchen an die Lackoberfläche ge zogen, so dass die leitende Brücke zur Ober fläche der Patronenhülse sich nur schlecht.
oder überhaupt nicht bilden kann.
Eingehende Versuche haben nun erwiesen, dass ein einwandfrei elektrisch leitender Überzug ohne die vorstehend geschilderten Mängel zu erzielen ist, wenn die Korngrösse der in der Menge wesentlich verminderten leitenden Zusätze so gross gewählt wird, dass die einzelnen, im Lack verteilten leitenden Panikelchen nach dem Aufbringen der Lackierung aus der Lackschicht herausragen.
Es stand zunächst zu erwarten, dass auch solche verhältnismässig grobkörnige Zusätze nicht zu einer restlosen Lösung das Problems führen könnten, und zwar aus dem Grunde, weil angenommen werden konnte;
dass diese Partikelchen sich allseitig, also auch auf den aus der eigentlichen Lackschicht hervorstehen den Teilen ihrer Oberfläche mit einem isolie renden- Lackfilm überziehen würden.
Über raschenderweise ist jedoch die Lackschicht am höchsten Punkt der eingelagerten Partikel so dünn, dass trotzdem durch das vorliegende Verfahren eine einwandfreie Leitfähigkeit sowie eine gleichmässige Funktion der Waffe, selbst bei höchsten Geschwindigkeiten, er reicht wird, da die Hülse durch die leitenden Partikelchen nur noch punktförmige Auflage findet und nicht mehr mit der. gesamten lackierten Oberfläche aufliegt.
Als Bindemittel können die in der Lack industrie gebräuchlichen Naturharze und Kunstharze, wie modifizierte und nichtmodi fizierte Polymerisationsharze, Polyadditions- produkte sowie Polykondensationsprodukte verwendet werden.
Der erfindungsgemässe lackierte Gegen stand weist eine Lackierung auf, die elektrisch leitende Stoffe (Metallpulver, Kohle, Graphit oder andere anorganische oder organische Stoffe) enthält, deren Korngrösse über der Dicke der Lackschicht liegt. Die Applikation kann durch die üblichen Methoden (Streichen, Spritzen, Tauchen, elektrostatisches Spritzen, usw.) mit Luft- oder Ofentrocknung erfolgen.
m Beispiel: Einer 10%igen Lösung eines Ricinusöl- AlKydharzes (mit 50 % Fettsäurerest) werden 2% Zinkpulver (Korngrösse 5-10n)
zu- gefügt und durch Umrühren respektive Um- wälzimg des Lackes fein verteilt.. Die -zu lackierenden Patronenhülsen werden 5 Sekun den in das Lackbad getaucht. Nach dein Ab tropfen des überschüssigen Lackes wird die Lackschicht 60 Minuten bei I20 C einge brannt. Dicke der Lackschicht. 3-5 < c.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lackierter Gegenstand, dessen Lackschicht elektrisch leitende Zusätze aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusätze körnig sind und eine Korngrösse, welche über der Dicke der Lackschicht liegt, aufweisen. UNTERANSPRUCH: Patronenhülse mit Lackschicht, nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Lackschicht enthaltenen leitenden Zusätze eine die Oberflächenberührung ver ringernde punktförmige Anlage der Hülse im Patronenlager bilden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH304423T | 1952-01-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH304423A true CH304423A (de) | 1955-01-15 |
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ID=4492058
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH304423D CH304423A (de) | 1952-01-08 | 1952-01-08 | Gegenstand mit elektrisch leitendem Lacküberzug. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH304423A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028019B (de) * | 1957-04-20 | 1958-04-10 | Dynamit Nobel Ag | Elektrisches Zuendhuetchen fuer Patronen |
-
1952
- 1952-01-08 CH CH304423D patent/CH304423A/de unknown
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