CH304450A - Einrichtung mit Trommelofen zur Behandlung von im Schmelzfluss befindlichem Aluminium und Aluminiumlegierungen mit Chlorgas. - Google Patents
Einrichtung mit Trommelofen zur Behandlung von im Schmelzfluss befindlichem Aluminium und Aluminiumlegierungen mit Chlorgas.Info
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Description
Einrichtung mit Trommelofen zur Behandlung von im Schmelzfluss befindlichem Aluminium und Aluminiumlegierungen mit Chlorgas. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein richtung zur Behandlung von im Schmelzfluss befindlichem Aluminium und Aluminium legierungen mit Chlorgas.
Bei der Verwendung von Drehöfen zu dem erwähnten Zweck ist es erwünscht, dass diese in ihrer Verwendung möglichst universell sind. So wird zum Beispiel die Forderung erhoben, dass die Öfen während des Einschmel zens und überhitzens der Schmelze um 360 drehbar sein sollen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einrichtung mit Trommelofen zur Behand lung von im Schmelzfluss befindlichem Alu minium oder Aluminiumlegierungen mit Chlorgas, dadurch gekennzeichnet, dass im Ofenbehälter Düsen vorhanden sind, die durch Drehen des Ofenbehälters wahlweise in den freien oder in den von dem Schmelzgut be- spülten Teil gebracht werden können: In einem Ausführungsbeispiel sind die durch den Boden führenden Düsen des Kon verters zweckmässig in einer Schnittebene durch die Drehachse des Konverters angeord net.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele der Erfindung schematisch dargestellt. Fig.1 zeigt einen Ofenkörper 1 mit dem ihn umgebenden Mantel 2, in welchem sich die Öffnungen 3 befinden, in welche die Düsen stücke 4 einmünden, die ihre Verlängerung durch die Düsen 7 finden. Unter dem Ofen- mantel befindet sich das Zuführungsrohr 5, das durch Stopfen 6 verschlossen ist. Diese er möglichen die Beseitigung von allfälligen Ver stopfungen der Düsen mit Hilfe von Stangen.
Das Aluminium oder seine Legierung kann entweder in dem Trommelofen selbst oder in einem ihm vorgeschalteten Ofen eingeschmol zen werden. Die Trommel muss aber - dies gilt für alle Ausführungsbeispiele - mit einer Beheizung versehen sein, da eine gewisse Überhitzung der Schmelze unter Umständen notwendig ist. Wenn die exotherm verlaufende Reaktion der Chlorierung der Metallschmelze genügend stark ist, um zum mindesten die Reaktionstemperatur aufrechtzuerhalten, .
ist natürlich eine zusätzliche Beheizung nicht er forderlich; ist sie indessen - und zwar vor allein dann, wenn nur wenige Verunreinigun gen zu entfernen sind - nicht genügend stark, so muss- eine zusätzliche Beheizung vor genommen werden.
Die Beheizung des Trommelofens erfolgt durch eine Öffnung in der Mitte einer Kopf seite des Behälters, also axial etwa durch Gas, Öl, Staubkohle o. a., während die Abgase durch eine entsprechende Öffnung in der Mitte der gegenüber angeordneten Kopfseite abgezogen werden.
Fig.2 zeigt den gleichen Ofenkörper; je doch mit innerhalb der Ofenauskleidung lie gendem Zuführungsrohr 8, in welches die Düsen 9 direkt einmünden. Fig.3 zeigt beispielsweise die Beeinflus sung des Stickstoffventils und Fig. 4 die Be einflussung des Chlorventils. Der Ofenkörper 10 ist mit den Kurvenscheiben 11 und 20 mit Innenführung versehen.
Diese Kurvenschei ben sind derart ausgebildet, dass das Stick stoffventil 14 und das Chlorventil 19 wie folgt beeinflusst werden: Bei der Drehbewegung des Ofens im Sinne der eingetragenen Pfeilrich tung wälzt sich die Rolle 12 auf der Kurven scheibe 11 ab. Kurz bevor die Düsen 15 den Badspiegel erreichen, wird über die Stange 13 das Stickstoffventil 14 geöffnet. Der Stick stoff strömt dem Ventil durch die Leitung 16 zu. 17 ist die bewegliche Verbindungsleitung zwischen dem Ventil 14 und den Düsen 15.
Sobald sich die Düsen unter Badspiegel befin den, wird mittels Kurvenscheibe 20 das Chlor ventil 19 geöffnet und anschliessend mittels Kurvenscheibe 11 das Stickstoffventil 14 ge schlossen. Bevor die Düsenreihe aus der Bad zone auftaucht, wird das Stickstoffventil 14 unter dem Einfluss von Kurvenscheibe 11 wieder geöffnet und das Chlorventil 19 durch Kurvenscheibe 20 wieder geschlossen. Befin den sich die Düsen ausserhalb des Bades, schliesst sich das- Stickstoffventil in Abhän gigkeit von der entsprechenden Stellung der Kurvenscheibe 11.
Diese Vorgehensweise hat einen dreifachen Zweck 1. Das Arbeiten mit dem aggressiven Chlor gas wird dadurch gefahrlos und erfolgt ohne jede Belästigung der Umwelt.
2. Die durch die Chlorierung der Schmelze noch vorhandenen Chloride werden, soweit sie bei der Arbeitstemperatur in der Schmelze löslich und flüchtig sind, in Freiheit gesetzt und ausgetrieben; soweit sie nicht flüchtig sind, werden sie zusammen mit den unlöslichen Chloriden mechanisch an die Badoberfläche befördert und hier entfernt.
3. Mit Chlorgas behandeltes Aluminium zeigt nach dem Erstarren eine unerwünschte, grobkristalline Struktur. Durch die sich an schliessende Begasung der Schmelze mit Stick stoff weist das gegossene Metall das er- wünschte und angestrebte fein kristalline Gefüge auf.
An Stelle von feststehenden können mit dem Ofen umlaufende Ventile für das indif ferente Gas und das Chlorgas vorgesehen sein, welche durch feststehende Nockenscheiben ge steuert werden.
Fig.5 zeigt die unter Bad befindlichen Düsen während der Schmelzperiode. Im Ofen körper 21 befinden sich die keramischen Dü sen 22 und die metallischen Düsen 23. Mittels der Stopfen 24 werden die Düsen 22 abgedich tet. Die Feder 25 dient zur Sicherung gegen Herausfallen und zur Erzeugung eines der Dichtung dienenden Anpressdruckes.
Fig.6 zeigt die unter Bad befindlichen Düsen während der Blaseperiode. Die Stop fen 24 sind entfernt und durch die Gewinde stopfen 27 ersetzt. Durch das Rohr 26 strömt den Düsen das Chlorgas zu.
In Fig. 7 ist mit 30 der Ofen bezeichnet, an dessen einer Stirnseite der Brenner 31 be festigt ist, während sich auf der gegenüber liegenden Seite der Abgaskrümmer 32 befin det. Die sich mit dem Ofen drehende ZWei- tung ist mit 33 bezeichnet. Das inerte Gas (der Stickstoff) strömt durch die feststehende Rohrleitung 35 und das Chlorgas durch die feststehende Rohrleitung 36 über die Rohr kupplung 34 der sich drehenden Zuleitung 33 zu.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung mit Trommelofen zur Behand lung von im Schmelzfluss befindlichem Alu minium oder Aluminiumlegierungen mit Chlorgas, dadurch gekennzeichnet, dass im Ofenbehälter Düsen vorhanden sind, die durch Drehen des Ofenbehälters wahlweise in den freien oder in den von dem Schmelzgut be- spülten Teil gebracht werden können. UNTERANSPRÜCHE: 1, Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die durch den Bo den führenden Düsen in einer Ebene durch die Drehachse des Trommelofens angeordnet sind. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die während der Einschmelz- und überhitzungsperiode durch die Drehbewegung unter Bad gebrachten Dü sen durch Durchblasen des Chlorgases über Abschlussorgane, die in Abhängigkeit von der Drehbewegung gesteuert werden, gegen Ver stopfung und Durehtritte der Schmelze ge schützt sind. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Einleitung in differenten Gases und des Chlorgases durch automatisch gesteuerte Ventile bewirkt wird.4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass feststehende Ventile für indifferentes Gas und Chlorgas durch mit dem Ofen dreh bare Nockenscheiben gesteuert werden. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Ofen umlaufende Ventile für indifferentes Gas und Chlorgas durch fest stehende Nockenscheiben gesteuert werden.6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit dem Ofen sich drehende Zuleitung zu den Düsen mittels einer in der Drehachse des Ofens angeordne ten drehbeweglichen Rohrkupphuig mit den feststehenden Zideitungen für inertes Gas und Chlorgas verbunden sind. 7.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mechanische Ver schlüsse vorhanden sind, iun allfällige Ver stopfungen der Düsen beseitigen zu können, und dass ferner Massnahmen getroffen sind, um während der raffinierenden Begasungs- periode zwei Mittel, von denen das eine Chlor gas ist, bei sich drehendem Ofen zuführen zu können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE304450X | 1950-08-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH304450A true CH304450A (de) | 1955-01-15 |
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ID=6117615
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH304450D CH304450A (de) | 1950-08-21 | 1951-08-20 | Einrichtung mit Trommelofen zur Behandlung von im Schmelzfluss befindlichem Aluminium und Aluminiumlegierungen mit Chlorgas. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH304450A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2747693A1 (fr) * | 1996-04-22 | 1997-10-24 | Baudelet | Dispositif pour traitement d'un materiau liquide tel un metal a l'etat liquide |
| EP0885977A1 (de) * | 1997-06-17 | 1998-12-23 | Baudelet, S.A. | Gefässvorrichtung zur Behandlung von Metallschmelzen |
-
1951
- 1951-08-20 CH CH304450D patent/CH304450A/de unknown
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