CH304481A - Verfahren zur Kraftübertragung und Zahnradpaar zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Kraftübertragung und Zahnradpaar zur Durchführung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur Kraftübertragung und Zahnradpaar zur Durchführung dieses Verfahrens. Um bei Zahnrädern die besonders an deren Endpartien auftretende Ermüdung der Zähne und die Geräuschbildung möglichst zu ver meiden, ist es bekanntlich vorteilhaft, die Be lastung der Zähne eines Zahnradpaares von seiner Mittelebene aus nach den Endpartien hin abnehmen zu lassen, derart, dass die Zähne an den Endpartien beträchtlich weniger tra gen als in der Mittelpartie. Um dies zu er reichen, werden die Zähne oft gegen die End- partien der Räder hin verjüngt, das heisst sie werden in den Endpartien dünner gemacht als in der Mittelpartie.
Diese Verjüngung der Zähne erfolgt, nachdem die Verzahnung in üblicher Weise geschnitten worden ist, ent weder von Hand oder maschinell auf beson deren Werkzeugmaschinen. Jede solche zu sätzliche Nacharbeit - verlängert und ver teuert aber die Herstellung der Zahnräder.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfah ren zur Kraftübertragung und ist dadurch ge kennzeichnet, dass die Kraftübertragung mit tels eines Stirnzahnradpaares erfolgt, von des sen Zahnkränzen mindestens der eine in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser auf weist als an den Endpartien, derart, dass die Mittelpartie der Zahnkränze stärker belastet wird als die Endpartien.
Ein ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildendes und zur Durchführung des beschrie benen Verfahrens geeignetes Stirnzahnradpaar ist gekennzeichnet durch eine solche Ausbil dung, dass es eine Kraftübertragung ermög licht, bei welcher der Zahnkranz mindestens des einen Zahnrades in der Mittelpartie einen -, grösseren Durchmesser aufweist als an den Endpartien.
In den beigelegten .Zeichnungen sind in den Fig. 1 bis 7 verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Zahnradpaares darge stellt; an Hand dieser Zeichnungen wird auch das Verfahren nach der Erfindung zur Kraft übertragung mittels eines solchen Zahnrad paares beispielsweise erläutert. In allen Fi guren sind, soweit möglich, für gleiche Teile gleiche Hinweisziffern verwendet.
Die vorgenannten Durchmesserverhältnisse können beim einen oder andern oder beiden Zahnrädern permanent oder nur während des Betriebes vorliegen.
Die Fig. 1 zeigt ein aus dem Zahnkranz 1 und dem Radkörper 2 bestehendes Stirnzahn rad, das auf die Welle 3 aufgesetzt ist. Der über den Zahnköpfen gemessene Aussendurch messer c des Zahnkranzes ist in. der Mittel partie .des Rades, dessen Mittelebene durch den Strich a angedeutet ist, grösser als der eben falls über den Zahnköpfen gemessene Durch messer d an den Endpartien in der Nähe der beiden Stirnebenen b, b. Der verzahnte Teil des Zahnrades weist also eine Tonnenform auf, was zur Folge hat,
dass die Zähne in der Mittelpartie beidseits der Mittelebene mehr belastet werden als an ihren Enden in der Nähe der Stirnebenen. Die Grössenordnung der Verformung des Zahnkranzes liegt zwi schen 0,02 und 0,1 mm, und sie ist bei Evol- ventenverzahnung zulässig. Bei der Herstellung des beschriebenen Zahnrades wird beispielsweise so verfahren, dass der Zahnkranz 1 für sich in üblicher Weise hergestellt wird, nämlich mit zylindri scher Bohrung und mit ebensolcher Verzah nung.
Der Radkörper 2 wird hingegen so geformt, dass sein Durchmesser in der Mittel partie beidseits der Mittelebene grösser ist als die Bohrung des Zahnkranzes. Beim Auf schrumpfen wird daher der Zahnkranz 1 in folge des stärkeren Sehrumpfes in der Mittel partie mehr aufgeweitet als an den beiden Stirnseiten,
wodurch auch er in die ge- wünschte Tonnenform gebracht wird. Die an den Stirnseiten des Zahnrades gegen dessen Drehachse hin verlaufenden Zähne tragen also in ihrer Mittelpartie stärker als an ihren Enden. Das Schrumpfmass kann beim des Zahnkranzes auf den Rad körper übrigens so gewählt werden, dass die Schrumpfspannung gegen die Stirnseiten des Radkörpers hin geringer ist als in der Mitte, derart, dass hohe Kantenpressungen vermie den werden.
Die Fig. 2 zeigt ein Zahnrad eines erfin dungsgemässen- Radpaares mit einem Zahn kranz 1, der auf einen leichteren Radkörper 2 aufgeschrumpft ist. Mit 3 ist wieder die Welle bezeichnet. Der Radkörper 2 ist an seinem Ausseniunfang weniger breit als der Zahn kranz 1, so dass dieser beiderseits gleich mässig über jenen vorsteht. Beim Aufschrump fen wird also die Mittelpartie des Zahnkranzes 1 mehr in radialer Richtung nach aussen ge drückt als die überhängenden Teile desselben an seinen Stirnseiten. Dadurch wird der Zahnkranz beim Aufschrumpfen nachträglich so verformt, dass die Zähne in seiner Mittel- ,partie stärker tragen als an seinen Endpartien.
Damit an den Stirnseiten des Radkörpers 2 keine zu hohen Kantenpressungen entstehen, wird er beidseitig bei 4 lippenförmig gebildet. Diese Lippen können auch benützt werden -um den Zahnkranz an den Radkörper anzu schweissen.
In Fig. 3 ist ein Zahnrad gezeigt, dessen Zahnkranz 1 nachträglich durch das Aufziehen von Schrumpfringen 5 an dessen Stirnseiten verformt wurde. Wiederum sind die Zähne so gegen die Drehachse des Rades hin durch gebogen, dass sie in der Mitte stärker tragen als an den Enden.
Die Fig. 4 zeigt ein Radpaar mit einfacher Schrägverzahnung, dessen kleines Rad 6 aus einem Radkörper und einem mit diesem in einem Stück gefertigten Zahnkranz besteht. Das Rad ist ursprünglich zylindrisch; es wird aber nachträglich durch Schrumpfringe 5 so verformt, dass der Aussendurchmesser des Zahnkranzes in seiner Mittelpartie grösser ist als derjenige an den Zahnenden. Um dies zu ermöglichen, ist der Radkörper beidseitig mit Hohlkehlen 7 versehen. Die beidseits der Zähne aufgesetzten Schrumpfringe 5 verformen die Stirnenden des Rades über den Hohlkehlen 7 gegen die Drehachse der Welle 3 hin.
Die Schrumpfringe 5 sind so ausgebildet, dass sie sowohl die nachträgliche Verformung des Rad körpers mit Zahnkranz bewirken wie auch in an sich bekannter Weise der Aufnahme des von der Schrägverzahnung verursachten Axial schubes dienen. Zu diesem Zweck ist ihr Durchmesser grösser gehalten als der Zahn kranzdurchmesser, so dass sie radial über den Zahnkranz vorragen. Ferner ist der axiale Abstand der Innenflächen der beiden Schrumpfringe in geringem Masse grösser als die Breite des Zahnkranzes 1 des grossen Rades, welcher an seinen Stirnenden Anlauf flächen aufweist, die in gleicher Weise kegel förmig ausgebildet sind wie die Innenflächen der Schrumpfringe.
Die kegelförmige Ausbil dung der Innenflächen der beiden Schrumpf ringe 5 und der Anlaufflächen des Zahnkran zes 1 bewirkt eine gute Schmierung derselben durch Ölkeile, die sich zwischen den aufein ander abrollenden und gleitenden Flächen bilden.
Bei grossen Getrieben, die mit einem Öl- förder- -und Kühlsystem ausgerüstet sind, kann die nachträgliche Verformung des Zahnkran zes eines Zahnrades im Betrieb dadurch be wirkt werden, dass dieser Zahnkranz durch Wärme bzw. Kälte beeinflusst wird. Nach Fig. 4 ist der Zahnkranz 1 des grossen Rades mit Stirnenden versehen, die so ausgebildet sind, dass sie im Betrieb mit Hilfe einer Kühl vorrichtung gekühlt werden können, derart, dass der Zahnkranz nachträglich in der ge wünschten Art und Weise verformt wird.
Der Radkörper 2 ist mit Ölfangrinnen 9 versehen, denen durch Rohre 10, die Teile einer im übri gen nicht gezeigten Kühlvorrichtung sind, ge kühltes Öl gleichmässig am ganzen Radumfang zugeführt wird. Durch Öffnungen im Rad körper gelangt das Öl in Hohlkehlen 8 des Zahnkranzes 1, die an dessen Stirnseiten so angelegt sind, dass sich in ihnen im Betrieb Ölringe bilden, die die umgebenden Teile des Zahnkranzes auf grosser Oberfläche berühren und auf dem ganzen Umfang gleichmässig küh len. Je nach dem Durchmesser der Verzah nung genügt ein Temperaturunterschied von 3 bis 10 C zwischen deren Mittelpartie und den Endpartien, um die gewünschte Verfor mung herbeizuführen.
Zahnkränze mit grossem Durchmesser müs sen mit in sie eingesetztem Radkörper ver zahnt werden. Um an einem solchen Zahn kranz nachträglich die gewünschte Verfor mung herbeiführen zu können, kann der Rad körper als Spannvorrichtung ausgebildet wer den, durch deren Spannen die Mittelpartie des Zahnkranzes gegenüber seinen Stirn partien aufgeweitet wird. Nach Fig. 5 sind die Spannscheiben 2a und 2b des Radkörpers scha lenförmig ausgebildet. Der Zahnkranz 1 wird vorerst mit geringem Schrumpf auf die Spann scheiben 2a und 2b aufgesetzt und verzahnt.
Hernach wird die Mittelpartie des Zahnkran zes mit einer beispielsweise aus einer Mutter 13 und einem entsprechenden Gewinde 14 auf der Welle 3 bestehenden Einrichtung radial aufgeweitet.
Die nachträgliche Verformung des Zahn kranzes eines Getrieberades durch thermische Einwirkung kann auch dadurch herbeigeführt werden, dass der sich im Betrieb befindende Zahnkranz und die anliegenden Teile des Rad körpers in der Mittelpartie geheizt werden und so der nötige Temperaturunterschied gegen über den Endpartien verursacht wird. Eine hierzu dienliche Einrichtung ist in Fig. 5 ge zeigt. Sie besteht beispielsweise -aus Heizkör- pern 11 für die elektrische Heizung, denen Strom durch Schleifringe 12 und die nötigen Verbindungsleitungen zugeführt wird.
Die Wirkung der Heizung kann unterstützt wer den durch Kühlung der Endpartien des Zahn kranzes, der auch hier in der vorbeschriebenen Weise mit Hohlkehlen 8 versehen sein kann, denen gekühltes Öl durch die Rohre 10 zu geführt wird.
Bei Zahnkränzen mit grossem Durchme" 3er, die zudem mit hoher Umfangsgeschwinc, ig- keit laufen müssen, wird nach Fig. 6 das At ( weiten der Endpartien durch die Fliehkräfe verhindert durch Schrumpfringe 5, die naci dem Verzahnen des Zahnkranzes an dessen. Stirnseiten aufgeschrumpft werden.
Im übri gen erfolgt die Verzahnung und nachträg liche Verformung des Zahnkranzes in der zu vor beschriebenen Weise durch einen als Spannvorrichtung ausgebildeten Radkörper mit den Spannscheiben 2a und 2b und der Mutter 13 nebst Gewinde 14 auf der Welle 3.
Bei Zahnrädern üblicher Grösse, die mit nied riger Umfangsgeschwindigkeit laufen, genügt nach Fig. 7 das Anbringen einer Heizvorrich tung in der Mittelpartie, um die gewünschte nachträgliche Verformung des Zahnkranzes herbeizuführen. 1 ist der Zahnkranz, 2 der Radkörper finit Aussparungen für die Heiz körper 11, welchen Strom durch die Schleif ringe 12 auf der Welle 3 zugeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Kraftübertragung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragung mittels eines Stirnzahnradpaares erfolgt, von dessen beiden Zahnkränzen mindestens der eine in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser aufweist als an den Endpartien, derart, dass die Mittelpartie der Zahnkränze stärker belastet wird als die Endpartien. UXTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Zahnrad ver wendet wird, dessen Zahnkranz durch Auf schrumpfen auf einen Radkörper so verformt ist, dass er in der Mittelpartie einen grö- sseren Durchmesser aufweist als an den End- partien. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Zahnrad ver wendet wird, dessen Zahnkranz durch das Aufziehen von Schrumpfringen an dessen Stirnseiten so verformt ist, dass er in der Mit telpartie einen grösseren.Durchmesser aufweist als an den Endpartien.3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Zahnrad ver wendet wird, dessen Zahnkranz durch das Spannen eines als Spannvorrichtung ausge bildeten Radkörpers so verformt ist, dass er in der Mittelpartie einen grösseren Durchmes ser aufweist als an den Endpartien. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Zahnrad ver wendet wird, dessen Zahnkranz durch Hei zung desselben und des Radkörpers im Bereich der Mittelebene so verformt ist, dass er in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser als an den Endpartien aufweist. 5.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Zahnrad ver wendet wird, dessen Zahnkranz durch Küh lung seiner Stirnenden so verformt ist, dass er in der Mittelpartie einen grösseren Durchmes ser aufweist als an den Endpartien. PATENTANSPRUCH II:Zur Diuchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I geeignetes Stirnzahnradpaar, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass es eine Kraftübertragung ermöglicht, bei welcher der Zahnkranz mindestens des einen Zahnrades in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser aufweist als an den Endpartien. UNTERANSPRÜCHE: 6. Zahnradpaar nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens ein Zahnrad, dessen Zahnkranz auf einen Radkörper so auf geschrumpft ist, dass er in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser aufweist als an den Endpartien. 7.Zahnradpaar nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens ein Zahnrad mit einem Zahnkranz, der durch an seinen Endpartien aufgesetzte Schrumpfringe so ver formt ist, dass er in der Mittelpartie einen grö sseren Durchmesser aufweist als an seinen Endpartien. B.Zahnradpaar nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens ein Zahnrad mit einem Radkörper und einem mit diesem in einem Stück gefertigten Zahnkranz mit einfacher Schrägverzahnung und durch über den Zahnkranz radial vorragende Schrumpf ringe, die sowohl dem Zahnkranz in der Mittel partie einen grösseren Durchmesser als an den Endpartien verleihen als auch während des Betriebes der Aufnahme des Axialschubes dienen. 9.Zahnradpaar nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens ein Zahnrad mit einem Zahnkranz und durch einen als Spannvorrichtung ausgebildeten Radkörper, mit welcher der Zahnkranz so verformt wer den kann, dass er in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser aufweist als an den Endpartien. 10.Zahnradpaar nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens ein Zahnrad mit einem Zahnkranz und eine Heizvorrich- tung, die den Zahnkranz und den Radkörper im Bereich der Mittelebene derart heizen kann, dass der Zahnkranz in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser aufweist als an den Endpartien. 11.Zahnradpaar nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens ein Zahnrad mit einem Zahnkranz mit Endpartien, die so ausgebildet sind, dass sie im Betrieb mit Hilfe einer Kühlvorrichtung gekühlt werden kön nen, damit der Zahnkranz in der Mittelpartie einen grösseren Durchmesser erhält als an den Endpartien.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1575659B1 (de) * | 1967-06-06 | 1971-07-01 | Stoeckicht Alexander W | Stirnzahnrad mit doppelschraegverzahnung |
| EP0287685A1 (de) * | 1987-03-13 | 1988-10-26 | Leybold Aktiengesellschaft | Zweiwellenvakuumpumpe mit einem Synchronisationsgetriebe |
-
1952
- 1952-08-20 CH CH304481D patent/CH304481A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1575659B1 (de) * | 1967-06-06 | 1971-07-01 | Stoeckicht Alexander W | Stirnzahnrad mit doppelschraegverzahnung |
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| EP0287797A3 (en) * | 1987-03-13 | 1989-02-01 | Leybold Aktiengesellschaft | Two-shaft vacuum pump with a synchronized transmission |
| US5035590A (en) * | 1987-03-13 | 1991-07-30 | Leybold Aktiengesellschaft | Double-shaft vacuum pump with synchronization gears |
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