Rutsche zur Forderung von St ckg tern
In Rutschen zur Forderung von Stück- gütern wie SÏcke, Kisten, Ballen und dergleichen werden hÏufig wendelf¯rmige Rinnenkrümmer verwendet ; insbesondere kommen solehe Rinnenkrümmer als Verbindungsst ck zwisehen zwei geradlinigen Teilen der Rutschrinne zur Anwendung. Ferner ist die sog.
Wendelrutsehe üblicherweise aus einer Auf einanderfolge einer gr¯¯eren Anzahl von an sich gleichen wendeiförmigen Rinnenkrümmern aufgebaut. In Rutschen, an welche schwere Anforderungen gestellt werden, hat man die wendelf¯rmigen Rinnenkrümmer aus Gusseisen hergestellt, während die geradlinigen Teile der Rutsche aus den iiblichen Bleeh- rinnen bestehen. Gusseiserne Rinnenkrümmer stellen aber nicht nur verhÏltnismϯig schwere Stücke dar, sondern es ist häufig noch erfor derlich, eine Nachbearbeitung der wendelför migen Rutsehfläche vorzunehmen. Man hat die wendelförmigen Rinnenkrümmer wegen der leiehteren Bearbeitungsmögliehkeit und dem geringeren Gewicht auch aus Holz hergestellt.
H¯lzerne Rinnenkr mmer haben indessen einen gr¯¯eren Verschlei¯, und sie sind vergleiehsweise kostspielig. Schliesslich hat man die wendelf¯rmigen Rinnenkr mmer auch aus einer grossen Anzahl von sektorför- migen Blechst cken zusammengestellt, wobei die einzelnen Blechstiieke zuerst entsprechend dem gewünschten Querschnittsprofil vorgebogen und nachher miteinander verschweisst worden sind, Eine Nachbearbeitung der Rutschfläche ist meistens notwendig, und die Fertigungskosten werden dementsprechend hoch. Blecherne Rinnenkrümmer können in der Regel selbsttragend nicht a. usgeführt werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rutsche zur Forderung von Stüek- gutern mit wenigstens einem wendelformigen Rinnenkrümmer, und sie ist dadureh gekenn- zeichnet, dass die wendelförmige Rutschfläche des Rinnenkrümmers durch eine Mehrzahl von Rundstäben gebildet ist, welche Rundstäbe nebeneinander entspreehend dem gewünschten Quersehnittsprofil der Rutschfläche angeordnet sind und sich schraubenförmig in der Rutschriehtung des Krümmers erstrecken, und dass ferner diese Rundstäbe auf ihrer von der Rutschfläche abgewendeten Seite unmit telbar untereinander verschweisst sind.
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Er findung sind in der Zeichnung sehematisch dargestellt, und zwar zeigen :
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Rinnenkrümmers einer Rutsche,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die iibergangs- stelle zwischen zwei gleichsinnig aneinander angeschlossenen Rinnenkr mmern, wobei jeder der beiden Rinnenkrümmer mit einem Endflansch versehen ist und die Endflan- schen in üblicher Weise miteinander verschraubt sind, und
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine stossfreie Übergangsstelle zwischen zwei gleichsinnig aneinander angesehlossenen Rinnenkr mmern, die durch weehselseitige Versehweissung der ineinandergreifenden Rundstäbe der beiden Krümmer hergestellt ist.
Der wendelförmige Rinnenkrümmer der Rutsche gemäss der Fig. 1 hat eine RutsehflÏche die beziiglich der strichpunktierten, senkrechten Achse 1 schraubenförmig gestal- tet ist. Der Krümmer ist aus einer grosseren Anzahl von Rundstäben 2 aufgebaut. Wie die in der Zeiehnungsebene mündenden Enden des Krümmers veranschaulichen, sind die Rundstäbe 2 l ckenlos nebeneinander entspre- ehend dem gewünschten Querschnittsprofil des Krümmers angeordnet. Jeder der RundstÏbe 2 ist demgemäss schraubenförmig gebo- gen, so dass sieh die Rundstäbe 2 ohne Ausnahme in der Rutschrichtung des Krümmers erstrecken.
Die obere und innere Seite der Rundstäbe 2 (Fig. 1, reehter unterer Teil des Krümmers) wird unmittelbar als Rutsehflache verwendet, auf welcher die eingelegten Stüekgüter wie Ballen, Säeke, Kisten und dergleichen mit schraubenf¯rmiger Bahn abwÏrts gleiten. Auf der untern und Ïu¯ern Seite (Fig. 1, linker oberer Teil des Krümmers) sind die Rundstäbe 2 unmittelbar miteinander verschweisst. Diese Verschweissung der Rundstäbe 2 wird zweckmϯig derart durchgeführt, dass in regelmässigen Abstän- den voneinander quer zur schraubenförmigen Rutschrichtung verlaufende Sehweissnähte 3 über die l ckenlos aneinandergereihten RundstÏbe 2 gezogen werden.
Wird eine derartige Versehweissung der Rundstäbe 2 auf ihrer von der RutschflÏche abgewendeten Seite auch nur einigermassen sorgfältig ausgeführt, dann er übrigt sieh ein Naeharbeiten der Rutsehfläehe.
Rinnenkrümmer soleher Bauart können ohne Sehwierigkeit als selbsttragende Krümmer ausgebildet werden. Man kann jedes ge wünschte Querschnittsprofil der Rutschrinne anwenden und insbesondere ausser dem äussern Rand auch den innern Rand hochziehen und ferner den Durchmesser, das Gefälle und den Umlenkwinkel des Krümmers entsprechend den jeweiligen Anforderungen bemessen.
Uni den Rinnenkrümmer mittels an sich bekannten Schraubverbindungen an andere Krümmer oder an geradlinige Teile der Rutsche anschliessen zu können, werden die Enden des Kr mmers mit einem Endfansch 4 versehen, welcher sich auf der von der Rutsehfläche abgewendeten Seite der Rundstäbe 2 erstreckt und in der Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist. Dieser Endflansch 4 wird vorzugsweise derart hergestellt, dass an dem betreffenden Ende des Krümmers die RundstÏbe 2 in solcher Weise aus der RutschflÏche abgewinkelt sind. dass sie selbst den Flansch 4 darstellen.
Wie die in vergr¯¯ertem Ma¯stab gezeigte Draufsicht auf die Rutschfläche ge- mäss der Fig. 2 zeigt, sind die au¯en reehts befindlichen Rundstäbe 2 entsprechend dem Querschnittsprofil des Krümmers radial nach aussen abgewinkelt, während die links innen befindlichen RundstÏbe 2 zur Bildung des Flansches 4 senkrecht nach unten abgewinkelt sind, so da¯ sie einen Flansch ergeben, dessen Vorderansicht derjenigen der Fig. I entspricht.
In der unmittelbaren Umgebung der abgewinkelten Rundstäbe 2 und gegebenen- falls auch an den abgewinkelten Teilen der Rundstäbe2selbstkönnenSchweissnähte3 (Fig.@ 2) auf der von der RutschflÏche abge- wendeten Seite der RundstÏbe 2 gezogen werden, um eine hinreichende Steifheit des Flansches 4 zu erhalten. Im übrigen zeigt die Fig. 2 eine Schraubverbindung zwischen den Enden von zwei an sieh gleich ausgebildeten Rinnenkr mmern. Der eine Rinnenkrümmer ist aus den RundstÏben 2, und der andere Rinnenkrümmer ist aus den Rundstäben 2' hergestellt. Beide Rinnenkrümmer haben Flanschen 4 bzw. 4 eleh letztere in bekannter Weise mittels Schraubenbolzen Unterlagschciben 6 und Gewindelaschen 7 aneinander befestigt sind.
Eine stossfreie Verbindung zwischen zwei gleichsinnig aneinander angeschlossenen Rin- nenkrümmern zeigt die Fig. 3, wobei nur ein Teil der Rundstäbe 2 bzw. 2' der beiden Kr mmer angegeben ist. Radial von aussen nach innen gezählt, stehen der erste, dritte, fünfte, siebente der Rundstäbe 2 des einen Krümmers an seinemEndenachrechtsüberden zweiten, vierten, sechsten, achten seiner RunclstÏbe vor. Umgekehrt stehen bei dem anschlie- ¯enden, aus den RundstÏben 2' bestehenden Krummer der zweite, vierte, sechste, aehte seiner RundstÏbe 2' ber den ersten, dritten, f nften, siebenten seiner Rundstäbe naeh links vor.
Die in ihrer schraubenförmigen LÏngsrichtung (in der Fig. 3 ist dies die Um fangsrichtung der Kreisbogen) vorstehenden RundstÏbe 2 des Kr mmers ragen dabei in die L cken zwischen den vorstehenden RundstÏben 2' des andern Kr mmers hinein, so da¯ beide Kr mmer mit ihren Rundstäben 2 und 2' wechselseitig an ihren Enden inein- andergreifen. Durch Schwei¯nÏhte 3 (Fig. 3), weiche auf der von der RutschflÏche abgewendeten Seite unmittelbar ber die wech selseitig ineinandergreifenden Rundstäbe 2 und 2' zu zichen sind, können die beiden Kr mmer aneinander befestigt werden.
Diese in der Fig. 3 veranschaulichte Befestigungsart ist insbesondere f r sto¯freie Wendelrutschen welche welehe aus einer entspreehenden An zaM von einzelnen wendelförmigen Rinnen krümmern aufgebaut werden sollen.
Rutschen mit wendelförmigen Rinnen Kr mmern der beschriebenen Bauart haben den Vorteil, dass die eingelegten Stückgüter in den Krümmern vermöge ihrer gerippten RutschflÏche zusÏtzlich gef hrt werden. Das bei glatten RutschflÏchen in den Krümmern der bisher üblichen Bauart gelegentlieh auf- tretende ¯berwerfen der St ckg ter wird durci die zusätzliehe Führung mittels einer gerippten RutschflÏche vermieden.
Nebstdem hat die gerippte Rutschfläche in einem Rin nenkrümmer die Eigenschaft, dass Stückgüter von stark verschiedener OberflÏchenbeschaffenheit, von verschiedenem Gewicht und von verschiedenen äussern Abmessungen gleich- mässiger gebremst werden, als dies mit glatter Rutschfläehe im Kriimmer der Fall ist. Bei sonst gleichen Ïu¯ern Abmessungen der RutschflÏche sind schlie¯lich die Herstellungskosten der neuen Krümmer geringer als diejenigen der bisher üblichen Krümmer aus 1lolz, Gu¯ oder Blech.