CH305341A - Verfahren zur Reinigung von Bestandteilen für Erzeugnisse der Präzisionsindustrie. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Bestandteilen für Erzeugnisse der Präzisionsindustrie.Info
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Description
Verfahren zur Reinigung von Bestandteilen für Erzeugnisse der Präzisionsindus Gegenstand der Erfindung ist ein Verfah ren zur Reinigung von Bestandteilen für Er zeugnisse der Präzisionsindustrie, namentlich der Uhrenindustrie, bei dem die zu reinigen den Teile in ein Flüssigkeitsbad eingetaucht werden und dieses einer Ultrasehallschwin- gung unterworfen wird.
Bestandteile der erwähnten Art erfordern vielfach eine besonders gründliche Reinigung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn es sich um feinste Bohrungen aufweisende Teile han delt, die nach dem Bohren poliert wurden, wo bei Polierpaste in die Bohrungen gelangte und durch die Reinigung aus ihnen entfernt wer den muss, oder wenn solche Teile mit feinsten Bohrungen aus einem Vernicklungsbad kom men und die Bohrungen durch ein Häutchen von Nickelsalzen verschlossen sind, das eben falls entfernt werden muss.
Teile mit feinen Lagerbohrungen müssen ebenfalls äusserst gründlich gereinigt werden, damit in diese Lagerbohrungen eingebrachte öltröpfchen nicht auslaufen.
Es hat sich nun gezeigt, dass sich eine zur Erfüllung dieser hohen Anforderungen ge nügend wirksame Reinigung der Teile bei ge ringem Energieaufwand erzielen lässt, wenn gemäss der vorliegenden Erfindung das Flüs sigkeitsbad von einer Flüssigkeitssäule gebil det wird, deren Höhe mindestens das Zehn- und höchstens das Fünfzigfache und deren grösste Breite mindestens das Drei- und höch stens das Zehnfache der grössten Abmessung des grössten der im gleichen Arbeitsgang zu reinigenden Teile beträgt,
wobei die Beschik- kun'g dieser Flüssigkeitssäule mit der Ultra schallschwingung von deren unterer Grund fläche her erfolgt. Zweckmässig wird hierbei eine Ultraschallschwingung angewendet, die eine Frequenz von mindestens 1.00 Kilohertz und höchstens 2000 Kilohertz aufweist. Vor zugsweise wird diese Ultraschallschwingung in Form periodischer Schwingungsimpulse auf die Flüssigkeitssäule zur -Wirkung gebracht, wobei diese Impulse mit einer Frequenz von <U>min</U>destens 30 und höchstens 300 Hertz erfol gen können.
In der Zeichnung sind eine Einrichtung sowie verschiedene zur Durchführung des Ver fahrens geeignete Formen der Ulträsehall- schwingung beispielsweise dargestellt. An Hand der Zeichnung werden im nachstehen den auch Ausführungsarten des Verfahrens erläutert.
Fig. 1 zeigt im Vertikalschnitt einen ersten Teil der Einrichtung, bestehend aus einem Behälter für das Flüssigkeitsbad einen Trans- duktor zur Umwandlung elektrischer in me chanische Schwingtmgen von Ultraschallfre quenz und Mittel zur Übertragung der mecha nischen Ultraschallschwingung vom Trans duktor auf das Flüssigkeitsbad.
Fig. 2 zeigt das Schaltungsschema eines zweiten Teils der Einrichtung, nämlich eines Erzeugers für elektrische Schwingungen mit Ultraschallfrequenz und der in Fig. 3 gezeig ten Schwingungsform. Fig. 3 bis 6 zeigen verschiedene Formen von Ultraschwingungen, wobei die vom Schwingungserzeuger gelieferte, den Trans duktor erregende elektrische Spannung über der Zeit aufgetragen ist.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Topf mit einem Aussenflansch 2 zur Abstützung des Topfes auf dem Gehäuse 3 eines Schwingungs erzeugers. Im Boden des Topfes 1 befindet sich eine von einem Rand 6 -umgebene Öff nung 5. Der Topf 1 trägt eine Anzahl Stift schrauben 7, die eine Druckplatte 8 durchdrin gen und auf welche Muttern 9 geschraubt. sind. Zwischen diese Muttern und die Druck platte 8 eingelegte Federn 10 pressen die Druckplatte nach oben.
Letztere weist einen dem Rand 6 gegenüberstehenden Ringvor sprung 11 auf; zwischen diesem und dem Rand 6 ist der aus einer piezoelektrischen Quarzplatte 12 bestehende Transduktor ge halten. Die beiden Seiten dieser Quarzplatte sind mit Metallbelägen versehen, zwischen denen und dem Rand 6 bzw. dem Vorsprung 1.1 Bleiringe 13 bzw. 14 liegen. Diese Blei ringe dienen zur Zuführung elektrischen Stro mes zur Quarzplatte 12, wobei der obere, 13, die Fuge zwischen dem Rand 6 des Topfes 1 und der Quarzplatte abdichtet. Der obere Ring 13 ist bei 15 geerdet, der untere 14 durch eine Leitung 17, die durch einen Isolierstoffeinsatz 18 in der Druckplatte 8 hindurchgeht, an eine Klemme 16 angeschlossen.
Der Topf 1 ist mit Öl 19 gefüllt@und durch einen Deckel 20 ge schlossen.
In diesen Deckel 20 ist ein Metallrohr 21 eingesetzt, das die Seitenwand eines Behälters bildet. Dessen Boden besteht aus einer Mem bran 22 aus Silber, die über das untere Ende des Rohres 21 gespannt. und aussen durch einen Ring 23 festgeklemmt ist.
Soll die -Einrichtung zur Reinigung von Bestandteilen dienen, deren grösste Abmes sung zwischen 5 und 20 mm beträgt, so wird zweckmässig ein Rohr 21 von 60 min. lichter Weite und 250 mm Höhe verwendet. Die Mem bran 22 kann eine Dicke von 0,05 mm haben.
Der vom Rohr 21 und der Membran 22 gebildete Behälter enthält ein Bad 24 von Alkohol oder einer andern schmutzlösenden organischen Flüssigkeit, in das die zu reini genden Teile 26 eingetaucht, z. B. mittels eines Stahldrahtes 25, eingehängt werden.
Der im Gehäuse 3 untergebrachte LTl- traschalfrequenz-Spannungserzeuger, dessen Schaltung in Fig.2 dargestellt ist, umfasst eine Triodenröhre 27, deren Glühfaden 28 vom Netz 29 über einen Transformator 30 mit Wechselstrom gespeist wird; die Frequenz dieses Wechselstromes kann die übliche Netz frequenz von 50 Hertz sein. Das Gitter 31 der Röhre 27 ist über einen Polarisationswider stand 32 parallel zu einem Kondensator 33 mit einer Gitterwicklung 34 verbunden. Letztere ist mit einer Anodenwicklung 35 gekoppelt, die über ein Variometer 36 mit der Anode 37 der Röhre verbunden ist.
Im Anodenstrom kreis liegt ferner die Sekundärwicklung eines zweiten Transformators 38, dessen Primär- wickliLng mit einem Strom von derjenigen Frequenz beschickt wird, mit der sich die Ultraschall.schwingungsimpLilse folgen sollen; das kann die Frequenz von 50 Hertz im Netz 29 sein, so dass im vorliegenden Beispiel der Transformator 38,au dieses Netz angeschlossen ist.
Die Sekundärwicklung dieses Transforma tors ist durch einen Kondensator 39 entkop- pelt. Die ultraschallfrequente Schwingung selbst ist bestimmt durch die Kennwerte der Organe 34, 35, 36 und durch die Kapazitäten der Spulen, der Röhrenelektroden und der Verbindungsleitungen; diese Kapazitäten sind insgesamt dargestellt durch eine nur gedachte und daher gestrichelt eingezeichnete Kapazi tät 40. Die erwähnten Organe sind so abge stimmt, dass die Frequenz der erzeugten Schwingung zwischen 100 und 2000 Hertz liegt.
Schliesslich ist mit der Gitterwicklung 34 und der Anodenwicklung 35 eine )NTicklung 41 gekoppelt, die zur LTbertragung der hochfre- quenten elektrischen Schwingung auf den TransdLLktor 12 (Fig.1) an die Klemme 16 angeschlossen ist. Die Reaktanz des Transduk- tors wird durch einen regelbaren Kondensator 42 ausgeglichen.
Der Verlauf der ultraschallfrequenten Schwingung, die mit dieser Schaltung erzielt wird, ist in Fig.3 dargestellt. Durch den Transformator 38 wird die Polarität der An ode 37 jeweils für die Hälfte der Periode der impulserzeugenden Schwingung umgekehrt, so dass die Ultraschallschwingung nur jeweils während der einen Hälfte jeder Periode der impulserzeugenden Schwingung stattfindet, also in Form einzelner Impulse erfolgt. Die Amplitude der Ultraschallschwingung nimmt bei jedem Impuls erst zu, dann ab.
Eine fortlaufende Ultraschallschwingung von gleichbleibender Amplitude der in Fig. 4 dargestellten Form liesse sich dadurch errei- clien,_ dass der Transformator 38 durch eine in den Anodenstromkreis eingeschaltete Gleich stromquelle ersetzt würden. Andere an sich bekannte Schaltungen würden erlauben, eine Folge von Ultraschallschwingungsimpulsen zu erhalten, bei denen die Amplitude der Ultra schallschwingung innerhalb jedes Impulses gemäss Fig. 5 konstant bleibt oder derart ge dämpft ist, dass sie gemäss Fig. 6 von einem anfänglichen Höchstwert auf Null abklingt.
Die elektrischen Schwingungen von Ultra- ee.hallfrequenz, die auf die Tr ansduktor- Quar7platte 12 übertragen werden, erzeugen in dieser mechanische Schwingungen gleicher Frequenz und entsprechender Amplitude. Die Quarzplatte 12 teilt diese Ultraschallschwin gungen dem Öl 19 im Topf 1 mit, das sie sei nerseits auf die Membran 22 und durch diese auf das Flüssigkeitsbad 24 überträgt.
Dessen Schwingungen bewirken die Ablösung der am Bestandteil 26 anhaftenden Schmiutzteilchen. Diese werden dann vom Bad 24 aufgelöst oder bleiben, wenn sie unlösbar sind, in diesem in Suspension und lagern sich nach Aufhören der Schwingung an den Wänden des Rohres 21 und auf der Membran 22 ab. Um deren erneute Ablagerung auf dem Bestandteil 26 zu vermeiden, wird die Schwingung bis nach der Wegnahme des gereinigten Bestandteils aufrechterhalten. Zweckmässigerweise wird sie nach beendeter Reinigung eines Bestandteils bis nach dem Einbringen des nächstfolgenden in das Bad nicht. unterbrochen, sondern mit verminderter Amplitude aufrechterhalten.
Durch diese Verminderung der Amplitude lässt sich Strom sparen und werden empfind liche Teile der Einrichtung geschont.
Um eine gute Übertragung der Ultraschall- schwingung vom Öl 19 auf das Flüssigkeitsbad 24 zu gewährleisten, ist die Dicke der Mem bran 22 zweckmässig klein im Vergleich zur Wellenlänge der Schwinguuig im Metall der Membran, beispielsweise kleiner als ein Zehn tel dieser Wellenlänge.
Da die Schallgeschwin digkeit im Silber von der Grössenordnung 3000 m/Sek. ist, ist die genannte Wellenlänge von der Grössenordnung zwischen 30 und 1,5 mm für Frequenzen zwischen 100 und 2000 Kilohertz. Eine Membran 22 von 0,05 mm Dicke entspricht also dieser Anforderung für den betrachteten Frequenzbereich sehr gut.
Gemäss einer Ausführungsvariante, die dann brauchbar ist, wenn sich die Frequenz der Ultraschallschwingung genügend genau bestimmen oder regeln lässt, kann die Mem bran 22 durch eine beispielsweise aus rost freiem Stahl bestehende Bodenplatte ersetzt sein, die am Rohr 21 dicht befestigt ist oder mit ihm aus einem Stück besteht, wobei diese Bodenplatte eine Dicke von<I>n</I> 2,12 aufweist;
n ist hierin eine ganze Zahl und d bezeichnet die -Wellenlänge der Ultraschallschwingung. Wenn die Dicke der Bodenplatte diesem Wert entspricht, hat die Ultraschallschwingung an ihrer obern Begrenzungsfläche annähernd die gleiche Amplitude wie an ihrer untern Be grenzungsfläche.
Da die Schallgeschwindigkeit im Stahl ungefähr 5000 m/Sek. beträgt, kann die Bodenplatte somit beispielsweise für eine Ultraschallschwingung mit einer Frequenz von 500 Kilohertz, bei der die Wellenlänge im Stahl 10 mm beträgt, wahlweise 5, 10 oder 15 mm dick sein:
Hätte die Bodenplatte da gegen eine Dicke von (n A/2 -I- A/4) 2,5; 7,5 oder 12,5 mm, so ist leicht ersichtlich, dass die durch das Öl 19 auf die Platte übertragenen Ultraschallschwingungen an deren oberer Be grenzungsfläche total reflektiert und nicht an das Flüssigkeitsbad 24 weitergegeben würden.
Wegen der Reflexion der Ultraschallwellen am zu reinigenden Bestandteils an dQn Wän- den des Rohres 21. und am Flüssigkeitsspiegel 24 hängt die Reinigungswirkung auch von den Abmessungen und vom Verhältnis zwischen Breite und Höhe der das Bad 24 bildenden Flüssigkeitssäule sowie vom Verhältnis dieser Abmessungen zur grössten Abmessung des zu reinigenden Bestandteils ab.
Es hat sich ge zeigt, dass die oben erwähnten Abmessungen des Rohres 21 vorteilhaft sind, wenn die grösste Abmessung des zu reinigenden Teils etwa zwischen 5 mm und 20 mm liegt. Befrie digende Ergebnisse lassen sich allgemein er zielen, wenn die Höhe des Flüssigkeitsbades mindestens gleich gross und höchstens zehnmal so gross ist wie die grösste horizontale Abmes sung der Flüssigkeitssäule.
Zur Reinigung von Bestandteilen von bestimmter Grösse ist eine Flüssigkeitssäule verwendbar, deren Höhe zwischen dem Zehn- und dem Fünfzigfachen und deren grösste Breite zwischen dem Drei- und dem Zehnfachen des grössten der im glei chen Arbeitsgang zu reinigenden Teile be trägt. Bei diesen Abmessungen der Flüssig keitssäule trifft ein grosser Anteil der durch die Membran 22 auf das Flüssigkeitsbad 24 übertragenen Ultraschallwellen entweder di rekt von der Membran aus oder nachdem sie nur ein bis wenige Male reflektiert wurden, von allen Seiten auf den zu reinigenden Be standteil.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Reinigung von Bestandtei len für Erzeugnisse der Präzisionsindustrie, bei dem die zu reinigenden Teile in ein Flüs sigkeitsbad eingetaucht werden und dieses einer Ultraschallschwingung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Flüs sigkeitsbad von einer Flüssigkeitssäule gebil det wird, deren Höhe mindestens das Zehn und höchstens das Fünfzigfache und deren grösste Breite mindestens das Drei- und höch stens das Zehnfaehe der grössten Abmessung des grössten der im gleichen Arbeitsgang zu reinigenden Teile beträgt,wobei die Beschik- kung dieser Flüssigkeitssäule mit der Ultra- schallschwingung von deren unterer Grund fläche her erfolgt. _ UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ultraschall- schwingung eine Frequenz von mindestens 100 Kilohertz und höchstens 2000 Kilohertz auf weist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ultraschall schwingung ' in Form periodischer Schwin gungsimpulse auf die Flüssigkeitssäule zur Wirkung gebracht wird. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die periodischen Schwingungsimpulse mit einer Frequenz von mindestens 30 und höchstens 300 Hertz er folgen. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass jeder Schwin gungsimpuls in Form einer gedämpften Schwingung erfolgt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass jeder Schwin- gungsimpuls in Form einer ungedämpften Schwingung von zu- und abnehmender Ampli tude erfolgt. 6.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ultraschall schwingung der Flüssigkeitssäule durch eine Membran vermittelt wird, deren Dicke höch stens einen Zehntel der Wellenlänge der Ul- traschallschwingung im Material beträgt, aus dem die Membran besteht. 7.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ultraschall- schwingung. der Flüssigkeitssäule durch einen Boden vermittelt wird, dessen Dicke ein ganz- zahliges Vielfaches der halben Wellenlänge der Ultraschallschwingung im Material be trägt, aus dem der Boden besteht. S. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ultraschall schwingung nach der Reinigung jedes Be standteils mindestens bis nach dessen Entfer nung aus dem Flüssigkeitsbad aufrechterhal ten wird, J.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude der Ultraschallschwingung nach der Reinigung jedes Bestandteils herab gesetzt und nach dessen-Entfernung aus dem Flüssigkeitsbad und nach Einbringen eines neuen zu reinigenden Bestandteils wieder er höht wird.
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