CH305867A - Vorrichtung zur Frequenzumsetzung für sehr kurze Wellen. - Google Patents
Vorrichtung zur Frequenzumsetzung für sehr kurze Wellen.Info
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Description
Vorrichtung zur Frequenzumsetzung für sehr kurze Wellen. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung ?um Z-v#,ecke der Frequenzumwandlung elek tromagnetischer Schwingungen nach dein Prinzip der Wanderfeldröhren. Das Prinzip der Wanderfeldröhren besteht bekanntlich darin, dass eine Elektronenströmung in Weeh- selwirkung mit dem elektrischen FeIdvektor einer fortschreitenden elektromagnetischen Welle tritt,
wobei Strömungsgeseliwindig gkeit der Elektronen und Phasengeschwindigkeit der Welle gleich oder angenähert gleich sein sollen, Derartige Röhren sind bisher nur als Verstärkerröhren betrieben und ausgenutzt worden;
im Gegensatz hierzudient die Röhre nach der Erfindung dem Zweeke der Fre- quenzwandlung, das heisst der Mischung zweier hochfrequenter Schwingungen mit ver- sehiedenen Frequenzen, die insbesondere im Gebiet der Mikrowellen liegen, mit dem Ziele, eine, bzw. mehrAre Zwischenfrequenzen zu bilden. Es ist bekannt, Wanderfeldröhren, bei denen z.
B. als Verzögerungsleitung eine Wen del benutzt wird, als Mischorgane anzuwen den, indem man die zwei Frequenzen, deren Zwischenfrequenz (Differenz- oder Summen frequenz) gebildet werden soll, gemeinsam der VerzögerLingsleitung (Wendel) zuführt oder auch eine der Frequenzen der Verzöge rungsleitung und die andere einem vor der Verzögerungsleitung dienenden Steuerorgan beliebiger Art zuleitet.
Eine derartige Ver wendung gebräuchlicher Wanderfeldverstär- kerröhren als Misehröhren hat jedoch den Nachteil, dass die Dimensionen der Verzöge- rungsleitung nicht optimal für die Mischung bemessen werden können, so dass der Wir- kungsgrad bzw. die Verstärkung bei der Mi-. sch-Luig relativ klein bleiben.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung besitzt gegenüber den bisher bekannten den Vorteil, dass bei gegebener Signalleistung und gegebener Leistung des Überlagerers die am Ausgang der Röhre erzeugte Leistung der Zwiselienfrequenz wesentliell vergrössert wird. Die Erfindi#ng besteht darin, an Stelle einer einzigen VerzögerungsleAung im Zug'e des Entladungsweges deren zwei oder mehr zu verwenden, von denen jede #günstig oder opti mal entsprechend den in ihnen auftretenden erwünschten Frequenzen ausgebildet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in einer ersten Ausführungsforin durch die Fig. <B>1</B> veranschaulicht. Bei diesem Aus führungsbeispiel erzeugt die Elektronen.- kanone mit der Kathode<B>1,</B> einer Fokussie- rungselektrode 2 Lind einer Beschleunigung- elektrode <B>3</B> einen Elektronenstrahl 4.
Dieser Elektronenstrahl 4 durchsetzt nacheinander zwei verschiedene VerzÖgerungsleitungen <B>5</B> und<B>6,</B> auf deren spezielle Form weiter unten noch eingegangen wird und die ga-Ivaniseh getrennt sind, um sie auf unterschiedlichen Gleielipotentialen halten zu können.
An die Verzögerungsleitung<B>5</B> wird der Signalgene rator<B>7</B> mit der Frequenz<B>f ,</B> und ein Über- lagerer <B>8</B> mit einer von# der Signalfrequenz abweichenden Frequenz<B>f2</B> angeküppelt. Auf diese Weise ergibt sich dann als Diff ereuz- frequenz die erwünschte Zwischenfrequen.z. In der Leitung<B>5</B> wird nun durch hohe über- steuerung, das heisst durch relativ grosse Lei stung des Überlagerers, die Röhre im Bereich dieser Leitung<B>5</B> niehtlinear ausgesteuert,
so dass durch die nielitlinearen Vorgänge eine gegenseitige Modulation der Frequenzen des Signals und des Überlagerers erfolgt. Auf diese Weise entsteht infolge der nielitlinea;ren Charakteristik der Wechselwirkung zwisehen Elektronenströmung und den elektromaglieti- sehen Wellen die gewünschte ZwischenTre- quenz.
Es stellt nun jede Verzögerangsleitung praktisch unvermeidbar ein mehr oder weni ger aperiodisches Gebilde dar. Dies bedeutet dass infolge der nichtlinearen Vorgänge ini Zuge der Leitung<B>5</B> zwar erhebliche Elek- tronenwechselströme der Zwischenfrequenz entstehen;
infolge der aperiodischen Leitangs- eigenschaften dieser Leitang <B>5</B> erzeugen<B>je-</B> doch diese Elektronenweehselströme der Zwi schenfrequenz relativ geringe Feldstärken der sich in dieser Leitung befindenden elektro magnetischen Wellen der Zwischeüfrequenz. Man kann die Entstehung der geringen Feld stärke der Zwischenfrequenzwelle in dieser Leitung z.
B. damit vergleichen, dass man die Leitung<B>5</B> als einen abgestimmten Kreis auf- lasst, dessen Resonanzfrequenz zwar in der Nähe der Frequenzen des Signals und des Überlagerers liegt, jedoch weit entfernt ist -von der Zwischenfrequenz. Würde man also am Ausgang der Leitung<B>5</B> durch Ankopp- lung des Leitungsaxisganges dem Zwischen- frequenzkreis dieser Leitung Zwischenfre- quenzleistung entnehmen wollen, so wäre,
die hier erzeugte Zwischenfrequenzleistung ausser ordentlich gering, und dies ist der Fall, wenn man z. B. entsprechend der bisherigen Anwen- clungder Wanderfeldröhre als Alischröhre nur eine einzige Leitung im Zuge des Elektronen strahles hat.
Dieser Nachteil wird vermieden, indem hinter der Leitung<B>5</B> sich eine zweite Leitung <B>6</B> befindet und diese Leitung so bemessen und an solche Betriebsspannungen gelegt wird, dass in ihr eine günstige oder optimale Wech- selwirkung und damit eine optimale Verstär kung nicht für die Frequenzen der Genera toren<B>7</B> und<B>8,</B> sondern für die Zwisehenfre- quenz auftritt. In diese Leitung<B>6</B> treten die in der Leitung<B>5</B> erzeugten Elektronenkon- vektionsströme der Zwisehenfrequenz ein.
Bei geeigneter Bemessung und geeigneter Dimen sion dieser Leitung erzeugen diese Elektro- nenkonvektionsströme eine elektromagnetisehe Welle der Zwisehenfrequenz, die intensiv in Wechselwirkung mit den Elekt.ronenkonvek- tionsströmen der ZwiZehenfrequenz tritt und diese noch wesentlich verstärkt.
Das Prinzip der Erfindung beruht also darauf, dass entsprechend Fig. <B>1</B> die erste der beiden Leitungen so bemessen ist, dass in ihr wesentlich die Signalfrequenz Lind Überlage- rerfrequenz verstärkt werden, so dass durch ÜbersteLterung der Röhre als nicht linearer Vorgang die Mischung beider Frequenzen ent steht, dass dagegen die zweite Leitung so aus gebildet ist,
dass sie optimal oder einiger massen optimal bemessen ist fÜr eine Verstär kung der Zwisehenfrequenz.
Konstruktiv lässt sieh dieses Ziel erreichen .durch Verzögerungsleitungen der verschieden sten Formen. Verwendet man für die beiden VerzögerungsleitLingen, wie bisher üblieb, Wendeln, so kann man für die Dimensionie- runo, der Wendeln und für die geeigneten Be triebsspannungen Bedingungen angeben, so dass die eine Wendel optimal für die Frequen zen<B>f ,</B> und<B>f2</B> und die andere für die Zw!- schenfrequenz bemessen ist- Verwendet man nicht Wendeln,
sondern sogenannte inhomo- gene Verzögerungsleitungen, das heisst Lei tungen mit Filtercharakteristik, wie, sie z. B. durch zylindrisehe Ilohlrohrleitungen, die durch, Blenden beschwert sind, oder auch durch Leitungen, deren Wandung mit Schlit zen versehen sind aufgebaut werden können, .so kann man auch hier wiederum durch ge eignete Bemessung der Dimensionen dieser Leitung das gleiche Ziel erreichen, wie es oben für die Wendeln beschrieben wurde. Zweck mässig gibt man dem Eingangssystem Breit band- und dem Ausgangssystem Filtereigen schaften.
Eine Variation der beschriebenen Vorrich- tung sieht vor, den örtlichen überlagerer nicht in den Eingang der ersten Verzögerungslei tung einzukoppeln, sondern die Steaerung des Stromes -durch Dichte- oder Geschwin digkeitsmodulation im Takte der Überlagerer- frequenz in die Elektronenströmung auf dem Weiye zwischen Kathode und erster Verzöge- rim,gsleitung einzuführen. Dieses Ziel kann erreicht werden, indem man z.
B. den Blek- tronenstrahl in seiner Dichte mit Hilfe der Fokussierungselektrode 2 moduliert, an die der überlagerer angeschlossen wird. Es ist auch möglich, an Stelle einer Zuführung der Überlagererfrequenz zu der Fokussierungs- elektrode eine getrennte zusätzliche Steuer elektrode. in den<B>-</B>Zug des Elektronenstrahles einzuführen und mit Hilfe dieser Steuerelek trode die Dichtemodulation des Elektronen strahles im Takte der überlagererfrequenz vorzunehmen.
Ein anderer<B>Weg,</B> die Modula tion für die Überlagererspannung vorzLineh- men, sieht die Einschaltungeines Organs zwi schen Kathode und erster Verzögerungslei tung vor, mit dessen Hilfe, der Elektronen strahl nicht in seiner Dichte, sondern in seiner Geschwindigkeit moduliert wird.
Dieses Ziel wird erreicht, wenn entsprechend dem Ausfüh rungsbeispiels nach Fig. 2 zwischen Besehleuni- gungselektrode <B>3</B> und Eingang der Verzöge- iungsleitung <B>5</B> ein Hohlraumresonator <B>9</B> ein geführt wird, an den der örtliche Überlagerer angekoppelt wird, so dass beim Durchtritt des Elektronenstrahles durch diesen Resonator eine Geschwindigkeitsmodalation im Takte der Überlagererfrequenz erfolgt.
In den beiden letztgenannten Fällen wird an den Eingang der Verzögerungsleitung<B>5</B> lediglich die Signalfrequenz (Antenne) ange koppelt, Der Meellanismu,- der Verzögerung uind der Zwischenfrequenzbildung im Zuge der zwei hintereinauderliegenden Leitungen<B>5</B> und<B>6</B> vollzieht sich dabei im übrigen auf die gleiche Weise wie oben beschrieben für den Fall der Zuführung von überlagerer- und Signallrequenz zum Eingang der ersten Ver- zögerungsleituno' <B>5.</B>
ZD <B>C</B>
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zar Frequenzumsetzung fÜr sehr kurze Wellen, die innerhalb einer Blek- tronenröhre mittels einer die Wellen führen den, als Verzögerungsleitung -wirksamen An ordnung fortgeleitet und mit einer Elektro nenströmung in Wechselwirkung gebracht wer-den und bei der im Eingang die Hochfre- quenzsignalspannLing und eine Überlagerer- spannung angelegt sind,während auisgangs- seitig mindestens eine Zwischenfrequenzspan- nung abnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge des Entladungsweges mindestens zwei unterschiedliche Verzögerungsleitungen angeordnet sind, die jeweils den in ihnen auf tretenden erwünschten Frequenzen angepasst ausgebildet sind. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Vorriehtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Verzögjrungsleitung als Wendel ausgebildet ist. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Verzögerangsleitung mit Filtereigenschaften ausgebildet ist. <B>3.</B> Vorriehtung nach Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ein gangssystem breitbandige Verstärku.ngseigen- schaften besitzt, während das Ausgangssystem durch eine Leitung mit Filtereigenschaften gebildet wird. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> bis<B>3,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass die Verzögerungsleitungen gal vanisch voneinander getrennt sind und auf unterschiedlichen Gleichspannungspotentialen liegen. <B>5.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Überlagererspannung zwischen Kathode und erster Verzögerungsleitung an zulegen und eine Modulation der Elektronen strömung zu bewirken.<B>6.</B> Vorrichtung nach Unteranspruch<B>5,</B> da durch gekennzeichnet-, dass die überlagerer- sPathung an eine Pokussierungselektrode eines Elektronenstrahlerzeugungssystems an gelegt ist. <B>7.</B> Vorrichtung nach Unteransprucli <B>5,</B> da durch gekennzeichnet, dass die überlagerer- spannung an eine gesonderte Steuerelektrode angelegt ist.<B>8.</B> Vorrichtung nach ljnteranspruch <B>5,</B> da durch gekennzeichnet, -dass ein Hohlraumreso- nator mischen Kathode und erster Verzö#ge- rungsleitimg vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1952
- 1952-10-03 CH CH305867D patent/CH305867A/de unknown
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Also Published As
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