CH306062A - Verfahren zur Herstellung eines neuen synthetischen Harzes, welches zur Bindung organischer Atomkomplexe, insbesondere färbender Substanzen, befähigt ist. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen synthetischen Harzes, welches zur Bindung organischer Atomkomplexe, insbesondere färbender Substanzen, befähigt ist.

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CH306062A
CH306062A CH306062DA CH306062A CH 306062 A CH306062 A CH 306062A CH 306062D A CH306062D A CH 306062DA CH 306062 A CH306062 A CH 306062A
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines neuen synthetischen Harzes, welches zur Bindung organischer Atomkomplexe, insbesondere   färbender    Substanzen, befähigt ist.



   Es ist bekannt, dass   Kondensationspro-       dukt p gewisser organischer Verbindungen mit Aldehyden ionenaustauschende Substanzen    sind. Nach ihrer Darstellung werden sie gewöhnlich getrocknet, um das   Litergewieht und       damit die Austauschkapazität des Harzes pro    Liter so hoch als möglich zu gestalten. Diese   Produkte haben keine    oder praktisch keine ent färbenden Eigenschaften.



   Wenn aus denselben Komponenten entfär  bende Harze (auch    unter dem Namen Harz Gele bekannt) dargestellt werden sollen, so    werden gemä# Literatur die Komponenten in    einer stark verdünnten Lösung kondensiert,   wahrend    die gebildeten Harze höchstens bis   wu    einem solehen Grad von Feuchtigkeit be   freit werden, da# 1 Liter des gekörnten Harzes400gTroekenmaterialenthält;diese Harze werden jedoch vorzugsweise gar nicht    getrocknet. Auf Grund der Darstellungs  methode sind diese Harze sehr porös und    be   sitzen nur verhältnismässig geringe mechani-      selle    Festigkeit. Diese Harze müssen unter   Wusser aufbewahrt    werden.

   Sie haben im wesentlichen keineionenaustauschenden Eigenschaften. In manchen Fällen zeigen diese Harze ein nachteiliges intensives Anschwellen und Schrumpfen während ihrer   Regeneration    mit Alkali und Säure.



   Der   entfärbende    Effekt dieser Harze be  ruht    auf dem Vorhandensein von kapillaren Poren. Die Poren, die für die Entfärbung nötig sind, scheinen als Ergebnis der   Konden-    sation der Komponenten in einer stark verdünnten Lösung zu entstehen, und die Porosität bleibt wahrseheinlieh nur erhalten, wenn man die Harze nicht trocknet. Wenn diese Harze getrocknet werden, scheinen sich die Poren zu schliessen. In jedem Fall ist der entfärbende Effekt dann   irn. wesentliehen    oder grösstenteils zerstört. Dieser Effekt kann nicht wieder hergestellt werden, wenn ein Harz, das   getrocknet wurde, wieder ange-    feuehtet wird.

   Der entfärbende Effekt wurde oben nur als Beispiel für die Eigenschaften der Harze dieses Typs erwähnt ; ganz   allge-    mein können diese Harze für die Adsorption von   verhältnismässig'grossen organischen    Atomkomplexen, wie riechenden, schlecht   selimeekenden    und färbenden Substanzen, Alkaloiden usw., angewandt werden.



   Gemäss der allgemeinen Ansicht ist die Konzentration der reagierenden Stoffe mass  gebend    für die Art des bei der Reaktion gebildeten Harzes. Wenn bei einem bestimmten Verhältnis der Reaktionskomponenten ver  hältnismässig wenig Wasser    im Reaktions  gemiseh anwesend    ist, so wird ein als Ionenaustauscher wirksames Harz erhalten, welches getrocknet werden kann ; dagegen wird bei Verwendung einer verhältnismässig   gro#en    Wassermenge im Reaktionsgemisch ein ab sorbierendes Harz erhalten, das nicht ge  trocknetwerden    kann und einen relativ hohen Wassergehalt anfweist.



   Die Erfinder haben die bekannten Harze auf der Basis von m-Phenylendiamin und von Mischungen von m-Phenylendiamin mit andern Substanzen, die für die Verwendung bei derartigen   Kondensationen    bekannt sind, gründlieh untersueht, und zwar sowohl hinsichtlich ihrer Eigenschaften als Ionenaustauscher wie als entfärbende Harze. Sie fanden, dass das Volumen dieser Harze in ge  trocknetem Zustand    niemals mehr als   22  /o    und fast immer   20-15"/o    oder sogar weniger des Volumes des Harzes   nnmittelbar    nach seiner Darstellung   in gekörntem und nicht ge-    trocknetem Zustand beträgt. Hat das   ar-    sprüngliche Harz entfärbende Eigenschaften, so gehen diese während des Trocknens weitgehend oder vollständig verloren.



   Sie machten weiterhin die auffallende I dass Harze, die besonders   pipit    geeignet sind zur Bindung organischer Atomkomplexe, insbesondere gefärbter Substanzen   (Entfärbvngsharze),    durch Kondensation von m-Phenylendiamin (allenfalls zusammen mit andern   kondensationsfähigen    Substanzen, wie Resorzin, Toluidin usw., die für derartige Kondensation bekannt sind) mit einem Al  dehvd    in Gegenwart einer Säure in einem   wässrigen Medium erhalten    werden, wenn man unter solchen Bedingungen kondensiert, dass das Volumen des bis zur Gewichtskonstanz getrockneten, gekörnten harzes wenigstens 25%,   vorzugsweise 3070 /o,    des Volumes des frisch kondensierten Harzes in gekörntem und nicht getrocknetem Zustand beträgt.



   Gegenstand des Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung eies dieser neuen syn  thetischen    Harze, welches zur Bindung   orga-    nischer Atomkomplexe, insbesondere   färben-    der Substanzen, z. B. aus Zuekerlosungen, be  fähigt    ist. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeiehnet,   da#    man m-Phenylendiamin mit Formaldehyd in wässrigem Medium und in Anwesenheit einer Säure kondensiert, wobei   das Alengenverhältnis    von m-Phenylendiamin,   Formaldelyd,    Säure und Wasser so gewählt wird, dass das Schüttvolumen des erhaltenen Harzes in gekörntem Zustand nach Trocknung bis zur Gewichtskonstanz mindestens 25 % vom Schüttvolumen des frisch konden  sierten, ungetroekneten Harzes beträgt.   



   Das erhaltene Harz zeigt neuartige Adsorptionseigenschaften. Es ist deshalb als neue Substanz zu betrachten.



   Es soll als Absorptionsharz, insbesondere    ? ur Entfärbung wässriger Losungen organi-    scher Stoffe, wie von Rohr-und   Rübenzucker-      losungen,    dienen.



   Die Art, in weleher die Volumen bestimmt werden, ist folgende : Frisch kondensiertes und nicht getrocknetes Harz wird in noch   feuehtem    Zustand gemahlen und gesiebt, am besten in einem Wasserstrom. Danach wird ein   graduierter    Zylinder teilweise mit Wasser gefüllt, und das wie besehrieben erhaltene ge  körnte    Produkt wird in diesen Zylinder gebracht, wobei beachtet werden muss, dass das Harz immer unterhalb der WN'asseroberfläehe verbleibt. Der Zylinder wird anschliessend vorsichtig auf den Tiseh aufgestossen, bis das Volumen des Harzes, das sich im Wasser abgesetzt hat, nieht mehr abnimmt. Sobald die Oberfläehe des Harzes horizontal ist, wird das Volumen des Harzes abgelesen.

   Das Harz wird dann aus dem Zylinder entfernt und bis zur   Gewiehtskonstanz    (das Volumen nimmt dann nicht mehr   ab) getrocknet. Das getrock-    nete Harz wird dann in einen   trockenen gra-      duierten    Zylinder gebracht und in der oben angegebenen Weise   vorsiehtig    auf dem Tisch aufgestossen. Das Volumen wird danach wieder abgelesen. Dieses letzte Volumen muss wengistens 25 % des zuerst   abgelesenen Volu-    mens des noch feuchten Produktes betragen.



  Wenn das Volumenverhältnis weniger als   25"/o beträgt,    hat das Harz zu geringe Ad  sorptionskraft nach    dem Troeknen ; in diesem F'all ist es kein befriedigendes Adsorptionsharz.



   Das Verhältnis der Harzvolumen in ge  trocknetem    und feuchten Zustand, in der oben beschriebenen Weise bestimmt, wird im folgenden als   Volumenverhältnis   (in %) bezeichnet. 



   Die bestimmenden Faktoren bei der   Eon-      densation    sind die   Formaldeh-d-, Säure-nnd    Wassermengen, die pro Mol m-Phenylendianlin benutzt werden. Sowohl für die Säure als auch für den Formaldehyd wurde ein be  stimmtes Minimum gefunden. Wenn    die bei der Kondensation verwendeten Mengen unter diesem Minimum bleiben, zeigt das erhaltene Harz nicht die genannten Eigenschaften.



     WenndieverwendetenMengenüber    dem angegebenen Minimum liegen, aber unter dem   Alaximcllrl    iiir die Säure, werden gut bis aus  gezeichnet entfärbende    Harze erhalten, die kaum   odergar    keine ionenaustauschende Eigenschaften besitzen. Das erfindungsgemäss   laergestellte    Harz ist schwach sauer bis neutral.



   Das minimale Volumenverhältnis von Säure zu Formaldehyd ist von der Natur der verwendeten Säure praktisch unabhängig. Jedoch hängen die minimalen Mengen der Säure und des   Formal. dehyds    zur Erlangung des minimalen   Volumenverhältnisses    von   25"/o    von der Natur der Säure ab.



   Bei einigen Säuren, z. B. Schwefelsäure und Phosphorsäure, ist clie untere Grenze so niedrig, dass sie nicht genau bestimmt werden kann ; sie liegt jedenfalls unterhalb der   Säure-    menge, die nötig ist, um das m-Phenylendiamin aufzulösen. Es wurde gefunden, da ! 3 die Menge der pralitisch   hauptsäehlieh    in Betracht fallenden Säuren eine obere Grenze besitzt ; bei der Verwendung grösserer Säuremengen als die Maximalmenge weist das erhaltene Harz die genannten Eigenschaften nicht mehr auf. Diese obere Grenze ist ebenfalls stark von der Natur der Säure abhängig.



  Die in diesem   Absehnitt    diskutierten Grenzen werden später für die wichtigsten Säuren angegeben. Die Wassermengen spielen ebenfalls eine Rolle, besonders wenn   Chlorwasserstoff-    säure und Salpetersäure als Kondensationsmittel verwendet werden. Im allgemeinen   kann gesagt werden, dass    die Wassermenge wenigstens so gross sein sollte, dass eine gute Durchmischung der Komponenten möglich ist, bevor eine merkliche Kondensation stattgefunden hat. Bei vielen Säuren hängt die minimale Wassermenge lediglich von dieser Bedingung ab. Wenn dagegen die Kondensation 1 in Gegenwart von Chlorwasserstoff ausgeführt wird, so spielt die minimale Wassermenge eine   wiehtigere    Rolle.

   Eine obere Grenze der Wassermenge, die nicht übersehritten werden darf, damit das Harz die genannten Eigenschaften zeigt, kann nicht angegeben werden. Immerhin nimmt jedoch die mechanische Festigkeit des Harzes ab, wenn allzuviel Wasser verwendet wird. Chlorwasserstoffsäure und Salpetersäure bilden   Ausnahmen    ; wenn bei Verwendung dieser Säuren ein bestimmter Wassergehalt überschritten wird, besitzt das erhaltene Harz keine zufriedenstellenden entfärbenden Eigenschaften mehr ; das Volumenverhältnis fällt dann auch unter   25 0/a.   



   Anstatt in Wasser kann die Kondensation auch in wässrig-alkoholischem Medium stattfinden, was aber die Kosten des Harzes unnötig erhöht.



   Besonders glit geeignet sind die starken anorganischen Säuren : Salpetersäure, Schwe  felsäure,    Phosphorsäure. Die Halogenwasserstoffsäuren sind weniger geeignet. Stark organische Säuren, wie Trichloressigsäure, können auch verwendet werden, ebenso auch Phthalsäure.



   Die für   1    g-Mol m-Phenylendiamin geeignetsten Grenzwerte der andern Komponenten sind in Gramm-Mol annähernd folgende :
HCl : 1, 6-2, 1 Formaldehyd  >  2
HNO3 : 1, 3-4, 7 Formaldehyd  >  2, 3
H2SO   :    0,   34-2,    9 Formaldehyd  > 1, 2
H3PO4 : 0, 15-3, 8 Formaldehyd  >  1, 4
Wenn Salzsäure angewendet wird, sollte die Menge des Wassers in der Kondensationsmischung mehr als   etwa 26    g-Mol, jedoch weniger als 59 g-Mol, vorzugsweise weniger als 47 g-Mol, betragen. Wenn Salpetersäure angewendet wird, so sollte die Wassermenge etwa 63 Mol Wasser, vorzugsweise 51 MoI, nicht überschreiten.



   Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es an sich nicht notwendig ist, das Harz vor seiner Verwendung zu trocknen. 



   Eine Trocknung ist indessen aus verschiedenen Gründen empfehlensswert,   z.    B. im Hin  bliek auf den    Transport. Jedenfalls ist aber zu bemerken,   da#    die entfärbenden Eigensehaften des neuen Harzes durch Trocknung nicht verlorengehen und   sonar    nicht einmal in   merklichem Ausmass vermindert    werden. Im   Geoensatz    zu den bekannten Harzen erhält das neue Harz seine ursprüngliche Kapazität nach der Regeneration wieder, sogar nach wie  d erholten Regenerationen.   



   Das erfindungsgemäss hergestellte Harz wird vorteilhaft thermiseh bis zur Gewichtskonstanz getrocknet, um so die mechanische   Festigkeit so gro# wie möglich zu gestalten.   



  Das Trocknen kann z.   B.    zwischen 80 und   140     oder sogar bei noch höheren Temperaturen durchgeführt werden, selbst bis zur   besoin-    nenden   Zusetzung.    Im letzten Falle geht allerdings   gewohnlich    die Affinitä.   zu organi-    schen Atomkomplexen etwas zurück. Das ge  mäss    der   Erfindung erhaltene entfärbende    Harz wirkt nicht oder nur in sehr geringem   Mass als Ionenaustauscher.   



   Das erfindungsgemäss hergestellte Harz kann zur Adsorption   organiseher Atom-    komplexe, wie von färbenden Substanzen,   Gernehs-und    Geschmacksstoffen, aus wässri  gen Losungen benutzt, werden. Wenn    die   Sub-    stanzmengen, die so aus der   Losungentfernt    werden, einen   genügend grossen Wert be-    sitzen, können sie aus dem Harz wieder zurückgewonnen werden, z.   B.    dureh Elution.



   Das neue Harz ist besonders wichtig für die   Entfärbung wä#riger Lösungen,    die Zucker enthalten, z. B. oder Glukose.



   Die Regeneration der Harze kann nach bekannter Art mit Hilfe von Basen und    seau-    ren   durchjeführt    werden.



   Das   erfindungsgemä#e Verfahren    sei an Hand folgender Tabelle näher erläutert. Die Kondensation selber wurde auf übliche Art durchgeführt. Alle Versuche wurden mit    1/@ Mol m-Phenylendiamin durchgeführt. allie    Mengen sind in Mol angegeben. Die   Tasser-    menge ist die gesamt vorliegende Menge, das s heisst einschliesslich dem aus der Säure und dem Formaldehyd stammenden Wasser.



   Ta- : m- Form- Vol.  
Phenylen- Säure aldehyd Wasser verhältnis diamin in %   
HCl    0,      5    0. 90   1,      48 20    31    0, 5    1,   02    1,48 20 25
0, 5 0,92 1,40 16 28
HNO3
0,5 0.73 1,40 31,5 26
0,   5    0,65 1,40 16 40
0. 5 0,73 1,40 16 4    0,@   5   0.      79    1, 40 16 45    0, 5 0. 73 1,40 6 49   
0,5 1,11 1,40 16 53
0,5 2,37 1,40 16 25
H2SO4
0,5 0,39 1,40 10   52       0,    5 0, 71 1, 40   11    40
0, 5 0, 80 1, 40 11 40
0,   5    0, 89 1, 40 11 42   
0, 5 0, 97].

   40 11 29
0, 5 5 1,42 1,40 11 25   
0, 5 0, 89 0,   62    11   *96   
0,5 0,89 2,74 11 37    HgPOj   
0. 5 0. 4 1,40 11 50    0.    5 0, 87 1,55 14 57
Es   wurde gefunden, da# die entfärbenden    Eigenschaften gewöhnlich um so besser sind,   jue grö#er das Volumensverhältnis    ist.



   Wenn das   Volnmenverhältnis unter 25    liegt, ist die Adsorptionskapazität der Harze zu gering, um die Bezeichnung Adsorptionsharz zu rechtfertigen. Wenn das Volumen Verhältnis weniger als 20 beträgt, besitzen die Harze praktisch keine Adsorptions- (Entfär  bungs-)-Kapazität mehr    ; sie sind dann (nach Trocknen) nur noch typische Ionenaustauseher.



     BeispieZe    :
1. Zu   Vergleichszweeken werden    50    g    m-Phenylendiamin mit 50   em3 Salpetersäure     (50 %) in 150 em3 Wasser aufgelost und mit 100   em3    Formaldehyd (35 %) kondensiert.



  Das Produkt wird gemahlen, gewaschen, ge siebt und bei   100     bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Das Volumenverhältnis   war 17, 8"/o.   



     Gleiehzeitig wurde    eine zweite Probe durch Auflösen von 50 g m-Phenylendiamin mit 65 cm3 Salpetersäure (50 %) in 150   em3    Wasser und Kondensieren mit 100 em3 Formaldehyd   (35  /o)    bereitet. Das Produkt wird gemahlen, gewaschen, gesiebt und bei 100  bis zur Gewichtskonstanz   getroeknet.    Das Volu  menverhaltnis war 43  /o.   



   Die beiden vollständig getrockneten Harze wurden in Wasser angefeuchtet; gleiche Volumen der beiden feuchten Harze wurden in Rohren   gebraeht.    Nachdem die Harze mit   A] kaii und Säure    behandelt und sorgfältig    gewaschen worden waren, wurden Proben \on      gleiehem    Sirup von   raffiniertem    Zucker mit einer Färbung von 433, 8 pro 100 g   Trocken-      substanz (Lovibond-Tintometer) durch    die beiden Harze hindurchsickern gelassen. Das erste Harz   eliminierte      26,      53  /o und    das zweite Harz 98,53 % der Färbung.



   Ferner wurde eine verdünnte wässrige   Lo-      sung    von   1-n-Propyloxy-2-amino-4-nitro-benzol    durch das Harz mit dem Volumenverhältnis von 43 % gegeben. Diese Verbindung wurde vollständig durch das Harz adsorbiert, während Wasser durch das Filter lief. Die adsorbierte Substanz kann mit Hilfe von organischen   Losungsmitteln,    z. B. Benzol oder Äther, leicht eluiert werden.



     2.    Wie Beispiel 1, aber unter Verwendung von 50 g m-Phenylendiamin, 150 cm3 Wasser, 50 g Trichloressigsäure und 110   em3 Form-      aldehyd (35"/o). VoJumenverhältnis    : 49 %.



     3.    Wie Beispiel 1, aber unter Verwendung von 50 g m-Phenylendiamin, 200 cm3 Wasser,   30    g Phthalsäure und 110 cm3 Formaldehyd   (35"/o). Volumenverhältnis    : 88 %.



   Zum Vergleich wurde das   Volumenver-    hältnis einiger bekannter Harze bestimmt.



  Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle aufgeführt ; die Zahlen beziehen sich auf Gramm Moleküle.



   Volumen   m-Phenylen HCl Formaldehyd Wasser verhältnis diamin    in %   USA-Patent    Nr. 2106486 0, 5 1, 71 1, 44 39 17   USA-Patent    Nr.   2290345    0, 5 0, 73 0, 78 18   14,   3   USA-Patent    Nr. 2261021 0, 5 0,   52    1, 08 13, 6 15 Franz-Patent Nr. 875743, 1. Beispiel 0, 5 0, 38 1, 35 16, 5 20, 8

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines neuen synthetischen Harzes, welches zur Bindung organischer Atomkomplexe, insbesondere fär- bender Substanzen, befähigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass man m-Phenylendiamin mit Formaldehyd in wässrigem Medium und in Anwesenheit einer Säure kondensiert, wobei das AIengenverhältnis von m-Phenylendiamin, Formaldehyd, Säure uns tasser so gewählt wird, dass das Sehüttvolumen des erhaltenen Ilarzes in gekörntem Zustand nach Troeknung bis zur Gewichtskonstanz mindestens 25% vom Schüttvolumen des frisez kondensierten, ungetrockneten Harzes beträgt.
    Das erhaltene Harz besitzt gute Adsorp tionseigenschaften und kann zur Entfärbung wässriger Losungen organischer Stoffe verwendet werden.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Salpetersäure verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Phosphorsäure verwendet wird.
    3. Verfahren naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schwefelsäure verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Salzsäure verwendet wird.
    5. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das entstehende Harz bis zum Verlust mindestens des grösseren Teils seines Wassergehaltes getrocknet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, da, das Harz bei einer Temperatur zwischen 80 und 140 C getroeknet wird.
CH306062D 1950-02-16 1951-02-16 Verfahren zur Herstellung eines neuen synthetischen Harzes, welches zur Bindung organischer Atomkomplexe, insbesondere färbender Substanzen, befähigt ist. CH306062A (de)

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