Einrichtung zur Verfeuerung fester und stückiger Brennstoffe. Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur Verfeuerung fester und stückiger Brennstoffe behandelt, wonach eine gegen das Ende des den Brennstoffvorschubs bewirkenden Rostes der Feuerung zunehmende und so starke Un- tei#winclzufuhr und -pressung angewandt wird,
dass die in Verbrennung befindliche Brenn stoffsehiclit auf dem Rost pneumatiseli in Be- negung gerät und brennende Brennstoffteil chen in den Feuerraum und nach dem vor clern Rostende zu gesehleudert werden sowie der vorderste Teil des Rostes mit.
einem Ge misch aus frischem, v orgetroeknetem Brenn stoff und aus in Verbrennung befindlichen Brennstoffteilen aus dem Feuerraum be- Schiekt wird, welches Cxemiseh durch freies Niederfallen seiner Bestandteile über die ge samte Rostbreite hin entsteht. Ein derartiges Verfahren er\pibt eine besonders lebhafte Ver brennung und bisher nicht bekannte hohe Rostleistungen.
Es ist weiterhin in diesem Patent gesagt, dass die Bewegung der glühenden Brennstoff teilchen von dem hintern nach dem vordern Rostende dadureb beeinflusst bzw. verstärkt werden kann, dass über dem Rost in Richtung auf das vordere Rostende der Flugkoks und die Flugasehe, die hinter dem Kessel zur Ab- seheidung gekommen sind, mit. Fleissluft als Förderungsmittel eingeblasen werden.
Durch diese Massnahme kann die Höhe der Flug bahn der Brennstoffteilchen stark herabge- setzt und gleichzeitig auch die Höhe der Feuerung vermindert werden.
Des weiteren ist. in diesem Patent be schrieben, dass in den obern Teil des Feuer raumes Oberluft von verschiedenen Seiten her eingeblasen werden kann, um eine starke Wirbelung der Feuergase, eine intensive Nachverbrennung und eine Staubabseheidung zu erreichen.
Gemäss dem Zusatzpatent Nr. 290775 ist dann der obere Feuerraumteil durch eine Decke gegenüber dem nachgeschalteten Strah- lungs- bzw. 'V#Tärmeabgaberaum abgedeckt, die eine mittlere öffnung zum Übertritt der Feuergase in diesen Raum aufweist. Auch kann nach diesem Zusatzpatent der obere Feuerraumteil zylindrisch ausgebildet. sein, um die Vorgänge in ihm weiterhin zu be günstigen.
Gemäss Zusatzpatent Nr. 299179 ist das er wähnte Verfahren dahingehend weiter ver bessert, dass die Regelung in den beiden, als unterer und oberer Feuerraum bezeichneten Feuerraumteilen getrennt vorgenommen wird, z. B. so, dass im untern Federraum eine Grob verbrennung, im obern eine Feinregelung nach dem C02-Gehalt stattfindet.
Schliesslich ist im Zusatzpatent Nr. 294940 gesagt, d.ass die beiden Feuerraumteile teil weise voneinander getrennt werden sollen, so dass die Möglichkeit besteht, die verschieden artige Regelung (im untern Feuerraum nach der Dampfentnahme und im obern nach dem Grad der Verbrennung) besser zu beherrschen, und es ist weiter gesagt, dass diese Trennung durch einen Trenn- und Verdrängungskörper am untern Ende des z..
B. zylindrischen obern Feuerraumteils erfolgen soll, durch welchen Körper der übertritt der Feuergase vom untern in den obern Feuerraumteil auf eine Randzone beschränkt wird. Der Verdrän gungskörper soll nach einem Ausführungs beispiel eine nach oben sich erweiternde Ke gelform aufweisen und an seinem untern Ende eine Öffnung für den Schlackenabfluss haben. Auch ist beschrieben, dass es bei dieser Anordnung vorteilhaft ist, den obern Feuer raumteil nicht rein zylindrisch, sondern ge gebenenfalls nach unten zu konisch erweitert auszubilden.
Es soll nun nachstehend eine weitere Ver besserung an der Einrichtung gemäss dem Pa- tentänspruch II des Hauptpatentes angegeben werden, die auf der Anordnung eines den Gasübergang zwischen dem untern und dem obern Feuerraum beherrschenden Verdrän gungskörper aufbaut. Es soll sich nämlich gemäss der Erfindung der Verdrängungskör per von einer Zwischenstelle aus, an der er den grössten Durchmesser hat, sowohl nach oben wie auch nach unten zu verjüngen, also z. B. doppelkegelig, doppelkegelstumpfförmig oder ähnlich ausgebildet sein.
Die Reibungswiderstände der Verbren nungsgase bei ihrem übergang von dem un tern in den obern Feuerraum können durch diese Formgebung verringert werden, und es können im obern Feuerraum tote Räume mit unerwünschten Wirbelbildungen lind derglei chen vermieden werden. Auch kann bei dieser Anordnung die im Zusatzpatent Nr. 294940 geschilderte, im Verdrängungskörper gebil dete Öffnung zum Abführen der Sehlacke vermieden und erreicht werden, dass die Schlacke nicht in der Mitte des Rostes auf trifft, sondern ausschliesslich an den Rändern des obern Feuerraumes abfliesst.
Durch die auch nach oben zu verjüngte Form des Ver- drängLangskörpers kann weiterhin erreicht werden, dass sieh im obern Feuerraum eine 0-leichmässigere Rotationsbewegung derart herausbildet, dass die unten auf relativ engem Querschnitt eintretenden Verbren nungsgase kontinuierlich beschleunigt erden. Hierzu können untere Düsengruppen mit ge ringerer Geschwindigkeit betrieben werden als obere, so dass erst im obern Teil des obern Feuerraumes in der Hauptsache die Aus scheidun- der Staubteile erfol;t.
Man kann den Verdrängungskörper nach oben hin spitz zulaufen lassen, das heisst. also die Verjüngung des obern 'Teils etwa b:s zur Punktsform durchführen, während auch ein abgerundetes oder stumpfes oberes Ende mög lich ist und in gewissen Fällen zweckmässig sein kann. Durch die spitze Form jedoch kann der Weg der Rauchgase in Richtung der Längsachse des Verdrängungskörpers noch eindeutiger festgelegt und jegliche un erwünschte Wirbelung vermieden werden. Ausserdem kann die spitz zulaufende Form noch weiter unten erwähnte Vorteile ergeben.
Aus strömungstechnischen Gründen ist es besonders zweckmässig, dem Verdrängiungs- körper eine Tropfenform zu geben, wobei na turgemäss die der Spitze abgewandte Stirn seite des Tropfens dem Rost zugewandt sein soll.
Unter Bezug auf die vorstehend gemach ten Erwägungen, wonach eine Beschleunigung der Rauchgase möglichst schnell vorgenommen werden soll, empfiehlt es sieh, den Verdrän gungskörper so anzuordnen, dass sein grösster Durchmesser an der Unterkante des obern Feuerraumes liegt. Auf diese Weise wird näm lich sogleich beim Eintritt, in den obern Feuerraum bereits die hohe Geschwindigkeit der Rauchgase erreicht.
Es ist zweckmässig, den Verdrängungskör per höheneinstellbar zu machen, so @dass ihm verschiedene Hochlagen in bezug auf die Feuerräume, insbesondere den obern Feuer raum gegeben werden können.
Die Höheneinstellung des Verdrängungs körpers ermöglicht insbesondere dann, wenn der Verdrängungskörper in seinem obern Teil in eine Spitze ausläuft oder in eine an- dere Form, deren Durchmesser kleiner als der Durchmesser einer in der Mitte einer den obern Feuerraum gegenüber dem Strahlungs raum abschliessenden Decke angeordneten Öff nung ist, den Verdrängungskörper verschie den tief in diese Öffnung hineinragen zu las sen, die dann gegebenenfalls entsprechend er weitert werden kann.
Man erhält hierdurch die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Gase im ihrem Austritt aus dem obern Feuerraum einzustellen und ihr an dieser Stelle einen Höchstwert zu erteilen, und man kann weiter hin dadurch, dass - wie bereits in dem vor stehend erwähnten Patent Nr.
294940 be schrieben - der obere Feuerraum nicht nur zylindrisch, sondern etwa kegelstumpfförmig und nach unten erweitert, das heisst nach oben verjüngt, ausgebildet wird, erreichen, dass die Verbrennungsgase nicht nur, wie beschrieben, bei ihrem Eintritt in den obern Feuerraum eine hohe Beschleunigung und Geschwindig keit erhalten, sondern dass diese Geschwindig keit, vor allem auch die Drehgeschwindigkeit, bei dem Durchtritt der Verbrennungsgase naeh oben hin weiter beschleunigt wird und ihren. Höchstwert am Austritt erreicht. In diesem Fall ist es unter Umständen nötig, z.
B. von der Kegelstumpfform für die Wan dung des obern Feuerraumes abzuweichen, anderseits kann es auch nötig werden, den von der obern Decke in den obern Feuerraum hineinragenden Stutzen, wie er in den vor stehend erwähnten Patenten Nr. 290775 und Nr. 291940 beschrieben ist, entweder fortzu lassen oder ihn düsenförmig und entsprechend der Form des Verdränb xngskörpers auszubil den, was nicht daran hindert, ihn in. dem oberhalb der Decke gelegenen Teil gleichzei tig diffusorartig so zu erweitern, wie .dies in den vorerwähnten Patenten bereits beschrie ben ist.
Jedoch besteht auch ohne weiteres die Möglichkeit, trotz Auswahl z. B. einer Tropfen form für den Verdrängungskörper, den in der obern Decke vorgesehenen Stutzen sowohl in den obern Feuerraum hineinragen zu las sen als auch ihn nach unten zu zu verengen, das heisst in Strömungsrichtung, also nach oben zu, diffusorartig zu erweitern. In der Zeichnung sind schematisch zwei Beispiele der Feuerung gemäss der Erfindung wiedergegeben, und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Feuerung mit zy lindrischem und Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Feuerung mit kegelförmigem, nach unten erweitertem oberem Feuerraum.
In Fig. 1 sind der untere Feuerraum mit a, der Brennstoffeinfallschacht mit b, der Wanderrost mit c, -der Ausbrennschacht mit d, die Heissluftdüsen mit e, der obere Feuer raum mit f, das Reingasaustrittssystem mit g, die tangential in den Raum f einmündenden Heissluft- bzw. Gaseintrittsdüsen mit hl-h6 bezeichnet.
Die Zuleitungen PI-P6 zrr den Heissluft- bnv. Gaseintrittsdüsen weisen Re gelorgane 11-1c auf.<I>i</I> ist der den Gasüber gang zwischen den Räumen a. und<I>f</I> beherr schende Verdrängungskörper, der beispiels weise tropfenförmig gestaltet, in seinem obern Teil nach oben zu spitz zuläuft, in seinem un tern Teil abgerundet ist und der je nach sei ner Höhenstellung mehr oder weniger in den untern Feuerraum hineinragt.
Um den Verdrängungskörper i in die günstigste Lage zum Reingasstutzen g brin gen zu können, kann der Körper, wie Fig. 2 bei einer Feuerung mit kegelförmig nach unten erweitertem oberem Feuerraum f zeigt, in der Richtung der Achse verstellbar einge richtet werden. Diese Verstellung wird da durch ermöglicht, dass von der Stützkonstruk tion<I>m,</I> die sich im untern Feuerraum<I>a</I> be findet, in das Innere des Verdrängungskör pers<I>i</I> eine axial zu ihm angeordnete, Stange n von unten hineinragt, die teilweise mit Ge winde versehen ist und in der Mutter o im Verdrängungskörper i eingreift.
Durch Drehen des Körpers ist die Veränderung seiner Höhenlage möglich. Dieser Vorgang kann während einer Betriebspause ausgeführt wer den. Bei seiner Einstellung nach oben ist es möglich, den ringförmigen Querschnitt für den Eintritt der Gase in den obern Feuer raum f zu verkleinern.
Dieses wird auch da durch ermöglicht, da.ss sich der grösste Durch messer des Verdrängungskörpers i in seiner tiefsten Lage in der Höhe der Unterkante des kegelförmigen obern Feuerraumes f befindet, und man ist dadurch in der Lage, bei ausge führten Anlagen betriebsmässig die günstig sten räumlichen Verhältnisse für die optimale Funktion des obern Feuerraumes f der Feue- iuingsanlage durch Versuche einzustellen.