CH306656A - Verfahren zur Aufbereitung kieselsäurehaltiger Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung kieselsäurehaltiger Flüssigkeiten.

Info

Publication number
CH306656A
CH306656A CH306656DA CH306656A CH 306656 A CH306656 A CH 306656A CH 306656D A CH306656D A CH 306656DA CH 306656 A CH306656 A CH 306656A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
silica
water
containing silica
liquids containing
treating liquids
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
Original Assignee
Sulzer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sulzer Ag filed Critical Sulzer Ag
Publication of CH306656A publication Critical patent/CH306656A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J41/00Anion exchange; Use of material as anion exchangers; Treatment of material for improving the anion exchange properties

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Aufbereitung kieselsäurehaltiger Flüssigkeiten.



   Die Erfindung betrifft die Aufbereitung kieselsÏurehaltiger wϯriger Fl ssigkeiten, insbesondere von Kesselspeisewasser, clurch Ionenaustausch. Das Verfahren nach der Er  findung ist dadurch gekennzeichnet, dass    der   Kieselsäuregehalt    des Wassers vorgängig des   lonenau. staueehes vermindelt    wird.



   Man hat häufig versucht, möglichst salzfreies Speisewasser dadureh zu erhalten, dass man durch Verwendung entsprechend gross   dimensionierter Entsalzungsanlagen    und   dureh    mehrmaliges Hindurchleiten des noch salzhaltigen Speisewassers durch die   Entsalzungs-      ailla    den Gehalt an noch verbleibenden Salzen im Reinwasser möglichst absenkt. Die Kosten der gegebenenfalls hierbei benotigten   grosseren    Apparatur und der   grosseren    Menge an teurer Austauschmasse stehen aber in keinem Verhältnis   Zll    dem erreichten Ergebnis.



  Der im Reinwasser vorhandene Restgehalt an Salzen befindet sich nÏmlich immer in einem bestimmten Verhältnis zu dem Gehalt an Restkieselsäure, d'as von dem   Salz-lmd    Kie  selsäuregehalt    des eingespeisten Rohwassers abhängig ist. Es gelingt also durch dieses Verfahren nieht, zum Beispiel den   verhältnis-    mässigen Anteil der sehr unerwünschten Kie  selsäure    im Reinwasser zu den im Reinwasser enthaltenen Salzen   wu    vermindern.



   Bet. rägt der Salzgehalt des Rohwassers etwa 90 mg/L und der   Kieselsäuregehalt    etwa ]   Omg/L,    so wird z. B. nach Durchlauf durch die Entsalzungsanlage die Restsalzmenge im    aufbereiteten Wasser etwa 0, 2 mg/L uncl der    Rest der Kieselsäure ebenfalls 0, 2   mg/L    betragen. Das entspricht einem Verhältnis   van    1 :   1,    das bei Anwendung der oben   beschrie-    benen Verfahren nicht wesentlieh geändert werden kann. Der Austausch der Ionen erfolgt derart, dass die Kieselsäure weniger gut absorbiert wird als die Salze. Ausserdem spielt sich die Absorption in einer gewissen Reihenfolge ab, so dass zunächst die zu starken Basen bzw. Säuren gehörenden Radiale bzw. SÏurereste ausgetauscht werden.

   Erst beim   wei-    teren Durchfluss durch. die Masse folgen dann die entsprechenden Ionen der   sehwaehen    Basen und Säuren. Insbesondere im   Anionenaus-    tauscher erfolgt der Austausch in der Reihenfolge SO4,   Cors,    SiO2. Die Kieselsäure wird infolgedessen als letzte ausgetauscht. Mit fortschreitender Beladung der   Austausch-    masse verändert sich demnach auch ihre Aus  tauschfähigkeit    und das   Adsorptionsgebiet    der einzelnen Ionen verschiebt sich innerhalb der Masse. Zuerst wird also die Kieselsäure als   schwächste    SÏure nicht mehr umgesetzt. Sie ist also normalerweise der Stoff, der zuerst durch die Masse durchbricht.

   Das Ende dieser Arbeitsperiode bzw. der Wirksamkeit der verwendeten Austausehmasse ist. daher durch den   Kieselsäuredurchbruch    festgelegt, der jedoeh   prakt. iseh mittels Messung    sehr schwer zu erkennen ist. In den neuzeitlichen Hoeh  druckdampf-Kesselanlagen    kommt aber gerade der Entkieselung eine besondere Bedeutung zu, da die im Reinwasser noch enthaltene Kie  selsaure,    die unbemerkt die Austauschmasse passiert hat, im Rohrsystem des Kessels und auf den   Schaufelungen    von Turbinen sehr schwer   lösliehe    Ablagerlmgen bilden kann, welche hÏufig die Ursachen f r Störungen im Kraftwerksbetrieb abgeben.



   Die Erfindung weist einen Weg, um diese Unzuträgliehkeiten zu vermeiden. Durch das erfindungsgemϯe Verfahren kann in einfacher Weise das Verhältnis der im Reinwasser noch enthaltenen Salze zu der noch enthaltenen Kieselsäure zu Gunsten eines kleineren, weniger schädlichen Anteils an Kieselsäure geändert werden. Zu diesem Zweek wird die   Aufbereitung      salz-und kieselsäure-    haltiger, wϯriger Fl ssigkeiten - insbesondere von   Kesselspeisewasser-durch      Ionen-      austauseh    so vorgenommen, dass der Kieselsäuregehalt des Wassers vorgängig des   Ionen-    austausches vermindert wird.

   Durch die erfindungsgemässe Massnahme wird erreicht, dass der unerwiinschte Restgehalt an Kieselsäure im aufbereiteten Wasser klein wird, und zwar urn so kleiner, je mehr der Kieselsäuregehalt im eingespeisten Wasser verringert wird. Damit wird auch die Gefahr f r den   Kraftwerksbetrieb    vermindert, die ein m¯glicher   und unbeobachteter Kieselsäuredurch-      brunch    am Ende der Arbeitsperiode, also bei Erschöpfung der   Austauschmasse,    mit sich bringt. Zugleich wird der Vorteil erzielt, dass die Kapazität des Austauschers unter sonst gleichbleibenden Verhältnissen zunimmt. Ein Vergleich mit dem oben angeführten Beispiel lässt dieses erkennen.

   Wird   nämlieh dureh    eine geeignete Vorbehandlung der Kieselsäuregehalt des Rohwassers auf 5 mg/L gesenkt, so wird die Menge der   Restkieselsäure    im Reinwasser unter den sonst gleichen Ar   beitsbedingungen beispielsweise nur noch    ungefähr 0, 1 mg/L betragen. Das Verhältnis der Restkieselsäure zu den Salzen im Rein  tasser zist    also günstig verändert und beträgt jetzt nur noch 1 :   2.    Man hat es in der Hand, durch die Wahl einer geeigneten Vorbehandlung des Rohwassers das VerhÏltnis der Menge der Restsalze   ni    der Menge der Kieselsäure im Reinwasser zu Gunsten eines noch kleineren   Kieselsä. ureanteils zu ändern.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Aufbereitung salz-und kie selsäurehaltiger, wässriger Flüssigkeiten- insbesondere von Kesselspeisewasser-durch lonenaustausch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kieselsäuregehalt des Wassers vorgängig des lonenaustausches vermindert wird.
CH306656D 1952-10-10 1952-10-10 Verfahren zur Aufbereitung kieselsäurehaltiger Flüssigkeiten. CH306656A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1083280X 1952-10-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH306656A true CH306656A (de) 1955-04-30

Family

ID=4556522

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH306656D CH306656A (de) 1952-10-10 1952-10-10 Verfahren zur Aufbereitung kieselsäurehaltiger Flüssigkeiten.

Country Status (3)

Country Link
BE (1) BE522857A (de)
CH (1) CH306656A (de)
FR (1) FR1083280A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR1083280A (fr) 1955-01-06
BE522857A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1517399A1 (de) Verfahren zur Verhuetung der Kesselsteinbildung
DE2530386A1 (de) Verfahren und anlage zum entfernen von von aussen in ein xylan-hydrolyse- und xylose-extraktionssystem zugefuehrter starker saeure und von bei der hydrolyse entstandener essigsaeure und ameisensaeure aus der erzeugten, diese komponenten enthaltenden waessrigen xyloseloesung
DE69000266T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur verbesserung des langelier-index von staedtischem wasser.
CH306656A (de) Verfahren zur Aufbereitung kieselsäurehaltiger Flüssigkeiten.
DE2648733B2 (de) Verfahren zum automatischen Regulieren des Schlammabzuges aus einer Anordnung zur Behandlung von Wässern mit Schlammbetten unter Verwendung eines Trübungsmessers
DE3879382T2 (de) Verfahren zur aufbereitung von abfalloesungen von sauren dekontaminationschemikalien.
DE10238730A1 (de) Verfahren zur Reinigung des Dampferzeugers eines Druckwasserreaktors
DE1917899A1 (de) Ionenaustausch im Abwaertsstrom
EP0164670B1 (de) Verfahren zur Herabsetzung des Waschwasser-Bedarfs von schwachbasischen Anionenaustauschern
DE1517411A1 (de) Dampfkesselschutz
DE2819995A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum entsalzen von molke
EP3141896B1 (de) Verfahren und system zum betreiben einer vorrichtung zur behandlung einer wässrigen flüssigkeit
DE720970C (de) Anordnung zum Regeln des Betriebes eines Hochdruck-Durchflussroehendampferzeugers
DE2537754C2 (de) Verfahren zur Entfernung von gelösten Phosphaten aus einer wässerigen Lösung
EP3392203B1 (de) Verfahren zur erzeugung einer leitwerterhöhung in vollentsalztem wasser
AT215369B (de) Verfahren zur Koagulierung von Feststoffen in Eisen enthaltenden wässerigen Suspensionen
DE3038259C2 (de)
DE2259367A1 (de) Verfahren zur entfernung von im wasser enthaltenen verunreinigungen und nach diesem verfahren hergestellte filterschichtkombination
DE943352C (de) Verfahren zur Herabsetzung der Korngroesse von bei der nassen Gasreinigung durch Oxydation des aus dem Gas abgetrennten Schwefelwasserstoffes gewonnenem, elementarem Schwefel
DE2715543A1 (de) Verfahren zur aufbereitung von waessern
AT224571B (de) Verfahren zur Behandlung von Wasser, insbesondere zur Aufbereitung als Brauwasser
DE953163C (de) Verfahren zur Gewinnung von gut filtrierbarer Magnesia und von Ammoniumsulfat
DE1217887B (de) Verfahren zur Vorreinigung von Wasser mittels Aktivkohle zum Schutze nachgeschalteter Ionenaustauscher
DE354467C (de) Verfahren zur Erzeugung von hochgespanntem Wasserdampf durch die Reaktion von gebranntem Kalk und Wasser
DE629595C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem AEthylalkohol