CH306778A - Elektrische Gasentladungsvorrichtung. - Google Patents

Elektrische Gasentladungsvorrichtung.

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CH306778A
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/04Electrodes; Screens; Shields
    • H01J61/06Main electrodes
    • H01J61/067Main electrodes for low-pressure discharge lamps
    • H01J61/0672Main electrodes for low-pressure discharge lamps characterised by the construction of the electrode

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Description


  Elektrische     Gasentladungsvorrichtung.       Die vorliegende Erfindung bezieht sieh all  gemein auf eine gasgefüllte elektrische     Ent-          Iadungsvorriehtung    und insbesondere auf     die          Elektrodenausbildung    derselben.  



  Die gegenwärtig im Handel     befindliehen          Fluoreszenzlampen,    die mit Glühkathoden ar  beiten, lassen sieh in zwei Hauptgruppen ein  teilen, nämlich in Röhren, deren Kathode  im Moment des     Zündens    des     Liehtbogens     vorgeheizt ist, und in Röhren, deren Ka  thode im Moment des     Zündens    kalt ist.  



  Die bei vorgeheizter Kathode     Andenden     Röhren werden sowohl für industrielle als  auch für     häusliehe        Beleiiehttingszweeke    am  meisten verwendet. Für ihren Betrieb werden  Hilfsmittel benutzt, mittels derer kurzfristig       ein    Strom durch die Röhrenelektroden ge  leitet wird, um sie für das Zünden vorzu  heizen. Diese Hilfsmittel können beispiels  weise     Glimmsehalter    oder     Thermosehalter    sein.       Solehe    Röhren zünden erst einige Sekunden  nach Einschalten des     Leitungssehalters.    Es  kann dabei vorkommen,     dass    sie einige Male  flackern, bevor sie konstant brennen.

   Mit  tels vorgeheizter Kathode gezündete Lampen  können auch mit neutralisierenden     Wieklun-          gen    statt mit Glimm- oder     Thermosehaltern          in    Betrieb gesetzt werden.

   Die neutralisie  rende     Wieklung    ist in einer     Brüekensehaltung     im Ballast     eingesehaltet,    so     dass    durch das  Fliessen eines Entladungsstromes durch die       ge   <B>-</B>     eignet   <B>,</B>     gewählte        Wicklung        eine        Kompensa-          tionsspannung    erzeugt wird. Nachdem die    Lampe brennt, wird der Kathodenheizstrom  auf einen verhältnismässig kleinen Wert ver  ringert, um Energie zu sparen und eine über  mässige Kürzung der Lebensdauer der Elek  troden zu verhindern.  



  Die bei kalter Kathode zündende oder       'Sofortstartlampe    ist für die Verwendung mit       Hoehspannungsballastwiderständen    eingerich  tet, so     dass    die Benutzung von besonderen  Startern überflüssig wird. Obwohl diese Lampe  gewöhnlich als      Kaltkathodenstartlampe      bezeichnet wird, werden die Kathoden in  Wirklichkeit durch einen     Vorentladungsstrom     rasch erhitzt, wobei die Bogenentladung er  folgt, sobald die     lonisation    in der Röhre  genügend weit fortgeschritten ist. Hierauf  brennt die Lampe mit vom     Liehtbogen    er  hitzter Kathode weiter.  



  Sowohl die nur bei vorgeheizter Kathode  als auch die bei kalter Kathode zündenden  Lampen erfordern ausgeklügelte     Anlass-    und       Betriebssehaltungen.    Bei der mit vorgeheiz  ter Kathode zündenden Röhre ist entweder  ein Relais oder eine neutralisierende Schal  tung erforderlich, um den     Fadenheizstroiyi     nach dem Zünden des Lichtbogens zu vermin  dern. Bei der     Kaltkathodenlampe    ist ein       Transformer    für sehr hohe Spannungen er  forderlich, um Über den Röhrenelektroden  ein genügend hohes Potential zu erzeugen, um  vor der Auslösung der Hauptentladung die  Gassäule der Röhren zu ionisieren.

   Das uner  wünschte     Flaekern    und die Verzögerung des           Zündens    einerseits und die Kosten für  die Hochspannungstransformatoren anderseits  sind die Gründe, weshalb     Fluoreszenzlampen     bisher keine so grosse Verbreitung gefunden  haben, wie dies bei Fehlen dieser Nachteile  möglich wäre.  



  Mit der vorliegenden Erfindung wird nun  bezweckt, eine     Fluoreszenzlampe    zu schaffen,  die einen 'Teil der Merkmale der mit vorge  heizter Kathode zündenden Röhre     (Zeitstart-          lampe)    und einige     derMerkmale    der bei kalter  Kathode zündenden Röhre     (Sofortstartlampe)     in sieh vereinigt. Dadurch wird eine neue  Art von Lampen erhalten, die zur     Unter-          se,heidi-mg    gegenüber den beiden genannten  Lampenarten als     Sehnellstartlampe    bezeichnet  sei.  



  Die vorliegende Erfindung beruht unter  anderem auf der Erkenntnis,     dass    bezüglich  des     Inbetriebsetzens    von elektrischen     Entla-          dungsvorriehtungen    und auch bezüglich des  Betriebes selbst zwischen gewissen Faktoren,  die bisher gesondert     berlieksiehtigt        w.orden     sind, bestimmte und entscheidende Beziehun  gen bestehen. Einer dieser Faktoren ist das  Ausmass, in dem eine Elektrode vorgeheizt  werden     muss,    um eine. Herabsetzung der     Zünd-          span-nung    zu bewirken.

   Durch Anwendung  einer möglichst geringen     Vorheizung    einer  Elektrode     lässt    sieh eine wesentliche Vermin  derung des     Elektrodenzerfalles    und damit  eine Erhöhung der Lebensdauer der Röhre  erzielen. Es hat sieh gezeigt,     dass    eine wirk  same     Zündspannungslierabsetzung    bereits er  reicht werden kann, wenn das Vorheizen mit  einem Spannungsabfall an der Elektrode  durchgeführt wird, der viel kleiner als der  zur Erzeugung einer lokalen Bogenentladung  über der Elektrode erforderliche Spannungs  abfall ist.

   Ein weiterer Faktor ist die Wir  kungsweise, von Zündhilfsmitteln, die sieh  über die ganze Länge der Lampe erstrecken  und den Potentialgradienten in der unmittel  baren Nähe der Elektroden vergrössern. Diese  Mittel können dazu verwendet werden, -uni  eine Erhöhung der Zündspannung, die     durel,1     die geringe     Vorheizung    bedingt sein kann,  zu kompensieren.

           nig     Die elektrische     Crasentladungsvorriehti    n  nach der vorliegenden     Erfindun-,    besitzt  <I>n</I>  einen     längliehen    Glaskolben, der eine     Edel-          gasfüllung    von wenigen Millimetern Druck  und eine kleine Menge Quecksilber enthält,  sowie ein Paar an entgegengesetzten Enden  des Kolbens angeordneter Elektroden auf  weist, von denen mindestens eine mit einem  die Elektronenemission erhöhenden Material  versehen ist, und ist dadurch     gekennzeiehnet,          dass    mindestens die aktivierte Elektrode der  art bemessen ist,

       dass    sie beim Anlegen der  vorgeschriebenen Heizspannung während de-,       Anlassens    durch einen     Vorheizstrom    bis     zür          thermisehen    Elektronenemission     auf-eheizt     wird, wobei jedoch der längs der Elektrode  auftretende     Spanirangsabfall    kleiner bleibt  als die Spannung, die erforderlich wäre, um  längs der Elektrode eine lokale     Bo.genentla-          dung    einzuleiten, und überdies ein leitendes  Organ in unmittelbarer Nähe der genannten  Elektrode vorgesehen ist,

   das wenigstens an  genähert die     gjeiehe    Länge wie diese Röhre  selbst aufweist und das dazu bestimmt ist-,  durch Erhöhen der Feldstärke in der     rm,--e-          bung    der Elektrode die Zündung der Röhre  zu erleichtern.  



  Ausführungsbeispiele der vorliegenden     Er-          findLing    sind in den beiliegenden Zeichnungen  veranschaulicht. Es zeigen:       Fig.   <B>1</B> das Schema einer labormässigen  Schaltung einer     EntladungsvorrieUtung,          Fig.    2 eine     --raphisehe        Darstellun-g,    aus der  die     Zündspannungen    ersichtlich sind, die für  verschiedene Werte des     Vorheizstromes    für  die Kathode von     FluoreszenzIampen    unter ver  schiedenen     Arbeitsbedin-ungen    erforderlich  sind,

         Fig.   <B>3</B> eine     Kathodenanordnun,-"          Fig.    3a einen Schnitt durch einen Teil der       Helzwendel    in vergrössertem Massstab,       Fi-.    4 das vereinfachte     Sehaltsehema    für  <B>Zn</B>  ein Paar von     Fluoreszenzlampen,          Fig.,5,   <B>6, 7</B> und<B>8</B> eine weitere     Entladungs-          vorriehtung    mit ihrer     Betriebssehaltun,-    sowie  einiger Einzelheiten, den Kathodenaufbau be  treffend.

        Der     naehfol-ende    Teil der     Besehreibum,     ist in die vier     Hauptabsehnitte    unterteilt:  <B>1.</B> Grundlegende Faktoren und Prinzipien.  2. Die Ausbildung der Röhren.  



  <B>3.</B> Aufbau der neuen Elektroden.  



  4. Lebensdauer der Röhre und allgemeine  Betrachtungen.  



  <B><I>1.</I></B>     Grundlegeitde   <I>Faktoren und</I>     Prinzipicii.     Die in     F!g.1    dargestellte     Vorriehtung   <B>1</B>  ist eine     Fluoreszenzlampe    der gegenwärtig       gebräueliliehen    Art. Sie weist einen     rohrför-          nii-en    Glaskolben 2     auf,    der ein Edelgas, wie  zum Beispiel Argon, unter einem Druck von  einigen -Millimetern zusammen mit einer klei  nen Menge     Queeksilber,    die als Tropfen<B>3</B>       einge7eiehnet    ist, enthält.

   Der Quecksilber  vorrat kann     diejenige    Menge Quecksilber, die  während des Betriebes der Lampe verdampft       ist,    übersteigen, so     dass    der     Queeksilberdampf-          driiek   <B>je</B>     naeh    der Umgebungstemperatur     zwi-          sehen    12 -Lind 20,11     sehwanken    kann.

   An jedem  Ende der Röhre 2 ist je eine heizbare Elek  trode     eingesehmolzen.    Diese Elektroden kön  nen aus einer     Drahtwieklung    aus mit einem       Uberzu.-    von     Erdalkalimetalloxyden,    wie     zum     Beispiel     Bariumoxyd    und     Strontiumoxyd,     aktiviertem     Wolframdraht,    bestehen.

   Bei den       .,(,        Im        iiiieliliehen        Röhren        ist        die        Innenseite        der     Glasröhre<B>29</B>     mit    einem fluoreszierenden  Pulver überzogen, das die durch die     Entla-          (Iiing    in der     Queel-,silberatmosphäre    erzeugte       Ultraviolettstrahlung    in sichtbares Licht um  wandelt.

   Zur Messung der Lampenkennzah  len, die in     Fio,.)        graphiseh    dargestellt sind,  ist     die        Vorriehtun---   <B>1</B> an eine -Start- und     Be-          triebssehaltun--a        (Fig.   <B>1)</B> angeschlossen, die  Transformatoren<B>5, 6</B>     und   <B>7</B> aufweist, die je       mit    einer     Priinärwieklun,-    ausgerüstet sind,  die vom -Netz gespeist werden.

   Der     'flauipt-          (#nfladungskreis    enthält die angezapfte     Sekun-          (1:.irwiekliiii(r   <B>9</B> des Transformators<B>5,</B> die in       erie    mit einer     Ballast-Drosselspale   <B>1:0</B> an die       B51irc#iielel#troden    geschaltet ist. Den     Elektro-          (len    4-4' können von den     Sekund-Urwieklan-          o#('n   <B>11-111</B> des Transformators<B>6</B>     versebie-          dene        Vorheizströme    zugeführt werden.

   Es ist  ferner ein längliches Leiterelement 12 vor-    gesehen, das sich in geringem Abstand von  der Röhre über ihre ganze Länge erstreckt  Lind dem mittels der     Seki-mdärwieldiing   <B>13</B>  des Transformators<B>7</B>     versehiedene    Potential  werte verliehen werden können.  



  In     Fig.    2 ist die     Zündspannung    als Funk  tion des Kathodenheizstromes für     versehie-          dene    Betriebsbedingungen angegeben. Diese  Kurven beruhen auf Werten, die bei der Prü  fung einer grossen Zahl von     40-Watt-Fluores-          zenzlampen    erhalten wurden.  



  Die Kurve 20 bezieht sieh     auf    die     Zünd-          spannungscharakteristik    der     Vorriehtang   <B>1</B>  bei Abwesenheit des     kapazitiven    Elementes  12. Wird den Elektroden kein Heizstrom     züi-          geführt   <B>-</B> ein Zustand, der auf der graphi  schen Darstellung der Abszisse<B>Null</B> ent  spricht<B>-,</B> so beträgt die Zündspannung  etwa 380 Volt. Bei Erhöhung des     Elektroden-          vorheizstromes    bis     auf    etwa<B>0,6</B> Ampere sinkt  die     ZündspannLing    nur     geringfü.-ig    ab.

   Von  <B>0,6</B> bis<B>0,65</B> Ampere nähert sieh der Span  nungsabfall über den Enden beider Elektro  den dem     Ionisationspotential    des Quecksilber  dampfes. In dieser Zone fällt die erforderliche  Zündspannung sehr rasch. In diesem Bereich  ist die Spannung grösser als das     Ionisations-          potential    des     Queeksilbers,    welches 10,4 Volt  beträgt, so     dass    über den Enden der Elektro  den lokale Bogenentladungen auftreten. Un  ter einer lokalen Entladung ist eine Entla  dung an einer einzelnen Elektrode über deren  Enden zu verstehen, nicht aber eine Entla  dung zwischen zwei Elektroden.

   Jede weitere  Erhöhung des     Elektrodenvorheizstromes    über  diesen Bereich hinaus bewirkt     nur    eine     ge-          rin"-fügige    weitere Abnahme der Zündspan  nung.  



  Die Kurve 21 bezieht sieh     auf    die     Zün(1-          spannungseharakteristik    für den Fall,     dass     das     kapazitive    Element 12 die Form eines  schmalen leitenden Bandes aufweist, das auf  dem Röhrenkolben aufliegt oder an diesem  befestigt ist und weder an eine Spannungs  quelle     angesehlossen    noch geerdet ist. Dieser  Streifen kann aus einem Silberbelag oder  aus aufgestrichenem kolloidalem     Graphit    be  stehen. Die Zündspannung beträgt nun, wenn      kein     Vorlieizstrom,    fliesst, etwa<B>265</B> Volt. Mit  steigendem     Vorheizstrom    fällt die Anlauf  spannung langsam.

   Zwischen 0,2 und<B>0,3</B> Am  pere ist jedoch ein verhältnismässig rasches  Fallen der Zündspannung zu beobachten.  Diesem Bereich entsprechen Temperaturen  von etwa<B>5000 C.</B> Jenseits dieses Bereiches ist  die Grösse der Abnahme der     Zündspannung     viel kleiner. Ein rasches Absinken     erfolgl     auch bei höheren     Vorheizströmen    nicht mehr,  selbst wenn diese bis zu einem Wert erhöht  werden, bei welchem lokale Entladungen     auf-          zutreten    beginnen.  



  Die Kurven 22 bis     246    beziehen sieh auf die       Zündspannungscharakteristik    für ähnliche  Lampen, bei welchen das     kapazitive    Element  12 verschiedene Ausführungsformen auf  weist. Die Kurve 22 bezieht sich auf den Fall,  in     welehem    das Element<B>102</B> ein     Streif    en ist,  das heisst ein schmales leitendes Band, das  sieh über die ganze Länge der Röhre er  streckt und geerdet ist. Im Bereich des     Ka-          thodenvorheizstromes    von 0,2 bis<B>0,3</B> Ampere  fällt die     Zündspannung    erheblich stärker als  im Fall, in welchem der Streifen weder an  eine Spannungsquelle angeschlossen noch ge  erdet ist.

   Die Kurve<B>20</B> bezieht sieh auf die       Zündspannungscharakteristik    für den Fall,       dass    das     kapazitive    Element 12. einfach aus  einer geerdeten metallischen     Haltevorriehtung     besteht, wie sie beispielsweise in der Praxis       zum    Befestigen der Endfassungen der Röhre  verwendet wird.

   Bezüglich der Kurve<B>20</B> ist  einschränkend zu bemerken,     dass    sie nur dann  gilt, wenn die     Röhrenoberfläche    vollkommen  trocken ist, was sieh am einfachsten durch  Aufbringen eines     hydrophoben    Überzuges auf  der Röhre erreichen     lässt,    welcher die Bildung  eines Feuchtigkeitsfilms verhindert. Die  Kurve 24, die sich auf die     Zündspannungs-          charakteristik    bei Verwendung eines geerde  ten leitenden Überzuges bezieht, zeigt eine wei  tere leichte Abnahme der Zündspannung.

   Der  in diesem Fall verwendete leitende Überzug  kann aus einem durchsichtigen Überzug aus       Stannoehlorid    bestehen, der auf die Lampen  hülle aufgespritzt und gebrannt werden kann.  Die Kurve<B>2,5</B> bezieht sich auf die Zündspan-         nungscharakteristik    für den Fall,     dass    der lei  tende Überzug sieh an der Innenseite der  Glashülle der Röhre befindet. Auch in diesem  Fall kann der Überzug aus     Stannoehlorid    be  stehen. Die Kurve<B>26</B> bezieht sieh auf die       Zündspannungseharakteristik    für den Fall,       dass    an einen auf der Aussenseite der Röhre  vorgesehenen leitenden Überzug eine Span  nung von etwa<B>3,00</B> Volt angelegt wird..  



  Durch Interpretation der in     Fig.    2 gezeig  ten     Zündspannungseharakteristiken    gelangt  man     zurnSchluss,        dass    alle Starthilfsmittel, die  sich über die ganze Länge der Röhre     erstrek-          ken,    grundsätzlich in gleicher Weise wirken.  Ihre Wirksamkeit als     zündspannuingsverrin-          gerndes    Organ hängt von drei Faktoren ab.  Erstens lösen sie ein Glimmen bei verhält  nismässig kleinen Spannungen aus, indem sie  in der Nähe der Elektroden eine Erhöhung  der Feldstärke bewirken.

   Zweitens bewirken  sie,     dass    dieses Glimmen sich über die ganze  Länge der Lampe ausbreitet, und zwar in  folge der Steigerung des !Spannungsgradien  ten, und im 'Fall einer     Queeksilberlampe,    die  zur Erleichterung des     Zündens    Argon enthält,  zusätzlich infolge     Photolonisation.    Drittens  erleichtern sie den Übergang zum normalen  Betrieb, der durch eine Bogenentladung im  Quecksilberdampf gekennzeichnet ist,     indeni     sie der     Glimmentladung    genügend Strom lie  fert,

   so     dass    infolge Addition zu dem den  Elektroden durch den Hauptstromkreis direkt  zugeführten Strom die     Glimmentladun.-1-    aus  ihrer anfänglich positiven     Volt-Ampere-Cha-          rakteristik    in eine negative Charakteristik  übergeht.  



  Es ist zu beachten,     dass    alle     Startbilfs-          mittel,    die in     Fig.    2     erfasst    sind, die     Zünd-          spannungseharakteristik    in grundsätzlich glei  cher Weise modifizieren. Ihre bemerkenswer  teste Wirkung besteht darin, den Bereich des  steilen     Absinkens    der     Zündspannung    nach  links zu verschieben, das heisst nach einem  Punkt mit kleinerem     Vorheizstrom.     



  Dieses Phänomen kann theoretisch wie  folgt gedeutet werden: Bei den besonderen  Elektroden, mit welchen die bei diesen Ver  suchen verwendeten Lampen ausgerüstet      waren, entspricht ein     Vorheizstrom        von          0,13        Anipere    einer     Elektrodentemperatur    von  etwa<B>5000 C.</B> Diese Kathoden waren mit     Erd-          alkalinietalloxyden,    wie zum Beispiel     Barium-          oxyd        tind        Strontilimoxyd,    aktiviert, die bei  dieser Temperatur eine erhebliche thermische  Emission bei stark vermindertem Kathoden  fall erzielen lassen.

   Der Kathodenfall kann  beispielsweise auf<B>25</B> bis<B>30,</B> Volt reduziert  sein, gegenüber<B>100</B> bis<B>150</B> Volt bei     Raum-          teniperatur.    Falls die Lampen mit einem sieh  über die ganze Röhrenlänge erstreckenden  Starthilfsmittel versehen sind, ist der Poten  tialgradient in -unmittelbarer Nähe der Elek  troden derart erhöht,     dass    er bei Eintreten  einer merklichen     thermisehen    Emission ge  nügt, um die Elektronen aus der Nähe der  Elektrode     wegzLiziehen,    wodurch eine schwache       Gliinmentladung    zustande kommt.

   Bei Fehlen  eines Starthilfsmittels ist hingegen der     Po-          lentialgradient    in -unmittelbarer Nähe der  Elektronen nicht genügend gross, -um die Elek  tronen davon wegzuziehen, so     dass    eine     Glimm-          entladung    nur dann eintreten kann, wenn die  zwischen entgegengesetzten Elektroden der  Röhre angelegte Spannung     auf    einen sehr  hohen Wert erhöht wird.

   Es     wÜrde    dies dem  Fall einer kein Starthilfsmittel     aufweisen-          den        Sofortstartlampe    entsprechen, für welche  die erforderliche     Zündspannung    bei einem       Vorheizstrom    von<B>0,3</B> Ampere etwa<B>370</B> Volt       betAI-t.    Bei einer kein Starthilfsmittel auf  weisenden Lampe erfolgt die erste ins Gewicht  fallende Verminderung der     Zündspannung     bei viel, höheren Werten des     Elektrodenvor-          lieizstromes,    und zwar bei Werten, die über       den    Enden einer Elektrode einen Spannungs  abfall erzeugen,

   der gleich dem oder grösser       als    das     Ionisationspotential    des Quecksilbers,  nämlich 1.0,4 Volt, ist. Wenn ein solcher     Vor-          lleizstrom-wert    erreicht ist, so erfolgt eine lo  kale Bogenentladung über den Enden der  einzelnen Elektroden, worauf sieh diese lokale       Entladun-    bei Anlegen einer erheblich     gerin-          -eren        Zündspannting    durch die ganze Länge  der     Plöhre    ausbreiten kann.  



  Die Kurven der     Fig.    2 lassen folgende  grundlegende Beziehungen zwischen den ver-         schiedenen    die     Zündspaiinungscharakteristiken     beeinflussenden Faktoren erkennen     -.    Die Ver  minderung der     Zündspannung,    die mittels  eines     Elektrod-##nvorhei.zstromes    erzielt werden  kann, der genügt, um über den     Elektroden-          enden    lokale Bogenentladungen     hervorzi-irit-          feil,    kann auch durch Vorheizen der Elek  troden     auf.    eine Temperatur,

   die bloss für die  Erzeugung einer merklichen     tliermischen     Emission ohne lokale Entladungen genügt  und durch zusätzliche Verwendung gewisser  Hilfsmittel zur Steigerung des Potentialgra  dienten in unmittelbarer Nähe der Elektroden  erzielt werden.    <B><I>29.</I></B> Die Ausbildung der Röhren.  



  Eine     Zeitstartlampe    ist gewöhnlich mit  einer Kathode einfacher Art ausgerüstet, die  aus einem     gewendelten        Wolframdraht    besteht,  der mit die Elektronenemission erhöhenden  Substanzen überzogen ist. Zum Betrieb sol  cher Lampen wird der den -Elektroden zuge  führte     Vorheizstrom    während des normalen  Betriebes unterbrochen. Es wurden somit  keine Anstrengungen gemacht, um die spezi  fische Wärme der Elektroden auf einem ge  ringen Wert zu halten.

   Bei den     Sofortstart-          lampen    bestehen die Kathoden im allgemeinen  aus einer     umwiekelten        Wolframdralitwendel,     auf deren Windungen zwecks Bildung einer  überlagerten     Wieklung    ein feinerer     Wolfram-          dralit        aufgewiekelt    ist. Bei dieser Art von  Kathoden richtet sich das Hauptaugenmerk  darauf, eine grosse     M.,enge    aktivierendes Ma  terial auf die Kathode aufzubringen. Die  überlagerte     Wieklung    erleichtert das Fest  halten dieses Materials.  



  Bei den neuen     #Schnellstartlampen    ist das  Ausmass des     Elektrodenzerfalles    bei     jedenk     Start unbedeutend, da die Röhre zündet, nach  dem die Kathodentemperatur die     Elektronen-          einissionstemperatur    erreicht hat. Es ist des  halb nicht nötig, die Kathode mit so grossen  Mengen aktivierenden Materials zu versehen  wie die Kathoden von     Sofortstartlampen.    Da  nur ein kleiner     Vorheizstrom    erforderlich ist,  kann darauf verzichtet werden, denselben  während des normalen Betriebes abzuschalten.

        Es ist einleuchtend,     dass    dies bei einer     Zeit-          startlampe    nicht zweckmässig wäre, da die  während des Betriebes in den Elektroden ver  brauchte Leistung viel zu gross wäre.  



  Eine Art von Elektroden, die sich als be  sonders geeignet erwiesen hat, ist in     Fig.   <B>3</B>  mit der dazugehörigen -Halterung<B>30</B> darge  stellt. Die Halterung<B>30</B> weist einen mit einer       Quetsehstelle   <B>33</B> versehenen Glasfuss<B>31</B> auf,  durch welchen ein Paar     Durehführungsdrähte     32-2 durchgeführt sind. Die Kathode 34,  die von den     Durehführungsdrähten   <B>32-32'</B>  getragen wird, weist einen doppelt     gewen-          delten    Draht<B>35</B> mit drei Hauptwindungen  auf, um den als Kern eine weitere Wendel<B>36</B>  gewunden ist     (Fig.    3a,).

   Der Runddraht<B>35</B>  besteht aus     'V,#'olfram    mit einem Durchmesser  von     O#,O#6    mm und der Runddraht<B>3,6</B> aus  Wolfram mit einem Durchmesser von  mm. Die Herstellung der Kathode  kann so erfolgen,     dass    man den Runddraht,<B>35</B>  mit einem zusätzlichen Fülldraht aus     Molyb-          dän    von<B>0,0,9</B> mm Durchmesser zu einem zu  sammengesetzten Faden vereinigt, auf wel  chen der Draht<B>3,6</B>     aufgewiekelt    wird, worauf  das erhaltene gewickelte Gebilde auf einem  Runddraht aus     Molybdän    von<B>0,25</B> mm mit  41 Windungen pro Zentimeter     aufgewickeit     wird,

   um den Draht<B>35</B> zu     wendeln.    Diese  'Wendel wird ihrerseits auf einen     Molybdän-          rLinddraht    von     0"65    mm mit 4 Windungen pro  Zentimeter aufgewickelt. Nach dem Härten  des Wolframs durch geeignete Wärmebehand  lung und Entfernung aller     Molybdändrähte     durch Auflösen in Säure, werden<B>3</B> Windun  gen für jede Kathode verwendet, wobei die  beiden von den     Hauptwieklungen    abstehen  den Enden der Wendel an den Trägerdrähten  <B>32-32'</B>     angesehweisst    oder festgeklemmt wer  den.

   Die beispielsweise     inFig.    4 dargestellten  Röhren     40.    und 40' enthalten<B>je</B> zwei solche  Kathoden 34 und     3#41,    welche vor dem Ein  bauen in den Glaskolben mit einem geeigneten  aktivierenden Material, wie     züm    Beispiel       Strontiumearbonat    und     Bariumearbonat,    über  zogen werden.<B>'</B> Die Kathoden werden durch       Durehleiten    eines Heizstromes aktiviert, wor  auf die Röhre evakuiert wird und dann eine    kleine Menge Quecksilber und ein den     Zünd-          vorgang    erleichterndes Gas, wie zum Beispiel  Argon, eingebracht wird.  



  Da diese Röhren als     Sehnellstartröhren     verwendet werden sollen, müssen Mittel vor  gesehen werden, die beim Start eine Steige  rung des Potentialgradienten in unmittel  barer Nähe der Elektroden ermöglichen. Wie  bereits erwähnt, können diese zusätzlichen  Mittel die Form eines leitenden Streifens auf  der Hülle, eines leitenden Überzuges oder  einer geerdeten     Haltevorrielitung    haben, wo  bei in letzterem Falle die     Röhrenoberfläelie     mit einem     hydrophoben    Überzug zu verse  hen ist.  



  Bei der in     Fig.    4 gezeigten Anordnung  arbeiten die Röhren 40 und 40' in Verbin  dung mit einer geerdeten, leitenden     Haltevor-          rielitung.    Die Glaskolben sind mit einem was  serabstossenden Film überzogen. Die     hydro-          phoben    durchsichtigen Überzüge sind bei 41  und 41! durch     gestriehelte    Linien angedeutet.  Die Röhren 40 und     4W    werden durch den       Naeheil-        bzw.        Voreilstromkreis    eines Trans  formators 42 mit hohem Blindwiderstand er  regt.

   Die     Primärwieklung    43 dieses Trans  formators ist an den Klemmen 44 und 44'  eines Netzes angeschlossen. Die     SekLindärwiek-          lungen    45 und 4,6 sind mit dem einen Ende  der Primärwicklung 430 verbunden. Die an  dern Klemmen der     Wieklungen    45 und 46  sind mit den Elektroden 34     bzw.        34-'    der       Lämpen    40     bzw.    40' verbunden-, während die  andern Elektroden der Röhren gemeinsam mit  der Niederspannungsseite der     Primärwiek-          lung    43 verbunden sind.

   Ein Kondensator 47,  dessen     Reaktanz    ungefähr gleich dem doppel  ten     Vert    der     Streureaktanz    der     Wieklung    46  ist, ist in Serie mit dieser     Wieklung        gesehal-          tet,    um die Lampe 40' mit einem voreilenden  Phasenwinkel zu betreiben. Die Röhren sind  in unmittelbarer Nähe einer metallischen       Haltevorriehtung    angeordnet, die der Einfach  heit halber durch die     reehteekige    Metall  platte 48 dargestellt ist.

   In der -Praxis bildet  diese Platte einfach die den Röhren zuge  kehrte Platte der     Haltevorriehtung.    Mit den  in der Industrie     gewöhnlieh    verwendeten      Sockeln sind die Röhren in einem Abstand  von etwa<B>1</B>     ein    von der     Haltevorriehtung    an  geordnet. Die Kathoden 34 und 34' sind mit  den     Heizwieklungen    49 dauernd verbunden.

    Die Anordnung, bei welcher die     Heizwicklun-          gen    49 mit der     Naeheilwicklung    45 ver  bunden sind, liefert einen     Sieherheits-          faktor    für den Fall.,     dass    eine Röhre mit  kurzen geschlossenen Stiften, beispielsweise       ein(,        Sofortstartröhre,    in den Sockel der       Halte#-orriehtung    eingesteckt wird. In die  sem Fall würde die Röhre offensichtlich  nicht zünden.

   Hingegen würde der durch den  Ballaststromkreis     bzw.    den     Transformer    ab  fliessende Gesamtstrom den für die     Einrieh-          tun,--    zulässigen Strom nicht übersteigen, so       (lass    keine gefährliche     übererhitzung    statt  finden würde.  



  Die in     Fig.    4 gezeigten Röhren 40 und 40'  sind     40-Watt-Niederdriiek-Fluoreszenzlampeii     von einer Länge von 120     ein    und einem       Durehmesser    von<B>3,8</B> cm. Die Röhren sind       mit    Kathoden der Art, wie sie im     Zusammen#          hang    mit     Fig.   <B>3</B> beschrieben werden, versehen,  wobei als     Startgasfüllung    Argon mit einem       Druek    von etwa     3mm    verwendet wird und  die Röhren die übliche geringe Menge an  Quecksilber enthalten.

   Die     hydrophobe    Schicht  auf den Röhren besteht aus einem     Siloxan-          material    und wurde durch Hydrolyse von       ehloriertem        3vIetli.ylsilan    erhalten. Sie     lässt    sich       dadureh    herstellen,     dass    die Röhren während  einiger Minuten dem Dampf von     chlorierte-m.          ',#lethvlsilan    in einer geeigneten Kammer bei  einem relativen Feuchtigkeitsgrad von<B>50</B>     1/o     ausgesetzt werden.  



       Zür    Inbetriebnahme, der     #Sehnellstartlampe     ist eine     Leerlaufspannung    von 220 Volt     er-          forderlieh.    Die     1-.IeizwiekILingen    49 liefern eine  Spannung von<B>3,5</B> Volt, so     dass    ein Heizstrom  von<B>038</B> Ampere durch die Elektroden fliesst.  Somit beträgt der Energieverbrauch in den  Elektroden während des normalen Betriebes  ungefähr<B>11/3</B> Watt pro Elektrode.

   Bei einer  Kathode der beschriebenen Art verursacht  dieser Strom eine Erhöhung der     Elektroden-          temperatur    von     Zimmertemperatar        auf    etwa  <B>5500 C</B> in einem Zeitintervall von etwas we-         niger    als 1/2 Sekunde, wobei die Röhre     ziin-          det.    Der Energieverbrauch, in den Elektroden  führt die 'Temperatur bis auf etwa<B>9000,C,</B>  bei der     Gleiehgewiellt    erreicht wird und der       Hitzeverlast    seitens der Elektroden durch       #Strahlung    dem zugeführten Wert gleich ist.  



  Da der Energieverbrauch in den Elektro  den dermassen klein ist, nämlich weniger als  2 Watt pro Elektrode, so kann der Heizstrom  auch während des normalen Betriebes     auf-          reehterhalten    werden. Der dadurch entste  hende Leistungsverlust in den Lampen be  trägt ungefähr<B>7</B>     1/9    der Röhrennennleistung.  



  Ein Teil des genannten     7prozentigen    Ver  lustes ist jedoch nur scheinbar, da     tatsäch-          lieh    lediglich etwa die Hälfte dieses Prozent  satzes     verlorengeht.    Dies     lässt    sich dadurch  erklären,     dass    durch das kontinuierliche Er  hitzen der Kathode durch den     sogenannten           Vorheizstrom     der Kathodenfall vermindert  wird, so     dass    die Lampe bei gleichem     Entlade-          strom    mit einem geringeren Energieverbrauch  im Lichtbogen arbeitet.

   Überdies kann durch  zweckdienliches Anschliessen der Verbindun  gen zwischen Elektroden und     Heizwicklungen     der     Entladestrom    dazu geführt werden, den  Heizstrom der Elektrode teilweise zu neutrali  sieren; doch wird diese Wirkung<B>je</B> nach der  verschobenen Lage der     Kathodenansatzstelle     während der Lebensdauer der Röhre     sehwan-          ken.     



  Der Stromkreis von     Fig.    4 beispielsweise,  welcher ein Paar     Schnellstartlampen    von  40 'Watt speist, konsumierte insgesamt  <B>10,0</B> Watt bei einer normalen Lichtleistung.  Diese Leistung     umfasst    auch die Ballast-     bzw.          Transformator#,erluste    sowie die     Liehtbogen-          leistung    zuzüglich der Verluste, die beim Er  hitzen der Elektrode auftreten.

   Nach dem  Unterbrechen der einen Seite eines jeden     Ka-          thodenaufheizstromkreises        und    Wiedereinstel  len der verketteten Spannung zwecks     Errei-          ehung    der gleichen Lichtleistung, wie sie vor  her gemessen wurde, beträgt der gesamte  Verbrauch des Stromkreises<B>98</B> Watt. Dieser  Wert schliesst nun die gleichen Ballast- und       TransformatorverIListe    ein zuzüglich der Lei  stung des Lichtbogens.

   Die Differenz von      <B><U>9</U></B> Watt, die sieh in beiden     nIlen    ergibt,     muss     als zusätzlicher Verlust bewertet werden,     wel-          eher    durch den dauernd fliessenden     Elektro-          denheizstroni    entsteht Lind der somit 1/2 Watt  pro Elektrode beträgt. Der tatsächliche Ver  lust beträgt somit, nur<B>'2,5</B> % der Röhren  nennleistung.  



  Die     #Sehnellstartlampen    werden allgemein  mit Kathoden versehen, welche     auf    eine Tem  peratur erhitzt werden können, bei welcher  thermische Emission stattfindet, das heisst  auf eine Temperatur     z-wisehen   <B>500</B> und<B>9000<I>C.</I></B>  Die hierfür erforderliche Heizleistung beträgt  weniger als 20     1/o    der eigentlichen     Röhren-          nennleist        Ling    pro<B>30</B>     ein    Röhrenlänge für jede  Elektrode.

   Zu     Vergleiehszweeken    sei ange-    geben     -,        (lass    die derzeitigen handelsüblichen       Zeitstariflampen    im allgemeinen eine     vor-          erhitzende    Leistung benötigen sollen,     welehe     <B>50</B>     11/o    oder mehr der Röhrenleistung pro<B>30</B>     cm     gleichkommt, uni lokale     Entladtingen    über  den Elektroden zu erzeugen.  



  Die folgende Tabelle zeigt die     ungefüh-          ren    Leistungen, die zum     Vorwärinen    der Elek  trode nötig sind, und zwar für verschiedene  Grössen von bis anhin im Handel erhältlichen       Zeitstartlanipen,    wobei zuerst die Werte an  gegeben sind, die     zur    Erzeugung lokaler Ent  ladungen über den Elektroden erforderlich  sind, und ferner Werte, die zur     Erreiehung     einer beachtenswerten     thermisehen    Emission  benötigt werden.

    
EMI0008.0032     
  
    Zeitstartlampen <SEP> Sehnellstartlampen
<tb>  Leistung <SEP> für <SEP> die <SEP> Leistung <SEP> für <SEP> die <SEP> Leistung <SEP> für <SEP> die
<tb>  Nennwert <SEP> Erzeugung <SEP> lokali- <SEP> Erzeugung <SEP> ther- <SEP> Erzeugung <SEP> ther  der <SEP> Röhren- <SEP> Länge <SEP> der <SEP> Watt <SEP> sierter <SEP> Entladung <SEP> mischer <SEP> Emission <SEP> mischer <SEP> Emission
<tb>  leistung <SEP> Röhre <SEP> <B>je <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> %</B> <SEP> der <SEP> <B>%</B> <SEP> der <SEP> <B>%</B> <SEP> der
<tb>  Watt <SEP> Watt <SEP> Watt <SEP> Watt <SEP> Watt <SEP> Watt
<tb>  <B>je <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> je <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> je <SEP> 30 <SEP> cm</B>
<tb>  <B>1,l#</B>
<tb>  20 <SEP> <B>60</B> <SEP> cm <SEP> <B>110 <SEP> 5,1 <SEP> 51 <SEP> %</B> <SEP> 2,45 <SEP> 2511/o <SEP> <B>1)

   <SEP> <I>13 <SEP> 070</I></B>
<tb>  40 <SEP> <B><I>120</I></B><I> <SEP> ein</I> <SEP> 10 <SEP> #6,4 <SEP> 641/o <SEP> 2, <SEP> 8 <SEP> 281/a <SEP> <B>1,3 <SEP> 1,3</B> <SEP> 11/o
<tb>  <B>9,3 <SEP> 150</B> <SEP> ein <SEP> <B>17 <SEP> 15,8 <SEP> 9211/0 <SEP> 7,7</B> <SEP> 45 <SEP> 11/o <SEP> <B>3,0 <SEP> 18 <SEP> %</B>
<tb>  <B>100 <SEP> 150</B> <SEP> ein <SEP> 20 <SEP> <B>15,8</B> <SEP> 791)/o <SEP> <B>7,7 <SEP> 3,0, <SEP> 111/0 <SEP> U <SEP> 1..) <SEP> 'VO</B>       Aus der obigen Tabelle ist ersichtlich,

       dass     die     züm        Vonvärmen    und zur Erzeugung einer       therinisehen    Emission erforderlichen Leistun  gen bei den beschriebenen     #Sehnellstartlampen     stets -weniger als 20     1/o    der     Röhrennennleistun   <B>g</B>  pro<B>30</B> cm betragen, wobei eine niedrige Start  leistung und eine lange Lebensdauer bei blei  benden hohen     Lumenwerten    pro Watt erreicht  wird.

   Im Gegensatz hierzu erfordern die     auf     <B>Z,</B>  dem     --Jarkt        befindliehen        Zeitstartlampen    mehr  als 20     1/o    Leistung, wobei eine geringere Le  bensdauer Lind     Leuehtkraft    ihnen eigen ist.  Im. allgemeinen gilt der Wert von 20     1/o    als       Maxinialwert,    der während des Normalbetrie  bes toleriert werden kann.

   Die für die     Er-          einer    thermischen Emission benötig  ten Leistungen, wie sie in der obigen Tabelle  angegeben sind, sind jene, die für das Er-    zielen eines raschen Spannungsabfalles benö  tigt werden, wie dies     dureh    die Kurven 22  bis<B>296</B> der     Fi-.'-)    erläutert wird,     und    zwar  <B>C</B>  innerhalb der Zeitgrenzen, welche in jenem  Zusammenhang erwähnt wurden, nämlich       z#     etwa 1/2 Sekunde.    <B><I>3.</I></B>     #lyfbai#,   <I>der Elektrode.</I>  



  Es wurde     fest-estellt,        dass    man den     ver-          sehiedenarti,Yen        Anforderun-en,    die an eine  Kathode während des Startens einerseits     und     während des Normalbetriebes anderseits     o-e-          stellt    werden, dadurch gerecht werden kann,       dass    man einen Teil der Kathode speziell für  einen minimalen     Leistungsverbraueh    im Start  stadium. und einen andern Teil insbesondere  dazu bestimmt, während des Betriebes den       Entladestrom    aufzunehmen.

        In der in     Fig.    a,<B>1</B> und 4 dargestellten     An-          ordnun-    können die seitlich von den     Haupt-          kn          windungen    liegenden, verhältnismässig langen  ,geraden     Sehenkelstüeke        derWendel        den'Teil    der  Kathode darstellen, der beim normalen Betrieb  hauptsächlich wirksam ist, wogegen der Teil  mit den Hauptwindungen vor allem für den       Zündvorg.ang    bestimmt ist.

   Da die     Windun-          ,gen    der Wendel im wesentlichen gleichförmig  über Hauptwindungen und Schenkel verteilt  sind, ist die Wärme, die durch     den'Strom    pro  Längeneinheit der Wendel erzeugt wird, über  die ganze Wendel angenähert gleich.

   Doch da  in den Hauptwindungen diese -Teile der  W     endel        züm    Beispiel     ineinanderliegen    und  weniger Wärme abstrahlen können, erwärmt  sieh dieser Teil schneller und erreicht eine  höhere Temperatur als die     iSehenkelteile.    Dem  entsprechend setzt der     Liehtbogen    zuerst an  den Hauptwindungen an, die zuerst eine die  Elektronenemission einleitende -Temperatur       erreiehen.    Darnach läuft der     Liehtbogen    in  Richtung der Schenkel,<B>-</B> die mit einer genü  genden Menge elektronenemittierenden Mate  rials versehen sind und stabilisiert sieh an  einem Punkt nahe bei dem stromführenden  Zuleitungsdraht.

   Diese Wirkung tritt von  selbst ein, da der durch den     Entladestrom     <U>längs</U> der Wendel entstehende Spannungs  abfall bewirkt,     dass    der Bogen zu einem Punkt  niedrigeren Potentials wandert und dieser  Punkt offenbar an einer Stelle möglichst nahe  bei dem Zuleitungsdraht liegt.  



  In     Fig.   <B>5</B> ist eine weitere nach diesen     iGe-          siehtspunkten    gebaute Kathode dargestellt.  Diese Kathode Lind ihre Herstellung sind im  folgenden     ausführlieh    beschrieben.  



  Die     Fig.   <B>6</B> und<B>7</B> erläutern die     Anfangs-          stafen    der Herstellung der in     Fig.   <B>5</B> gezeigten  Kathode. Die erste Stufe besteht in der Her  stellung eines mehrteiligen Dorns<B>51</B> aus  zwei Drähten<B>52</B> und<B>53,</B> die sich längs einer  Mantellinie berührend nebeneinander ange  ordnet werden. Der Draht<B>52</B> besteht aus       Wolframdraht    von<B>0,037</B> mm Durchmesser,  während der Draht<B>53</B> aus     Molybdändraht    von  <B>0,25</B> mm Durchmesser besteht.

   Auf diesen  mehrteiligen Dorn werden drei parallele    Drähte '54 aus     Woliramdraht    von     0,031    mm       aufgewiekelt,    so     dass    ovale Windungen gebil  det werden. Die Drähte<B>5,2</B> und<B>:53</B> bestehen  aus verschiedenen Metallen, so     dass    das eine  durch ein Reagens, welches zum Auflösen und  Entfernen des andern verwendet werden  kann, nicht angegriffen wird.  



  Der mit den Wicklungen versehene mehr  teilige Dorn<B>51</B> wird     schraubenlinienförmig     zu einer Wendel 55 gewickelt, beispielsweise  auf einen Stahldorn von 1,12 mm Durchmes  ser, der nachträglich herausgezogen wird. Der       Molybdändraht   <B>53</B> des     hiehrteiligen.    Dorns<B>51</B>  kann hierauf entfernt werden, indem die  Wendel in ein Gemisch von Salpetersäure und  Schwefelsäure gelegt wird.

   Dieses Gemisch  greift das     Molybdän,    jedoch nicht das Wolf  ram an, so     dass    schliesslich die Wendel<B>55</B>  zurückbleibt, deren Hauptwindungen durch  den     Wolframdraht        j52    gebildet werden, um  welchen die drei parallelen     Wolframfäden    54  in Form loser, überlagerter Windungen ge  wickelt sind.    Die Wendel<B>55</B> kann nun auf einem Paar  von Zuführungsdrähten<B>56 ----</B> 561 befestigt wer  den, die ihrerseits auf einem geeigneten  Quetschfuss befestigt sind, um das Kathoden  gebilde<B>50</B> zu bilden.

   Während der Röhren  fabrikation wird die Wendel<B>55</B> mit aktivie  renden Materialien, wie zum Beispiel     Barium-          earbonat    und     Strontiumearbonat,    die nach  träglich nach den üblichen     Metlioden    in ihre  Oxyde umgewandelt werden, überzogen. Die  aktivierenden Materialien überziehen sowohl  den Hauptdraht<B>52</B> als auch die doppelt     ge-          wendelten    Drähte 54. Die Zersetzung der Kar  bonate in die Oxyde     zur    Aktivierung der Ka  thode kann so herbeigeführt werden,     dass    an  die Zuführungsdrähte<B>56-5:6'</B> eine geeignete  Spannung angelegt wird.

   Da der Widerstand  des aus dem Draht<B>52</B> bestehenden Heizteils  kleiner als derjenige der überlagerten Fäden  ist, wird ein grösserer Strom durch den  Hauptleiter<B>52</B> fliessen. Da jedoch der Heiz  oder Hauptdraht<B>52</B> vernünftig nahe an den  überlagerten Drähten vorbeigeht, wird ein  Teil seiner Wärme auf das auf der Doppel-           wendel    54 aufgetragene, aktivierende Material  übertragen.  



  An Stelle der drei doppelt     gewendelten     Drähte 54 kann auch nur ein einziger von  grösserem Durchmesser oder     ein-flaeher        Band-          dralit    verwendet werden. Bei Verwendung  eines Drahtes mit grösserem Durchmesser ist  jedoch die Oberfläche, die zum Tragen von  aktiviertem Material bei Windungen eines  gegebenen Durchmessers zur Verfügung steht,  kleiner. Banddraht ist teurer und hat das Be  streben, sieh in der automatischen       masehine    zu verdrehen. Es ist deshalb     zweek-          mässiger,    eine grössere Anzahl paralleler Fä  den aus Runddraht zu verwenden.  



  Die doppelt     gewendelten    Drähte der in       Fig.   <B>5</B> dargestellten Kathode, sollen sieh     mir     langsam aufheizen. Sobald sie aufgeheizt sind,  müssen sie jedoch den Hauptanteil des     Ent-          ladestromes    führen. Die vorliegende Kathode  besitzt somit eine relativ grosse Stromleit  fähigkeit infolge des Vorhandenseins von drei  Drähten.

   Die vorliegende Kathode zeichnet  sich ferner dadurch aus,     dass    die überlager  ten     Wieklungen    sehr grosse     Windungsdureh-          messer    aufweisen, so     dass    sie sehr lose     auf    den  innern oder Hauptdraht passen.

   Die über  lagerten     Wieklungen    sind so lose -um den  Hauptdraht gewickelt,     dass    sie das Bestreben  haben, sieh zu losen Bündeln zu vereinigen,  <B>je</B> nach der Anzahl von gleichzeitig auf den  Dorn aufgebrachten Fäden,     zum    Beispiel drei  im Fall der     Fig.   <B>5.</B> Die Verwendung eines  grossen     Windungsdurchmessers    hat     zür    Folge,       dass    der grösste Teil der     Wicklungen    vom  Hauptdraht relativ entfernt ist.

   Diese Merk  male sind für die hier beschriebene Kathode  wesentlich und ermöglichen die Erhöhung der  Temperatur des Hauptdrahtes mittels eines  sehr viel kleineren, durch diesen Draht flie  ssenden Stromes, ohne     dass        gleielizeitig    die  Temperatur der doppelt     gewendelten    Drähte  54 im gleichen Ausmass erhöht würde.  



  In     Fig.   <B>8</B> ist die Schaltung einer     Fluores-          zenzlampe   <B>60</B> gezeigt, die mit der     besehrie-          benen    Kathode ausgerüstet ist. Die Röhre<B>60</B>  enthält ein Edelgas, wie zum Beispiel Argon,  unter einem     #Dr-Liek    von einigen Millimetern    zusammen mit der üblichen kleinen Menge  Quecksilber. An entgegengesetzten Enden des  Kolbens ist ein Paar der in     Fig.   <B>5</B> 'gezeigten  Kathoden<B>50</B> und<B>50'</B>     einglesehmolzen.     



  Die Entladungsbahn der Röhre befindet  sieh in einem Stromkreis     61-61',    der an die       Ausgangsklemmen    eines     Reaktanztransfornia-          tors    mit hoher     Streuun--        -l-esehaltet    ist.

   Der  Transformator weist eine     Primiqrwiehliin,-,   <B>63</B>  auf, die dazu bestimmt ist, mit den     Kleinniell     64-64' an eine W     eehselstromquelle,    wie zum  Beispiel das gewöhnliche     Stromversorgungs-          netz    mit 220 Volt und<B>50</B> Perioden, ange  schlossen     züi    werden.     In    den     Aus-an-    des als  <B>C</B>     zn          Spartransformer    ausgebildeten Transforma  tors sind die Elektroden<B>50</B> und<B>50'</B> ange  schlossen.

   Ein Paar     Niederspannungssekun-          därwiekluii-eii   <B>G6</B>     und   <B>6:6'</B> liefern den Heiz  strom für die Kathoden<B>50</B> und<B>50'.</B>  



       Längs    der' Aussenseite des Glaskolbens ist  eine     Hilfsstartvorriehtung    in Form eines  Streifens<B>67</B>     an-eordnet,        der    ein dünner Me  tallstreifen, beispielsweise aus Aluminium,  oder ein leitender     C-berzug    auf dem Glas sein  kann, wie dies bereits beschrieben wurde.  Bei dieser besonderen Schaltung ist der Strei  <B>f</B> en<B>67,</B> in Serie mit einem     Begrenzunaswider-          stand   <B>08</B> geschaltet, an eine Klemme einer       Hilfswieklan-   <B>6,9</B> angeschlossen.

   Die andere  Klemme der     Hilfswieklung    ist mit     dern    andern  Ende     (ler        Hauptwieklun,-    verbunden.  



  Der     Transformer        #62    ist so bemessen,     dass     die     Wieklunren   <B>66</B> und<B>66'</B> die Kathoden mit  gerade genügend Strom. versorgen, um deren       Ilauptdraht        5-,2,    das heisst das Heizelement in  den Kathoden, auf eine Temperatur von<B>550</B>  bis<B>9000</B>     C    zu erhitzen.     Der    den Kathoden  zugeführte Strom genügt, jedoch weder zur  Erzeugung lokaler Entladungen in der Lampe  noch     zur        ErzeugLing    von genügend Wärme,  um die Drähte 54     auf    die normale elektronen  emittierende Temperatur zu bringen.

   Der  Hauptleiter der Kathoden wird gerade     gen11-          gend    erhitzt, um das in unmittelbarer Berüh  rung mit diesem     befintIliehe    aktivierte Mate  rial Elektronen emittieren     züi    lassen.  



  Die     Starthilfsvorriehtuna    wird     zur    Ver  stärkung des Potentialgradienten in Linmittel-      barer Nähe der Elektroden angeordnet. Da  durch wird die Erhöhung der erforderlichen  Zündspannung infolge der niedrigeren     Elek-          trodentemperatur    kompensiert. Somit wird  unter     3litwirkung    des an den Streifen<B>67</B>     an-.     gelegten Potentials in der Röhre zwischen den  Hauptdrähten der Kathoden, das heisst     zwi-          sehen    dem innern Draht, 52 der beiden Elek  troden, eine Entladung ausgelöst.

   Um zum  innern Draht zu gelangen,     muss    die Entla  dung, durch die Windungen der Doppelwendel  hindurchgehen, wobei dieselbe erhitzt wird  und allmählich die     Elektronenemissionstem-          peratur    erreicht.

   Wenn diese Temperatur er  reicht, ist, wobei die Bogenlänge in der Röhre  zwischen den äussern Drähten kleiner ist als  die Bogenlänge zwischen den innern oder  Hauptdrähten der Kathoden, springt der  Bogen vom     Hauptdralit        auf    die äussern  Drähte und erzeugt einen     Brennfleck.    Hierauf  dient das aktivierte Material auf der     Über-          lagerungswieklung    als Hauptquelle der Elek  tronen zur     Aufreehterhaltung    der     Bogen-          entladun';

  y.    Nachdem die Bogenentladung     ein-          m    n  gesetzt hat, erzeugt der durch die     Streureak-          tanz    der     Sekundärwieklung    fliessende Entla  dungsstrom einen Spannungsabfall, der die  an der Lampe liegende Spannung vermindert  und deren negativer Widerstandscharakte  ristik entgegenwirkt.  



       3Iit    dieser Art von Kathoden ist es noch  weniger notwendig, den Heizstrom während  des normalen Betriebes abzuschalten, als bei  der in     Fig.    4 gezeigten Entladungsvorrich  tung. Bei einer mit diesen Kathoden ausge  rüsteten Lampe wurde festgestellt,     dass    der       Wattverbraueh    für das Erhitzen des     Haupt-          dralites   <B>512</B> der Kathoden kleiner als<B>1</B> Watt  ist und praktisch vollständig vernachlässigt       wer-den    kann.

   Wenn es die verwendete Schal  tung,     erlaabt,    kann es jedoch vorteilhaft sein,  den Heizstrom durch die Kathoden im Ver  hältnis von     Zündspannung    zur     Röhrenbrenn-          spannung        zu    reduzieren.

   So ist es beispiels  weise bei den gewöhnlichen     Niederspannungs-          fluoreszen71ampen,    beispielsweise den<B>15-</B>     und          20-Watt-Lampell,    für welche eine einfache       Serieninduktivität    als Ballastimpedanz ver-    wendet wird, natürlich zweckmässig, die Pri  märwicklung des     Elektrodenheiztransformers     mit der Lampenseite der     Serieninduktivität     statt mit der Versorgungsleitung zu verbin  den.

   Bei einer solchen Schaltung ist es     mög-          lieh,    eine Reduktion der Heizenergie oder des       -#Vattverbrauehs    in einem Verhältnis von etwa  2 zu<B>1</B> zu erzielen, so     dass    der Wattverlust im  Betrieb kleiner als 1/2     NY        att    pro Kathode ist.  Bei Verwendung der beschriebenen Katho  den ist dies, wenn auch vorteilhaft, nicht not  wendig.  



       Zi.   <I>Lebensdauer der Röhre</I> und allgemeine  Betrachtung.  Es hat sieh gezeigt,     dass    bei     Sehnellstart-          lampen    der vorstehend beschriebenen Art die  Lebensdauer, verglichen mit derjenigen von       Sofortstartlampen,    viel länger ist. Bei     40-          Watt-Schnellstartlamperr    der in     Fig.    4 ge  zeigten Art wurde bei der Prüfung eine mitt  lere Lebensdauer von mehr als<B>3,500</B> Stunden  beobachtet.

   Bei dieser     Prilf        Ling    wurden die  Lampen in Abständen von 1/2 Stunden ausser  Betrieb genommen und     nacli   <B>10</B> Minuten wie  der in Betrieb gesetzt. Man darf behaupten,       dass    die Lampen bei einer solchen Prüfung  Bedingungen ausgesetzt sind, die mindestens  so streng wie die im normalen Betrieb auf  tretenden Bedingungen sind. Diese Lampen  waren mit Kathoden gemäss     Fig.   <B>3</B> ausgerüstet.  



  Diese längere Lebensdauer ist     wahrsehein-          lieh    wie folgt zu erklären: Die kürzere Le  bensdauer von     Sofortstartlampen    scheint dar  auf zu beruhen,     dass    bei Verwendung einer  hohen Spannung zur Auslösung einer Bogen  entladung zwischen den kalten Elektroden  ein     #Sprüheffekt    auftritt, der zur Folge hat,       dass    das Material an den Enden des Glas  kolbens niedergeschlagen wird und dadurch  die bekannte Erscheinung des     Dunkelwerdens     der Röhrenenden zustande kommt. Dieser       Sprüheffekt    bewirkt natürlich eine allmäh  liche Beschädigung der Kathoden und eine  entsprechende Verkürzung der Lebensdauer.

    Bei den     Sehnellstartlampen    durchläuft die  Entladung hingegen mehrere Stadien, und  zwar tritt zuerst eine durch die     kapazitive         -Wirkung der     'Starthilfsvorriehtung        liervorge-          rufene    Glimmentladung ein, dann eine     zwi-          sehen    entgegengesetzten Elektroden erfol  gende Glimmentladung, die allmählich an In  tensität zunimmt und schliesslich in die nor  male     Queeksilberbogenentladung    übergeht.

    Somit erfolgt keine     sehoekweise        Zündun-"-),     eines Bogens am kalten elektronenemittieren  den Material, so     dass    der Sprüheffekt,     auf    ein  unbedeutendes Mass beschränkt bleibt. Dem  gemäss ist die Anzahl der zulässigen Starte  für Kathoden, die die gleiche Menge an akti  viertem Material enthalten, bei der     be3ehrie-          benen        Sehnellstartlampe    mit     Kathodenvorhei-          zung    um ein Vielfaches grösser als bei der       Sofortstartlampe    mit kalten Kathoden.  



  Ans den obigen Ausführungen wird er  sichtlich,     dass    die neue     Sehnellstartlampe    eine  grosse     Vereinfaehung    im Bau der Hilfsaus  rüstung für     Fluoreszenzlampen    ermöglicht.  Da keine Glimmstarter zur     öffnung    der       Fadenhei7kreise    und keine neutralisierenden       Wieklungen    zur Reduktion der     Fadenheiz-          spannung    erforderlich sind, braucht jeder  Ballast     nur    eine kleine Spannung zu liefern  und, wenn nötig, ein kleines Potential an die       Starthilfsvorrichtung    anzulegen.

   Ausserdem  ist der von den Kathoden benötigte Heizstrom  sehr klein, so     dass    die Grösse und die Lei  stungsfähigkeit der     Transformerhei7wieklung     entsprechend verkleinert werden können.

Claims (1)

  1. PATENTA-NSPRUCH: Elektrische Gasentladungsvorriehtungy mit einem länglichen Glaskolben, der eine Edel- gasfüllung von wenigen Millimetern Druck und eine kleine Menge Quecksilber enthält, sowie, ein Paar an entgegengesetzten Enden des Kolbens angeordneter Elektroden auf weist, von denen mindestens eine mit einem die Elektronenemission erhöhenden Material versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die aktivierte Elektrode derart bemessen ist,
    dass sie beim Anlegen der vorge schriebenen Heizspannung während des An- lassens durch einen Vorheizstrom bis zur ther mischen Elektronenemission aufgeheizt wird, wobei jedoch der längs der Elektrode auftre- teiide Sp-iiniiuii1-,-"ibfall li:
    leiner 'bleibt als die Spannung, die erforderlich wäre, um längs der Elektrode eine lokale Bogenentladung ein zuleiten, und überdies ein leitendes Organ in unmittelbarer Nähe der genannten Elektrode vorgesehen ist, das wenigstens angenähert die gleiche Länge wie diese Röhre selbst aufweist und das dazu bestimmt ist, durch Erhöhen der Feldstärke in der Um-ebung der Elek trode die Zündun,- der Röhre zu erleiehtern. UNT <B>E</B> R ANS PR<B><I>-C</I></B> C <B>HE :
    </B> <B>1.</B> -#Torriehtun--- nach Patentanspriieh, da durch gekennzeichnet, dass die aktivierte Elek trode derart bemessen ist, dass sie durch einen Heizstrom, dessen Energie geringer ist als 20 ()/o des Energieverbranehes pro<B>30,</B> ein Röh renlänge, auf die<B>für</B> die thermisehe Elek tronenemission erforderliche Temperatur ge bracht wird.
    Vorrielltung nach Patentansprueh und Unteransprueh <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die aktivierte Elektrode durch. den Heiz strom auf eine Temperatur im Bereich zwi- sehen <B>500</B> bis 90011 <B>C</B> gebracht, wird. <B>3.</B> Vorrichtung nach Patentansprueh und Unteransprueh <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Elektroden mittels Erd- alkaliinetalloxyden aktiviert ist. 4.
    Vorrichtung naeh Patentansprueli, da durch gekenn7eiehnet, dass die Elektroden so bemessen sind, dass sie mit einem Energiever brauch von w eniger als<B>29</B> W, att pro Elektrode bis zur thermisehen Elektronenemission auf geheizt werden.
    <B>5.</B> Vorrichtung nach Patentaiispriieh und den Unteransprüehen <B>1</B> und 2, zum Betrieb in einer leitenden Halterung, die sieh über die ganze Länge der Vorrichtung erstreckt, dadurch gekennzeiehnet, dass die Aussenseite des Kolbens der Röhre auf ihrer ganzen Länge mit einem wasserabstossenden VIerzug ver sehen ist.
    <B>6.</B> Vorrichtung nach Patentansprueh und den Unteransprüchen<B>1,</B> 2 und<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass der wasserabstossende Über zug aus einem Organo-Siliziumhalogenid be- steht, das die äussere Oberfläche der Umhill- lung# bedeekt. <B>7.</B> Vorriehtun,- nach Patentansprueh und den Unteransprilehen <B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass auf dem Röhrenkolben eine leitende Schicht aufgebracht ist,
    die sieh über die ganze Länge des Kolbens erstreekt. <B>8.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen mindestens einer der Elektroden und dem durch das leitende Organ gebildeten Starthilfsmittel eine Span nungsquelle angeschlossen ist.
    <B>9.</B> Vorrichtung nach Patentanspruell und den Unteransprilehen <B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass jede Elektrode aus zwei Elementen verschiedener Wärmekapazität be steht, wobei das Element mit höherer Wärme kapazität als Wendel ausgebildet ist, die um das Element geringerer Wärmekapazität ge wickelt ist und die beiden Elemente derart bemessen sind, dass das Element mit gerin gerer Wärmekapazität beim Anlegen der Helz- spannung eine wesentlich höhere Temperatur erreicht als das andere Element.
    <B>10.</B> Vorrichtung nach Patentanspr-Lieh und den Unteransprilehen <B>1,</B> 2 und<B>9,</B> dadureh <U>ge-</U> kennzeichnet, dass das Element mit glerin,gerer Wärinekapazität als Drahtwendel ausgebildet ist und um diese das andere mit aktivieren dem Material versehene, als Doppelwendel aus gebildete Element gewickelt ist, wobei die beiden Elemente elektrisch miteinander ver bunden sind, aber in derart losem thernii- sehem Kontakt miteinander stehen,
    (lass nur ein kleiner Teil der im innern Element durch den Heizstrom entwickelten Wärme auf das äussere Element übertragen wird. <B>11.</B> Vorrichtung nach Patentansprueh und den Unteransprüehen <B>1,</B> 2,<B>9</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Durehmesser der den innern Leiter umgebenden Windungen der Doppelwendel gross ist im Verhältnis zum Durchmesser des innern Leiters. 12.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen <B>1,</B> 2,<B>9</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass beide die Elektrode bil denden Elemente mit aktivierendem Material bedeckt sind. <B>13.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen <B>1,</B> 2 und<B>9,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Elemente der Elektrode so ausgeführt sind, dass das Ele ment mit der niedrigeren Wärmekapazität durch Anlegen der Heizspannung an die Elek trode auf die für die Elektronenemission er- forderliehe Temperatur gebracht wird. 14.
    Vorrichtung nach Patentansprueh, da durch gekennzeiehnet, dass die Elektrode aus einer mit aktivierendem Material versehenen Wendel besteht, die zum Teil selbst wieder zu einer Anzahl grösserer Windungen ge wickelt ist, die sieh über ein Drittel des<B>Ab-</B> standes zwischen den Zuführungsdrähten er strecken, während die übrigen Teile der Wen del zwischen den genannten Windungen und den Zuführungsdrähten geradlinig sind, so dass der als Doppelwendel ausgebildete, Teil früher als der geradlinige Teil eine für die Elektronenemission ausreichende Temperatur erreicht.
    <B>15.</B> '#Torriehtung nach Patentanspriieh 'Lind Llnteransprueh 14, dadurch gekennzeichnet, dass der aus den grösseren Windungen beste hende Teil aus drei Windungen besteht, die in der Mitte der Elektrode angeordnet sind. <B>16.</B> Vorrichtung nael-i Patentansprueh und Unteranspruch 14, dadureh gekennzeichnet, dass innerhalb der' genannten Wendel ein Leiter angeordnet ist und dieser Kernleiter und die Wendel mit aktivierendem Material überzogen sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US9013103B2 (en) 2011-08-01 2015-04-21 Osram Gmbh High-pressure discharge lamp having a starting aid

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US9013103B2 (en) 2011-08-01 2015-04-21 Osram Gmbh High-pressure discharge lamp having a starting aid

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