<B>Vorrichtung zum Transportieren und Zupfen von Polstermaterial.</B> Gegenstand der Erfindung ist eine Vor- riehtung zum Transportieren und Zupfen von Polstermaterial. Gemäss der Erfindung zeich net sieh diese Vorrichtung aus durch einen mit Zähnen versehenen Rost, der zwei neben einander liegende und voneinander unab hängig bewegliche Teile besitzt, welche von einem Meehanismus so bewegt werden kön nen, dass zwischen ihnen eine periodische Re lativbewegung entsteht,
durch die auf den Rost gebrachtes Polstermaterial nach einer R.iehtung fortbewegt wird.
Es sind Maschinen und Einrichtungen zum Zupfen von Polstermaterial bekannt, bei denen die auf einer rotierenden Trommel auf gebrachten Zähne das von Walzen oder ähn- liehen Elementen festgehaltene Polstermate rial erfassen, auseinanderziehen und auswer fen (tambour). Es sind auch Maschinen be kannt, bei denen das Zupfgut durch beweg liebe und feststehende Anordnungen von Zäh nen und Haken in periodischer,
aber nicht rotierender Bewegung auseinandergezogen und gezupft. wird. Weiterhin bekannt sind Apparate, bei denen zu Strängen gesponnenes Polstermaterial beim Durchtritt. durch ein rotierendes gebogenes Rohr oder ein ähnliches Element aufgedreht wird, so dass die gelok- kerten Teile des Materials unter der Wirkung der Zentrifugalkraft nach aussen geschleudert werden.
Das za zupfende Polstermaterial ist meist sehr staubig, so dass eine einwandfreie Ent staubung während des Zapfens, bei welchem der Staub in hohem Masse aufgewirbelt wird, schon aus hygienischen Gründen angezeigt ist. Eine ausreichende Entstaubung kann im Falle der rotierenden Maschinen und Appa rate nicht. erreicht werden, da das Material nach dem Zupfen mit einer hohen Geschwin digkeit ausgeworfen wird, so dass für die Ent staubung die Zeit fehlt.
Bei den auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Er findung wird das Polstermaterial in lockerem Zustand über kurze Strecken transportiert und gezupft und es ist auch eine gute Ent staubung möglich.
Bei einem solchen Beispiel (Fig.4) sind ausserhalb des Rostes Hilfszähne angebracht, welche in eine periodische Bewegung versetzt sein können und die das durch den Rost in einer bestimmten Richtung geförderte Polster material zeitweilig an seiner Bewegung hin dern und es aufhalten können, so dass durch die Wirkung der Zähne des Rostes und die in ihrem Ausmass r egidierbare Gegenwirkung der ausserhalb des Rostes angebrachten Zähne das Polstermaterial. auseinandergezogen und gelockert werden kann. Die Zähne des Rostes können z. B. durch Spitzen gebildet sein, die nach der Richtung geneigt sind, nach der das Polstermaterial gefördert werden soll.
Als ausserhalb des Rostes angebrachte Hilfszähne können dabei mit Spitzen versehene Haken verwendet werden, die so ausgebildet und gebogen sind, dass ihr in das Polstermaterial eingreifender Teil in die Richtung zeigt, die der Richtung des vom Roste geförderten Ma terials entgegengesetzt ist, oder es können aue-h ein oder mehrere Rechen mit den glei chen Funktionen angebracht sein.
Dieses Ausführungsbeispiel der Vorrich tung kann allein oder im Zusammenwirken mit andern lasehinen oder Apparaten, die dem Zupfen und Entstauben von Polster material dienen, verwendet werden. Insbeson dere kann es auch in Verbindung mit einem rotierenden Apparat, welcher zu Strängen ge sponnenes Material aufdreht, verwendet wer den.
Hierbei kann dieses Beispiel etwa das von dem vorgeschalteten Apparat mit verhält nismässig hoher Geschwindigkeit ausgewor fene, aufgedrehte Material auffangen und es in aufgelockertem Zustand in einer im Mittel kontinuierlichen, verhältnismässig langsamen Bewegung in einer bestimmten Richtung ver schieben und dabei zupfen. Währenddessen kann das auf dem Rost liegende, nur verhält nismässig langsam bewegte Material mit einem durchgetriebenen Luftstrom gründlich entstaubt werden, was einen grossen Vorteil gegenüber den. Apparaten darstellt, die das aufgedrehte Material zusammen mit dem darin enthaltenen Staub mit hoher Geschwin digkeit direkt auswerfen.
Ein weiterer Vorteil dieses Beispiels ergibt sieh aus der Tatsache, dass das wertlose, sehr kurze Polstermaterial also der Abfall, durch die Zwischenräume des Rostes fallen kann und damit vom wertvollen längeren Material getrennt wird, da auf diese Weise eine gewisse Sortierung erreicht wird.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Vorrichtung kann so ausgebildet sein, dass durch die periodische Relativbewe- gung der Teile gegeneinander das darauflie- gende Polstermaterial im zeitlichen Mittel eine relativ langsame Fortbewegung in einer bestimmten Richtung erfährt, wobei mit der Erhöhung der Frequenz der periodischen Be wegung die mittlere Geschwindigkeit des Fördergutes ansteigen würde.
Ein solcher Effekt könnte erzielt werden., indem die Teile des Rostes mit Zähnen versehen werden, wel che in die Richtung geneigt sind, nach der das Material transportiert werden soll. Be- wiegt sich ein Teil des Rostes nach dieser Rieh- tung, so können die Zähne das Material erfas sen und mit sich nehmen, während die Zähne eines andern Rostteils, welcher feststeht oder sich in entgegengesetzter Richtung bewegt, eben dieser Neigung wegen das Material nielit erfasst oder sich aus diesem zurüekzieht. Die ses Erfassen und Zurüekziehen kann in periodischem Wechsel unter den Rostteilen erfolgen.
Eine Gruppe bildende Teile können bei einem andern Beispiel miteinander gekup pelt sein und eine periodische Bewegung aus führen, während eine andere Gruppe von Rostteilen festgehalten sein oder mit einer be stimmten Verschiebung der Phase eine ähn liche periodische Bewegung ausführen kann. Das Fördergut, welches von einem Teil oder einer Gruppe von Teilen des Rostes erfasst wird, kann verhindert werden, eine der ge wünschten Bewegungsrichtung entgegenge setzte Bewegung auszuführen, wenn sich diese Rostteile nach jener Richtung verschieben.
Auf beiliegender Zeichnung sind v ersehie- dene Ausführungsbeispiele der erfindungs gemässen Vorrichtung dargestellt., und zwar zeigen: Fig. 1 einen mit Zähnen in Form von Ein zelspitzen versehenen Rost und mit einer in einer Ebene erfolgenden Bewegung, Fig. 2 einen mit sägeblattartig zusammen hängenden Zähnen versehenen konvexen Rost. mit Bewegungsmöglichkeit um eine Achse, Fig. 3 einen mit Zähnen versehenen kon kaven Rost mit.
Bewegungsmöglichkeit um eine Achse, Fig.4 einen dem in Fig.1 gezeigten Bei spiel gleichen Rost mit der Förderrichtung entgegenstehenden vom Roste unabhängigen Zähnen.
Soweit. die Teile nicht näher dargestellt und erläutert sind, handelt es sich um Be kanntes. Allen vier Beispielen-ist gemeinsam, dass auf Tragstäben 1 des Rostes Reihen von Zähnen 2 befestigt sind, welche in das Barauf liegende nicht gezeichnete Polstermaterial eingreifen, und deren Spitzen nach der Rich tung F geneigt sind, nach welcher das För- dergut bewegt werden soll.
Jeder Rost besitzt zwei oder mehr nebeneinander liegende und voneinander unabhängig bewegliche Teile, welche von einem Mechanismus so bewegt wer den können, dass zwischen ihnen eine peri- odisehe Relativbewegung entsteht, durch wel- ehe das Polstermaterial gezupft und nach einer Richtung fortbewegt. wird.
Die Bewe gung der einzelnen Rostteile erfolgt vorwie gend in der Raumfläche, die durch den ge samten Rost gebildet wird, was durch zweck mässige Führungen wie Schienen, Rollen, Bänder, konzentrische Aufhängung 3, 4, 5 in Fig. 2 und ähnliche Anordnungen erreicht wird, doch kann auch eine Bewegungskompo nente senkrecht. zu dieser Raumfläche in rela tiv geringem Masse zugelassen werden, was bei einer Aufhängung mit Pa.rallelogramm- lenkern oder einer federnden Aufhängung auftreten kann.
Die periodische Relativbewe gung der Rostteile gegeneinander kann durch einen geeigneten Mechanismus wie Pleuelstan gen an einer Kurbelwelle, unter Umständen in Verbindung mit Kipphebeln an der zur kon- zent.risehen Aufhängung benützten @'@ elle 5 in Fig. 2, oder mit einer Steuerung durch Nok- ken an einer rotierenden Welle erzielt. wer den.
Die Zwischenräume des Rostes können einstellbar gemacht werden, um die Menge des durchfallenden Abfalles verändern zu kön nen.
Die Bewegung der einzelnen Rostteile a bis d in Fig.1 kann so gesteuert sein, dass in einem bestimmten Zeitmoment diejenige der Teile u -und c. nach einer Richtung, die der Teile l) und<I>d</I> in entgegengesetzter Rich tung verläuft (siehe Pfeilrichtungen). Dabei kann dem Teil u gegenüber dem Teil c noch eine zeitliche Verschiebung der Phase inner halb der Periode erteilt werden, was auch für die Teile b und d gelten kann.
Bei steigender Frequenz der Sehwingitngen der Teile 1 steigt auch die Vorschubgesc-hwindigkeit des Polstermaterials.
Iti P,ig. 2 sind die Rostteile zu Gi-tippen Aund B, bestehend aus je zwei Teilen a und b, zu saminengefasst durch die Verbindungsstücke 4, die mit den Streben 3 an der Nabe 5 gehal ten sind. In einem bestimmten Zeitmoment kann sich die Gruppe A. nach der einen, die Grippe B nach der andern Richtung bewe gen, wobei die Gruppen im Gegentakt, oder mit einer andern Phasenverschiebung inner halb der Periode angetrieben werden.
Sind die Gruppen im Gegentakt, so greifen . die Zähne der einen Gruppe in dem Zeitmoment, in das daraufliegende Polstermaterial ein, in welchem die Zähne der andern Gruppe sich ans diesem zurückziehen.
In Fig. 3 können die einzelnen Rostteile a und b gleich bewegt sein, wie die Gruppen A und B der Fig. z. Betrachtet man in den Fig. 1 bis 3 die Bewegung der Vorrichtung in einem um eine halbe Periode früheren oder späteren Zeitmoment, so sind in den Figuren die die Bewegungsrichtung darstellenden Pfeile iunzudrehen.
In den Fig. 4 ist der aus einzelnen Teilen 1 bestehende Rost derselbe wie in Fig.1. Das durch ihn in der Richtung F geförderte Pol stermaterial wird durch die mit Spitzen 8 ver sehenen Zupfhaken 7, die Hilfszähne bilden, zeitweilig in seiner Bewegung aufgehalten, wenn nämlich die um die Achse 6 periodisch hin und her schwingenden Haken 7 mit ihren Spitzen 8 in dasselbe eingreifen, die Haken 7 sieh also entgegen der Richtung F bewegen. Schwingen die Haken 7 in der allgemeinen Richtung I' zurück, so ziehen sieh die Spitzen 8 aus dem Material heraus, welches in diesem Moment durch die Zähne 2 des Rostes weiter gefördert werden kann.
Durch dieses Ent gegenwirkender Haken 7 gegen die Zähne 2 des Rostes, welche zeitweilig beide gleichzeitig in das Zupfgut eingreifen, wird dieses stärker auseinandergezogen und gelockert. Das Aus mass :dieser Auflockerung kann durch den Ab stand der Spitzen 8 von den Zähnen \? in horizontaler und vertikaler Richtung bestimmt und reguliert. werden.
Die um die Achse 3 schwingenden Haken 4 sind im Gegensatz zu den Haken 7 hinter den Spitzen mit einer Leiste 5 untereinander verbunden, wodurch ein um die Achse 3 schwingender Rechen gebildet wird, der ein ausserhalb des Rostes angebrachtes Zupf- element darstellt.