CH307435A - Anordnung zur Speisung von Gleichstrommotoren aus einem Wechselstromnetz. - Google Patents
Anordnung zur Speisung von Gleichstrommotoren aus einem Wechselstromnetz.Info
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K47/00—Dynamo-electric converters
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Description
Anordnung zur Speisung von Gleichstrommotoren aus einem Wechselstromnetz. Zur Speisung von Gleichstrom-Antriebs- iiiotoren von Fördermaschinen, Reversierwalz- rnotoren und durchlaufenden Walzenzugs- inotoren werden seit Jahren auch gitter- #zesteuerte Gleichriehter verwendet. Die bei IIeral)regelung der Drehzahl durch die Teil aussteuerung der Gleichrichter auftretende Blindleistung kann den Betrieb des Dreh stromnetzes wegen der auftretenden Span nungsschwankungen stark stören, wenn das Drehstromnetz keine genügend grosse Lei- stungsfälligkeit hat. Es ist ausserdem auch keine Pufferung der Wirklastschwankungen möglich, wie es der Ilgner-Betrieb bei Ver wendung von Leonard -Umformern mit Sehwungrad gestattet. Diese Schwierigkeiten können vermieden werden, wenn der Gleichrichter nicht über einen Transformator, sondern über einen Um formersatz an das Drehstromnetz angeschlos sen wird. Die Erfindung bezieht sich auf eine An ordnung zur Speisung von Gleichstrommoto ren aus einem Wechselstromnetz, bei der ebenfalls der gittergesteuerte Stromrichter über einen Umformer an das Wechselstrom- net7 angeschlossen ist. Erfindungsgemäss be steht der Umformer aus einer einzigen Ma schine mit zwei getrennten Wicklungssyste- tuen im Ständer und im Läufer, von denen (las eine aus einer Ständer- und einer Läufer wicklung bestehende Wicklungssystem mit der einen Wicklung an das Wechsel- Stromnetz angeschlossen ist, während das zweite ebenso aufgebaute Wicklungssystem mit der einen Wicklung den gittergesteuerten Stromrichter speist, wobei ausserdem die Pol, paarzahlen der beiden Wicklungssysteme sich wie 1:2n verhalten, worin n eine ganze Zahl ist. Die Erfindung bietet gegenüber den übli chen aus getrenntem Steuermotor und Steuer generator zusammengesetzten Umformern dieser Art den Vorteil -wesentlich geringeren Aufwandes und geringerer Verluste. Falls bei der Anordnung der Erfindung Ilgner- Betrieb mit Schwungrad vorgesehen werden soll, erhält der Umformer im Ständer eine an das Drehstromnetz angeschlossene Drei phasenwicklung und eine entsprechende drei- phasige Läuferwicklung, die über Schleif ringe mit dem Schlupfwiderstand verbunden wird, der in bekannter Weise vom Wirkstrom über einen Regler beeinflusst wird. Dieses Wicklungssystem der Maschine entspricht dem Steuermotor des üblichen Umformer satzes. Ausserdem erhält gemäss der Erfin dung die Maschine ein zweites getrenntes Weklungssystem, das dem Steuergenerator entspricht. Dieses Wicklungssystem besteht zweckmässig aus einer mehrphasigen Ständer wicklung, an die in an sich bekannter Weise ein mehranodiger oder eine der Phasenzahl entsprechende Zahl einanodiger Gleichrichter angeschlossen werden, die den erzeugten 1-Tehrphasenstrom in Gleichstrom für die Spei- sung der angeschlossenen Triebmotoren um wandeln, und einer zugehörigen Erreger wicklung im Läufer. Die Polpaarzahlen der beiden Wicklungssysteme für den Motor und Generatorteil müssen sich dabei zur Verhin derung einer gegenseit_gen Beeinflussung wie 1:2n verhalten, wobei n eine ganze Zahl be deutet. Die Regelung der abgegebenen Wechsel spannung und damit der über die Gleich richter abgegebenen Gleichspannung kann durch den Erregergleichstrom in der Läufer wicklung des Generatorteils erfolgen. Der Gleichrichter bleibt dann immer voll aus gesteuert. Nur beim Abbremsen, wenn also Rückarbeiten des Stromrichters notwendig ist, muss durch Anlegen einer entsprechenden Gittervorspannung dafür gesorgt werden, dass der Gleichrichter, mit Berücksichtigung eines entsprechenden Respektabstandes wäh rend der negativen Halbwellen, den Strom fluss freigibt. Ausserdem muss beim Strom nulldurchgang in bekannter Weise eine Uni- schaltung der Gleichrichterpalarität erfolgen. Aber auch bei Wechselriehterbetrieb erfolgt die Regelung der Gegenspannung am Strom richter und damit seines Stromes nicht durch Verlegung des Zündzeitpunktes, sondern über die Gleiclist.romerregung des Umformerteils, der die Wechselspannung für den Gleich richter liefert. Die Gittersteuerung ist also immer nur für volle Aussteuerung im Gleich- riehterbetrieb oder für volle Aussteuerung mit Berücksielitigung des Respektabstandes) im Wechselrichterbetrieb auszulegen. Der Betrieb des Stromrichters wird damit wesentlich einfacher, weil weder im Gleich richter- noch im Wechselrichterbetrieb eine Regelung des Zündzeitpunktes erforderlich wird, sondern nur positive Zündimpulse nötig sind, die für Gleichrichterbetrieb auf den po sitiven Halbwellen der Anodenspannung und für Wechselrichterbetrieb auf den negativen Halbwellen der Anodenspannung fest ein gestellt bleiben. Zur Erläuterung der Erfindung dient die Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zeigt. Der Umformer besteht bei dem dar gestellten Ausführungsbeispiel aus einer Ma schine, die bezüglich des Ständer- und des Läufereisens wie eine normale Asynchron maschine aufgebaut ist und die eine beispiels weise vierpolige, an das Drehstromnetz ange schlossene dreiphasige Ständerwicklung 1 und eine ebenfalls vierpolige dreiphasige Läu ferwicklung 2 besitzt. Die Läuferwicklung 2 ist über Schleifring 3 mit. dem Schlupfwidcr- stand 4 verbunden. Ausserdem besitzt die Ma schine im Ständer eine zweite, beispielsweise achtpolige mehrphasige Ständerwicklung 5, die in an sich bekannter Weise so geschaltet ist, dass der in ihr erzeugte llehrphasenstrom über den Seehs-Anoden-Stromrichter 6 und die 'Saugdrossel 7 gleichgerichtet wird. Der Läufer besitzt ebenfalls eine zweite achtpo- lige dreisträngige Läuferwicklung 8, die als Erregerwicklung dient, wobei zwei parallel geschaltete Stränge in Reihe mit dem dritten Strang in bekannter Weise über die Schleif ringe 9 mit Gleichstrom gespeist werden. Die beiden Wicklungssysteme 1 und \' bzw. 5 und 8 können am Ständer- und am Läufereisen in denselben Nuten untergebracht sein. Man kann aber auch gesonderte Nuten für die bei den Systeme vorsehen, wobei z. B. auf eine dem einen System zugeordnete Nut eine dem zweiten System zugeordnete folgt. Der vom Stromrichter 6 gelieferte Gleichstrom dient. über einen zweipoligen Umschalter 10 zur Speisung der Arbeitsmaschine 11. Die Critter des Stromrichters 6 werden bei Gleichrichter betrieb während der positiven Halbwellen und bei Wechselrichterbetrieb während der nega tiven Halbwellen mit fest eingestellten Zünd zeitpunkten betrieben. Der Übergang von Gleichrichter- auf Wechselrichterbetrieb und die Umschaltung des Schalters 10 erfolgt nach einer der bekannten Methoden in Ver bindung mit .dem Steuergerät für die Erre gung der Wicklung 8 bei Strom e0 im Stromrichterkreis. Die Erfindung ist. nicht. an das dar gestellte und beschriebene Ausführungsbei spiel gebunden. So kann z. B. an Stelle des Schlupfwiderstandes 4 in an sich bekannter Weise eine Kombination von Drosselspule und Ohmsehen Widerständen oder ein Drehstrom- Regelsatz angeschlossen werden. Bei leistungsfähigen Drehstromnetzen kann man auf den Ausgleich der Lastschwan kungen durch ein Schwungrad verzichten und auch eine synchrone Bauart des Doppelfeld Drehstrom-Gleichstrom-Umformers wählen. Es werden dann die Läuferwicklungen nicht als verteilte Drehstromwicklungen ausgeführt, sondern ausgeprägte Pole vorgesehen und die kleinere Polzahl durch magnetische Parallel schaltung je zweier aufeinanderfolgender Pole ausgeführt. Der Erregerstrom in jeder Erre- gerwiekhtng kann für sich geregelt und da- iiiit der Leistungsfaktor des motorischen Teils beliebig eingestellt werden. Für den Anlauf des Synchronumformers wird man zweckmä ssig eine Dämpferwicklung an den Polschuhen vorsehen. Eine weitere Verbesserung des Wirkungs- Ogrades an dem bei der Anordnung nach der Erfindung vorgesehenen Umformer kann dureli Anwendung einer Wasserstoffkühlung erreicht werden. Bei Ilgner-Betrieb wird man zweckmässig das Schwungrad im Umformer gehäuse unterbringen, um Ventilationsver luste des Rades zu vermeiden und die Wellen durchführung einzusparen. Infolge des Weg falls solcher gasdichter Wellendurchführun gen kann man dann auch mit erhöhtem Was serstoffüberdruck von mehr als 1 at arbei ten, wodurch eine besonders hohe Modellaus nutzung erzielt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Speisung von Gleich strommotoren aus einem Wechselstromnetz mittels eines über einen Umformer an das Netz angeschlossenen gittergesteuerten.Strom- richters, dadurch gekennzeichnet, dass der Umformer aus einer einzigen Maschine mit zwei getrennten Wicklungssystemen im Stän der und im Läufer besteht, von denen das eine Wicklungssystem an das Wechsel stromnetz angeschlossen ist, während das zweite Wicklungssystem den gittergesteuerten Stromrichter speist, wobei die Polpaarzahlen der Wicklingssysteme des Umformers sich wie 1:2n, verhalten, worin n, eine ganze Zahl bedeutet. UN TERAI@7SPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ständer eine dreiphasige, an das Netz angeschlossene Dreh- stroxnwicklung und eine zugehörige, über Schleifringe an den Schlupfwiderstand ange schlossene Läuferwicklung sowie eine zweite dreiphasige, zur Speisung der Gleichrichter dienende Ständerwicklung mit einer zugehöri gen Erregerwicklung besitzt. 2.Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Erregerwick lung im Läufer als dreisträngige Wicklung ausgebildet ist, wobei zwei parallelgeschaltete Stränge in Reihe mit dem dritten Strang mit Gleichstrom gespeist werden. 3.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss der Ständer zwei getrennte Drehstromwicklungen besitzt, de ren Polpaarzahlen sich wie 1:2n verhalten, und der Läufer mit einer der höheren Pol paarzahl der Ständerwicklung entsprechenden Anzahl von ausgeprägten Polen versehen ist, wobei die der Ständerwicklung mit kleinerer Polpaarzahl entsprechende Anzahl von Polen durch magnetische Parallelschaltung je zweier aufeinanderfolgender Pole erreicht wird. 4.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Maschine ge- kapselt und mit Wasserstoffkühlung ver sehen ist. 5. Anordnung nach Unteranspruch 4, bei der der Umformer mit einem Schwungrad ge kuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwungrad in das mit Wasserstoff gefüllte Gehäuse der Maschine einbezogen ist. 6. Anordnung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Wasserstoff kühlung der Maschine unter erhöhtem Über druck gehalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH307435D CH307435A (de) | 1951-08-24 | 1952-06-03 | Anordnung zur Speisung von Gleichstrommotoren aus einem Wechselstromnetz. |
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1952
- 1952-06-03 CH CH307435D patent/CH307435A/de unknown
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