CH307568A - Raucherzeugende Mischung zur Schädlingsbekämpfung. - Google Patents

Raucherzeugende Mischung zur Schädlingsbekämpfung.

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CH307568A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/20Combustible or heat-generating compositions

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Description


  Raucherzeugende Mischung zur     Schädlingsbekämpfung.       Vorliegende Erfindung bezieht. sich auf  das Räuchern mit Schädlingsbekämpfungs  mitteln und insbesondere auf die Beschaffung  einer verbesserten Mischung für die     thermi-          sehe    Erzeugung von nebelförmigen     Sehäd-          lingsbekämpfungsmitteln,    die befähigt sind,  beim Erhitzen zu verdampfen. Die Erfindung  eignet sieh speziell zum Räuchern mit brenn  baren oder bei Überhitzung leicht     zersetzli-          ehen        Sehädlingsbekämpfungsmitteln.     



  Die Mehrzahl der raucherzeugenden Schäd  lingsbekämpfungsmittel, in denen eine     ver-          dampfbare    schädlingsbekämpfende Verbin  dung in Kombination mit festen Bestand  teilen zugegen ist, welch letztere die Fähig  keit haben, bei genügender örtlicher Er  lützung eine sieh selbst erhaltende,     gas-          entwiekelnde        exotherme    Reaktion einzugehen,  enthalten eine     Mischung    aus einer     organi-          scheu,    brennbaren Substanz mit einem anor  ganischen Oxydationsmittel. Dabei kann eine        ,irksame    Komponente mit diesen.

   Bestand  teilen vermischt sein oder von diesem getrennt  im Rauchentwickler so angeordnet sein, dass  sie von den entwickelten heissen Gasen mit  gerissen wird. Es ist wichtig, dass die     Erzeu-          ,mn        g    des mit     dein    Schädlingsbekämpfungs  mittel beladenen Gasstromes ohne Flammen  bildung     verläuft,    da dies das letztere zer  stören würde. Dass die meisten Mischungen  der     vorbeschriebenen    Art eine geringe     biolo-          giselie    Wirksamkeit aufweisen, ist den über  mässig hohen     Reaktionstemperaturen    ihrer    Bestandteile zuzuschreiben.

   Sie sind auch  nicht in der Lage, die Reaktion aufrechtzu  erhalten, wenn sie genügend Schädlings  bekämpfungsmittel .enthalten, um die Tempe  ratur in der Reaktionszone so weit herab  zusetzen, dass sie unter der Zersetzungs  temperatur der wirksamen Komponente liegt.  



  Viel bessere Ergebnisse erhielt man bei  Verwendung von     Ammoniumnitrat    oder     Gua-          n.idinnitrat    in Kombination mit einem oder  mehreren     Sensibilisierungsmitteln    für die sich  selbsterhaltende, flammenlose, exotherme Gas  entwicklung, wofür sich gewisse     Chromate     oder     Biehromate    als geeignet erwiesen haben.  Obschon die biologische Wirkung solcher Mi  schungen gross ist, sind sie hygroskopisch  und müssen deshalb in geschlossenen Behäl  tern verpackt werden. Die von denselben ent  wickelten Gase sind auch sauer, so dass es oft       unerwünseht    ist, gefärbte Seiden- oder Kunst  seidenware solchem Gas auszusetzen.

   Sie  eignen sich aber gut zur Desinfektion von  Pflanzen in Gewächshäusern und zur Be  kämpfung von Insekten in andern Gebäuden,  doch braucht es bei ihrer Anwendung eine  gewisse     Geschicklichkeit    und Vorsicht, da bei  übermässiger Konzentration die Gase     ph3Ao-          toxisch    wirken. Die Gase der     Guanidinnitrat     enthaltenden Mischungen enthalten Ammoniak  und sind bei übermässiger Konzentration  ebenfalls     phytotoxisch.     



  Es ist ferner bekannt, dass man     rauch-          entwickelnde    Mischungen zur Schädlingsbe-      kämpf     img    erhalten kann aus einer Mischung  eines in der Wärme     verdampfbaren    Schäd  lingsbekämpfungsmittels mit     Ammonium-          bichromat    allein oder in Kombination mit       Guanidinnitrat,    als Komponente, die be  fähigt ist, eine flammenlose,     exotherme,    gas  entwickelnde Zersetzung zu bewirken.  



  Weder     Ammoniiunbichromat    noch     Guani-          dinnitrat    sind     merklich    hygroskopisch, doch  beginnen Mischungen dieser Stoffe, wenn sie  bei Temperaturen wenig über 35  C gelagert  werden,     -unter        Bildung    von     hygroskopischem          Ammoniumnitrat    zu reagieren.

   Obschon das       Ammoniumbichromat    den Vorteil bietet, dass  die entwickelten Gase annähernd neutral und  praktisch nicht     phytotoxisch    sind, sind solche  Mittel von viel geringerer biologischer Wirk  samkeit als Mischungen auf Grundlage von       Ammoniumnitrat    und     Guanidinnitrat,    die  mit einer relativ kleinen Menge eines Salzes       der    Chromsäure     sensibilisiert    sind.  



  Es ist deshalb     erwünscht,    eine raucherzeu  gende Mischung zur Schädlingsbekämpfung  herzustellen, die praktisch neutrale, nicht       phytotoxische    Gase mit einer biologischen  Wirksamkeit, die derjenigen bekannter Pro  dukte ebenbürtig ist, herzustellen.  



  Gemäss vorliegender Erfindung ist nun  die raucherzeugende Mischung zur Schäd  lingsbekämpfung, die mindestens eine     ver-          dampfbare    schädlingsbekämpfende Verbin  dung und     Ammoniiunbiehromat    enthält, da  durch gekennzeichnet, dass sie ausserdem noch       Kaliumpersulfat    enthält.  



  Die von einer solchen     Mischung    entwickel  ten Gase sind sehr schwach sauer, doch kann  man derselben noch eine kleine Menge     Guan-          idinnitrat    zusetzen, wodurch die Gase neutral  oder schwach alkalisch eingestellt werden kön  nen, ohne ihre     nicht-phytotoxischen    Eigen  schaften zu verschlechtern.  



  Die     erfindungsgemässen    raucherzeugenden       Mischungen    sind nicht hygroskopisch und von  hoher biologischer Wirkung. Sie bilden eine  bröcklige Asche, welche nur eine geringe  Menge des     Schädlingsbekämpfungsmittels    zu  rückhält, und ihre Reaktionstemperatur ist  etwas niedriger als .die der bisher bekannten    rauchentwickelnden     Mischungen,    was in ge  wissem Masse zu ihrer hohen biologischen  Wirksamkeit beiträgt.  



  Das Gewichtsverhältnis von     Kaliumpersul-          fat    zu     Ammoniumbichromat    in der Mischung  liegt vorzugsweise zwischen ? : 3 und 3 : ?.  Das Gewichtsverhältnis von     Guanidinnitrat     zum Gesamtgewicht der beiden     erstgenannten     Komponenten ist vorteilhaft nicht über 1 :     -1,          vorzugsweise    1 : 10, und das Gewichtsverhält  nis der     verdampfbaren,    als Schädlingsbe  kämpfungsmittel wirkenden Verbindung zur  Gesamtmenge der drei vorgenannten Kompo  nenten kann zwischen 1 : 100 und 3 :     \'    lie  gen, je nach dem Charakter dieser Verbin  dung.  



  Geeignete, als Schädlingsbekämpfungsmit  tel wirksame Verbindungen sind:     Azobenzol,          Hexachlorbenzol,        a,a    -Bis - (p -     ehlorpheny        l)-          ss,ss,p-t.riehloräthan,        Hexaäthyltetraphosphat,          p-Nitropheni-1-diäthy        lthiophosphat,         Thanite           (851/o        Isobornylthiocyanoaeetat)        o-Dichlor-          benzol,        Tetrachloräthan,

          Dimethylphthalat     und     Tetraäthylpyrophosphat.     



  Eine aus einer Ladung der Mischung und  einer Hülse hergestellte Patrone enthält       zweckmässigerweise    ein kleines Stück Zünd  schnur oder     Streichholzzündmasse    oder an  dere Zündmischung in Kontakt mit der La  dung, um die Zündung derselben mit einem  gewöhnlichen     Streichholz,    elektrischem     Zünd-          kopf    oder sonst. einem Zündmittel zu erleich  tern. Die Räucherladung kann kompakt sein,  und man kann zu ihrer     Herstellung    die pul  verige Mischung der Bestandteile einer Pres  sung unterwerfen. Man kann die Mischung  aber auch mit Hilfe eines Bindemittels kom  pakt machen und durch Auspressen oder Ver  formung in die gewünschte Form überführen.

    Anderseits kann man die Mischung auch nur  leicht in einer Patrone mit einer Hülse aus  Papier oder anderem     geeigneten        Material    ver  dichten.  



  Beispiele der     erfindungsgemässen        lIi-          schung    sind in der Tabelle I zusammenge  stellt. Alle Teile sind Gewichtsteile. Die in  den Beispielen verwendeten wirksamen Sub  stanzen sind folgende:

      
EMI0003.0001     
  
    Beispiel <SEP> Verbindung
<tb>  1. <SEP> Hexachloreyklohexan <SEP> mit <SEP> 13 <SEP> % <SEP> des <SEP> y-Isomeren.
<tb>  2. <SEP> Hexachlorcyklohexan <SEP> mit <SEP> 90 <SEP> % <SEP> des <SEP> y-Isomeren.
<tb>  3. <SEP> a,a-Bis-(p-chlorphenyl)-ss,ss,.-trichloräthan <SEP> (technisch).
<tb>  4. <SEP> Azobenzol <SEP> (technisch).
<tb>  5. <SEP> p-Nitrophenyldiäthylthiophosphat <SEP> (roh <SEP> 70 <SEP> o/oig).
<tb>  6. <SEP> Azobenzol <SEP> (technisch) <SEP> /p <SEP> - <SEP> Nitrophenyldiäthylthiophosphat
<tb>  (roh <SEP> 70 <SEP> 0/aig).
<tb>  7. <SEP> a,a-Bis-(p-chlorphenyl)-ss,ss,ss-trichloräthan <SEP> (technisch).
<tb>  B. <SEP> Hexachlorcyklohexan <SEP> mit <SEP> 13% <SEP> des <SEP> y-Isomeren.

         
EMI0004.0001     
      Zum Vergleich werden in Tabelle     II     Zahlen von üblichen Räuchermitteln ange-    führt; die verwendeten aktiven Verbindungen  sind folgende:  
EMI0005.0002     
  
    Mischung <SEP> Schädlingsbekämpfende <SEP> Substanz
<tb>  1. <SEP> p-Nitrophenyldiäthylthiophosphat <SEP> (roh <SEP> 70 <SEP> %ig).
<tb>  2. <SEP> Azobenzol <SEP> (technisch).
<tb>  3. <SEP> Hexachlorcy <SEP> klohexan <SEP> mit <SEP> 901/o <SEP> y-Isomer.
<tb>  Hexaehloreyklohexan <SEP> mit <SEP> 13% <SEP> y-Isomer.
<tb>  5. <SEP> Hexaehloreyklohexan <SEP> mit <SEP> <B>130/9</B> <SEP> y-Isomer.
<tb>  6. <SEP> Hexachlorey <SEP> klohexan <SEP> mit <SEP> 90% <SEP> y-Isomer.
<tb>  7. <SEP> Hexachlorcyklohexan <SEP> mit <SEP> <B>131/a</B> <SEP> y-Isomer.
<tb>  B. <SEP> a;

  a-Bis-(p-chlorphenyl) <SEP> ss,p,ss-trichloräthan <SEP> (technisch).
<tb>  9. <SEP> Hexaehloreyklohexan <SEP> mit <SEP> 13 <SEP> % <SEP> y-Isomer.
<tb>  10. <SEP> Hexachlorcyklohexan <SEP> mit <SEP> 1311/o <SEP> y-Isomer.       
EMI0006.0001     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Raucherzeugende Mischung zur Schäd lingsbekämpfung, enthaltend mindestens eine verdampfbare schädlingsbekämpfende Verbin dung und Ammoniumbichromat, dadurch ge kennzeichnet, dass sie ausserdem Kalium persulfat enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Mischung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gewichtsver hältnis von Kaliumpersulfat zu Ammonium- bichromat 2 : 3 bis 3 : 2 ist. 2. Mischung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie eine kleine Menge CTuanidinnitrat enthält. 3.
    Mischung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Gewichts- verhältnis von Guanidinnitrat zum Gesamt gewicht von Kaliumpersulfat und Ammo- niumbichromat nicht mehr als 1 : 4 ist. 4. Mischung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Verhältnis 1 : 10 ist. 5.
    Mischung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das Gewichtsver hältnis der verdampfbaren schädlingsbekämp fenden Verbindung zum Gesamtgewicht von Kaliumpersulfat, Ammonittmbichromat und Guanidinnitrat 1 : 100 bis 3 : 2 ist. 6. Mischung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie in kompakter Form vorliegt.
CH307568D 1951-09-14 1952-08-21 Raucherzeugende Mischung zur Schädlingsbekämpfung. CH307568A (de)

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