CH307612A - Fussbekleidung. - Google Patents
Fussbekleidung.Info
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Fussbekleidung. Der Schaumgummi, als gutes Polstermate rial, ist heute allgemein bekannt und wird in der Schuhindustrie als Polstermaterial vielseitig verwendet, z. B. als Schuheinlagen, als Schutz gegen schmerzhaften Druck der Schuhschäfte auf Knöchel und Fersen usw. In allen bisher bekannten Anwendungen in der Fussbeklei dungsindustrie wird der Schaumgummi als Hilfsstoff herangezogen. Es wurde nun gefun den, dass sich der Schaumgummi nicht nur als Hilfsstoff, sondern als eigentlicher Hauptwerk stoff für die Herstellung von Fussbekleidungen, wie Schuhe, Hausschuhe, Finken, Socken und Strümpfe, heranziehen lässt, wobei eine Fuss bekleidung erhalten wird, die sich gegenüber den bekannten Fussbekleidungen aus Leder, Gummi, Kunststoffen, Textilien oder deren Kombinationen in verschiedener Hinsicht vor teilhaft auszeichnet.
Erfitidungsgemäf. ist die Fussbekleidung somit dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe mindestens in ihrem Hauptaufbau aus Schaum gummi besteht.
So lä.sst sich z. B. aus Schaumgummi nach dein Tauchverfahren ein nahtloser Hausschuh herstellen, der sich ohne irgendwelche weitere Verstärkung oder Kombinierung mit einem der üblichen für die Schuhherstellung verwendeten Werkstoffe, durch gute Strapazierfähigkeit, durch grosse Luftdurchlässigkeit, durch gute Wärmeisolierung, durch ein äusserst angeneh mes, weiches und widerstandsloses Tragen und durch leichte, auf den Schuh nicht nachteilig einwirkende Waschbarkeit auszeichnet.
Dass eine derartige Fussbekleidung aus Schaumgummi noch nicht in Vorschlag gebracht wurde, liegt daran, dass Schaumgummi in der Fussbekleidungsindustrie lediglich als Polster material erkannt wurde, wogegen die übrigen dem Schaumgummi innewohnenden Eigen schaften und deren Eignung zur Heranziehung des Schaumgummis als Hauptwerkstoff für die Herstellung von Fussbekleidungen nicht erkannt wurden. Im Sinne der Erfindung soll daher streng zwischen der Verwendung des Schaumgummis als Hilfswerkstoff in der Fuss bekleidung und der erfindungsgemässen Ver wendung des Schaumgummis als eigentlicher Hauptwerkstoff zur Herstellung von Fussbe kleidungen, die den ganzen Fuss und eventuell Unterschenkel umfassen, unterschieden werden.
Gemäss der Erfindung soll die Mitverwendung und @Iitverarbeitung anderer Werkstoffe, wie Leder, Kunststoffe, Gummi, Textilien usw. nicht ausgeschlossen sein, wobei denselben aber lediglich die Rolle als Hilfswerkstoffe zukommt, um die Fussbekleidung aus Schaumgummi zu vervollständigen, zu verzieren, zu verstärken (z. B. Sohlen-, Absatz-, Fersen- und Kappen verstärkungen aus Leder, Gummi, Kunststoffen oder Textilien) oder abzudichten (z. B. Aus- und/oder Umkleidung mit einem Überzug aus einem elastischen Material wie Kunststoffen, Geweben, Gewirk oder Gummi).
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Fussbekleidung, das sich dadurch kennzeichnet, dass dieselbe in ihrem Hauptaufbau durch mindestens einmaliges Tauchen entsprechender Tauchformen in gelier- bare und vulkanisierbare Latex-Schaumgummi- masse hergestellt wird.
Die Herstellung der Fussbekleidung erfolgt z. B. praktischerweise dadurch, dass eine ent sprechende Form in eine wärmesensibilisierte gelierbare und zu Schaum geschlagene Natur oder Kunstkautschuk-Dispersion ein- bis mehr mals eingetaucht wird, wobei die Form jeweils nach dem Herausziehen aus der Schaumgummi masse in eine heisse Atmosphäre, die die Ge- lierung der auf der Form haftenden Schaum schicht bewirkt, gebracht wird.
Da bei der Herstellung der Schaumgummi nach seiner Gelierung durch leichten Druck verdichtet werden kann, wodurch der Schaum gummi gegen Abrieb und gegen Einreissen verstärkt wird, ist es vorteilhaft, diejenigen Partien der Fussbekleidung, die eine Verstär kung aufweisen sollen, durch Druck zu ver dichten und/oder durch linienartiges Prägen mittels Formen zu profilieren, wobei dieser z. B. musterartigen Profilierung die Aufgabe der Verstärkung, aber auch die Aufgabe der Ver zierung zukommen kann.
An Stelle der Ver dichtung oder als Ergänzung zur Verdichtung können die Poren des Schaumgummis an den jenigen Stellen, die verstärkt werden sollen, mit einer Kleblösung, einer Emulsion oder einer Schmelze usw. mindestens teilweise ausgefüllt und nach dem eventuell notwendigen Trocknen durch Druck weiterverdichtet werden. Zum Beispiel können die Poren des Schaumgummis mit einer vulkanisierbaren Latexmischung ganz oder teilweise ausgefüllt werden, worauf nach dem Antrocknen des Latex, durch Druel,:an- wendung, eine Verdichtung vorgenommen wird, so dass nach diesem Verfahren z. B.
Sohlen- und Absatzpartien erhalten werden, die die Eigen schaften und das Aussehen massiver Gummi sohlen aufweisen. Fernerist es vorteilhaft, wenn diejenigen Partien der Fussbekleidung, die einen erhöhten Schutz gegen äussereDruckeinwirkung auf die Füsse aufweisen sollen, eine wesentlich stärkere Schaumgummischicht erhalten und wenn das Innere der Fussbekleidung mit einem Stoff überzogen wird, der das leichtere Ein gleiten des Fusses bewirkt und beim Tragen die Reibung der Haut mit dem Schaumgummi verringert.
Ferner ist es zweckmässig, wenn der Schaumgummi mit einem wasserabstossen- den Mittel imprägniert wird und dass der Schaumgummi aussen oder innen oder allseitig mit einem biegsamen, z. B. elastischen Material, überzogen wird, das entweder den Schaum gummi vor Zerstörung schützt oder die Fuss bekleidung wasserdicht macht oder beide dieser Aufgaben erfüllt.
Eine besondere Art der Verstärkung be steht darin, dass auf die Form vor deren ersten Tauchung in die Schauzngummimasse oder vor der letzten Tauchung in die Schaumgummi masse der Armierung der Fussbekleidung dienende Stoffe aufgebracht werden, z. B. indem die Form mit einem gewirkten Socken über zogen wird, oder indem z. B. vor dem letzten Tauchen der Form Stoffstücke auf die Schaum gummischicht aufgelegt werden.
Claims (1)
- PATENTAXSPRU CII I Fussbekleidung, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe mindestens in ihrem Hauptaufbau aus Schaumgummi besteht. UNTERANSPRÜCHE 1. Fussbekleidung naeh Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Partien, die einer erhöhten Beanspruchung unterworfen sind, durch Verdichtung des Schaumgummis ver stärkt sind. 2. Fussbekleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss Partien der Fuss bekleidung durch musterartige Verdiehtung des Schaumgummis profiliert sind. 3.Fussbekleidung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe Partien aufweist, die durch Füllen der Schaumgummi poren mit einem der Verstärkung des Schaum gummis dienenden Material mindestens teil weise ausgefüllt sind. 4. Fussbekleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe an ein zelnen Stellen durch Anbringung eines biegsa men Materials verstärkt ist. 5. Fussbekleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe minde- stens auf einer Flächenseite mit einer elasti schen Schicht überzogen ist. 6. Fussbekleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumgummi mit einem wasserabstossenden Mittel imprä gniert ist. 7.Fussbekleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe an den hauptbeanspruchten Stellen, zum erhöhten Schutz druckempfindlicher Fusspartien, mit einer verstärkten Schaumgummischicht ver sehen ist. PATENTANSPRUCH II :, Verfahren zur Herstellung der Fussbeklei dung nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass dieselbe in ihrem Hauptaufbau durch mindestens einmaliges Tauchen ent sprechender Tauchformen in gelierbare und v ulkanisierbare Latex-Schaiimguminimasse hergestellt wird.L NTERAN@SPRür CHE B. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung von Verzierungen und Begrenzungslinien die Schaumgummimasse vor der Vulkanisation auf Formen musterartig eingedrückt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass an denjenigen Stel len der Fussbekleidung, wo bessere physikali sche Eigenschaften des Schaumgummis er wünscht sind, die Schaumgummimasse vor der Vulkanisation durch Pressen verdichtet wird. 10.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass auf die Formen vor deren ersten Tauchung in die Schaumgummi masse der Armierung der Fussbekleidung dienende Stoffe aufgebracht werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass vor der letzten Tauchung der Verstärkung der Fussbekleidung dienende Stoffe auf derselben aufgebracht werden.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1102009B (de) * | 1958-03-04 | 1961-03-09 | Spezialmaschinen Co H Ludwig K | Verfahren und Vorrichtung zum Aufvulkanisieren von Gummisohlen auf Leder- oder Stoffschuhwerk in einer Vulkanisierform |
-
1952
- 1952-07-10 CH CH307612D patent/CH307612A/de unknown
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