CH308033A - Uhr. - Google Patents
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- G—PHYSICS
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- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
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Description
Uhr. Die Erfindung betrifft eine Uhr, z. B. eine Armband- oder Taschenuhr, deren Gehäuse, in dessen Inneren ein Vakuum herrscht, einen das Werk aufnehmenden, wärmeisolierenden Teil aufweist, welcher eine metallische Um kleidung trägt.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt, und es zeigen: Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Uhr, in senkrechtem Längsschnitt, Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel, ebenfalls in senkrechtem Längsschnitt, Fig. 3 eine erste Ausführungsform der Aufziehwellendurchführung, in Axialschnitt, Fig. 4 eine zweite Ausführungsform der Aufziehwellendurchführung in Axialschnitt. In beiden,
in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen weist das Gehäuse der Uhr eine das Uhrwerk A aufnehmende, im Grundriss runde oder eckige Kapsel C aus wärmeisolierendem Material, z. B. thermo plastischem Kunststoff, auf. Bei der in Fig.1 dargestellten Ausführungsform ist am obern, innern Rand der Kapsel C ein Absatz 5 zur Aufnahme des Auflegerandes 6 des Uhrwerkes A vorgesehen. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform sitzt das Uhrwerk A mit seinem Auflagerand 6 auf der obern, ebenen Ringfläche 7 der Wand 2 der Kapsel C auf.
Das Uhrwerk A ist bei beiden Ausführungs formen in dem Werkraum B der aus einem tück bestehenden Kapsel C durch deren Bo- 0 den 1 von unten und durch deren Umfangs wände 2 von aussen umschlossen, darin also vollständig versenkt und passt sich mit seinem Umfang 3 dem Innenumfang 4 der Kapsel C an. Die Kapsel C ist bei beiden Ausführungs formen durch ein Uhrglas aus wärmeisolie rendem Material, z. B. thermoplastischem Kunststoff, abgedeckt.
Dabei ist zwischen die obere Ringfläche 7 der Kapsel C und die Unterfläche 8 des Uhrglasrandes ein Dich tungsring 10 aus elastischem Werkstoff ein- gelegt.
Zur Durchführung der Aufziehwelle 11 des Uhrwerkes A weist die Gehäusekapsel C bei beiden Ausführungsformen in ihrer Wand 2 eine von innen nach aussen sich erweiternde Durchbrechung und im äussern und weiteren Teil derselben eine Dichtung auf. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Durch brechung stufenweise erweitert und besteht aus einem innern, kurzen zylindrischen Teil 12 von wenig grösserem Durchmesser als die Aufziehwelle 11 und aus einem äussern, langen Teil 13 von etwa dreimal so grossem Durch messer als die Aufziehwelle 11.
In dem Ring raum zwischen der Aufziehwelle 11 und dem Teil 13 der Durchbrechung sitzt eine U-för mig gebogene, mit ihrer offenen Seite nach aussen gewandte Dichtungsmanschette 14, welche sich selbsttätig und bei Herrschen eines Unterdruckes im Gehäuseinnern verstärkt dichtend an die Teile 11 und 13 anlegt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 -ist die Durchbrechung 15 der Gehäusekapsel C kegel förmig, besitzt einen ovalen Querschnitt und enhält einen die Aufziehwelle mit seiner Boh rung 16 unter eigener Spannung umschliessen ; den Dichtungskegel 17, z. B. aus Weichgummi, welcher ebenfalls bei Herrschen eines Unter druckes im Werkraum B durch den äussern Luftdruck verstärkt dichtend an die Teile 11 und 15 angelegt wird.
Durch die kegelige Cre- staltung des Dichtungsteils 17 erhält dessen nach aussen gewandte Fläche, auf welche der Luftdruck wirkt, eine solche Grösse, dass der Kegel 17 verstärkt dichtend in den hohl kegeligen Durchgang 15 eingedrückt wird. Um lange Durchgänge zu erzielen und entspre chend lange Dichtungen 14 bzw. 17 unter bringen zu können, ist der dieselben aufneh mende Teil 18 (siehe Fig. 3 und 4) der Wand 2 der Kapsel C verdickt.
Zum Festhalten der Aufziehwelle 11 ist auf dem äussern, mit Ge winde 19 versehenen Ende derselben eine Auf ziehkrone 20 aufgeschraubt und mittels Ge genmutter 21 festgezogen.
Im Gehäuse bzw. im Werkraum B herrscht Unterdruck, der dadurch erzeugt wird, dass die Uhr in ein Unterdruckgefäss eingelegt und diesem und damit auch dem Werkraum B die Luft entzogen wird. Der Unterdruck im Werk raum B bleibt erhalten, weil das Gehäuse, wie oben beschrieben, dicht schliessend gestaltet ist.
Die erwähnte Gehäusekapsel C und der Rand des Uhrglases D sind von einem metal lenen Rahmen E umfasst, dessen Innenumfang 22 dem Aussenumfang 23 der Umfangswand 2 der Gehäusekapsel C entspricht. Bei der Aus- führungsform nach Fig. 1 ist der Aussenrand 9 des Uhrglases D kegelmantelförmig und der Oberteil des Rahmens E an der innern Seite seines einspringenden Randes 24 entsprechend hohlkegelig gestaltet.
Bei der Ausführungs form nach Fig: 2 weist das Uhrglas D eine S-förmig gekröpfte Randpartie 25 und deren äusserer Teil 26 eine obere ebene Ringfläche 27 auf, über welche eine untere ebene Ringfläche 27 des einspringenden Oberrandes des Rah mens E greift. Der Rahmen E weist noch 'die Hörner 28 mit den Armbandanschluss- Stegen 29 auf.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind an den innern Unterrändern des Rahmens E einwärts ragende Wulste 30 von halbkreis förmigem Querschnitt vorgesehen, welche in entsprechende Vertiefungen 31 an den benach barten Seitenwänden 2 der Gehäusekapsel C eingreifen. - Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind Stifte 32 quer durch das Uhr gehäuse in Bohrungen des Rahmens E und in diesen entsprechende, an dem letzteren und der Gehäusekapsel C an deren einander be nachbarten Seiten 22, 23 angeordneten halb kreisförmigen, nach Zusammenfügen der Ge häuseteile C, E zu einem kreisförmigen Quer schnitt sich ergänzenden Vertiefungen 34, 35 eingeführt. Der Rahmen Eist in einem Ar beitsgang, z.
B. durch Spritzguss aus Schwer- oder Leichtmetall geformt und dient dazu, die aus weniger hartem Werkstoff bestehende Ge häusekapsel C gegen Beschädigung zu schüt zen.
Die beschriebene Bauart des Uhrgehäuses hat die folgenden Vorzüge: Durch das Va kuum im Werkraum B wird der Luftwider stand für die schnell beweglichen Teile, z. B. die Unruhe und die Hemmung, aufgehoben. Dadurch kommt man mit einer schwächeren Antriebsfeder aus. Durch den Entzug der Luft aus dem Werkraum B wird auch Luft feuchtigkeit mit entfernt und dadurch beim Abkühlen der Uhr das Beschlagen des Uhr glases von innen und der Werkteile und das Oxydieren der letzteren vermieden. Auch das Eindicken oder Zersetzen des Öls unterbleibt. Die aus Kunststoff bestehende Gehäusekapsel C fühlt sich auf der Haut des Uhrträgers körperwarm an und oxydiert nicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH.- Uhr, dadurch gekennzeichnet, dass deren Gehäuse, in dessen Inneren ein Vakuum herrscht, einen das Werk aufnehmenden, wärmeisolierenden Teil aufweist, welcher eine metallische Umkleidung trägt. UNTERANSPRÜCHE 1. Uhr nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dessen das Werk aufneh- tuender Teil eine Kapsel aus wärmeisolieren dem Kunststoff ist. 2. Uhr nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kunststoff bestehende Gehäusekapsel durch ein ebenfalls aus Kunststoff bestehendes Uhrglas unter Zwischenlage einer elastischen Dichtung geschlossen ist. 3.Uhr nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der aus der Gehäusekapsel, dem dieselbe abdeckenden Uhrglas und der zwi schen denselben eingespannten Dichtung be stehende Gehäuseteil an seinem Umfang von einem metallenen Gehäuseteil umfasst ist. 4. Uhr nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, dass der metallene Gehäuseteil aus einem Rahmen besteht, welcher die Gehäusekapsel an ihrem Umfang um- und den Rand des Uhr glases überfasst. 5.Uhr nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch, gekennzeich net, dass in einer Durchbrechung in der Wand der Gehäusekapsel eine bei Erzeugung eines Vakuums im Gehäuseinnern sich selbsttätig verstärkende Dichtung für die Aufziehachse eingebaut ist. 6. Uhr nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass die Durchbrechung für die Aufzieh- achsendurchführung sich von innen nach aussen erweitert. 7.Uhr nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Durchbrechung für die Auf ziehachsendurchführung sich stufenweise von innen nach aussen erweitert und im äussern weiteren Teil eine Dichtungsmanschette von nach aussen offenem U-förmigem Querschnitt enthält. B. Uhr nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeich net, dass die Durchbrechung für die Aufzieh- achsendurchführung kegelig gestaltet ist und einen Dichtungskegel aus Weichgummi ent hält.J. Uhr nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 6 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass die kegelige Kapselwand durchbrechung und der Dichtungskegel ovalen Querschnitt haben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE308033X | 1950-11-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH308033A true CH308033A (de) | 1955-06-30 |
Family
ID=6121599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH308033D CH308033A (de) | 1950-11-29 | 1951-11-28 | Uhr. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH308033A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3030763A (en) * | 1959-06-23 | 1962-04-24 | Hans U Klingenberg | Waterproof watch casing |
| DE1201258B (de) * | 1959-06-23 | 1965-09-16 | Hans Ulrich Klingenberg | Verfahren zum Erzeugen eines Unterdruckes im Inneren eines Uhrgehaeuses und zur Durch-fuehrung dieses Verfahrens hergestelltes Uhrgehaeuse |
-
1951
- 1951-11-28 CH CH308033D patent/CH308033A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3030763A (en) * | 1959-06-23 | 1962-04-24 | Hans U Klingenberg | Waterproof watch casing |
| DE1201258B (de) * | 1959-06-23 | 1965-09-16 | Hans Ulrich Klingenberg | Verfahren zum Erzeugen eines Unterdruckes im Inneren eines Uhrgehaeuses und zur Durch-fuehrung dieses Verfahrens hergestelltes Uhrgehaeuse |
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