CH308115A - Elektrodynamisches Relais. - Google Patents

Elektrodynamisches Relais.

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CH308115A
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CH
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plunger coil
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relay
electrodynamic
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Inventor
Automata S A R L
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Automata S A R L
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H53/00Relays using the dynamo-electric effect, i.e. relays in which contacts are opened or closed due to relative movement of current-carrying conductor and magnetic field caused by force of interaction between them
    • H01H53/01Details
    • H01H53/015Moving coils; Contact-driving arrangements associated therewith

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  • Relay Circuits (AREA)

Description


      Elektrodynamisches    Relais.    Die meisten auf dem Markt bekannten Re  lais besitzen eine Magnetspule mit Kern und  Anker, der den Magnetkreis beim Einschalten  der Spule schliesst. Infolge der Massen des  Ankers und des für die Betätigung der Kon  takte notwendigen Ankerweges sind die Schalt  zeiten dieser Relais, wenn man das Prellen der  Kontakte vermeiden     will,    relativ gross. Durch  die quadratische Zunahme der magnetischen  Anzugskraft beim Durchschreiten des Anker  wegen ist eine relativ hohe Erregerleistung  zum Betätigen des Relais notwendig. Bei dem  nachstehend beschriebenen elektrodynami  schen Relais werden diese Nachteile vermieden.

    Das elektrodynamische Relais eignet sich be  sonders in solchen Fällen, bei welchen eine  sehr kleine Schaltzeit und hohe Schalthäufig  keit bei einer relativ grossen Schaltleistung  verlangt wird. Das neue Relais lässt sich als  einfacher Ein- und Ausschalter oder Umschal  ter mit     Mittelruhestellung    ausführen. Erfin  dungsgemäss wird dieses Ziel dadurch erreicht,  dass eine in einem Ringspalt eines Magneten  angeordnete Tauchspule durch eine Steuer  spannung erregt wird, infolge deren sie axiale  Bewegungen ausführt und dabei ein oder meh  rere Schleifkontakte mitbewegt, die ein oder  mehrere Stromkreise steuern.  



  Im Gegensatz<B>zu'</B> den elektromagnetischen  Relais ist bei dem elektrodynamischen Schnell  schaltrelais die     Aus'lenkkraft    proportional zu  dem Erregerstrom, das heisst über den ganzen  Schaltweg linear. Die Rückzugsfeder     kann     dabei leicht so dimensioniert werden, dass sich    gleiche Anzugs- und Abfallzeiten ergeben. Bei  den elektromagnetischen Relais ist die Dimen  sionierung der Rückzugsfeder und der Erre  gung von der geforderten Anzugs- und Ab  fallzeit abhängig und für beide Fälle ver  schieden. Durch das Fehlen grösserer Anker  massen wird eine ausserordentlich kurze Schalt  zeit erreicht.

   Da bei den neuzeitlichen Ma  schinensteuerungen, insbesondere den     Werk-          zeugmaschinensteuerungen,    die Massgenauig  keit von der Schaltzeit der Relais vielfach ab  hängig ist, anderseits viele neue     Steuerungs-          verfahren    bisher infolge Fehlens schnellschal  tender Relais nicht angewandt werden konn  ten, wird     durch'das    elektrodynamische Relais  eine wertvolle Erweiterung und Verbesserung  der Industriesteuerungen erreicht.  



  Das elektrodynamische Relais lässt sich,  wie die nachfolgende Beschreibung von Aus  führungsbeispielen zeigt, auch als elektro  dynamisches     Frequenzrelais    ausbilden. Die  auf dem Markt bekannten     Frequenzrelais    be  sitzen eine schwingende     Zunge,    die elektro  magnetisch erregt wird. Bei einer entspre  chend starken     Auslenkung    der Zunge     wird    ein  Kontakt betätigt.

   Die Zunge ist auf eine     be.     stimmte Frequenz abgestimmt, so dass sie nur  dann ihren maximalen Ausschlag erhält, wenn  die Erregerfrequenz mit der Zungenfrequenz       übereinstimmt.    Durch die Zunge wird dabei  ein     Federkontakt    abgehoben oder angedrückt,  wodurch dann ein an diesem Kontakt ange  schlossener Stromkreis geschaltet wird. Die  Resonanzfrequenz der Metallzunge hängt nicht      nur von ihrer Masse und ihren Abmessungen  ab, sondern sie ist auch mitbestimmt durch den  Kontaktdruck der zu schaltenden Kontakte       und    der Art der Befestigung der Relais.

   In  den meisten Fällen muss das     Frequenzrelais     auf eine ganz     bestimmte    Frequenz abgestimmt  werden, was infolge der beschriebenen Abhän  gigkeiten der Eigenfrequenz der Zunge um  ständlich ist. Da die Kontaktfeder durch die  Zunge     bewegt    wird, wird deren Resonanz  schwingung durch den Kontakt wesentlich  beeinflusst. Aus diesem Grunde können die  Kontakte nur für eine sehr geringe Schalt  leistung ausgelegt werden. Bei einem nach  dem elektrodynamischen Prinzip arbeitenden       Frequenzrelais    können die obigen Nachteile  der bekannten elektromagnetischen Frequenz  relais vermieden werden.  



  Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung  werden an Hand der Zeichnung näher erläu  tert.  



       Fig.    1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau  eines elektrodynamischen     Schnellschaltrelais.          Fig.    2 zeigt ein elektrodynamisches     Fre-          quenzrelais.     



  Gemäss der     Fig.1    besteht das elektrodynami  sche     Schnellschaltrelais    aus     einem    Ringspalt  magneten 1, in den     eine    Tauchspule 2 eintaucht.  Für     denRingspaltmagnetenkann    ein permanen  ter Magnet oder ein Elektromagnet verwendet  werden. Die Tauchspule 2 wird zentrisch  durch     die    federnde Membrane 3 im Ringspalt  4 gehalten. Mit der Tauchspule 2 starr ver  bunden ist der Träger 5, an dem der Schleif  kontakt 6 befestigt ist. Die Tauchspule wird  durch das Anlegen der Erregerspannung an  die     Klemmen    7 und 8 proportional zum Tauch  spulenstrom axial verschoben; dabei wird der  Schleifkontakt 6 mitbewegt.

   Der Schleif  kontakt 6 gleitet auf einer Kontaktbahn 9,  die aus den Kontaktsegmenten 10 und 11 be  steht, zwischen welchen das     Isolierstück    12 an  geordnet ist. An dem Kontaktsegment 10 ist  das zu schaltende Relais R1 und an dem Kon  taktsegment 11 das Relais R2 angeschlossen.  Diese beiden Relais R1 und R2 liegen am Plus  pol     einer    Gleichspannung, deren Minuspol mit  dem Schleifkontakt 6 verbunden ist. In der         Ruhelage    des elektrodynamischen Relais liegt  der Schleifkontakt 6 auf dem Isolierstück 12  der Kontaktbahn 9 auf.

   Wird die Tauchspule  mit Gleichstrom erregt, das heisst wird eine  Gleichspannung an die Klemmen 7 und 8 ge  legt, so bewegt sich die Tauchspule je nach  der Richtung des Stromes nach oben oder  unten, wodurch der     Schleifkontakt    6 auf die  Segmente 10 oder 11 zu liegen kommt. Da  durch wird das Relais     R1        bzw:    R2 eingeschal  tet. Für die Kontaktbahn 9 können die ver  schiedensten Kontaktausführungen gewählt  werden, wie z. B. Schleifkohlen, Kupferbür  sten, Kontaktrollen usw. Es kann auch die An  zahl der Kontakte sowie die Anordnung der  Kontaktsegmente beliebig gewählt werden,  so dass man auch mehr als zwei Stromkreise  gleichzeitig mit dem elektrodynamischen Re  lais steuern kann.

   Ferner lassen sich auch  mehrere Kontakte parallel nebeneinander an  ordnen, so dass das Relais für höhere Schalt  leistungen verwendet werden kann.  



  Ferner kann man auch auf der Schleifbahn.  zwei Kontakte so anordnen, dass zwei Strom  kreise damit gesteuert     werden    können, wobei  ein Stromkreis unterbrochen ist, wenn die  Tauchspule die Ruhelage erreicht, während  der andere Stromkreis bei dieser Stellung ge  schlossen ist und der Schaltvorgang sich um  kehrt, sobald die Tauchspule in den permanen  ten Ringspalt des Magneten eintaucht.  



  Das in der     Fig.    2 gezeigte     Frequenzrelais     besteht ebenso wie das Schaltrelais nach     Fig.    1  aus einem     elektro-    oder permanenten Ring  spaltmagneten 1, in dessen Ringspalt 4 eine  Tauchspule 2 derart aufgehängt ist, dass sie  axiale Bewegungen ausführen kann.     An    die  Tauchspule 2 wird mittels der Klemmen 7 und  8 die Steuerfrequenz gelegt. Die Tauchspule 2  erreicht ihre grösste     Auslenkung,    wenn die auf  gedrückte Frequenz mit der Resonanzfrequenz  der Zunge 13, an welcher die Tauchspule be  festigt ist, übereinstimmt. Zusätzlich mit der  Tauchspule 2 verbunden ist der Kontaktträger  5, an dem der Schleifkontakt 6 befestigt ist.

    Der Schleifkontakt 6 gleitet auf der Kon  taktbahn 9 auf und ab, die aus einem iso  lierten Körper besteht, der die beiden Kon-           taktsegmente    (aus Messing oder Kupfer) 10       und    11 trägt. Die Kontakte 1.0 und 11 sind  so angeordnet, dass erst bei einer gewissen       Auslenkung    der Tauchspule der Schleifkon  takt 6 auf denselben zum Aufliegen kommt.

    Durch die rasche Schaltfolge des Schleifkon  taktes 6, das heisst die beiderseitige     Aus-          nützung    der     Schwingungsamplitude,        kann     über die beiden     Kontakte    der an die     Klemmen     14 und 15 einpolig angeschlossene Stromver  braucher sicher geschaltet werden. Das andere       Spulenende    des Stromverbrauchers wird an  eine Gleichspannung gelegt, deren anderer  Pol zur Klemme 16 geführt wird. Die     Klemme     16 ist mit der Kohlebürste 6 leitend verbun  den.  



  Bei den marktüblichen elektromagneti  schen     Frequenzrelais    wird durch die     Eigen-          Frequenz    der Zunge, wie bekannt, eine Kon  taktfeder derart mitgenommen, dass diese  einen Kontakt so lange offenhält, bis die  Zunge des     Frequenzrelais    eine genügend hohe  Amplitude aufweist. Sobald also die Ampli  tude durch die Kontaktfeder oder sonstige  Einflüsse stärker gedämpft     wird,    findet keine  einwandfreie Kontaktunterbrechung oder Kon  taktgabe mehr statt. Infolge dieser Betäti  gungsart können bei den elektromagnetischen       Frequenzrelais    nur sehr kleine Kontaktwege  und mithin kleine Schaltleistungen bewältigt  werden.

   Bei dem beschriebenen elektro  dynamischen Relais ist hingegen die zur Ver  fügung stehende Kraft für die     Auslenkung     der Zunge und der Kontakte sehr gross, wo  bei eine Prellung der Kontakte nicht auftreten  kann, da diese als Schleifkontakte ausgebildet  sind und ausserdem die Dämpfung wesentlich  kleiner ist und stets konstant bleibt.  



  Das beschriebene elektrodynamische     Fre-          quenzrelais    lässt sich aber nicht nur für grö  ssere Schaltleistungen verwenden, sondern  auch für höhere Frequenzbereiche auslegen,  wodurch die Möglichkeit besteht, neuartige       Frequenzsteuerungen    für die verschiedensten  Fertigungsmaschinen zu- bauen, insbesondere  solche, bei denen die von Hand einmalig aus  geführten Bedienungsvorgänge in Frequenz  impulse zerlegt,     aufgezeichnet    und mit Hilfe    eines     Magnetogrammträgers    beliebig oft re  produziert werden können.  



  Die     Fig.    2 zeigt nur ein grundsätzliches  Ausführungsbeispiel des elektrodynamischen       Frequenzrelais.    Dieses kann selbstverständ  lich auch noch anders ausgebildet werden. So  ist es z. B. möglich, zwei Zungen vorzusehen,  die um einen bestimmten Betrag voneinander  abweichende     Eigenfrequenzen    aufweisen.  Beide Zungen können hierbei an der Tauch  spule befestigt und fest miteinander gekoppelt  werden. Ein solches     Frequenzrelais    besitzt bei  hoher Flankensteilheit eine grosse Randbreite,  wie es für bestimmte Zwecke erforderlich ist.  Ferner kann eine Vorrichtung vorgesehen wer  den, durch welche die Eigenfrequenz der       Zunge    13 einstellbar ist. So ist es z. B.

    möglich, die Blattfeder 13 durch zwei ver  schiebbare Rollen auf die gewünschte Eigen  frequenz einzustellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrodynamisches Relais, dadurch ge kennzeichnet, dass eine in einem Ringspalt eines Magneten angeordnete Tauchspule durch eine Steuerspannung erregt wird, wodurch sie axiale Bewegungen ausführt und dabei ein oder mehrere Schleifkontakte mitbewegt, die ein oder mehrere Stromkreise steuern. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Elektrodynamisches Relais nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die Tauchspule eine Gleichspannung gelegt und infolge der dadurch erzielten Auslenkung der Tauchspule die Einschaltung eines Strom kreises mit Hilfe eines mit der Tauchspule starr verbundenen Sehleifkontaktes und eines auf dessen Schleifbahn angeordneten Kontaktes bewirkt wird und dass beim Ausschalten der Gleichspannung der Tauchspule, die dadurch wieder in ihre Ruhelage gelangt, eine Aus schaltung des vorher eingeschalteten Strom kreises erzielt wird.
    2. Elektrodynamisches Relais nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass auf der Schleifbahn zwei Kontakte so angeordnet sind, dass bei Aus- schalten der Gleichspannung, das heisst, wenn die Tauchspule die Ruhelage erreicht, ein zwei ter Stromkreis geschlossen, wird. 3.
    Elektrodynamisches Relais nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass auf der Schleifbahn zwei Kontakte mit einem dazwischenliegenden Iso- lierteil angeordnet sind, auf dem der Schleif kontakt in der Ruhelage der Tauchspule auf-- liegt, und dass bei Anlegen einer Gleichspan nung je nach ihrer Polung der eine oder an dere von zwei Stromkreisen geschlossen wird. 4.
    Elektrodynamisches Relais nach Patent anspruch, als Frequenzrelais ausgebildet, da durch gekennzeichnet, dass die Tauchspule durch eine auf eine bestimmte Frequenz abge stimmte federnde Zunge in Ruhelage zentrisch im Ringspalt gehalten wird und beim Anlegen einer mit der Zungenfrequenz übereinstim menden Wechselspannung in Schwingung ge rät, wodurch mit Hilfe des mit der Tauchspule starr verbundenen Schleifkontaktes ein Strom kreis eingeschaltet wird. 5.
    Elektrodynamisches- Relais nach Patent anspruch, als Frequenzrelais ausgebildet, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe zwei Zun gen besitzt, die auf verschiedene Eigenschwin- gungen abgestimmt und fest mit der Tauch spule gekoppelt sind, um bei hoher Flanken steilheit eine grosse Bandbreite zu erreichen.
CH308115D 1952-12-09 1952-12-09 Elektrodynamisches Relais. CH308115A (de)

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