CH308132A - Verfahren zur Herstellung eines basischen Äthers. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines basischen Äthers.

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CH308132A
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benzophenone
oxy
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Farbwerke Hoechst Akt Bruening
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Hoechst Ag
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      Verfahren    zur Herstellung eines     basischen    Äthers.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von basischen     Äthern    der Formel  
EMI0001.0004     
    wobei X für C0,     CHOH    oder     CH2,        R,    für       Alkyl,        Aryl    oder     Aralkyl    und R2 für ein     ali-          phatisches    Radikal, das durch einen basischen  stickstoffhaltigen Rest     aliphatischen    Charak  ters substituiert ist, stehen.

   Diese basischen  Äther weisen wertvolle therapeutische Eigen  schaften auf oder können als Zwischenpro  dukte Verwendung finden.  



  Insbesondere     zeichnen    sich die     Benzophe-          nonderivate,    das heisst die     Verbindungen,    in  denen X für CO steht, durch ihre pharmako  logische Wirksamkeit aus.  



  Die basischen Äther der obigen Formel  können in folgender Weise gewonnen werden:  Verbindungen der Formel  
EMI0001.0018     
    werden in beliebiger     Reihenfolge    an der     Car-          boxylgruppe    verestert und an der     phenoli-          schen        Hydroxylgruppe    mit einer     aliphatischen            Verbindung,    die einen     basischen    stickstoffhal  tigen Rest     aliphatischen        Charakters    trägt,     ver-          äthert.     



  Als     aliphatische    Radikale, die durch     einen     basischen stickstoffhaltigen Rest     aliphatischen     Charakters     substituiert    sind, kommen in  Frage:     Aminoalkyl        wie        Aminoäthyl,        Dialkyl-          aminoalkyl        wie        Dimethylaminoäthyl,        Diäthyl-          aminoäthyl,        Imidazolinomethyl,        Pyrrolidino-          äthyl,        Piperidinoalkyl,

          Amidinoalkyl    u. a.  



  Insbesondere sind     Piperidinoalkylreste,    vor  allem der     Piperidinoäthylrest,        geeignet.    So  zeichnet sich beispielsweise das     4'-(f-Piperi-          dino-äthoxv)    -     2-carbomethoxy-benzophenon-          chlorhvdrat    unter anderem durch hervor  ragende     spasmolytisehe        Wirkung    aus.  



  Man kann beispielsweise     4'-Oxy-benzophe-          non-2-carbonsäure        zunächst    mit einem niede  ren     aliphatischen        Alkohol,    wie beispielsweise  Methanol, Äthanol,     Porpanol,        Isopropylalko-          hol,        Butanol,        Isobutylalkohol,    verestern und  dann die erhaltenen     4'-Oxy-benzophenon-2-          carbonsäureester    mit     aliphatischen    Verbin  dungen,

   die einen basischen stickstoffhaltigen  Rest     aliphatischen        Charakters    tragen,     ver-          äthern.    In derselben Weise kann man, aus  gehend von veresterten     Diphenylmethancar-          bonsäuren    bzw.     Benzhydrolcarbonsäüren,    zu  den entsprechenden     Diphenylmethanderivaten     bzw.     Benzhydrolderivaten    gelangen.

       Eine    an  dere     Möglichkeit    ist die     Veresterung    der be-           reits    in     4'-Stellung        verätherten        Carbonsäuren.     Man     kann    aber auch zur Herstellung basi  scher Äther der     @'-Oxy-diphenyl-methancar-          bonsäureester    von der     4'-Oxy-benzophenon-          carbonsäure-(2)    ausgehen und in einer Zwi  schenstufe des Verfahrens die brückenstän  dige     Ketogruppe    in eine     Methylengruppe,

       etwa über die     Benzhydrolstufe,    überführen,  oder umgekehrt die     Methylengruppe    durch  Oxydation in die     Ketogruppe    überführen.  



  Bezüglich der Überführung der Verbin  dungen vom     Typ    des     Benzophenons    in Ab  kömmlinge des     Benzhydrols    und des     Diphe-          nylmethans    oder umgekehrt der     Überführung     von Verbindungen vom Typ des     Diphenyl-          methans    in solche vom     Typ    des     $enzophenons,     also der     Reduktion    oder Oxydation der     brük-          kenständigen        Keto-    bzw.

       Methylengruppe,        ste=          hen    ebenfalls verschiedene Methoden zur Ver  fügung. Man     kann    zum Beispiel eine Reduk  tion von Verbindungen des     Benzophenontyps     mit Zink     und    Salzsäure zur     Benzhydrolstufe,     oder in alkalischem Medium mit Zink und       Ammoniak    zur     Diphenylmethanstufe    vorneh  men. Es ist aber auch katalytische Reduktion  möglich, die gegebenenfalls über die     Benz-          hydrolstufe    geleitet werden kann.

   Desgleichen  können Verbindungen des     Benzhydroltyps     oder des     Diphenylmethantyps    mit     oxydativen          Mitteln,    z. B. Chromsäure, in Abkömmlinge  des     Benzophenons    übergeführt werden.  



  Zur     Verätherung    der     phenolischen        Oxy-          gruppe    sind verschiedene Methoden anwend-    bar. Vorteilhaft setzt man     Alkali-    oder     Erd-          alkaliphenolate    mit reaktionsfähigen Estern  von     aliphatischen    Alkoholen um, die durch  einen basischen stickstoffhaltigen Rest     alipha-          tischen    Charakters substituiert sind, z.

   B. mit       Halogenwasserstoffsäureestern,        Alkyl-    oder       Arylsulfonsäureestern,        Schwefelsäureestern     oder     Alkylschwefelsäureestern    der genannten  Alkohole.  



  Man kann aber auch die freien     Phenole          veräthern;    dabei empfiehlt sich jedoch der  Zusatz eines säurebindenden Mittels, z. B. von  Pottasche.  



  Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung  der basischen Äther führt über reaktions  fähige     Zwischenprodukte    der     Verätherung,     z. B.     Cyanalkyläther    der Formel  
EMI0002.0065     
    die sich nach an sich     bekannter    Weise in       Amidine    oder     Imidazoline    überführen oder zu  basischen     unsubstituierten        Aminoäthern    redu  zieren lassen.  



  Gegenstand des Patentes ist nun ein Ver  fahren zur Herstellung von     4'-(f-Piperidino-          äthoxy        )-2-carbomethoxy-benzophenon,    welches  dadurch     gekennzeichnet    ist, dass man     4'-Oxy-          benzophenoncarbonsäure-(2)-methylester    mit       ss-Piperidino-äthylchlorid        veräthert.     



  Die so erhaltene Verbindung der Formel  
EMI0002.0079     
    bildet ein Hydrochlorid, welches einen       Schmelzpunkt    von 168 -169  aufweist und in  Wasser leicht löslich ist. Die Base und vor  allem die entsprechenden Salze, insbesondere  das Hydrochlorid, stellen wertvolle     Spasmoly-          tika    vom     Papaverintyp    dar und sind     daneben     noch als     Parasympathikolytika    und als     Anti-          histaminika    wirksam.

      <I>Beispiel:</I>  29 g     4'-Oxy-benzophenoncarbonsäure-(2)-          methylester    werden in 280     cm3    trockenem     Me-          thyläthylketon    mit 33,4 g     ss-Piperidino-äthyl-          ehlorid    und 31 g trockenem     Kaliumcarbonat     334 Stunden     unter        Rückfluss    zum Sieden er  hitzt.

   Nach dem Erkalten wird filtriert, das       Methyläthylketon    und die     überschüssige    Base      im     Vakuum        abdestilliert    und der     Rückstand          mit    Äther und Natronlauge geschüttelt.

   Die  entstandene Ätherlösung wird mit Wasser ge  waschen und mit     Kaliumcarbonat        getroeknet.     Zur     Isolierung    der Substanz kann wie folgt  vorgegangen werden: Die ätherische Lösung  wird mit alkoholischer Salzsäure versetzt, bis  die Lösung gegen Kongopapier sauer reagiert,  wobei das     Ohlorbydrat    des     4'-(ss-Piperidino-          äthoxy)    - 2 -     carbomethoxy    -     benzophenons    zu  nächst schmierig ausfällt.

   Es wird durch An  reiben mit     Isopropylalkohol    kristallin und  kann zur völligen Reinigung aus     Isopropyl-          alkohol    umkristallisiert     werden.    Die     Ausbeute     beträgt 22 g, der     Schmelzpunkt    168-169 .

Claims (1)

  1. PATENTAI\TSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 4'-(f3-Pipe- r. idino - äthoxy) -2-carbomethoxy- benzophenon, dadurch gekennzeichnet, dass man 4'-Oxy- benzophenoncarbonsäure-(2)-methylester mit 2a ss-Piperidino-äthylchlorid veräthert. Das 4'-(ss-Piperidino-äthoxy)-2-carbometh- oxy-benzophenon bildet ein Hydrochlorid,
    welches einen Schmelzpunkt von 168-169 aufweist und in Wasser leicht löslich ist. Die 2s Base und vor allem die entsprechenden Salze, insbesondere das Hydrochlorid, stellen wert volle Spasmolytika vom Papaverintyp dar und sind daneben noch als Parasympathikoly- tika und als Antihistaminika wirksam. 30
CH308132D 1951-05-26 1952-05-24 Verfahren zur Herstellung eines basischen Äthers. CH308132A (de)

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