CH308566A - Verfahren zur Herstellung von Trichlor-isoindolenin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trichlor-isoindolenin.

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CH308566A
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trichloroisoindolenine
phthalimide
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phosphorus pentachloride
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Aktiengesellschaft Farbe Bayer
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Bayer Ag
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  Verfahren     zur        Herstellung    von     Trichlor-isoindolenin.       Es wurde gefunden, dass man neue chlor  haltige Verbindungen erhält, wenn man       Phthalimid    oder solche Verbindungen, die  unter den     Reaktionsbedingungen    in     Phthal-          imid    übergehen, wie     o-Cyanbenzoesäure    und  deren Chlorid, mit     Phosphorpentachlorid    be  handelt. An Stelle des     Phthaliinids    können  auch dessen     Kernsubstitutionsprodukte,    wie  z.

   B. die Halogen-,     Nitro-,        Alkyl-    oder     Aryl-          derivate,        verwendet    werden.    Die Umsetzung erfolgt durch Erwärmen  der     Reaktionspartner,    zweckmässig in einem  gegen     Phosphorpentachlorid    indifferenten  Lösungsmittel, wie     Phosphoroxychlorid,    Chlor  benzol oder     o-Diclilorbenzol.    Bei der Einwir  kung von 1     Mol        Phosphorpentachlorid    auf.

    1     Mol        Diearbonsäureimid    entsteht zunächst  das bisher unbekannte     1-Chlor-3-oxo-isoin-          dolenin    (I), das bei Einwirkung von einem  zweiten     Mol        Pliosphorpentachlorid    in das       1,3,3-Ti-ichlor-isoindolenin        (1I)    übergeht.  
EMI0001.0031     
    Das     1,3,3-Trichlor-isoindolenin    ist bisher  unbekannt.

   Es ist farblos, im Vakuum     unzer-          setzt    destillierbar     (Kp7=130 )    und bei ab  solutem     Feuehtigkeitsausschluss    aus     Cyclo-          hexan    gut zu kristallisieren. Es bildet derbe  flache Rhomben vom Pp. 106 bis 107 .  Das     1-Chlor-3-oxo-Isoindolenin    hat, ent  sprechende     Eigenschaften        (Kp14=159-160 ,     Pp.     77-7811).     



  Neben diesen Verbindungen treten teils  als Vorprodukte, teils als stabile Nebenpro  dukte andere Produkte auf, deren Konsti-         tution    noch nicht geklärt ist. Sie bilden sich  vor allem bei höherer Umsetzungstemperatur.  Bei sauer substituierten     Phthalimiden,    wie       4-Nitro-    oder     Tetraehlorphthalimid,    treten sol  che Nebenprodukte nicht auf.  



  Die nach vorliegendem     Verfahren    erhält  lichen Verbindungen enthalten sehr leicht  austauschbares Chlor. Das     1,3,3-Trichlor-          isoindolenin    reagiert daher leicht mit andern  Verbindungen, welche austauschbare Wasser  stoff- und Metallatome enthalten, und kann  daher in<B>da</B> organischen     Synthese    mannig-      fache Verwendung finden. So entsteht z. B.  mit Ammoniak oder Aminen     1-Amino-3-imino-          isoindolenin    oder     dessen    Derivate, die für die  Herstellung von     Phthalocyaninfarbstoffen     auf der Faser     geeignet    sind.  



       Gegenstand    des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Herstellung von     1,3,3-          Trichlor-isoindolenin;    dieses Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass man 1     Mol          Phthalimid    mit 2     Mol        Phosphorpentachlorid     behandelt.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Mischung aus 147 Teilen     Phthalimid     und 430 Teilen     Phosphorpentachlorid    wird  zusammen mit 400 Teilen     o-Dichlorbenzol     unter Rühren und     Rückflusskühlung    auf 95  bis 100      erwärmt.    Im Verlaufe von 70 bis  80     3iinuten    geht das     Phthalimid    mit hell  gelblicher Farbe unter     Entwicklung    von     HCl     in     Lösung.    Man     rührt    insgesamt 4 Standen  bei etwa 100  nach und destilliert dann durch  allmähliche Druckverminderung erst das  entstandene     Phosphoroxychlorid,

      dann bei  <B>-17</B> mm und 75-85  das     o-Dichlorbenzol     <B>3 '7</B>  ab, wobei noch Spuren des in geringem Über  schuss eingesetzten     Phosphorpentachlorids    mit  übergehen. Ab 102  Übergangstemperatur  (bei 17 mm) beginnt das Destillat teilweise  kristallisiert zu erstarren. Nach einem Zwi  schenlauf von 102 bis 146 , welcher zuletzt  schon völlig erstarrt - etwa 25 Teile - folgt  unter 17 bis 19 mm der Hauptlauf bei 160  bis 165 .

   Das farblose Produkt tropft teils  flüssig ab, teils sammelt es sich in der wasser  gekühlten Vorlage als     Sublimat    derber     Kri-          ställchen.    Die Destillation ist beendet, wenn    das Destillat gelbe Farbe     annimmt.        Ausbeute     an Hauptlauf etwa. 133 Teile= 590/ &  d.     Th.          Erstarrungspunkt    etwa 102 . Bei der Destil  lation     hinterbleibt    ein     gelbbrauner,    in der  Hitze viskoser Rückstand (etwa 57 Teile).  



  Durch erneute Vakuumdestillation des  Hauptlaufes wird das Produkt völlig farblos  und nahezu rein erhalten.     Kpl9=157-158 .     Aus     Cyclohexan    unter absolutem     Feuehtig-          keitsausschhiss    kristallisiert das Produkt in  farblosen derben Prismen oder     Rhomben     vom     Fp.    106-107 .

   Das Produkt ist     phos-          phorfrei.    Nach     Entstehungsart    und     ehemi-          sehem    Verhalten sowie nach den Elementar  analysen zu schliessen,     liegt    das     1,3,3-Trichlor-          isoindolenin    (Formel Il) vor.  



  Mit. Wasser, aber     sehliesslich    auch beim       Erwärmen    mit Methanol, Äthanol und Essig  säure bildet sich aus 11 unter     HCl-Ent.wicl-i-          lung        Phthalimid    zurück. Die Umsetzung mit.  Ammoniak     führt    mit fast quantitativer Aus  beute zum     1-Amino-3-imino-isoindolenin.     Auch mit primären und sekundären Aminen,  selbst mit     Py        ridin    werden definierte Umset  zungsprodukte erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 1,3,3-Tii- chlor-isoindolenin, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol Phthalimid mit 2 Mal Phos- phorpentacl-loi-id behandelt.
    Die Verbindung ist. im Vakuum urzer- setzt. destillierbar (Kp7=130 ) und kristalli siert aus Cyclohexan bei absolutem Feuchtig- keitsallsschluss mit einem Fp. von 106-1070.
CH308566D 1951-06-28 1952-06-20 Verfahren zur Herstellung von Trichlor-isoindolenin. CH308566A (de)

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