Gerät für Feuerloschzwecke zum Einbringen von Schaumbildnern, Netzmitteln und dergleichen in Druckwasser führende Leitungen.
Die Erfindung betrifft ein Gerä t fiir Feuerloschzwecke zum Einbringen von Sehaumbildnern, Netzmitteln und dergleichen in Druekwasser führende Leitungen mittels einer Strahlpumpe, die zur Regelung des an ilir herrschenden Druckgefalles mit einem in einer Umgebungsleitung angeordneten und durch die vor und hinter der Strahlpumpe herrschenden Drücke beeinflussten Drossel- organ versehen ist.
Die von einer gewohnlichen Strahlpumpe angesaugte Zusatzflüssigkeitsmenge ist von dem an ihr vorhandenen Druckgefälle bzw. dem Verhältnis der Drücke vor und hinter der Strahlpumpe abhängig. Dies gilt vor allem für den für die praktische Verwen dung günstigen Bereich der'Strahlpumpen- kennlinien. In Fig. I sind solche Kennlinien beispielsweise dargestellt. Die Ordinate des Achsenkreuzes stellt die Menge der angesaug- ten Zusatzflüssigkeit in Prozenten der in der g Zeiteinheit dureh die Strahlpumpe fliessenden Druckwassermenge dar. Auf der Abszisse ist in Prozentzahlen, bezogen auf den Druck vor der Strahlpumpe, das Druck- gefälle bzw. das Verhältnis der Drücke hinter und vor der Strahlpumpe aufgetragen.
Die Strahlpumpe beginnt bei einem Druck- gefälle von 20% zu saugen. Bis zu einem Druckgefälle von 30 /a verlaufen die Kenn- linien gradlinig, wobei sie für alle versehiedenen Drücke PI vor der Strahlpumpe praktisch zusammenfallen. Innerhalb dieses Bereiches steigt die anteilige Menge der ange- saugten Zusatzflüssigkeit unabhängig von P1 linear mit dem anteiligen Druckgefälle an.
Dann biegen die Kennlinien in die Waagrechte um, wobei für jeden Druck Pl ein anderer Kurvenast gilt. In diesem Bereich hängt die angesaugte anteilige Zusatzflüssigkeitsmenge nicht mehr vom Druckgefälle, sondern nur vom Druck P1 vor der Strahlpumpe ab.
Man ist bestrebt, die Strahlpumpe möglichst im Bereich niedrigen Druckgefälles arbeiten zu lassen, da dann der hinter ihr noch zur Verfügung stehende Druck möglichst hoch, der Druckverlust also möglichst gering ist. Die Steilheit des zugehörigen 'Teils der Kennlinie bringt es aber mit sich, dass bereits eine geringe Änderung des an n der Strahlpumpe herrschenden Druckgefälles eine starke Versehiebung des Arbeitspunktes A nach oben oder unten zur Folge hat, das heisst der Mengenanteil der angesaugten Zu satzflüssigkeit weicht von dem beispielsweise mit % gegebenen Sollwert entsprechend stark ab.
Bei den im Feuerlösehwesen gegebenen Verhältnissen können die Drücke vor und hinter der Strahlpumpe stark schwanken.
Der Druck vor der Strahlpumpe hängt von dem von der Druckwasserquelle erzeugten Druck und von der Länge der Rohrleitung von derselben bis zur Strahlpumpe ab. Auch der Druck hinter der Strahlpumpe ist starken Schwankungen unterworfen. Dies gilt besonders dann, wenn das aus der Strahlpumpe austretende Gemiseh aus Druckwasser und Zusatzflüssigkeit einem nach Art einer Strahlluftpumpe gebauten Luftschaumstrahl- rohr zugeführt wird. Ein solehes Luftsehaum- strahlrohr besitzt eine oder mehrere Austrittsdüsen mit bestimmtem Gesamtquerschnitt. Durch diesen kann bekanntlich nur eine Druckflüssigkeitsmenge hindurchtreten, die von der Quadratwurzel des unmittelbar davor gemessenen Flüssigkeitsüberdruckes abhängt.
Umgekehrt stellt sich an der oder den Austrittsdüsen des Luftschaumstrahlroh- res ein bestimmter Flüssigkeitsdruek ein, wenn eine bestimmte Druckflüssigkeitsmenge durch sie hindurehfliesst.
Es sei nun angenommen, dass der unmit- telbar vor der Treibdüse einer gewohnliehen Strahlpumpe herrschende Wasserdruck einen bestimmten Wert hat. Dann kann in der Zeiteinheit nur eine bestimmte Druckwasser- menge durch die Treibdüse der Strahlpumpe hindurchfliessen, da der aus ihr in den Saug- raum austretende Druckwasserstrahl dort annähernd den gleichen Druck vorfindet. Die damit festliegende Druckwassermenge muss aber auch durch den Austrittsquersehnitt des Luftsehaumstrahlrohres hindurehfliessen, so dass nach dem oben Gesagten der dort herrschende Flüssigkeitsdruck festliegt.
Eine Änderung des Durchflusswiderstandes der Rohrleitung zwischen Strahlpumpe und Luft- schaumstrahlrohr oder der gegenseitigen Ho- henlage beider Teile kann sich infolgedessen nur als Änderung des am Diffusoraustritt der'Strahlpumpe vorhandenen Druckes auswirken. Die Folge davon ist wegen des festliegenden Druckes vor der Treibdüse der Strahlpumpe eine Xnderung des Verhältnisses dieser beiden Drucke bzw. des auf den Druck vor der Strahlpumpe bezogenen Druekgefäl- les und damit auch des Mengenanteils der angesaugten Zusatzflüssigkeit.
Um diesen Übelstand zu vermeiden, sind bereits Strahlpumpen bekanntgeworden, die eine mit einem Regelorgan versehene Umgehungsleitung besitzen. Durci Änderung des durch diese Umgehungsleitung fliessenden Teilwasserstromes kann das Druekgefälle an der Strahlpumpe trotz inderung der öu#ern Betriebsbedingungen auf den richtigen Wert eingestellt werden. Die Beeinflussung des durch die Umgehungsleitung fliessenden Teilwasserstromes kann von Hand oder aueh durch eine selbsttätig wirkende Einrichtung vorgenommen werden.
Bei den bereits bekanntgewordenen Geräten zum Einbringen von Schaumbildnern usw. in Druekwasser führende Leitmngen wird zweeks selbsttätiger Einstellung eines bestimmten Zumischverhältnisses, das hei#t eines bestimmten Mengenanteils der angesaugten Zusatzflüssigkeit, bei wechselnder Durehflussmenge in der Umge- hungsleitung, das zur Regelung des Druckgefälles an der Strahlpumpe dienende Regelorgan als federbelastetes, durch den zwischen Ein lmd Austritt der Strahlpumpe herr- schenden Druckuntersehied gesteuertes Kol benventil ausgebildet.
Bei dieser bekannten Einrichtung besitzen die beiden Kolbenflächen die gleiche Grosse. Mit dieser Einrich- tung ist jedoeh nur bei einem ganz bestimmten Druck vor der Strahlpumpe die selbst- tätige Einhaltung des riehtigen Druckgefälles möglich. Wenn der Druck P1 seinen Wert ändert, wie das in der praktischen Anwen- dung nicht zu vermeiden ist, so behält das von der Einrichtung eingeregelte Druek- gefälle an der Strahlpumpe seinen richtigen Wert nicht meh@ bei. Ein weiterer Mangel dieser Einrichtung besteht darin, dass sie zu Sehwingungen neigt, die zu einer schnellen Zerstörung der Sitzflächen des Kolbenven- tils führen können.
Gemäss der Erfindung wird das frichti-c Druekgefälle an der Strahlpumpe dadurch hergestellt, dass das Drosselorgan ausschliess- lich unter dem Einfluss der Drücke vor und hinter der Strahlpumpe steht, derart, dass es bestrebt ist, das Verhältnis dieser Drüeke auf einem gewählten Wert konstant zu halten.
Allein mit einer naeh diesem Prinzip ge bauten Einriehtung ist es möglieh, das Druck gefälle an der Strahlpumpe und damit den gewünschten Mengenanteil der zuzumischen- den Flüssigkeit, zum Beispiel des Sehaum bildners, praktisch unabhängig auch vom
Druck PI vor der Strahlpumpe selbsttätig einzuregeln.
Vorzugsweise ist die Umgehungsleitung so ausgeführt, dass der Druckabfall längs dieser Leitung vernachlässigbar klein ist.
In den Fig. 2 bis 13 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch darge- stellt. Die Fig. 2 zeigt ein durch einen Kolben mit zwei versehieden grossen wirksamen Flächen gesteuertes Drosselorgan für sich.
Fig. 3 veransehaulieht das Zumisehgerät mit Strahlpumpe und mit einer Einrichtung zur Regelung des an ihr herrschenden Druckgefälles. In Fig. 4 ist eine besondere Art der Abdichtung des Kolbens des Druckgefälle- reglers nach Fig. 3 näher erläutert. Die Fig. 5 zeigt eine Strahlpumpe mit einem Regler, bei dem das sieh selbsttätig einstellende Druckgefälle verändert werden kann. Fig. 6 stellt eine Strahlpumpe mit einem Regler dar, der einen Hauptkolben und einen Zusatzkolben mit entsprechenden Flächen besitzt. Fig. 7 veranschaulicht ebenfalls einen Druekgefälle- regler mit zwei wirksamen Flächen, wobei die Zusatzfläche jedoch durch eine Membran gebildet ist, deren wirksamer Durehmesser verändert werden kann.
Fig. 8 veranschaulieht einen weiteren Druckgefälleregler, bei dem die auf die Zusatzfläche wirkende und auf die Hauptfläche übertragene Kraft mittels Hebelgetriebes verändert werden kann.
Aus Fig. 9 ist ebenfalls ein Druekgefälleregler mit Haupt-und Zusatzfläehen ersichtlich, bei dem die letztere einen besonderen Raum, dessen Druck veränderlich ist, abschliesst. In Fig. 10 0 ist eine'Strahlpumpe mit einem Druckgefälleregler dargestellt, bei dem das s in der Umgehungsleitung stromende Druek- wasser zweeks Kompensation eines Regelfeh- lers die Regelung besonders beeinflusst. Die Fig. 11 und 12 zeigen ähnliehe Vorrichtungen, jedoeh unter Verwendung jeweils anderer Mittel. In Fig. 13 schliesslich ist ein n Druckgefälleregler dargestellt, bei dem der Hub des beweglichen Teils begrenzt ist.
Alle Figuren stellen Längsschnitte dar bis auf die Fig. 8a, die eine Ansicht zeigt.
Durch Fig. 2 soll lediglich die Wirknngs- weise einer selbstregelnden Venturidüse erläutert werden. In dem Rohrstüek 1 befindet sieh durch Rippen fest angeordnet, ein Formkörper 9. Dieser hat lediglich den Zweek, zusammen mit dem versehiebbaren Kolben 3 eine Drosselstelle zu bilden. Diese befindet sich an der abgerundeten Fläche 4 des Kolbens 3. Das Rohrstüek 1 ist so weit gehalten, dass durch den Formkorper 2 an sicli noch keine wirksame Drosselung in diesem Rohrstück erfolgt.
Der versehiebbare Kolben 3 ist einerseits mit seiner kleinen Ringfläche, die abgerundet erscheint, dem vollen Leitungsdruck ausge- setzt, anderseits liegt er mit einer vergrösserten Kolbenringfläehe hinter der Drosselstelle 4 und ist damit nur dem niederen Druck ausgesetzt. Es verhalten sich die Kolbenring- flache umgekehrt proportional wie die auf sie wirkenden Drucke. Sollte durch plötzliche Vermehrung des Wasserverbrauches das Druckgefälle zu gross werden, so verschiebt sich infolge grösserer Druckwirkung auf die Hochdruckfläche der Kolben 3 so weit nach rechts und öffnet dabei den Ringspalt im Punkt 4, bis das gewünschte Druckgefdlle sich wieder eingestellt hat.
Es ist also keine Massnahme erforderlich, um das gewünschte Druckgefälle auch bei verschiedenen Wasserdurchgangsmengen einzuhalten.
Fig. 3 stellt das gesamte Zumischgerät dar.
An Stelle des Formkorpers 2 in Fig. 2 ist der Diffusor 5 einer Strahlpumpe getreten, die axial in dem Gehäuserohr 1 liegt. Die Strahlpumpe erhält ihr Betriebswasser durch die Treibdüse 6. Es entsteht bei Wasserdurch- gang in dem Raum 7 eine Saugwirkung, die e den Schaumbildner aus einem nicht dargestellten Vorratsgefäss über das Regelventil 8 ansaugt. In dem Diffusor 5 der Strahlpumpe ist ein Formkorper 9 eingebant, der hier den Zweck hat, einen allmählichen Übergang des Betriebswassers zu ermöglichen.
Der verschiebbare Kolben 3 ist auf seiner linken Seite dem vollen Wasserdruck ausgesetzt, Der geminderte Wasserdruck gelangt durch die Öffnungen 10 zur grösseren Kolbenflache des verschiebbaren Kolbens 3. Da bei Anwendung eines versehiebbaren Kolbens mit Undichtig- keiten zu rechnen ist, ist der Hohlraum 11 mit der Atmosphäre verbunden, so dass etwaiges Siekerwasser durch die Bohrungen 12 ins Freie treten kann. Der Raum 11 ist daher als drucklos zu betrachten. Die Wirkungsweise des versehiebbaren Kolbens entspricht derjenigen von Fig. 2.
Die Anordnung ist so getroffen, dass das Betriebswasser der Treibdüse 6 mit dem angesaugten Sehaumbildner an derjenigen Stelle zum Teilwasserstrom fliesst, wo dieser in der Venturidüse deren engste Drosselstelle durehströmt und damit seine grösste Geschwindigkeit und seinen geringsten Druck besitzt. Die Strahlpumpe braucht daher nur gegen einen verhältnis- mässig niedrigen Druck zu arbeiten.
Wenn das Austreten von Siekerwasser, welches bei Anwendung von Kolben in Kaut genommen werden muss, vermieden werden soll, so können an deren Stelle sogenannte Balgkörper versehiedener Grosse Anwendung finden. In Fig. 4 ist diese Bauart dargestellt.
Der Balgkörper 13 vertritt mit seinem gerin- geren wirksamen Durchmesser die kleinere Wolbenfläehe, während der Balgkörper 14 mit seinem grösseren wirksamen Durchmesser dem Niederdruck ausgesetzt ist. Die versehiebbare Venturidüse 3 kann auf diese Weise vollständig dicht hergestellt werden, so dass Sickerwasser nicht austritt. Durch die Bohrungen 10 und 15 kann das Druekwasser ungehindert zur Beaufschlagungsfläche der Balgkörper treten.
In Fig. 5 bedeuten 16 und 17 möglichst reibungslose und rüekstellkraftfreie, durch Druckkolben gebildete, bewegliche Wände, die auch als Membranen oder Faltenbälge aus- geführt sein könnten. Auf ihre Flächen wirkt der Druck vor bzw. hinter der'Strahlpumpe, der mittels je einer besonderen Druckleitung übertragen wird. Die dem Produkt Druck mal Kolbenfläche entspreehenden Kolbenkräfte wirken auf je einen der Hebel 18 und 19, die in festen Punkten 20 und 21 gelagert sind.
Zwischen den beiden Hebeln 18 und 19 befindet sieh eineStelze22, die mittels eines Sehwinghebels 23 und einer Verstellspindel 24 gegenüber den Drehpunliten 20 und 21 ver- sehoben werden kann. Mit einer Verlängerung des Hebels 2'3 gelenkig verbunden ist ein Sehieber 25 eines Drosselorgans 26. Durch die verschiedene Stellung des Schiebers 25 wird die Menge des durch eine Umgehungs leitung 27, 38 fliessenden Druckwassers ge- regelt.
Dieser'Teilstrom wird einem Raum 20 vor der Treibdüse 6 der'Strahlpumpe entnommen und tritt hinter deren Diffuser 5 in einen Gegendruekraum 30 ein, an den sich die weitere Druckleitung ansehliesst. Die Zu satzflüssigkeit wird aus einem CTefäss 31 mittels einer Rohrleitung 32, in der sich ein Rückschlagventil 33 befindet, angesaugt.
Die Vorrichtung nach Fig. 5 arbeitet wie folgt :
Unter der Annahme, da# die wirksamen Flächen der beiden Druckkolben 16 und 17 gleich gross und die Angriffspunkte der Kolbenkräfte gleich weit von den Punkten 20 und 21 entfernt sind, wird sieh die durch die Umgehungsleitung 27, 28 fliessende Teilwassermenge, ähnlich wie weiter oben besehrie- ben, so lange ändern, bis das Druekgefälle an der Strahlpumpe dem durch die Stellung der Stelze 2@ gegebenen Hebelverhältnis b : a entspricht.
Wird die Stelze 22 mittels des Sehwinghebels 23 und der Spindel 24 nach rechts oder links versehoben, so ändert sich das wirksame Hebelverhältnis b : a und damit das sieh entspreehend einstellende Druck- gefälle. Solange man in dem geraden, steil abfallenden Teil der Strahlpumpenkennlinie (Fig. 1) arbeitet, gehort aber zu jedem Druekgefälle auch ein bestimmter Mengenanteil an gesaugter Zusatzflüssigkeit. Man kann also mittelbar durch Einstellung eines entspre chenden Druckgefälles die angesaugte antei- lige Menge der Zusatzflüssigkeit in den durch die Kennlinien gegebenen Grenzen bestimmen.
In Fig. 6 tritt das in Pfeilriehtung striai- mende Druekwasser in den Raum 29 vor der Treibdüse 6 der'Strahlpumpe ein. Eine Teilmenge desselben wird über die Leitung 27 dem Innern eines Gehäuses 34 zugeleitet. Sie durehströmt dessen Innenraum 35 und erleidet zwischen einer ringförmigen Drosselkante 36 eines durch ein Tellerventil 37 gebildeten Drosselorgans und einer ebenen Flache 38 des (ehäuses 34 einen Druekabfall. Der im Raum 35 herrsehende Druck, der bis auf den durch den Strömungswiderstand bedingten geringen Druekverlust in der Leitung 27 mit dem Druck im Raum 29 übereinstimmt, wirkt auf die Oberseite,
und der nach der Drosselung verminderte Wasserdruck im Raum 39 auf die Unterseite des Tellerventils 37, welches also eine bewegliche Hauptwand bildet.
Das Umgehungswasser nimmt schliesslich sei- nen Weg aus dem Raum 39 durch die Rohrleitung 28, die sich an ein Gehäuseunterteil 40 anschliesst, um sich im Gegendruekraum 30 mit dem aus dem Diffusor 5 entströmenden Gemiseh aus Zusatzflüssigkeit und Druck- wasser zu vereinigen. Die Zusatzflüssigkeit wird in üblicher Weise einem Vorratsgefäss entnommen und über ein Rüeksehlagventil 33 dem Saugraum 7 der Strahlpumpe zuge- führt.
Der im Raum 35 herrschende Wasserdruck wirkt auf einen Balgkörper 41, dessen unteres Ende durch ein eine bewegliche Zu satzwand bildendes Zwischenstück 42 abge- sehlossen und mit dem Tellerventil 37 fest verbunden ist. Das obere Ende des Balgkör- pers 41 ist mit einem Gehäusedeckel 43 fest fest verbunden.
Der Innenraum 44 des Balgkör- pers 41 stellt mit der Atmosphäre in Verbin- dung. Das Tellerventil 37 stellt sieh unter der Wirkung der auf seine Ober-und Unterseite wirkenden Drücke so ein, dass das Verhältnis der Überdrücke vor und hinter der Strahlpumpe dem Verhältnis der wirksame Kolbenfläche des Tellerventils 37 zur selben Kolbenfläche minus der wirksamen Kolbenfläche des Faltenbalges 41 entsprieht.
Fig. 7 zeigt eine Regelvorrichtung, bei der mittels einer Zugstange. 45 die vom Druck im Raum 33 5 auf eine eine bewegliche Zusatz- wand bildende Membran 46 ausgeübte Kraft auf das eine bewegliche Hauptwand bildende Tellerventil 37 übertragen wird. In einer zylindrisehen Führung 47 des Deckels 48 sind drei konzentrische Stützringe 49, 50, 51 verschiebbar gelagert, die mit Hilfe einer nicht dargestellten Vorrichtung nacheinander so weit nach unten vorgeschoben werden kön nen, dass sie die Membran 46 auf einem stufen- weise kleiner werdenden Durchmesser abstützen.
Hierdurch wird die wirksame Fläehe der Membran 46 stufenweise verkleinert, so dass die auf das Tellerventil 37 ausgeübte Zusatzkraft ebenfalls immer kleiner wird.
Somit stellt sich ein Druckgefälle an der Strahlpumpe ein, das ebenfalls immer kleiner wird. Nach dem bereits Gesagten gestattet die Vorriehtung, bei Wahl geeigneter Durchmesser für die Abstützkanten der Stützringe 49, 50, 51 die stufenweise Einstellung versehiedener Druckverhältnisse und damit auch anteiliger Zusatzflüssigkeitsmengen.
In den Fig. 8 und Sa ist eine Regelvor- richtung gezeigt, bei der die auf ein Tellerventil 37 wirkende Zusatzkraft stetig verän- dert werden kann. Zu diesem Zweck greift die Kraft eines Faltenbalges 41 mittels Sehneidenlagerung 52 an einem Hebel 53 an, der über eine Schneidenlagerung 54 seine Kraft auf das Tellerventil 37 überträgt. Das rechte Ende 55 des Hebels 53 stützt sich auf einer spiralförmig gewundenen Scheide 56 ab (siehe Fig. 8a). Träger der Sehneide 56 ist eine Platte 57, die mittels einer druckdicnt durch einen Gehäusedeckel l 58 hindurchge- führten Spindel 59 und eines mit ihr fest verbundenen Drehknopfes 60 verstellt werden kann.
Eine am Drehknopf 60 angebraclite Skala 61 mit zugehörigem Index 62 am Gehäusedeekel 58 gestattet, diese Einstellung in reproduzierbarer Weise vorzunehmen. Beim Betätigen des Drehknopfes 60 ändert sich infolge der Spiralform der Schneide 56 die Entfe, rnung des Abstützpunktes des rechtem Endes 55 des Hebels 53 von der Schneiden- lagerung 5'2, und damit die von dem Falten balg 41 auf das Tellerventil 37 übertragene Zusatzkraft.
Wie bereits beschrieben, ist die Folge eine Änderung des Anteils der zuge mischten Zusatzflüssigkeit. Fig. 9 stellt eine Regelvorrichtung dar, bei der ein Druckraum 63 unterhalb einer Membran 46 von einem Raum 35, in dem nahezu Treibdruek herrscht, ganz oder teilweise abgeschlossen werden kann, Die Membran 46 ist durch eine Spindel 64, welche einen Kanal 65 aufweist, mit einem Tellerventil 37 fest verbunden. Der Kanal 65 steht durch eine enge Bohrung 66 mit dem Raum 63 in Verbindung. Dieser ist seinerseits mit dem Raum 315 durch eine einstellbare Drosselbohrung 67 verbunden.
Die wirk- same Öffnung der Drosselbohrung 67 kann, wie angedeutet, mittels einer mit Gewinde versehenen Spindel 68, die druckdicht durch das Gehäuse 34 hindurchgeführt ist, und einen vor einer Skala 69 spielenden Zeiger 70 trägt, eingestellt werden. Die Durehführung der Spindel 64 durch den Gehäuse- boden 71 braueht nieht vollständig dicht zu sein, da eine geringe, an dieser Stelle überströmende Wassermenge ohne belang ist.
Die Vorrichtung arbeitet so, dass je nach Einstellung der Drosselbohrung 67 mittels der Spindel 68 im Raum 63 ein Druck herrseht, der zwischen dem Druck im Raum 35, also nahezu dem Treibdruck, und dem Druck hinter der Strahlpumpe liegt. Die Hoche des Druckes im Raum 63 hängt lediglich von dem Verhältnis des Druckabfalles in der Bohrung 66 zu demjenigen in der Bohrung 67 ab. Entsprechend dem oben Gesagten gestattet auch diese Vorrichtung eine Einstellung versehieden grosser Druekgefälle an der Strahlpumpe und damit versehieden hoher anteiliger Zusatzflüssigkeitsmengen.
In Fig. 10 mündet die Umgehungsleitung 27 in den Hochdruckraum 35 des Druckgefällereglers. Der Raum 36 ist nach der einen Seite durch eine eine bewegliehe Wand bildende Membran 72. abgeschlossen, nach der andern Seite durch eine Gehäusewand 73, die a, ls Sitz 74 eines Drosselventils ausgebildet ist.
Mit dem Sitz 74 arbeitet ein Ventilkegel 75 zusammen, der mit einer Zugstange 76 fest verbunden ist. Das aus der Leitung 27 in den Raum 35 eintretende Wasser strömt eine schräggestellte Fläche 77 an, die an einem Lebel 78 befestigt ist. Der Hebel 78 ist um einen festen Punkt 79 drehbar und greift mit seinem obern Ende an der Zugstange 76 an.
Mit der Zugstange 76 ist weiter eine den Niederdruckraum 39 : absehliessende, eine zweite bewegliche Wand bildende Membran 80, deren Fläche um einen gewissen Betrag grösser ist als die der Membran 72, fest verbunden. Das Verhältnis der Flächen der Membranen 72 und 80 entsprieht dem einzu- haltenden Verhältnis der Drücke in clen Räumen 30 und 29.
Die Einrichtung arbeitet wie folgt :
Aus dem Raum 9 kommend, durehströmt ein Teil des Druckwassers den Raum 35. das Drosselventil 74, 75 und den Raum 319 und verlässt diesen durch die Leitung 28.
Ent- steht beim Anwaehsen der Menge des an der Strahlpumpe vorbeigeführten, die Leitungs- teile 27 und 28 durchströmenden Wassers m diesen ein Druekabfall, der, wie oben dargelegt, dazu führt, dass der Anteil. der ange saugten Zusatzflüssigke. itsmenge über den ge- wollten Wert ansteigt, so wird diese Wir- kung dadurch wieder ausgegliehen, dass das aus der Leitung 27 ausstromende Wasser an der Ablenkfläehe 77 eine naeh reehts wirkende Kraft erzeugt, die mittels des Hebels 78 mit Riehtung naeh links auf die Zugstange 76 übertragen wird.
Bei geeigneter Bemessung der T'eile wird das Drosselorgan 74, 75 um einen solehen Betrag weiter geöffnet, dass das Verhältnis der Drüeke in den Rän- men 30 und 29 seinen alten Wert wieder erreicht.
Die Fig. 11 zeigt eine Regelvorriehtung. bei der das aus der Leitung 27 ausstromende Umgehungswasser zunächst einen zwischen einem Tellerventil 37 und der Flache 38 des Gehäuses 34 gebildeten Drosselspalt durchströmt. Auf das Tellerventil 37 wirkt von links der höhere und von reehts der niedrigere Druck ein, die gleieh den Driieken vor und hinter der Strahlpumpe sind, solange keine Strömung durch die Umgehungsleitung stattfindet. Das Tellerventil 37 ist an einem zweiarmigen Hebel 81 mit einem festen Drehpunkt 82 angelenkt. Das obere Ende des Hebels 81 ist gelenkig mit einer Spindel 83 verbunden, die an ihrem rechten Ende an einer Zusatzmembran 46 befestigt ist.
Die Zusa.tzmem.bran46grenztnachrechts an die Atmosphäre und nach links an einen abgc- trennten Raum 63, durch dessen Boden 71 die Spindel 83 annähernd druckdicht hindurchgeführt ist. Aus dem Raum 39 führt eine Leitung 2'8 in den Raum 30 hinter der Strahlpumpe. Die Leitung 28 weist eine Verengung 84 auf, an deren engster Stelle ein 3anal 85 abzweigt, der in dem Raum 63 mündet.
Die Vorriehtung arbeitet folgendermassen :
Solange keine Strömung durch die Umgehungsleitung stattfindet, wirkt von links auf das Tellerventil 37 der volle Druck des Raumes 29 vor der Strahlpumpe, und von rechts der volle Druck des Raumes 30 hinter der Strahlpumpe ein. Wird die Umgehungsleitung jedoch durchströmt, so würde sich wegen des Strömungswiderstandes der Um gehungsleitung 27, 28 an seinen Kolbenfläehen ein verfälschtes Druckverhältnis einstellen, und das Drosselorgan 37, 38 würde weniger stark öffnen, als es zur Gleichhaltung des gewünsehten Druckverhältnisses erforderlich lui wcire.
Dieser Fehler wird dadurch ausgeglichen, dass an der engsten Stelle der Verengung 8'!-beimDurchströmen eine Druck verminderung entstelt, die mittels des Kanals 85 in den Raum 63 übertragen wird und dazu führt, daí3 die den Spalt zwischen 36 und 37 schlie#ende Zusatzkraft verkleinert und der Spalt 36, 37 vermehrt geöffnet wird. Auch hier ist eine richtige Regelung des Druckgefalles, an der Strahlpumpe das Endergebnis.
In Fig. 12 stellt 27 eine aus dem Raum 29 kommende ITmgehungsleitung dar, aus der das Druekwasser in einen Ringraum 36 eines Gehäuses 86 eintritt. Dann durchströmt es Bohrungen 87 eines Einsatzes 88, dessen untere Flache 89 den Sitz eines eine bewegliche Hauptwand bildenden Tellerventils 90 bildet. Das Tellerventil 90 hat zwei ringför- mige Drosselkanten 91 und 92 und weist Boh rungen 93 für den Durehtritt des Wassers auf, das ans dem von der Drosselkante 92 zu sammen mit der Fläche 89 gebildeten Ringspalt strömt.
Ausserdem besitzt das Tellerventil 90 eine weitere ringförmige Drosselkante 94, die den Raum 63 des Gehäuseein- satzes 88 nach unten absebliesst. Das Tellerventil 90 ist mittels des Zugbolzens 95 mit der den Raum 63 nach oben abschliessenden Membran 46 verbunden. Ausserdem befindet sieh in der Seitenwand des Raumes 63 eine Drosselbohrung 96, die diesen mit dem Druckraum 35 verbindet. Die Oberseite der Membran 46 ist, wie vorher dem Atmosphäresl- druck ausgesetzt.
Wie in der Besehreibung zu Fig. 11 dargelegt, wird von der Membran 46 mittels des Zugbolzens 95 eine zusätzliche Kraft auf das Tellerventil 90 ausgeübt, welche die sonst überwiegende, durch den Druck vor der Strahlpumpe ausgeübte Kraft wieder ausgleicht, welche bestrebt ist, das'Tellerventil zu öffnen.
Bei dieser Anordnung wird eine eine feh lerhafte Regelung hervorrufende Verände- rung der auf die wirksamen Flächen wirkenden Drüeke, verursacht durch die Reibungs- verluste beim Durchströmen der Umgehungsleitung, dadurch ausgeglichen, dass mit wachsendem Hub des Tellerventils 90 auch die Grosse der zwischen Fläche 89 und Drosselkante 9 gebildeten Austrittsöffnung des Raumes 63 zwangläufig wächst. Wegen der Drosselung des in den Raum 63 eintretenden Wassers durch die Drosselbohrung 96 nimmt damit der Druck im Raum 63 ebenfalls ab.
Die Folge ist wiederum ein vermehrtes Öffnen der Drosselspalte 89, 91, 92 und eine richtige Regelung.
Die in Fig. 13 gezeigte Regelvorrichtung gleicht im Aufbau und in der Wirkungsweise der in Fig. 10 dargestellten. Mit einem Ge häuse 34 fest. verbunden befindet sich links von der Mitte einer Membran 72 eine La- gerung 97 für einen Anschlagbolzen 98, der mittels einer Gewindespindel 99 und eines Drehknopfes 100 in verschieden grossen Abstand von einem mit der Membran 72 fest verbundenen Gegenanschlag 101 gebracht werden kann. Bei Ausbleiben des Wasserdruckes in einem Raum 39 versehiebt der in einem Raum 35 noch vorhandene Wasserdruck vermittels der Membran 72 eine Zugstange 76 so weit nach links, bis der Gegenanschlag 101 am Anschlagbolzen 98 anliegt.
Es wird also die in Richtung nach links wirkende, vom Druck im Raum 35 herrührende Kraft, der normalerweise die vom Druck im Raum 39 verursachte, nach rechts wirkende Kraft das Gleichgewicht hält, nunmehr durch die Gewindespindel 99 aufgenommen, während ohne diesen die Kraft in voller Grosse von zwei Membranen 72 und 80 aufgenommen werden müsste, was zu ihrer Beschädigung oder Zerstörung führen würde.