CH308739A - Kohleschleifstück für elektrische Bahnen mit einer ein- und umgegossenen Metallfassung und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Kohleschleifstück für elektrische Bahnen mit einer ein- und umgegossenen Metallfassung und Verfahren zur Herstellung desselben.Info
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Description
Kohleschleifstück für elektrische Bahnen mit einer ein- und umgegossenen Metallfassnn <B>und</B> Verfahren zur Herstellung desselben. Kohleschleifbügel für Strassen- und Voll bahnen mit umgegossener Metallfassung sind seit langer Zeit bekannt. Im Gegensatz zu Schleifstücken mit aufmontierter, gezogener Metallarmatur haben erstere den Vorteil, dass Kohle und Metall durch die auftretenden Schrumpfkräfte des erkaltenden Metalles innig verbunden sind, und zwar sowohl in elektri- selier als auch in meehaniseher Beziehung.
Derartige Kohleschleifstüeke mit Umgussfas- sung- haben aber auch gewisse Nachteile, und zwar beanspruchen die in verschiedenen Rich- 1ungen auftretenden Schrumpfkräfte des Me tallee die Kohle in starkem Masse und führen ohne Anwendung besonderer Massnahmen zum Bruch der Kohle. Solche Sondermassnahmen sind z. B.
Schrumpfpolster aus elastischem Metallgewebe zwischen Kohle und Metall, die während des Schrumpfungsprozesses des Me tallen stark zusammengedrückt werden kön nen oder eine andere Ausführung, wo zwischen Kohle und flüssigem Metall eine dünne Me tallfolie mit eingegossen wird, um dem sehwin denden Metall eine glatte Gleitbahn zu ver schaffen. Man hat. auch versucht, gezogene Metallteile mit. dem Umgussmaterial zu kom binieren. Derartige Hilfsmittel bringen dann wohl ein brauchbares Schleifstüel,:, aber es be steht in keinem Falle eine absolute Sicherheit in bezog auf geiten Sitz und elektrischen Kon takt.
Ein weiterer Nachteil der bisher be kannten Lmgussfassung ist ihr hohes Gewicht. Das gesamte Schleifstück, bestehend aus Kohle und Metallarmatur, soll sich aber durch ein möglichst geringes Gewicht bei möglichst hohen mechanischen und elektrischen Sicher heiten auszeichnen.
Der Erfindung liegt nun ein Kohleschleif- stück für elektrische Bahnen mit einer ein- und umgegossenen Metallfassung zugrunde, bei dem die Metallfassung eine in eine Längs nut an der Unterseite der Kohleleiste einge gossene Metalleiste, deren Höhe grösser ist als die Breite und die zu etwa 2j3 ihrer Höhe aus der Kohleleiste herausragt, und zwei tragende Leichtmetallendstücke, die um die Enden der Metalleiste und den Fuss der Kohleleiste herumgegossen und aufgeschrumpft sind, auf weist.
Nach dem Verfahren nach der Erfindung werden dabei die Metalleiste und die Leicht metallendstücke in getrennten Gussvorgängen aufgebracht, wodurch die Kohleleiste nach dem Erkalten der Gussarmatur in ihrer Längsrichtung keinen wesentlichen Druck- oder Zugspannungen mehr ausgesetzt ist.
In der beiliegenden Zeichnung sind Aus führungsbeispiele des Kohleschleifstüekes mit. Metallfassung dargestellt Fig. 1 zeigt ein gerades Kohleschleifstück 1 in der Seitenansicht mit der eingegossenen Metalleiste 2, welche an den Enden mit meh reren Bohrungen 8 versehen ist. Fig. 2, 3 und 4 zeigen je ein Kohlesehleif- stück 1 im Querschnitt mit einer eingegossenen Metalleiste 2, die jeweils eine andere Quer schnittsform aufweist. Mit 3 ist jeweils die schwalbenschwanzförmige Ausbildung des Fusses der Kohleleiste bezeichnet.
Fig. 5 stellt. ein Ende des Kohleschleif- stückes 1 mit aufgeschrumpftem Guss-Leicht- metallendstück 4 dar. Mit 2 sind wiederum die Metalleiste und mit 3 die schwalben- schwanzförmige Ausbildung des Fusses der Kohleleiste 1 bezeichnet. Mit 7 ist die Stelle bezeichnet, an der die Blechverkleidung mit dem Endstück mechanisch verbunden wird.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch das in Fig. 5 dargestellte Ende des Kohlesehleif- stückes. -Mit 1 ist wiederum die Kohleleiste, mit 2 die Metalleiste und mit 4 das Leicht metallendstück bezeichnet, das um den sehwal- benschwanzförmig ausgebildeten Fuss 3 der Kohleleiste 1 und um die Metalleiste 2 herum gegossen ist. Die Stelle, an der die Blechv er kleidung mit der Metalleiste mechanisch ver bunden wird, ist mit 6 bezeichnet.
In Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht. eines Teils des fertigen Kohleschleifstüekes dargestellt. 1 ist wiederum die Kohleleiste, 2 die Metalleiste, 3 der sehwalbensch@vanz- förmige Fuss der Kohleleiste 1 und 4 das tragende Guss-Leichtmetallendstüek. Mit 5 ist das stromlinienförmig gewölbte federharte Stahlblech gekennzeichnet, das sich von selbst. in die schwalbenschwanzförmige Ausbildung 3 der Kohleleiste 1 einlegt und das gesamte Schleifstück mitträgt.
Das Blech ist lediglich bei 6 mit der Metalleiste und bei 7 mit, dem Endstück durch Verschrauben, Vernieten oder dergleichen mechanisch fest verbunden.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Aufbringung der Metall fassung auf die Kohleleiste beschrieben: Als erstes wird in die an der Unterseite der Kohleleiste 1 eingearbeitete Längsnut eine nach unten verjüngt verlaufende, sich über die ganze Länge der Kohleleiste erstreckende Me talleiste 2 eingegossen, deren Höhe grösser ist als die Breite und die zu etwa 213 ihrer Höhe aus der Kohleleiste herausragt. Beim Erkalten dieses Gusses treten dabei keinerlei Druck- oder Zugspannungen auf.
Nach dem Erkalten der Metalleiste können die Enden der Metall- leiste mit Rillen oder Bohrungen versehen werden, um dem nachfolgenden Guss eine bes sere Verbindung zu geben. In einem weiteren Clussvorgang werden dann die tragenden Leichtmetallendstücke 4 um die Enden der Metalleiste 2 und den schwalbenscliwanzför- mig ausgebildeten Fuss 3 der Kohleleiste 1 herumgegossen, wobei die Längenausdehnung der beiden Endstücke möglichst gering sein soll,
so dass die Schrumpfdrücke in erster Linie quer zur Achse des Sehleifstüekes verlaufen und dieses nicht auf Durehbiegung bean spruchen können. Nach dem Erkalten dieses Gusses bilden die Metalleiste 1 und die bei den Endstücke 4 ein einheitliches Ganzes, ohne jede zusätzliche mechanische Verbindung, wie Verschrauben, Vernieten oder Verschweissen. Die Endstücke sind in diesem Falle so aus gebildet, dass sie zu etwa 1/1 ihrer Länge nur so breit. sind wie die Unterseite der Kohle leiste und in ihrer Höhe mit der untern Kante der Metalleiste abschliessen, während der übrige Teil der Endstücke an allen Punkten stärker ausgebildet ist.
Dieser stärkere Teil der Endstücke steht etwa. zur Hälfte seiner Länge über die Kohleleiste hinaus. Der über das Sehleifstüek hinausra-@ende Teil ist dabei bis in Höhe der Unterkante der Kohleleiste abgeflacht und mit Bohrungen versehen und dient zur Befestigung am Stromalmehnier- bügel.
Die Aufbringung der tragenden Leicht metallendstücke kann zweckmässigerweise auch in zwei getrennten Gussvorgängen erfolgen, das heisst dass die Endstücke nicht gleichzeitig sondern hintereinander aufgesehi-timpft wer den.
Zur Vermeidung von Luftwirbeln wird dann noch zum Schluss in bekannter Weise ein stromlinienförmig gewölbtes Stahlblech 5 zwischen den beiden tragenden Endstücken 4 angeordnet, das jeweils bis an den verstärkten Teil der Endstücke reicht und an der untern Kante 6 der Metalleiste 2 und an dem abge setzten Teil 7 der Endstücke 4 mechanisch befestigt wird. Durch seine federharte Aus führung legt. es sich von selbst in den Schwal benschwanz 3 der Kohleleiste 1 ein.
Das so erhaltene Schleifstück besitzt hohe mechanische Festigkeit, und ein sicherer elek- triseher Kontakt zwischen Kohleleiste und Fassung ist ohne besondere Massnahmen ge währleistet.
Claims (1)
- PATENTANSPRL'CHE I. Kohleschleifstück für elektrische Bah nen mit einer ein- und umgegossenen Metall fassung, dadurch gekennzeichnet, dass die Me tallfassung eine in eine Längsnut an der Un terseite der Kohleleiste eingegossene Metall- leiste, deren Höhe grösser ist als die Breite und die zu etwa 2J3 ihrer Höhe aus der Kohleleiste herausragt, und zwei tragende Leichtmetall- endstiieke, die um die Enden der Metalleiste und den Fuss der Kohleleiste herumgegossen und aufgeschrumpft sind,aufweist. 1I. Verfahren zur Herstellung des Kohle schleifstückes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalleiste und die Leiehtmetallendstücke in getrennten Gussvor- gängen auf die Kohleleiste aufgebracht wer den, wodurch die Kohleleiste nach dem Er kalten der Gussarmatur in ihrer Längsrich tung keinen wesentlichen Druck- oder Zug spannungen mehr ausgesetzt ist.UNTERANSPRÜCHE: 1. Kohleschleifstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermei dung von Luftwirbeln ein gebogenes Stahl blech an der Unterseite des Kohleschleifstük- kes angeordnet ist, das sich durch seine feder harte Ausbildung von selbst in den schwal- benschwanzförmig ausgebildeten Fuss der Kohleleiste einlegt und an der Unterseite der Metalleiste und an den beiden Endstücken mechanisch befestigt ist, so dass es als tra gendes Element mitwirkt.2. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zuerst die Metall- leiste in die längsdurchlaufende Nut an der Unterseite der Kohleleiste eingegossen wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass im zweiten Guss- vorgang die beiden tragenden Leichtmetall endstücke um die Enden der Metalleiste und den Fuss der Kohleleiste herumgegossen und aufgeschrumpft werden, wobei die Schwund- und Schrumpfkräfte durch die geringe Län genausdehnung der Endstücke nur in Quer richtung auf die Kohleleiste wirken. 4.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Leicht metallendstücke in zwei getrennten Gussvor- gängen aufgebracht werden.
Applications Claiming Priority (1)
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