CH308807A - Verfahren zur Herstellung von Leukoschwefelsäureestersalzen aus schwer veresterbaren Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leukoschwefelsäureestersalzen aus schwer veresterbaren Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe.

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CH308807A
CH308807A CH308807DA CH308807A CH 308807 A CH308807 A CH 308807A CH 308807D A CH308807D A CH 308807DA CH 308807 A CH308807 A CH 308807A
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Ag Durand Huguenin
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Durand & Huguenin Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B9/00Esters or ester-salts of leuco compounds of vat dyestuffs
    • C09B9/02Esters or ester-salts of leuco compounds of vat dyestuffs of anthracene dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  <B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 306649.    Verfahren zur Herstellung von     Leukoschwefelsäureestersalzen    aus schwer     veresterbaren          Küpenfarbstoffen    der     Anthrachinonreihe.       Im Hauptpatent wird ein Verfahren zur  Herstellung von wasserlöslichen     Leukoschwe-          felsäureestersalzen    aus schwer     veresterbaren          Küpenfa.rbstoffen    durch Umsetzung von  schwer     veresterbaren        Küpenfarbstoffen    der       Anthrachinonreihe    mit     Chlorsulfonsäure    bzw.

    einem äquivalenten Gemisch von     Schwefel-          t.rioxyd    und Chlorwasserstoff in Gegenwart  von mindestens einem feinverteilten Metall  mit einem Atomgewicht von     mindestens    55  und höchstens 64 bzw.

   einer kupferhaltigen       Legierung    sowie einer tertiären Base be  schrieben, welches darin besteht, dass man die       Veresterung    in Gegenwart einer Mischung  von     Dimethylformamid    und     Diäthylcyclo-          hexylamin    vornimmt, wobei der Anteil an     Di-          äthyley        elohexylamin    10-70      /a    beträgt.  



  Es wurde nun gefunden,     dass.    man an  Stelle von     Diäthylcyel'ohexylamin    ein     Diäthyl-          (monomethylcyclohexyl)-amin    oder eine Mi  schung mehrerer solcher Amine eventuell  unter Zusatz von     Diäthylcyclohexylamin    ver  wenden kann.  



  Das vorliegende Verfahren zur Herstel  lung von wasserlöslichen     Leukoschwefelsäure-          estersalzen    aus schwer     veresterbaren        Küpen-          farbstoffen    durch Umsetzung von schwer     ver-          esterbaren        Küpenfarbstoffen    der     Anthraclii-          nonreihe    mit     Chlorsulfonsäure    bzw.

   einem  äquivalenten Gemisch von     Schwefeltrioxyd     und Chlorwasserstoff in Gegenwart von min  destens einem feinverteilten Metall mit einem       Atomgewicht        von,    mindestens 55 und höeh-         stens    64 bzw.

   einer kupferhaltigen Legierung  sowie einer tertiären Base, ist nun dadurch  gekennzeichnet, dass man die     Veresterung    in  Gegenwart einer Mischung von     Dimethylform-          amid    und     Diäthyl-(monomethyleyclohexyl)-          amin    vornimmt, wobei der Anteil an     Diäthyl-          (monomethylcyclohexyl)-amin    im     Basenge-          misch    10-70 % beträgt.  



  Unter schwer     veresterbaren        Küpenfarb-          stoffen    der     Anthrachinonreihe    werden jene  verstanden, welche im Hauptpatent beschrie  ben sind.  



  Die     Chlorsulfonsäure    kann als solche oder  teilweise bis vollständig in Form eines äquiva  lenten Gemisches von     Schwefeltrioxyd    und  Chlorwasserstoff     bzw.    in Form eines     S0?,-          Additionsproduktes    und eines Chlorhydrates  mit der einen oder mit beiden der verwende  ten Basen in das Reaktionsgemisch eingeführt  werden.  



  Das     Dimethylformamid    kann sowohl in  reiner Form als auch als technisches Produkt  verwendet werden.  



  Das bzw. die     Diäthyl-(monomethyl-cyclo-          hexyl)-amine    können sowohl als reine Basen  als auch als technische, wasserfreie Produkte  in Anwendung gebracht werden. Unter     Di-          äthyl-(monomethylcyclohexyl)=amin    sind die  drei     Methylhomologen    des     Diäthylcyclohexyl-          amins    zu verstehen; es sind dies:

       Diäthyl-(2-          methylcyclohexyl)        -amin,        Diäthyl-(3-inethyl-          cyclohexyl)-amin    und     Diäthyl-(4-methylcyclo-          hexyl)        -amin.         Die Anwendung.

   einer Mischung von     Di-          met.hylformamid    und mindestens einem     Di-          ä.thyl-(monomethylcyclohexyl)-amin    in geeig  neten Proportionen ist für das neue Verfah  ren von ausschlaggebender Bedeutung, und  zwar hat es sich erwiesen, dass der Anteil an       Diäthyl-(monomethylcyclohexyl)-amin    im Ge  misch, um technisch verwertbare Resultate zu       erhalten,

          mindestens        10        %        betragen        muss        und          höchstens        70        %        betragen        darf.        Vorzugsweise     wird im     Basengemisch    der Anteil =an     Diäthy        1-          (monomethylcyclohexyl)-amin        auf        25-60        %     beschränkt,

   wodurch man Ausbeuten von über  90     1/o    an brauchbarem     Leukoschwefelsäure-          erstersalz    erhalten kann. Zur Erlangung einer  optimalen Ausbeute an     Leukosehwefelsäure-          estersalz    wird man je nach dem angewandten       Küpenfarbstoff    auch innerhalb dieses Mi  schungsverhältnisses den Anteil an     Diäthyl-          (monomethylcyclohexyl)-amin    dem besonde  ren Verhalten des     Küpenfarbstoffes    anpas  sen.  



  Die Ausführung des Verfahrens ist aber  nicht darauf beschränkt, von Anfang an eine       Mischung    von     Dimethylformamid    und     Di-          ät.hyl-(monomethylcyclohexyl)-amin    zu ver  wenden, sondern es kann auch beispielsweise  zuerst nur eine Komponente des     Basengemi-          sches    mit     Chlorsulfonsäure    umgesetzt und  dann mit geeigneten Mengen der andern  Komponente versetzt werden.     Bedingung    ist  nur, dass vor Beginn der     Veresterungsreak-          tion    die beiden Basen in einem geeigneten Mi  schungsverhältnis vorhanden sind.  



  Als Metalle mit einem Atomgewicht von       mindestens    55 und höchstens 64 kommen  Eisen, Nickel, Kobalt oder Kupfer in Frage;  auch Kupferlegierungen können verwendet  werden. Unter dem Begriff  feinverteilt:> ist  z. B. die bis anhin zur Anwendung gelangte  Pulverform zu verstehen.  



  Gemäss einer besonderen Ausführungs  form des neuen Verfahrens ist es möglich, die  Umsetzung nicht nur in Gegenwart eines der  genannten Metalle, sondern in gleichzeitiger  Gegenwart mehrerer der genannten Metalle  durchzuführen. Vorzugsweise     wird.    aber für    die Praxis die Anwendung von Eisen, infolge  seiner Wirtschaftlichkeit, vorgezogen.  



  Eine besondere Ausführungsform der vor  liegenden Erfindung besteht ferner darin,  dass das zur     Anwendung    gelangende Metall       vorgä.ngig    dem     Veresterungsprozess    und in  Abwesenheit, des zu     veresternden        Küpenfarb-          stoffes    einem     Aktivierungsprozess    unterwor  fen wird.  



  Die     Duchführiing    dieser     Aktivieiting    kann  auf verschiedene Arten geschehen, so z. B.:  1. durch Zugabe des Metallpulvers zum       Basengemiseh    und nachträgliches Eintropfen        < ler        Chlorsulfonsäure,     2. durch Zugabe des     Metallpulvers    zu  einem     bereits    vorgebildeten Gemisch aus       Dimethylformamid/SO3    und     Dimethylform-          amid/HCl    und     Zutropfen    von     Diäthyl-(mono-          methylcy        clohexyl)-amin,     3.

   durch     Zutropfen    der     Chlorsulfonsäure     zum     Basengemisch    und anschliessend Zugabe  des     3Ietallpulvers    und  4. durch Aktivierung des     Metallpulvers     ausserhalb des     Basengemisehes    und     nachträg-          liehe    Zugabe desselben zum     Basengemisch.     



  Das neue erfindungsgemässe Verfahren  kann gegebenenfalls auch unter Ausschluss  von Sauerstoff durchgeführt werden.  



  Das neue Verfahren     gestattet,    ausgehend  vom     Küpenfarbstoff,    in einem einzigen Ar  beitsgange und mit sehr     guter        Ausbeute    ein       Leukoschwefelsäureestersalz    zu erhalten, wel  ches sich nach den     bekannten    Anwendungsver  fahren wieder in den ursprünglichen     Küpen-          fa.rbstoff        zurüekverwandeln    lässt.  



  Das Verfahren wird durch das nachfol  gende Beispiel erläutert. Die Teile bedeuten  Gewichtsteile.  



       Beispiel:     In 160 Teile     Dimethylformamid        (tcch-          niseh)    werden unter Kühlen und Rühren 20  Teile     Chlorsulfonsäure    eingetragen, worauf  nach Zugabe von 25 Teilen Eisenpulver noch  während 10-1.5 Minuten bei 1.2-15  C ge  rührt und 62 Teile     Diäthyl-(2-methylcyclo-          hexyl)-amin    unter Kühlung und nachfolgend  10 Teile     1,5-Dibenzoylamino-anthraehinon    zu  gegeben werden. Man erwärmt .unter Rühren      auf 55-57  C bis zur völligen     Lösung    des  Farbstoffes, was in etwa     3-4    Stunden der  Fall ist.

   Das Reaktionsgemisch kann in fol  gender Weise aufgearbeitet werden:       Dasselbe        wird        nach        .dem        Abkühlen        in        1500    0  Teile Eiswasser eingetragen, wobei das     Di-          äthylcyclohexylaminsalz    des     Leukoesters    aus  fällt.

   Nach dem     Abfiltrieren    wird der Filter  rückstand in einer Mischung von $0 Teilen       Äthylalkohol,    20 Teilen einer     wässrigen     30     o/oigen        Natriumhydroxydlösung    und 250  Teilen Wasser während 30 Minuten bei     40     C  gerührt.

   Aus der von Eisenrückständen     abfil-          trierten    Lösung kann nach Abtrennung von  Alkohol und     Diäthyleyclohexylamin    der       Leukoschwefelsäureester    des 1,5 -     Dibenzoyl-          aminoanthrachinons    durch     Aussalzen    mit Na  triumchlorid in Form seines     Natriumsalzes    in       einer        Ausbeute        von        über        90        %        gewonnen     werden.  



  Bei der Anwendung dieses     Leukoschwefel-          säureestersalzes    auf Textilien nach bekannten  Methoden erhält man gelbe Farbtöne.  



  Mit dem gleichen Erfolg lassen sich die  25 Teile Eisenpulver durch 15 Teile Messing  pulver ersetzen, ferner können die 25 Teile  Eisenpulver .durch eine Mischung von 10  Teilen Kupferpulver und 10 Teilen Eisen  pulver ersetzt werden. Wird das Eisen  pulver durch die gleiche Menge     Kobaltpulver     ersetzt, so erhält man das     Leukoschwefel-          säureestersalz    in einer Ausbeute von über       601/o.     



  Mit dem gleichen Erfolg kann an Stelle       cles        Diäthyl-(2-methylcyclohexyl)-amins    auch    das     Diäthyl-(3-methylcyclohexyl)-amin,    das       Diäthyl-(4-methylcyclohexyl)-amin    oder eine  Mischung von zwei oder drei dieser Homolo  gen sowie auch eine Mischung von einem oder  mehreren der drei Homologen mit     Diäthyl-          cyclohexylamin    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von wasser löslichen Leukoschwefelsäureestersalzen aus schwer veresterbaren Küpenfarbstoffen durch Umsetzung von schwer veresterbaren Küpen- farbstoffen der Anthrachinonreihe mit Chlor- sulfonsäure bzw. einem äquivalenten Gemisch von Schwefeltrioxyd und Chlorwasserstoff in Gegenwart von mindestens einem feinverteil ten Metall mit einem Atomgewicht von min destens 55 und höchstens 64 bzw.
    einer kupferhaltigen Legierung sowie einer tertiä ren Base, dadurch gekennzeichnet, dass man die Veresterung in Gegenwart einer Mischung von Dimethylformamid und Diäthyl-(mono- methylcyclohexyl)-amin vornimmt, wobei der Anteil an Diäthyl-(monomethylcyclohexyl)- amin im Basengemisch 10-70 /o beträgt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Anteil an Di- äthyl.-(monomethylcyclohexyl)-amin im Ba- sengemisch 25-60 % beträgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Basengemisch auch noch Diäthylcyclohexylamin enthält.
CH308807D 1952-05-30 1952-05-30 Verfahren zur Herstellung von Leukoschwefelsäureestersalzen aus schwer veresterbaren Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe. CH308807A (de)

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