Verfahren und Einrichtung zur Abgabe von körniger Masse. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren und eine Einrichtung zur Abgabe von hörnig-er Masse.
<B>Es</B> ist. bekannt, das Aufstreuen von körni- aer Masse durch Aufsieben auszuführen. Die verwendeten Einrichtungen sind entweder Selrwin;
siebe, Vibrationssiebe oder es wird der Siebvor-an- auch nur mittels einem I-landsieb .ausgeführt.. Die eigentliche Siebwir kung bei allen diesen Vorgängen entsteht da durch, dass das Sieb gegenüber der auffallen den oder über dem Sieb liegenden körnigen Masse eine Relativbewegung ausführt, die vor- zu;:
sweise einer Verschiebebewegung in Rieh- tung@ der Siebebene entspricht, wobei die ein zelnen Körper oder Körneraglomerate durch die Siebdrähte abgeschert werden.
Dieser Vor- ,1--ing linden Nachteil, dass die pro Flä.ehen- einheit durchtretende Menge stark schwankt, je nach der über dem Sieb liegenden Schicht- liölie, der Beschaffenheit der körnigen Masse, dem Versehmutzungsgrad des Siebbodens, der auch an verschiedenen Teilen des Sieb bodens verschieden gross sein kann.
Ferner hat dieser Vorgang den Nachteil, dass die das Sieb passierende körnige Masse infolge der Charakteristik der Siebbewegging in Zusam- men-wirkun;- mit den vorerwähnten Erschei nungen: eine unbestimmte Randstreuzone bil det.. Im weiteren ist die Menge des durchtre tenden. Materials pro Zeiteinheit, speziell bei zum. Backen neigenden körnigen Massen, sehr klein. Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung. behebt diese Mängel dadurch, dass ein biegungssteifer Gitterrost, über dem kör nige Masse lagert, in Schwingungen versetzt wird.
Die Sehwingungsrichtung kann dabei mit der Förderricntung der körnigen Masse beim Austritt aus dem Gitterrost in TJberein- stimmung :gebracht werden, wodurch, wie die Erfahrung gezeigt hat, die Gleichmässigkeit der Austragsmenge über die gesamte Gitter i ostfläche weitgehend verbessert und die zeitliche Austragsmenge stark vergrössert werden kann.
Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen biegungssteifen, in Schwingungen versetz baren Gitterrost, dem Mittel zur Erhaltung einer für eine gleichmässige Abgabe erforder lichen Mindestsehütthöhe an körniger Masse über dem gesamten Gitterrost zugeordnet sind.
Diese Mindestschütthöhe ist- durch die Beschaffenheit der körnigen Masse bedingt. Bei leicht backender körniger klasse ist die Mindestschütthöhe so zu wählen, dass mit Sicherheit beim Stillsetzen der Schwingungs bewegung eine Brückenbildung im Gitterrost auftritt. Bei leicht fliessender körniger Masse ist die Schütthöhe so zu wählen, dass ein teil weises Leerlaufen des Rostes verhindert wird.
In der Zeichnung sind mehrere beispiels weise Ausführungsformen des Erfindungs- gegensta.ndes veranschaulicht, und zwar zei gen: Fig. 1 den Grundriss eines Gitterrostes, teilweise im Schnitt nach Linie I-1 in Fig. 2 gezeichnet, Fig. 2 den Schnitt nach Linie II-II durch Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht, eines Gitterrostes mit Silo und Aufhä.ngeinrichtung, Details teil weise geschnitten nach Linie III-111 in Fig. 4,
Fig. 4 einen Teil des Grundrisses der Fig. 3, Fig. 5 eine Teilansicht in Pfeilrichtung V der Fig. 4 mit elektrischem Schema, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI in Fig. 3 durch den Silo, Fig. 7 ein Zeitschema, Fig. 8 eine schematische Zusammenstel lung einer Anlage, Fig. 9 den (lrtindriss aus Fig. 8, ohne Schalttafel,
Fig. 10 den Grundriss einer weiteren Aus führungsform eines Gitterrostes.
Fig. 11 zeigt einen Schnitt. nach Linie KI-KZ in Fig. 10.
Der Gitterrost G, der in den Fig. 1-3 ver anschaulicht ist, muss biegungssteif sein. Er besteht daher aus senkrecht stehenden Stahl , bändern 1, die in Längsrichtung in bestimm ten Abständen a.neinandergereiht und mittels quer zu diesen stehenden Stahlbändern 2 mit einander verbunden sind. Zur Unterstützung der Versteifung sind im Ausführungsbeispiel noch aufrecht stehende dickere LänYsstahl- bänder 3 vorgesehen.
Um das Durchdringen der körnigen Masse durch den Rost zu erleich tern, überragen die längsgerichteten Stahl bänder 1 die quergerichteten Stahlbänder 2, wobei mindestens die längsgerichteten messer- förmig angeschärft sind, wodurch die körnige Masse zunächst in einer Richtung eingeschnit ten und erst etwas tiefer durch die querge richteten Stahlbänder 2 quer geteilt wird. Zweckmässig wird der Abstand der Bänder so gewählt, dass die zu verarbeitende körnige Masse im Verarbeitungszustand bei ruhendem Gitterrost noch sicher Brücken bildet, also gerade noch nicht durchfällt.
Die Bänder sind in einem Gitterrostrahnlen 4 befestigt, dem ein Rahmen 4a mit Aufhängeorganen zugeordnet ist. An den Stirnseiten der äussern Rahmenpartie 4c. sind Büchsen 5 einge schweisst, die mittels Deckplatten 6 verbunden sind. Die Deekplatten 6, welelie die Büchsen 5 nach oben begrenzen, weisen einen nach innen vorstehenden Kragen 6a. auf, der zum Auf- hängen des Gitterrostes G dient.
Die Bolzen 7 (Fig. 3), welche am. Aufhängerahmen 8 mit tels der Platte 9 befestigt sind, greifen durch die Bohrung des Kra-ens 6U und durch die Federn 10.
Diese über\ und unter dem Kragen auf dem untern Teil des Bolzens 7 sitzenden Federn werden durch die Mutter 11 am Bol zen 7 beidseitig gegen den Kragen 6a. g@e- drückt. Hierdurch wird der hitterrost G 7m -i- sehen den vargespa.nnten Federn 10 so mit dem Rahmen 8 verbunden, da ss er in verti kaler Richtung schwin-en kann.
Zur Erzeu gung dieser Schwingungen dienen zwei Magnete 12, die je zwischen zwei der Bolzen 7 an deren Grundplatte 9 befestigt sind. Die zugehörigen Magnetanker 13 sind auf den Platten 6 des Gitterrostra.hmens 4 mittels Schrauben 14 festgeschraubt. Der Gitterrost kann daher mit den beiden -Magneten 12 nur in senkrechte Schwingungen versetzt werden.
Es ist, erwünschi, dass der Rahmen 8 geringe Sehwing,ungsweye ausführt, um Glas der körnigen Masse in dem am Rah men 8 befestigten Silo 15 zu erleichtern. Zur Differenzierung der Sehzvinn-@mgswege. wird der Rahmen 8 möglichst. schwer und der Git terrost G möglichst. leicht ausgeführt, so dass der Rahmen 8 gegenüber dem Gitterrost C nur kleine Sehwingun-s#,ve,e ausführt.
Der Gitterrost.rahmen 4 und die Wände des Silos 15 bilden die Mittel zur Erhaltung der erfor derlichen Mindestschütthöhe an körni-er Masse.
Um dies zu begünstigen, kann der Rah men 8 mit Blei ausgegossen. sein. Das Silo 15 ist, mittels Winkeln 16 starr mit dem Rahmen 8 verbunden, der, wie nachstehend beschrie ben, beweglich: an den Rohren 17 aufgehängt ist. Der Rahmen 8 weist in diesen einge schraubte Tragbolzen 18 auf, die mit einer Scheibe 19 versehen sind, welche mittels der. Mutter ''0 am Bolzen 7.8 befestigt ist.
Auf dem Bolzen 18 ist eine Drtzekfeder ?1 geia- gert, die sich einerseits gegen die Scheibe 19 und anderseits gegen die überwurfmutter 22 abstützt, die über das Rohrstück 23 greift, voll denen je zwei an den beiden Tragroh ren 1.7 an-esehweisst sind.
Der Tra-@rahmen 8 und das an diesem befestigte Silo 15 kann somit ebenfalls in vertikaler Riehtun\-, sehwin- ,ren. Das Silo 15 mit dem Gitterrost G bilden Glas Streuaggregat. Da die Abgabe der körni gen Masse pro Zeiteinheit. beträchtlich sein kann, muss eine ausreichende Zufuhr von einem grossen Silo oder von einer Aufberei tungsanlage erfolgen. Der Inhalt des Silos 15 ist beschränkt, erstens durch den Querschnitt, der von der Streufläche abhängig ist, zweitens durch die Fallhöhe beim Einfallen der körni gen. hasse, da. vermieden werden muss, dass sich diese beim Fallen verdichtet.
Die besten Er;-ebnisse werden erzielt, wenn die Füllung im Silo auf konstanter Höhe gehalten wird. Weil. der Inhalt des Silos 15 relativ klein und die Zufuhr körniger Masse in dieses von einer zeitlich unregelmässigen Abgabe derselben aus dem Silo 1.5 abhängig ist, muss die Zufuhr der Abgabe automatisch angepasst sein. Eine 1?.inriehtuiig hierfür ist in den Fig. 6, 8 und 9 v eranschaulleht. Ein Grosssilo 30 ist auf den T-Trägern 31 aufgehängt.
Den Boden Cieses Silos bildet ein horizontal rotierender Drehteller 32, welcher auf der Säule 33 dreh bar gelagert ist und vom Motor 34 über ein Reduziergetriebe 35 und über die Zahnräder 36 und 37 angetrieben wird. Durch den Ab streifer 38 gelangt körnige Masse aus dem Silo 30 auf das Transportband 39, das von dem Motor 34a angetrieben ist. und von erste- rem in das Silo 15.
Ein Fühler 40, der im obern Teil des Silos 15 angeordnet ist, liegt an einer Stromquelle, so dass über die körnige Masse ein Stromschluss mit der Silowand ent- stellt, wenn das Silo 15 genügend gefüllt. ist.
Der Fühler betätigt die in Fig. 8 @gezeichne- ten Schaltorgane wie folgt: Der Fühler 40 (Fig. 3, 6, 8 und 9), der durch einen Quersteg 41 im Silo 15 gehalten ist, ist einerseits mit einer Leitung 42 mit einem Verstärker 43 verbunden, anderseits ist dieser Verstärker 43 über Leitung 44 mit der Silowand des Silos 15 verbunden. 45, 46, 47 und 48 stellen elektrische Schaltschützen dar, die mittels Zuleitung 49 mit Strom versorgt werden.
Die Leitungen 50 und 51 zu den Motoren 34 bzw. 34a stellen Umschaltleitun gen für das Umpolen der vorgenannten Mo tore dar.
Die in den Fig. 1-9 dargestellte Einrich tung arbeitet wie folgt: Wenn der Magnet 12 durch Betätigung eines nicht gezeichneten Schalters Wechsel strom oder intermittierenden Gleichstrom er hält, zieht er über den beweglichen Magnet anker 13 den Gitterrost G sieh wiederholend kurzzeitig an und bringt diesen, da. er in den vorgespannten Federn 10 gehalten ist, in senkrechte Schwingungen. Diese Schwinguri gen bewirken ein Austragen, der körnigen Masse aus dem Silo 15.
Während dem Aus- trag sinkt die körnige Masse im Silo gegen die Lamellen 1-3 des austragenden Gitter rostes G, wobei die Regelung der Zufuhr zum Silo 15 durch Veränderung der Geschwindig keit des vorgeschalteten Transportbandes 39 und des Drehtellers 32 infolge der Steuerung des Fühlers 40 erfolgt.
Falls die Möglichkeit besteht, dass durch irgend welche Umstände über die Aufhängerohre fremde Erschütte rungen auf das Silo 15 und den Gitterrost G einwirken, ist es zweckmässig, diese durch ein zwischengeschaltetes Element, beispielsweise Federn oder Gummipuffer, f'ernzuhalten. Bei der beschriebenen federnden Befestigung des Rahmens 8 und des Gitterrostes G bringt der Magnet 12 sowohl den Gitterrost 1 als auch den Rahmen 8 mit dem Silo 15 in Schwin gung.
Um den Schwingungsweg des Gitter rostes 1 relativ gross gegenüber dem Schwin gungsweg des Rahmens 8 mit Silo 15 zu hal ten, kann mann, wie erwähnt, den Gitterrost möglichst leicht halten, während der Rahmen 8 mit zusätzlichem Gewicht, beispielsweise Blei, versehen wird. Die dadurch erzeugte leichte Vibration des Silos 15 erlaubt auch stark backende körnige Massen einwandfrei aus dem Silo 15 auszutragen. Falls in ausser gewöhnlichen Fällen eine Brückenbildung im Silo trotzdem noch möglich wird, kann diese verhindert. werden, indem man die Wände des Silos 15 nach unten divergierend ausführt.
Fig. 5 und 7 zeigen Mittel, die zum Be messen der Streumenge dienen. Werden be stimmte Streumengen von Fall zu Fall ein stellbar verlangt, so wird der Magnet 12 über einen Steuerkontakt<B>57,</B> einen Schaltschütz 58 und eine Seha.ltuhr 59 in Betrieb gesetzt. Nach Ablauf der an der Schaltuhr 59 eingestellten Streuzeit setzt diese den Magneten 12 auto matisch ausser Betrieb. Dadurch ist es mög= lieh, einstellbare 1@-Iengeii körniger Masse auf eine bestimmte Fläche periodisch aufzu streuen. Handelt es sich um Fälle, bei denen nacheinander z.
B. vier verschiedene Mengen ausgetragen werden sollen, wie in Fig. 7 schematisch dargestellt, so gibt die Schaltuhr 59 nach Ablauf ihrer Schaltdauer durch einen elektrischen Haltekontakt (in bekann ter Weise) den Befehl für die nächste Inbe triebsetzung durch Steuerkontakt 57 auf' die Schaltuhr 60 weiter. Nach der zweiten Ster..e- rtrng, die letztere auf die Schaltuhr 61 und nach der vierten Steuerung unterbricht die Schaltuhr 62 die Haltekontakte sämtlicher Schaltuhren und der Vorgang beginnt von neuem.
Die Fig. 7 veranschaulicht das Zeitschema des vorgenannten Beispiels. In der Abszisse @1 sind Schaltdauer bzw. Austra.gsmengen der vier verschiedenen Austragungen eingezeich riet. In der Ordinate 0 ist die Schaltfolge dargestellt.
In besonderen Fällen hat es sich als zweck mässig erwiesen, den Luftspalt 60 zwischen dein festen Magneten 12 und dem beweg liehen rllagnetanker 13 so klein zu halten, dass am Ende der Aufwärtsbewegung der Magnet anker 13 gegen den Magnet 12 aufschlägt. Durch den kurzen Aufschlag kann die Selbst reinigung des Gitterrostes G gefördert. wer den. Ferner hat es sich gezeigt, dass die Federkonstante der Federn 10 am besten so gewählt wird, dass die Sehwiiigrtn-sfrequenz des CTitterrostes G mit der Frequenz des Magneten übereinstimmt, da in diesem Fall die Magnetleistung weitgehend für den Aus trag aus dem Silo 15 verwendet wird.
In Fällen, wo, das Silo 15 keinen Vibrationsan- teil erhalten soll, legt man zweckmässig zNvi- schen die Winkel 16 und den Rahmen 8 v ibra- tionsabsorbierende Gummipuffer.
Die Ausführungsform nach Fig. 10 und 11 zeigt. eine andere Ausführung eines Gitter rostes, der besonders für leichtfliessende kör nige Massen -(,ei-net ist. Der Gitterrost. 70 mit den La.inellen 71 und 72 hängt über Schwingstäbe 73 an einem Silo 74. Ein hori zontale Schwingungen erzeugender Magnet 75 überträgt horizontale Stösse auf den Gitter rost<B>61,</B> welche veranlassen, dass das Material zwischen dessen Lamellen austritt.
Zwischen den zwei -rnndsätzliehen Aus führungsarten für backende körnige Massen nach Fig. 1-9 und für leichtfliessende kör nige Massen nach Fig. 10 und 7.1 sind alle möglichen Ausführungen denkbar. Insbeson dere ist es möglich, den Gitterrost. durch eine im Schüttwinkel aus einem grossen Silo über eine Rutsche übertretende körnige Masse zn beschicken.
Ferner ist es möglich, falls keine stark backenden körnigen --Hassen zu streuen sind, den Vibrationsrost direkt unter einen grossen Lagersilo zu bauen. Iin weiteren hat es sich in Sonderfällen als zwecl"mässig erwie sen, beispielsweise zwischen. dem Transport band und dem Silo 15 einen Siebvor-ang zwi schenzuschalten. Das Silo kann unter -Um ständen wegfallen und der Gitterrost mit. einem Rahmen, der eine ausreichende Schütt höhe sichert, versehen werden.
Das Verfahren nach der Erfindung kann beispielsweise verwendet werden zum Auf streuen von Modellsand beim Herstellen von Griessformen oder zum Aufstreuen von Vor satzmaterial beim Herstellen von Kunst steinen oder Kunststeinplatten. Es kann aber auch beispielsweise dauernd betrieben werden zum gleichmässigen Zuführen körni ger Masse z.
B. auf ein Transportband. Ver suche haben ergeben, dass die Streumenge ab- hän#,in, ist vom Schwingweg und,der Schwing frequenz des Gitterrostes und dass dieser Schwingweg nur dann gleichmässig gross ist über die ganze Rostfläche, wenn der Gitter- tust in der Schwingungsrichtung möglichst biegungssteif ist.