CH308964A - Verfahren und Einrichtung zum Aufbringen von festen oder flüssigen Schwebeteilchen auf damit zu überziehendes Gut. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Aufbringen von festen oder flüssigen Schwebeteilchen auf damit zu überziehendes Gut.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Aufbringen von festen oder flüssigen Schwebeteilchen auf damit zu überziehendes Gut. Beim elektrostatischen Niederschlagen von Farb- oder Lacknebeln auf damit zu über ziehendes Gut ist es bekannt, die Gegenstände (Behandlungsgut) mit einer Spritzpistole zu nächst mechanisch ohne elektrische Aufladung zu bespritzen und alsdann durch beiderseitig des Behandlungsgutes angeordnete elektri- sehe Felder ein elektrostatisehes Niederschla- ,
..en der Sehwebeteilchen auf das Behandlungs- bewirken. Bei diesem bekannten Verfah ren wird durch die Lackierzelle ein Luftstrom zwangweise geführt, um mit diesem Luftstrom die Sehwebeteilehen entlang dem Behandlungs gut züi führen.
Dieser kombinierte Nieder- sehlao, C <B>-</B> mechanisch elektrisch <B>-</B> soll auf Gegenstände mit Einbuchtungen, insbesondere Ilohlformen angewendet werden, um die durch die elektrische Abschirmung der Einbuehtun- --en inangelnden elektrostatisehen Nieder- sehläge durch mechanisches Bespritzen der Hohlräume zu verbessern.
Die elektrisch ab- gesehirmten Oberflächen der Gegenstände werden also durch Handspritzen entweder vor oder nach der elektrostatischen Behandlung ausgebessert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Vor- oder Naehbehandlung durch Hand spritzen zu vermeiden. Das erfindungsgemässe Verfahren zum Aufbringen von festen oder flüssigen Sehwebeteilehen, insbesondere Farb- pi--menten, Lacknebel usw. auf damit zu über ziehendes Gut mittels eines elektrostatischen Feldes, in welchem das zu überziehende Gut an Erdpotential und diesem gegenüberliegende Elektroden an Hochspannung liegen,
wobei das Gut unter Drehung um seine eigene Achse entlang den Sprühelektroden bewegt wird und die Sehwebeteilchen durch Zerstätibungsein- richtungen in Richtung auf das Gut gesehleu- dert werden, zeichnet sieh dadurch aus, dass das elektrostatische Feld durch einseitige An ordnung der Sprühelektroden nur auf der der Zaführung der Schwebeteilchen abgewendeten Seite des Behandlungsgutes aufrechterhalten wird.
Auf diese Weise ist es möglich, schwer zugängliehe Oberilächenteile durch entspre- ehende Einstellung der Spritzpistolen gege benenfalls von Hand zu bespritzen und durch das Drehen des Körpers auch diesen Teil stän <B>dig</B> der elektrostatischen Niederschlagswir kung und damit einer vergleichsmässigenden Wirkung des unmittelbar aufgetragenen Über zuges auszusetzen.
An Hand zweier Ausführungsbeispiele sei die ebenfalls Gegenstand der Erfindung bil dende Einrichtung zur Durchführung des er findungsgemässen Verfahrens des näheren er läutert. Fig. <B>1</B> zeigt schematisch im Grundriss die Anordnung der elektrostatischenLackieranlage und zwei parallel geführte Transportvorrich tungen für das Gut und die Fig. 2 die gleiche Anordnung mit einer einzigen, um 18011 schwenkenden Transportvorrichtung.
Die Fig. <B>1</B> und 2 zeigen in grundrisslicher Darstellung schematisch die Anordnung der mit einem übemug zu versetenden Gegen stände, und den Aufbau des elektrostatischen Feldes gegenüber dem Behandlungsgut in Verbindung mit der neuartigen Stellung der Zerstäubereinrichtungen (Spritzpistolen) zu dem elektrostatischen Feld.
In beiden Figuren sind mit<B>1</B> die beispiels weise als Hohlkörper ausgebildeten Gegen stände in ihren. verschiedenen Stellungen wäh rend des bekannten Drehens um ihre eigene Achse dargestellt. Diese geerdeten Hohlkörper <B>1</B> sind in bekannter Weise auf einer Trans- portvorricht-tuig 2 (endloses Band oder Kette) angeordnet und werden in Pfeilrichtung am Rande des von den an Hochspannung liegen den Sprühelektroden<B>3</B> aufgebauten elektro statischen Feldes entlanggeführt.
Nach Fig. <B>1</B> sind zwei an Erde liegende Transportvorrich tungen 2 zu beiden Seiten der Sprühelektro den<B>3</B> angeordnet, wogegen nach Fig. 2 ein ein ziges Transportband 2 mit Richtungswechsel von 18011 urn die Sprühelektroden<B>3</B> herum geführt ist, in beiden Fällen derart, dass das Gut<B>1</B> den Elektroden<B>3</B> entlang bewegt wird.
Es sind die Zerstäubervorrichtungen 4 (Spritz pistolen oder dergleichen) ausschliesslich auf der den Sprühelektroden abgewendeten Seite der Gegenstände<B>1</B> bzw. der Transportvorrip-h- tung 2 aufgestellt, und zwar in der Weise, dass der Strom der Sehwebeteilchen in verhältnis mässig breiter Front etwa senkrecht oder schräg zur Bewegungsriehtung der Gegen stände auf diese einseitig gerichtet ist. Die 1.-estriehelten Linien sollen den Verlauf der sieh niederschlagenden Teilchen andeuten.
Durch Einhaltung eines einstellbaren Abstan des a (Fig. <B>1)</B> der Hohlkörper<B>1</B> unterein ander tritt eine regelbare Menge von Schwebe- teilehen zunächst ungeladen in das elektro statische Feld Pl mit vorteilhaft höher kon zentrierten Schwebeteilchen ein und wird durch die Wirkung der Sprühelektroden<B>3</B> auf die Rückseite der Hohlkörper<B>1</B> in umgekehr- ter Anlangsbewegungsriehtung zurückgeführt.
Im weiteren Verlauf der Niederschlagsbehand lung treten die Hohlkörper 2 in das mit ge ringer konzentrierten (stark verdünnten) Sehwebeteilehen beaufsehlagte elektrostatische Feld F2 ein, wo. sieh der Feinüberzug bildet.
In Verbindung mit dieser Behandlungs weise oder auch unabhängig davon empfiehlt es sieh, mit verschiedenen hohen Konzentra tionen des Überzugsgutes, z. B. bei einer Lack lösung, zu arbeiten; etwa in der Weise, dass anfangs ein Lack mit 20-30% Lösungsmittel- zusatz und am Ende der Behandlungsreihe ein stark verdünnter Lack mit 50-60% und mehr Verdünnungsmittel zuim Versprühen ge langt,
wobei unter Umständen mehrere Stufen abnehmender Konzentration während der elek- trostatisehen Niedersehlagung eingehalten werden können, was die Bildung einer beson ders gleichmässigen und im Kornaufbau dich ten letzten Überzugshaut gegen Ende der elek trostatischen Behandlung zur Folge hat. Ganz allgemein hat sieh gezeigt, dass die Viskosität der zu zerstäubenden Lacke, Öle usw. durch Verdünnungsinittel auf etwa die Hälfte oder mehr für das elektrostatisehe Lackieren herab zusetzen ist.
Die Stärke des elektrostatisehen Feldes kann durch konvergierende oder divergie rende Anordnung der Reihe der Sprühelektro den<B>3</B> und der Transportbänder 2 gegenein ander verändert werden, so dass beispielsweise das Feld F2 durch geringeren Abstand von 2 und<B>3</B> gegeneinander entsprechend der abneh- inenden Konzentration der Schwebeteilehen im Trägergas verstärkt werden kann.
Die ganze in den Fig. <B>1</B> und 2 gezeigte Einrichtung kann in bekannter Weise in einem geschlossenen Behandlungsraum angeordnet und mit bekannten Berührungssehutzeinrieh- tungen versehen werden.
Der Vorteil dieser Einrichtung nach Fig. <B>1</B> liegt im wesentlichen auch darin, dass die Transportvorriehtung für das Behandlungs gut sowie dieses selbst unmittelbar als solche einen Berührungssehutz gegenüber den an Hochspannung liegenden Teilen<B>3</B> bietet, da die Transportvorrichtungen spiegelbildlich zu den das elektrische Feld aufbauenden Sprüh elektroden<B>3</B> aufgestellt sind.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH 1:</B> Verfahren zum Aufbringen von festen oder flüssigen Schwebeteilchen, insbesondere Farb- pigmenten, Lacknebel usw. auf damit zu über ziehendes Gut mittels eines elektrostatischen Feldes, in welchem das zu überziehende Gut an Erdpotential und diesem gegenüberlie gende Elektroden an Hochspannung liegen, wobei das Gut unter Drehung um seine eigene Achse entlang den Sprühelektroden bewegt wird tind die Schwebeteilchen durch Zerstäu- bungseinrichtungen in Richtung auf das Gut gesehleudert werden, dadurch gekennzeichnet,(lass das elektrostatische Feld durch einseitige Anordnung der Sprühelektroden nur auf der der Zuführung der Sehwebeteilehen abgewen deten Seite des Behandlungsgutes aufrecht erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeiehnet, dass die Zerstäubungs- einriehtungen von Hand bedient werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprueh <B>1,</B> mit Lacklösung als Schwebe- tellehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Laeklösung volumenmässig mindestens 20% Lösungsmittel enthält..<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn- zelehnet, dass das Behandlungsgut zunächst einen Strom höherkonzentrierter Sehwebeteil- chen und danach einen Strom geringerer koll- zentrierter Schwebeteilchen durchwandert. 4. Verfahren nach Patentansprueli I und Unteransprüchen<B>1</B> bis<B>3,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass Lacke abnehmender Konzentra tion in Wanderrichtung des Behandlungsgutes zerstäubt werden.PATENTANSPRUCHII- Einrichtung zur Durchführung der Ver fahren nach Patentansprueh <B>1</B> und Unteran- sprüehen <B>1</B> bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass unter gleiehgerichteter Hochspannung ste hende Sprühelektroden nur auf einer Seite einer Transportvorriehtung für hintereinander angeordnetes Behandlungsgut angeordnet sind, wogegen. auf der den Sprühelektroden abge wendeten Seite dieser Vorrichtung die Zer- stäubungseinriehtungen vorgesehen sind.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> <B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II,- dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Trausportvorrichtungen spiegelbildlich zu den das elektrische Feld aufbauenden Sprühelek troden aufgestellt sind, zum Zwecke, dass das Behandlungsgut zusammen mit den Transport vorrichtungen zugleich als Berührungssehutz gegen das Hochspannungsfeld dient.<B>6.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspr-Lieh <B>5,</B> dadurch gekennzeich net, dass die Förderrichtungen für das Be handlungsgut zu beiden Seiten der Sprüh elektroden einander entgegengesetzt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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