Anordnung an Verkehrszeichen, Schildern und dergleichen. Bei der Herstellung von Verkehrszeichen, Schildern oder dergleichen, die verschieden farbige Felder haben, hat man entweder die gesamte Sehildfläche in einer Ebene ausge führt oder die versehiedenfarbigen Felder in c'ersehiedene Ebenen verlegt.
Während der letzten .fahre hat man auch versucht, die Ver kehrszeichen oder dergleichen lumineszierend oder rPflexliclitreflektierend auszuführen, das ist so reflektierend, dass die Schildfläche das lieht einer Lichtquelle auch bei schrägem l,.irifallswiilkel des Lichtes gegen die Schild- l'läelie in Richtung auf die Lichtquelle zurück wirft, was zu einer spiegelnden Reflexion im Kontrast steht. Die Lumineszenz wird durch Verwendung gewisser Stoffe erreicht, beson ders sog.
Leuchtfarben, und die Reflexlicht reflexion wird dadurch erreicht, dass man ent weder in der Bemalung der Schildfläche kleine Glasperlen einbettet oder die Schild fläelle mit. einem kleine Glasperlen enthalten elen Bogenmaterial belegt. Bei den bekannten Versuchen, Verkehrszeichen oder dergleichen lumineszierend oder reflexlichtreflektierend zu machen, hat man stets eine in einer ein zigen Fläche liegende Schildfläche verwendet, wobei man auf eine bedeutende Schwierigkeit stiess, nämlich die, dass die verschiedenfarbi- ;
en Felder des Verkehrszeichens oder derglei chen, wenn sie in Lumineszenzlicht oder in reflexliehtreflektierendem Licht betrachtet erden, diffuse Grenzen erhalten haben, so dass das Aussehen und der Sinn des Verkehrs- zeichens oder dergleichen schwer zu deuten ist. Diese Erscheinung dürfte auf ein Blen- dungs- und überstrahlungsphänomen im menschlichen Auge zurückzuführen sein.
Um diese Schwierigkeit zu überwinden, hat man früher zwei Auswege gewählt, die indessen beide nicht als zufriedenstellend an gesehen werden können. Der eine Ausweg be steht darin, dass nur das Feld oder die Felder einer der Farben lumineszierend oder reflex- lichtreflektierend gemacht wird, während die übrigen Felder unbehandelt gelassen werden, so dass sie nachts schwarz erscheinen. Dies ist jedoch eine bedeutende Ungelegenheit, wenn diese nichtlumineszierenden oder reflexlicht reflektierenden Felder bei Tageslicht eine an dere Farbe als schwarz haben, denn dann wird das Aussehen des Schildes am Tage völ lig anders erscheinen als in der Nacht.
Der andere Ausweg besteht darin, dass alle Schild felder lumineszierend oder reflexlichtreflektie- rend gemacht werden und dass längs der Gren zen zwischen verschiedenfarbigen Feldern auf der ebenen Schildfläche einige Zentimeter breite, nichtlumineszierende oder reflexlicht reflektierende Ränder vorgesehen werden;
welche dieselbe Farbe haben wie eines der bei den angrenzenden lumineszierenden oder re- flexlichtreflektierenden Felder und bei Tages licht also einen Teil dieses Feldes bilden. Be' Lumineszenzlicht oder reflexlichtreflektieren. dem Licht betrachtet, bilden die nichtlumi. neszierenden oder reflektierenden Rändei schwarze Konturlinien zwischen den verschie- denfarbigen Feldern und verhindern ein Ent stehen der oben erwähnten,
unvorteilhaften Erscheinung. Gleichzeitig entsteht aber die Ungelegenheit, dass die Felder, welche die selbe Farbe wie die Ränder haben, am Tage grösser als in der Nacht erscheinen werden, da die Ränder im Tageslicht zur Fläche der Fel der beitragen, jedoch nicht in Lumineszenz- licht oder reflexlichtreflektierendem Lieht, so dass die gegenseitigen Abmessungen der ver schiedenen Schildfelder in Lumineszenzlicht oder reflexlichtreflektierendem Licht verrückt "=erden und zu Missdeutungen des Schildes führen können.
Die Erfindung bezweckt, die obigen, mit den bekannten Anordnungen verbundenen Ungelegenheiten aus dem Wege zu räumen und löst das Problem auf eine dritte Weise, welche besser und einfacher ist als die beiden bis jetzt gewählten Auswege. Die Erfindung gründet sich auf die Entdeckung, dass die oben erwähnte Erscheinung völlig vermieden wird, wenn nur die verschiedenfarbigen, lumineszierenden oder reflexlichtreflektieren- den Schildfelder in verschiedene Ebenen ver legt werden.
Die Erfindung bezieht sich also auf eine Anordnung an Verkehrszeichen, Schildern und ähnlichem, die verschiedenfar bige Felder haben und mit reflexlichtreflek- tierenden oder lumineszierenden Stoffen be legt sind, dass mindestens die nicht schwarzen aneinandergrenzenden, verschiedenfarbigen Felder in verschiedene Ebenen verlegt sind.
Eine als Beispiel gewählte Ausführungs form der Erfindung ist auf der anliegenden Zeichnung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 ein Verkehrszeichen, gesehen von vorn, und Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-11 in Fig.1.
Die Zeichnung zeigt ein Verkehrszeichen mit einem kreisförmigen äussern, roten Rah men 1, der ein kreisförmiges, gelbes Grund feld 2 umgibt, in dem ein mit dem Rahmen an seinen Ecken verbundenes, gleichseitiges, rotes Dreieck 3 vorhanden ist, welches einen dreieckigen, mit schwarzem Text beschriebe nen Teil des Grundfeldes 2 umgibt. Auf von üblichen, nicht reflexlichtreflektierenden oder lumineszierenden Verkehrszeichen her an sich bekannte Art ist das Verkehrszeichenschild aus Blech hergestellt, das so gepresst ist, dass der rote Rahmen 1 und das rote Dreieck 3 in einer andern Ebene liegen als das gelbe Grundfeld 2. Das Verkehrszeichenschild kann indessen auch aus anderem Material als ge presstem Blech hergestellt sein, z.
B. gegosse nem Metall, Holz oder Kunststoff, und das einzig Wichtige ist, dass die erwähnten Fel der 1-3 in verschiedenen Ebenen liegen. Die Vorderseite des Verkehrszeichenschildes ist mit Ausnahme des Textes 4 über ihre gesamte Fläche mit reflexlichtreflektierendem oder lumineszierendem Material belegt, und zwar durch Einbettung von Glasperlen oder lumineszierendem Material in die aufgemalte .Schicht oder durch Aufkleben eines die Glas perlen oder das lumineszierende Material. ent haltenden Bogens. Es ist aneh bei Platten aus zum Beispiel Kunststoff möglich, die Glas perlen oder das lumineszierende Material di rekt in die Aussensehielit des Schildes einzu betten.
Beim Betrachten dieses Verkehrszeichen schildes in der Nacht (wenn notwendig im Scheinwerferlicht) findet man, dass es genau dasselbe Aussehen und dieselben gegenseitigen Proportionen der verschiedenfarbigen Felder hat wie am Tage und dass die Felder nicht diffus ineinander überzugehen scheinen, son dern durch eine sehr schmale, aber über raschend deutliche Konturlinie getrennt wer den, die wenigstens bei reflexlichtreflektieren- dem Material gewöhnlicherweise tiefschwarz ist, aber bei gewissen Lichteinfallswinkeln stark weiss leuchtet.
Das Entstehen dieser Konturlinien ist sehr überraschend und dürfte auf irgendein optisches Phänomen zurückzu führen sein, und sie sind so schmal, dass sie das allgemeine Aussehen des Schildes nicht stören, sondern nur bewirken, dass die ver schiedenen Farbfelder bis an die Kanten volle Farbstärke in ihrer eigenen Farbenabstufung haben.
Wenn das Schild bei Tageslicht schwarze Felder hat wie der Text 4 bei der als Beispiel gewählten Ausführungsform, brauchen diese Felder selbstverständlich nicht mit reflex- liehtreflektierenden oder lumineszierenden Stoffen versehen zu werden, da sie nachts den noch schwarz erscheinen, aber das Aussehen der schwarzen Felder verändert sich ander seits auch dann nicht, wenn diese der Ein fachheit bei der Herstellung halber mit reflex- liehtreflektierendem Material versehen wer den.
Da schwarze Felder sehr wenig Licht re flektieren (abgesehen davon, ob sie mit reflex- liehtreflektierendem Material bedeckt sind oder nicht), stellen sie eine Ausnahme von der allgemeinen Regel nach der Erfindung dar, dass aneinandergrenzende, verschiedenfarbige Felder in verschiedene Ebenen zu verlegen sind, weshalb die schwarzen Felder in dersel ben Ebene wie das angrenzende Feld verlegt werden können, wie auf der Zeichnung v er anschaulieht, oder, wenn so erwünscht, in eine andere Ebene.
Die Absatzflächen, die die in verschiedenen Ebenen liegenden Felder der Schildfläche verbinden, können mit reflex- lichtreflektierendem oder lumineszierendem Material versehen werden oder auch solches Material entbehren, je nachdem wie es er wünscht ist, da nachts das Aussehen des Schil des in beiden Fällen ebenso gut sein wird.
Die beschriebene Anordnung kann mit ebenso gutem Ergebnis auch bei Werbeschil dern und andern Schildern, Armbinden (z. B. aus Wachstuch oder Kunststoff) zum Ge- braueh im Verkehr und bei Verdunkelung usw. und für viele andere visuelle Anzeige vorrichtungen verwendet werden.