CH309172A - Verfahren zum Reinigen von Adipinsäuredinitril. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Adipinsäuredinitril.

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CH309172A
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acid
dinitrile
acids
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Aktiengesel Anilin-Soda-Fabrik
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Basf Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zum Reinigen von AdipinsÏuredinitril.



   Das durch Umsetzen von 1, 4-Dichlor-butan mit Alkalimetalleyaniden hergestellte Adipin  siuredinitril enthält    stets kleine Mengen eines isomeren Produktes, das sich als das 1-Cyan  '-imino-eyelopentan    erwiesen hat. Diese Beimengung st¯rt bei der Weiterverarbeitung.



  Da das Imin aber nur 5¯ niedriger siedet als das   Adipinsäuredinitril,    ist eine Abtrennung durch Destillation kaum möglich.



   Es wurde nun   gefnnden,    dass man das s durch Umsetzen von 1,   4-Dichlor-butan    mit    Alkalimetalleyaniden erhältliehe Adipinsäure-    dinitril in einfacher Weise reinigen kann, indem man es bei   gewöhnlieher    oder mässig erhöhter Temperatur mit Säuren behandelt.



  Dabei bilden sieh aus dem Imin das 1-Cyancyclopentanon-(2) und das Ammoniumsalz der angewendeten Säure, während das Adipinsäuredinitril zunÏchst unverändert bleibt.



   Als Säuren kommen zum Beispiel in Beiracht :   Schwefel-oder    Phosphorsäure, Chloroder Bromwasserstoff, AmeisensÏure, Essigsaure, chlorierte Carbonsäuren, wie Monooder Trichloressigsäure, GlykolsÏure, Weinsäure, Oxalsäure, Bernsteinsäure, Benzoesaure, Salicylsäure, Phthalsäure oder TerephthalsÏure,   Benzol-oder'Toluolsulfonsäuren    oder Propan-1,3-disulfonsÏure.   



   Man verwendet zweckmässig stochiome-    trisehe Mengen der SÏure, berechnet auf den Imingehalt. Die Umsetzung des Imins erfolgt bereits bei   gewohnlicher    oder mässig erhöhter Temperatur rasch und vollständig, und es seheidet sich das Ammoniumsalz der angewendeten SÏure, also zum Beispiel   Ammo-    niumsulfat   bzw.-chlorid,    kristallin ab.   A-Lis    dem Filtrat kann man das   entstandene 1-      Cyan-cyclopentanon- (2) leicht    abdestillieren, da es bei   10    Torr   etwa'9150    niedriger siedet als das   Adipinsäuredinitril.   



   Man kann das iminhaltige Adipinsäuredinitril auch dadurch reinigen, dass man es, zweckmässig bei etwas erhöhten Temperaturen, über sogenannte Festsäuren laufen lϯt.



   Beispiel 1 :
In   Adipinsäuredinitril    mit einem Gehalt t von etwa 2% l-Cyan-2-imino-cyclopentan wird bei gewöhnlicher Temperatur   1 /o kon-    zentrierte Schwefelsäure eingerührt. Nach   tunde    Stunde wird vom auskristallisierten Am  moniumsulfat    abfiltriert. Das Filtrat. wird fraktioniert destilliert und liefert dabei nach einem Vorlauf von l-Cyan-cyclopentanon-(2) reines   Adipinsäuredinitril    in nahezu quantitativer Ausbeute.



   Beispiel 2 :
Man rührt in Adipinsäuredinitril mit einem Gehalt von etwa   1  /o 1-Cyan-2-imino-    cyclopentan bei   55  allmählieh 2  /o    einer   80-    prozentigen Phosphorsäure ein. Man erhitzt @ das Gemisch 2 Stunden auf   120     und filtriert dann das auskristallisierte   Ammoniumphos-    phat ab. Das Filtrat wird wie im Beispiel   1    aufgearbeitet.



   Beispiel 3 :
Technisches   Adipinsäuredinitril    mit einem Gehalt von etwa 0, 6% 1-Cyan-2-imino-cyclopentan wird mit Wasser gesättigt und dann bei etwa   40    bis   50     durch ein Rohr geschickt, das mit einer durch Kondensation von BenzaldehyddisulfonsÏure, Resorein und Formaldehyd hergestellten Festsäure gefüllt ist.



  Falls das ablaufende Produkt noch nicht völlig iminfrei ist, wird es nochmals über die Festsäure geschickt. Man kann aber die Festsäureschicht auch verlängern, bis der Erfolg auch bei einmaligem Durchsatz eintritt. Die Aufarbeitung geschieht wie in den vorhergehenden Beispielen durch fraktionierte Destillation.



   Beispiel 4 :
Zu 1000 Teilen Adipinsäuredinitril mit einem Gehalt von 0, 88% 1-Cyan-2-iminocyclopentan gibt man unter Rühren   37,    7 Teile Chlorwasserstoff in Form einer konzentrierten wässerigen Salzsäure. Man erwärmt das Gemisch kurz auf dem Wasserbad. Nach dem Abkühlen wird das ausgefallene Ammoniumchlorid abgesaugt. Das Filtrat erweist sich bei der fraktionierten Destillation als   prak-    tisch iminfrei. An telle von Chlorwasserstoff kann man auch 81 Teile Weinsäure verwenden, wobei das gebildete Ammoniumsalz ebenfalls   allsfällt.   



   Beispiel 5 :
100 Teile Adipinsäuredinitril mit einem Gehalt von 0,78% l-Cyan-2-imino-cylopentan werden mit 1,   2    Teilen Benzoesäure versetzt.



  Bei der Destillation des einige Zeit auf dem Dampfbad erwärmten Gemisches erhält man ein   Adipinsäuredinitril    mit weniger als 0, 1% Imingehalt.



   In ähnlicher Weise wirkt ein Zusatz von 1,   28    Teilen Salicylsäure, von 0, 425 Teilen Ameisensäure, von   0,    6 Teilen Bernsteinsäure oder von 0, 12 Teilen Trichloressigsäure.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Reinigen von Adipinsäuredinitril mit einem Gehalt an 1-Cyan-2-iminocyclopentan, dadurch gekennzeichnet, dass man es mit Säuren behandelt.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass man bei Raumtem- peratur arbeitet.
    2. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man bei erhöhter Temperatur arbeitet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung stoehio- metrischer Mengen von Säuren, bezogen auf den Imingehalt, wobei man die entstehenden Ammoniumsalze dieser Säuren abfiltriert.
    4. Verfahren naeh Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass man Festsäuren verwendet.
CH309172D 1951-12-06 1952-11-26 Verfahren zum Reinigen von Adipinsäuredinitril. CH309172A (de)

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