CH310262A - Verfahren zur Erzeugung eines oxydationsbeständigen Überzuges auf einem aus mindestens 50% Molybdän bestehenden Gegenstand und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines oxydationsbeständigen Überzuges auf einem aus mindestens 50% Molybdän bestehenden Gegenstand und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand.

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CH310262A
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Description


  Verfahren zur Erzeugung eines     oxydationsbeständigen    Überzuges auf einem aus mindestens  50     %        Molybdän    bestehenden Gegenstand und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand.    Die vorliegende Erfindung bezieht. sich       i?uf    ein Verfahren zur Erzeugung eines oxy  dationsbeständigen Überzuges auf .einem aus       mindestens        50%        Molybdän        bestehenden        Ge-          genstand    sowie auf einen nach diesem Ver  fahren erhaltenen Gegenstand.  



  Wegen seiner Härte und Festigkeit bei er  höhten Temperaturen wurde     Molybdän,    lange  Zeit als ein vielversprechendes     '11eta11    für  Bauteile angesehen, -die bei hohen Tempera  turen     iin    Bereich von 800 bis 1650  oder noch  höher einer Beanspruchung unterworfen wer  den. Es sind bemerkenswerte     Anstrengungen     O     emacht    worden, um es für .solche Zwecke  verwendbar zu machen.

   Bis heute ist     Molyb-          dän    jedoch nur beschränkt verwendet wor  den, weil es leicht oxydiert, wenn es einer  oxydierenden Atmosphäre bei Temperaturen       über        3'70     ausgesetzt     wird.    Bei Temperaturen  über 650      verflüchtigt    sich das Oxyd in einem  Solchen Ausmass, dass eine fortschreitende  Oxydation mit grosser Geschwindigkeit unun  terbrochen stattfindet.  



  Es sind viele oxydationsbeständige Über  züge für     Molybdän    untersucht worden, um  dieses Problem zu lösen, jedoch ohne beson  deren Erfolg. Ein Überzug, der wesentlichen  Schutz gegen Oxydation gewährt, ist ein  Überzug aus     Molybdändisilicid.    Es ist jedoch       i    ausserordentlich schwierig, einen haftenden  Überzug aus     Molybdändisilicid    auf     Molybdän       herzustellen; das bisher einzig vorgeschlagene  Verfahren zum Herstellen solcher Überzüge,  nämlich der Dampfniederschlag, erfordert ein  Erhitzen des zu überziehenden     Molybdän-          gegenstandes    auf eine Temperatur über 1400 .

    Dieses Verfahren ist nicht     nur    kostspielig,  sondern liefert auch nur sehr dünne Über  züge. Ausserdem besitzt, es den schwerwiegen  den Nachteil, dass es ein Erhitzen des     Molyb-          dän-Gegenstandes    auf eine über der Um  kristallisierungstemperatur des     Molybdäns     liegende Temperatur mit dein Ergebnis erfor  derlich macht, dass die Festigkeit und Zähig  keit des     Molybdäns    ernstlich beeinträchtigt  werden.

   Die     Umkristallisierungstemperatur     von     Molybdän    und Legierungen auf     Molyb-          dän-Basis    ändert sich etwas je nach der Zu  sammensetzung des     Metalles    und der mecha  nischen Behandlung, der es unterworfen  wurde, liegt jedoch in, dem allgemeinen Be  reich von     900-1540         und    kann in den meisten  Fällen     als    über 1100  liegend angesehen wer  den.  



  Das Problem, auf     Molybdän    einen geeigne  ten Schutzüberzug herzustellen, wird durch  die Tatsache, dass ein unterbrechungsfreier  Schutzüberzug wesentlich ist, noch schwieri  ger gestaltet. Selbst kleine     öffnungen    oder  Risse von der Grösse der Spitze einer. Steck  nadel ermöglichen eine fortschreitende Oxy  dierung des     darunterliegenden        Molybdäns    bei  Temperaturen über 650 ; da das flüchtige      Oxyd durch derartige     öffnungen    entweichen  kann.  



  Das der vorliegenden     Erfindung    zugrunde  liegende Verfahren ist dadurch gekennzeich  net, dass auf dem Gegenstand ein Aluminium  und Silicium enthaltender Überzug aufge  bracht und der überzogene Gegenstand unter       Molybdän    nicht oxydierenden Bedingungen  auf einer erhöhten Temperatur gehalten  wird, um zwischen dem     Überzug    und dem       darunterliegenden        molybdänhaltigen    Metall  eine     Diffusion    zu bewirken und dadurch einen  nicht oxydierten metallischen Überzug, der  Aluminium, Silizium und     Molybdän    enthält,  zu erhalten.  



  Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn  der Überzug     1^-20    Gewichtsteile Aluminium  auf einen Gewichtsteil Silicium enthält.  



  Legierungen aus Aluminium und Silicium  haben meist Schmelzpunkte unter 650  und  müssen daher noch- andere Bestandteile ent  halten, die den Schmelzpunkt wesentlich er  höhen, wenn ein Schutz bei Temperaturen  über 815  gewünscht wird. Anderseits ist es,  wenn der Überzug durch Eintauchen in ein  geschmolzenes Bad aufgetragen werden soll,  vorzuziehen,     .dass    das Bad selbst einen nied  rigen .Schmelzpunkt hat, um zu vermeiden,  dass der     Molybdän-Gegenstand    über     die        Um-          kristallisierungstemperatur    erhitzt     wird.    Diese  Schwierigkeit wird gemäss der vorliegenden  Erfindung :dadurch     überwänden,        :

  dass    man  zwischen dem     Molybdän    in dem zu behan  delnden Gegenstand und den Metallen des  Überzuges eine Diffusion stattfinden lässt, die  nicht nur eine     gute    Bindung herstellt, son  dern auch einen Überzug erzeugt, der     Molyb-          dän    enthält, welches .den     Schmelzpunkt    des  Überzuges und seine Fähigkeit, Oxydations  beständigkeit zu erzeugen, erhöht. Will man  diese Ergebnisse durch Eintauchen des Gegen  standes in ein Bad erzielen, wird die Tempe  ratur des     geschmolzenen.    Bades vorzugsweise  auf 730  und darüber gehalten. .  



  Wenn der Überzug :durch Spritzen aufge  tragen     wird,    kann der überzogene Gegenstand  bei     mindestens        7,60         lind    vorzugsweise bei     8'7'0-      oder mehr unter     Bedingungen    wärmebehandelt    werden, durch .die keine Oxydation- des     Molyb-          däns    während einer Zeitdauer     hervorgerufen     wird, die ausreicht, den Überzug fest werden  zu lassen, und zu bewirken, dass er sich mit  dem     Grluudmetall    fest verbindet.

       Während    die  ser     Wärmebehandlung    erfolgt die erforderliche  Diffusion zwischen :dem     Grundmetall    und dem  Überzug. So enthält der     endgültige    Überzug  in allen Fällen     Molybdän,    das in einigen Fäl  len dem Überzug auch absichtlich zugesetzt  werden kann, wie nachstehend mehr im ein  zelnen dargelegt wird. Das Eindringen des       Molybdäns    in den Überzug und umgekehrt  verändert nicht nur den     Charakter    des Über  zuges, sondern erzeugt auch eine feste Bin  dung zwischen dem Überzug und dein Grund  metall.  



  Bei dem     Aufbringungsverfahren    durch  Eintauchen kann der Gegenstand in eine ge  schmolzene Legierung aus Silicium und     Alu-          minilun    eingetaucht werden. Die Temperatur  der geschmolzenen Legierung ist nicht aus  schlaggebend, .ausser insofern, dass hohe     Tem-          peraturen    eine Diffusion zwischen dem     Molyb-          dän    -und     demanfänglichenüberziig,erleichtern;     die Temperatur wird vorzugsweise unter der       Umkristallisierungstemperatur    des zu Über  ziehenden Gegenstandes gehalten.

   Einwand  freie Ergebnisse sind bei Temperaturen im Be  reich von     730-1090 erzielt    worden, wobei eine  Temperatur im Bereich von etwa 870  vorgezo  gen wird, ausser da, wo der     Siliciumgehalt    des  Bades dessen     Erstarrungstemperatur    über  diesen Wert hinaus verschiebt. Das geschmol  zene Bad kann in einem     Graphittiegel    gehal  ten werden und sollte von der Atmosphäre  durch irgendein geeignetes Hilfsmittel abge  schlossen werden, um die Bildung von Oxyd  zu verhindern.

   Das einfachste Verfahren zur  Verhinderung einer Oxydation des Bades be  steht darin, dass man es mit einer schwim  menden Decke aus einem     Flussmittel,    z.     B.,     einem Gemisch aus 73 %     Natriumchlorid    und  27     fl/o        Natriumfluorid,    versieht. Man lässt den  Gegenstand während einer Zeitdauer in dem  geschmolzenen Bad hängen, die für die Erzie  lung des gewünschten     Diffusionsgrades        zwi-,     sehen dem     Molybdän    und dem Überzug aus-      reicht.     Eintauchzeiten    von 15-30 Minuten  haben zufriedenstellende Ergebnisse gezeitigt.

         Verlängerung    der     Eintauchzeit    bewirkt eine  Dickenzunahme des Überzuges, und im allge  meinen gewähren dickere Überzüge grösseren  Schutz gegen eine     Oxydatiön.     



  Einwandfreie Ergebnisse     wurden    mit dein       obenbeschriebenen        Eintauchverfahren    erzielt,  wenn das geschmolzene Bad für den Überzug       eine        Legierung        aus        88        %        Aluminium        und          12        %        Silicium        enthielt.        Ein        30        Minuten     währendes Eintauchen bei 870  in diese Le  gierung ergab einen glatten, haftenden,

   etwa  0,05 mm dicken Überzug. Dieser Überzug war  dehnbar genug,     um        einen    Gegenstand aus rei  nem     Molybdän    während eines begrenzten  Schmiedearbeitsganges bei 1430  gegen eine  Oxydation zu schützen, und verhinderte auch  die Oxydation eines Gegenstandes aus reinem       Molybdän    340     Stunden    lang in gewöhnlicher  Atmosphäre bei 930 . Überzüge dieser Art  wurden auch mit Vorteil zum Schützen von  Prüfstücken aus     Molybdänlegierungen    wäh  rend bei hohen Temperaturen stattfindenden  Zerreissproben benützt, da sie grosse Dehn  barkeit besitzen.  



  Ähnliche, durch Eintauchen in Aluminium  mit 5-20      /o    Silicium erzeugte Überzüge er  gaben vergleichbare Ergebnisse.  



  Das nachstehend beschriebene     Aufbrin-          nungsverfahren    durch Spritzen hat gegenüber  dem     Eintauchverfahren    eine Anzahl von Vor  teilen. So können Gegenstände von beliebiger  Grösse oder Form ohne komplizierte oder  teure Ausrüstung bei Raumtemperatur be  spritzt werden. Ausserdem kann das     Spritz-          verfahren    dazu     verwendet    werden, einzig     .und     allein die     Molybdänteile    eines aus mehreren  Teilen     zusammengesetzten    Gegenstandes zu  überziehen oder um kleine Stellen zu reparie  ren, an denen ein vorher aufgetragener  Schutzüberzug versagt hat.

   In letzterem Zu  sammenhang zeigen     Oxydationsversuche    an  den hier beschriebenen Überzügen, dass -ein  Versagen der Überzüge meistens .an Rissen  auftritt, die sich in den Überzügen bilden,       und    zwar oft nur an einer Stelle, die sich  ständig vergrössert. Wenn diese Stelle von    neuem überzogen wird, gewährt der übrige  Teil des Überzuges oft während eines langen       Zeitraumes    weiteren Schutz.  



  Zum Auftragen der Überzüge können han  delsübliche Spritzpistolen verwendet werden.  Von     diesen    Pistolen gibt es zwei Arten: die  eine arbeitet mit     Metallpulverzuführung    und  die andere mit     Metalldrahtzuführung.    Welche  von beiden Arten verwendet wird; hängt von  der Natur des     in    dem Überzug verwendeten       Metalles    ab. Grosse Sorgfalt ist     erforderlich,     will man auf allen Teilen des Gegenstandes  einen einheitlichen Überzug erzeugen.  



  Ein einziger, aufgespritzter Überzug     aus          einer        Legierung        von        95        %        Aluminium        und     5<B>%</B> Silicium und von einer Dicke bis zu etwa  0,38 mm bildete nach einer halbstündigen       Wärmebehandlung    bei 925  in trockenem  Wasserstoff einen einheitlichen haftenden  Überzug mit     einer    Dicke von etwa 0,13 bis  0,25 mm; dieser Überzug schützte einen Ge  genstand aus reinem     Molybdän    768 Stunden  lang bei 925  in gewöhnlicher Atmosphäre.

    Der Überzug ist nach dem Aufspritzen teil  weise porös und etwas     unregelmässig,    und aus  diesem Grund muss die Wärmebehandlung       t.nter        Bedingungen    durchgeführt werden,  unter denen     Molybdän    nicht oxydiert wird.  Während der     Wärmebehandlung    der gespritz  ten     Aluminium-Silicium-Legierung    kann der  Überzug schmelzen; die Diffusion zwischen  dem Grundmetall     und    dem Überzug ergibt  dann eine gut haftende Bindung und einen  Überzug mit höherem Schmelzpunkt.

   Es kön  nen auch andere Ausführungsformen     nicht-          oxydierenderWärmebehandlungsverfahrenanr     gewandt werden.     Zum    Beispiel     kann    der über  zogene Gegenstand im Vakuum, in einer  Atmosphäre von     inertem    Gas oder in einem  geschmolzenen neutralen Metall- oder Salzbad  erhitzt werden.

     Bei dem     Spritzverfahren    können Metalle  mit hohem Schmelzpunkt, wie     Molybdän    und  Chrom, dem Überzug     unmittelbar        zugesetzt     werden. Überzüge, die diese Metalle oder  Eisen und Nickel enthalten, haben ausgezeich  nete     Ergebnisse        gezeitigt,    wenn sie mit Alu  minium und     Silicium    oder Aluininiuxn-Sili-           cium-Legierungen    in abwechselnden Schichten  aufgebracht     wurden.    In allen Fällen ist es  vorteilhaft, wenn die erste, auf das     molybdän-          haltige    Metall aufgebrachte Schicht.

   vorwie  gend aus Aluminium besteht. Beispiele für  mehrschichtige Überzüge sind u. a. folgende:  1. Ein Blech aus reinem     Molybdän        wurde     durch Spritzen mittels einer mit Drahtzufüh  rung arbeitenden Pistole zuerst mit einem       Alnminiumüberziig    bis zur Erreichung einer  Dicke von 0,05 mm versehen.

   Danach wurde  ein Überzug von 0,05 mm Dicke aus einer       Legierung        aus        37        %        Molybdän,        32        %        Sili-          cium        und        30        %        Nickel        aufgespritzt.        Dann          wurden    nacheinander eine zweite Schicht von  0,05 mm Aluminium, eine zweite Schicht -von  0,

  05     mm    derselben     lZolybdän-Siliciuin-Niekel-          Legierung    und eine dritte Aluminiumschicht  von 0,05 mm Dicke .aufgetragen. Die     Molyb-          dän-Silicium-Nickel-Legierung    wurde zu     einem          Pulver    zerkleinert und aus einer Pulverspritz  pistole verspritzt.

   Der     Mehrschichtenüberzug          wurde    bei 1090  4 Stunden lang in trockenem  Wasserstoff     wärmebehandelt.    Einer der ent  standenen Überzüge gewährte 315 Stunden  lang bei 925  Schutz gegen     Oxydation.    Wäh  rend der     Prüfung    dieses Überzuges stieg die  Temperatur infolge einer fehlerhaften Steuer  vorrichtung etwa 30 Minuten     lang    sogar auf  1205 .

   Ein weiteres Muster mit demselben  Überzug versagte nach 87     Stunden    an einer  Ecke wegen fehlerhaften     --4,iifsprit,zens.    Die  oxydierte Ecke wurde repariert, indem die  selbe Art von Überzug aufgespritzt und noch  mals-behandelt wurde; dann wurde der Ver  such weitergeführt. Ein Versagen des repa  rierten Musterstückes trat .erst. nach insgesamt  674 Stunden an einer     andern    Stelle des ur  sprünglichen Überzuges ein.

   Das Nickel in  diesem Überzug dient zur Herabsetzung der       Schmelztemperatur    der     Molybdäii-Silicium-          Nickel-Legierung    und erleichtert somit die       Spritzbarkeit.        Nickel    scheint auch vom     Stand-          Punkt    der Oxydationsbeständigkeit von Vor  teil zu sein.   2.

   Ein Blech aus reinem     Molybdän    wurde  bis zur Erreichung einer Dicke von etwa  0,063 mm zuerst mit einem Alumini-Li.müber-         zug    und dann mit einer     Eisen-Silicium-Legie-          rung        (57,51%        Silicium,        Rest        Eisen)        auf        eine     Dicke von 0,13 mm     überzogen.    Dann wurde  ein letzter Aluminiumüberzug von 0,063 mm  Dicke aufgebracht. Der Überzug     wurde    4  Stunden lang bei 1090  in trockenem Wasser  stoff wärmebehandelt.

   Es gewährte in ge  wöhnlicher Atmosphäre 662 Stunden lang bei  925  Schutz vor Oxydation.  



  3. Ein Blech aus reinem     Moly        bdän    wurde       zuerst    mit einem Aluminiumüberzug in einer  Dicke von etwa 0,05 mm und dann mit einem       Gemisch        aus        33        %        Aluminiumpulver    ,     und          67        %        einer        gepulverten        Legierung        aus        Chrom,

            Molybdän        und        Silicium        (31'9/o        Chrom,        31%          Molybdän,        33        %        Silicium)        bis        zu        einer        Dicke     von etwa 0,12 mm überzogen. Dann     wurde    ein  letzter Überzug aus Aluminium mit einer  Dicke von 0,05 mm aufgetragen. Der     Überzug     wurde in trockenem Wasserstoff 4 Stunden  lang bei 1090  wärmebehandelt.

   Er schützte  1030 Stunden lang bei 925  und weitere 21  Stunden lang bei 1090  vor Oxydation In die  sem Überzug setzt das in der     Zwisehenschicht          befindliche    Aluminiumpulver den Schmelz  punkt des gespritzten Materials herab und er  leichtert somit das Spritzen.  



  4. Ein Überzug, der bis auf die Tatsache,  dass er eine halbe     Stunde    lang bei 930      wärme-          behandelt    wurde, mit dem Überzug aus Bei  spiel 3 identisch war, schützte 786 Stunden  lang bei 925  vor Oxydation.  



  5. Ein Blech aus reinem     Molybdän    wurde  zuerst etwa 0,05 mm dick mit Aluminium  und dann mit einer     Silieiuni-        Aluininium-Lc-          gierung,        die        70        %        Silicium        und        30        %        Alumi-          nium    enthielt, bis zu einer Dicke     -,-on    0,7 111111  Überzogen. Dann wurde ein letzter     Überzug     aus Aluminium 0,05 mm dick aufgetragen.

    Nach halbstündiger     Wärmebehandlung    bei  930  in trockenem Wasserstoff gewährte der  entstehende Überzug: 682 Stunden lang bei  925  Schutz vor Oxydation.  



  Es wird angenommen, dass der Unter  schied zwischen den bei Beispiel 3 und Bei  spiel 4 erhaltenen Ergebnissen nicht auf den  Unterschied zwischen den     Diffiisionswärme-          behandlungen    zurückgeht. Weitere Untersu-           chungen    zeigten nämlich, dass eine einstün  dige Behandlung bei 925      vollkommen    hinrei  chend ist.  



  Wenn gewünscht, können die Aluminium  schichten eines jeden der oben angeführten       Mehrschichtenüberzüge    anstatt durch Auf  spritzen durch Eintauchen in geschmolzenes  Aluminium bei Temperaturen im Bereich von       870-925         aufgetragen    werden, und die     Zwi-          schensehiehten,    die einen höheren Schmelz  punkt haben, können, wie oben beschrieben,  aufgespritzt werden. Ausserdem können die       Aluminiumschichten        5-:1.5        %        Silicium        ent-          halten.     



  Bei allen Oxydationsprüfungen wurden  die Prüfstücke in     einem    von Luft     durchflosse-          nen    elektrischen Ofen erhitzt. Die Temperatur       wurde,    wenn nicht anders     angegeben,    bei 925   gehalten, und die Prüfstücke     wurden    alle 24  Stunden zweimal     herausgenornm.en    und zwecks  genauer Besichtigung auf 24  abkühlen gelas  sen. Bei dem ersten Anzeichen einer Oxyda  tion auf einem Prüfstück wurde der Versuch  mit,     diesem    Stück unterbrochen.

   Die oben an  gegebene     Gesamtstundenzahl    ist diejenige,  die bis zum Versagen der Prüfstücke gezählt       wurde.    Dieses Prüfungsverfahren berücksich  tigt auch die Fähigkeit der Überzüge, wieder  holte Temperaturwechsel auszuhalten. Dies ist  wichtig, da viele Überzüge, die bei 925  eini  gen Schutz gewährten, versagten,     wenn    sie  von 925  auf Raumtemperatur     abgekühlt    wur  den.

   Da das Versagen bei allen sonst einwand  freien Überzügen von     mikroskopischen    Rissen  in dem Überzug herzurühren schien, wird an  genommen,     da.ss    das wiederholte Erhitzen und  Abkühlen sowie der Unterschied zwischen den  Ausdehnungskoeffizienten des Überzuges und  des     Molybdäns    die Entstehung der Risse be  wirkten.  



  Ein Grund für die gesteigerte Wirksam  keit von einigen der aufgespritzten Mehr  schichtenüberzüge gegenüber den durch Ein  tauchen oder durch Aufspritzen einer einzigen  Schicht erzeugten Überzüge kann in der grö  sseren Dicke der ersteren bestehen. Ausserdem  schwankte die     Einheitlichkeit    der aufgespritz  ten Schichten     ein    wenig, und demnach stellt    die oben angegebene Dauer der Oxydations  beständigkeit bei 925  nicht notwendigerweise ;  das     Optimtun    für jede Art von Überzug dar.  Die     Prüfungsergebnisse    zeigen, dass die     Spritz-          technik    ein wichtiger Faktor für die Lebens  dauer des Überzuges     sein.    kann.  



  Der Prozentsatz jedes indem Überzug vor  handenen Elementes ist nur schwer festzustel  len, und zwar teilweise wegen der Diffusion,  die zwischen dem Überzug und dem     Molyb-          dän    indem Grundmetall stattfindet. Versuch  ergebnisse lassen vermuten, dass die     Zusam-,          mensetzung    des endgültigen Überzuges in  verschiedenen Tiefen verschieden sei; hier  über sind jedoch noch keine eingehenden Un  tersuchungen angestellt worden.

   In gewissen  Fällen kann die äussere Oberfläche, nachdem  sie der Diffusionsbehandlung unterworfen  oder bei hohen     Temperaturen    einer oxydieren  den Atmosphäre ausgesetzt     wurde,    eine  dünne, poröse     Oxydschicht    besitzen, die     leicht     abgeschabt werden kann, und     offensichtlich     nur geringen, wenn überhaupt irgendeinen  Schutz gegen     Oxydation    bietet. Eine dichte,  haftende Schicht, .die aus einem Oxyd zu be  stehen scheint, liegt unter der porösen Schicht.  Der Barunterliegende Hauptkörper des Über  zuges scheint wenig Oxyd zu enthalten, wenn  er überhaupt solches aufweist, und ist sehr  hart.

   Die äussern 5 bis 7     Hundertstell.milli-          meter    des Hauptkörpers der Überzüge der  obigen Beispiele 2 und 5, ergaben in der Ana  lyse etwa 36<B>IM</B>     Molybdän.     



  Die mit den Überzügen der vorliegenden  Erfindung erzielten Ergebnisse sind noch  nicht ganz aufgeklärt und nur schwer zu er  klären, besonders hinsichtlich der Tatsache,       dass    weder Aluminium noch Silicium allein  das     Molybdän    bei 925  gegen eine Oxydation  schützen. Es wird jedoch angenommen, dass  der Überzug eine Komplexverbindung von       lfolybdän,    Aluminium und Silicium und  wahrscheinlich eine Mehrzahl solcher Verbin  dungen enthält.  



  Ein wichtiges     Kennzeichen    dieser     über-          züge    ist die Tatsache, dass sie nicht nur Mo  lybdän gegen eine Oxydation schützen, son  dern dass das Aluminium irgendwelche Mo-           lybdänoxyde,        die    sich während oder vor dem  Aufbringen der Überzüge gebildet haben, re  duziert und dabei     Aluminüunoxy    d bildet, das       anscheinend    in dem Überzug zurückbleibt.

   So  mit ist es unnötig, die Oberfläche des     Mo-          ly        bdängegenstandes    vor dem Auftragen des  Überzuges zu     desoxydieren.    :Jedoch werden  sichtbare     Oxydschichten    vorzugsweise ent  fernt.

   Dies kann durch Eintauchen in ein       Bad        aus        90        %        KOH        und        10        %        Na.N        02        bei          400     geschehen, worauf der Gegenstand in  kaltem Wasser gewaschen oder seine Ober  Fläche mit einem Sandstrahlgebläse behandelt       wird.    Die Behandlung mit einem Sandstrahl  gebläse wird bevorzugt., da sie eine auf  geraubte Oberfläche erzeugt.  



  Die Herstellung einer grossen Anzahl von  Aluminium und Silicium enthaltenden über  zügen mit oder ohne Zusätze von     Molybdän,     Chrom, Nickel und Eisen hat nicht gezeigt,  dass es bei den relativen Mengen dieser Be  standteile irgendeinen kritischen Umstand  ausser insofern gibt, als Aluminium und Si  licium unerlässlich sind, und Nickel. und Eisen  zweckmässig zu sein scheinen. Das Aluminium  ist     vorteilhafterweise        mindestens    in der glei  chen     Menge    wie das Silicium vorhanden,     lIo-          lybdän    ist nach der Diffusionsbehandlung  vorhanden, ob es nun gesondert zugesetzt  wurde oder nicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Erzeugung eines oxyda tionsbeständigen Überzuges auf einem aus mindestens 50 % Molybdän bestehenden Ge- genstand, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Gegenstand ein Aluminium und Silicium enthaltender Überzug aufgebracht und der überzogene Gegenstand unter Molybdän nicht oxydierenden Bedingungen auf einer erhöhten Temperatur gehalten wird,
    um zwischen dem Überzug und dem darunterliegenden molyb- dänhaltigen Metall eine Diffusion zu bewir ken und dadurch einen nichtoxydierten me tallischen Überzug, der Aluminium, Silicium und Molybdän enthält, zu erhalten.
    II. Nach dem Verfahren gemäss Patent- anspruch I erhaltener, aus mindestens 50 % Molybdän bestehender Gegenstand, gekenn zeichnet durch einen oxydationsbeständigen Überzug, der als hauptsächliche Bestandteile Aluminium, Silicium und Molybdän enthält. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentansprcuh I, da durch gekennzeichnet., dass mindestens ein Teil des Aluminiums durch Eintauchen des Gegenstandes in ein geschmolzenes, Alumi nium enthaltendes Bad aufgebracht wird, und da,ss ein Silicium enthaltendes Metall an schliessend auf die Oberfläche aufgespritzt -wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das ganze Ahimi- nium und Silicium auf die Oberfläche des Ge genstandes aufgespritzt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I lind Unteranspruch 2, dadurch gek ennzeiehnet., dass der Überzug aufgebracht und über die ganze Dicke des Überzuges eine Diffusion be- vi,rkt wird, um einen Überzug, ,der Molybdän, Silicium und Aluminium enthält, zu erhalten, ohne den Gegenstand auf eine Temperatur oberhalb von 1093 zii bringen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass das geschmolzene, Aluminium enthal tende Bad auf einer Temperatur zwischen 870 und 925 gehalten wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch l: und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekenn zeichnet, .dass das auf die Oberfläche des Ge genstandes aufgespritzte Metall ausser Sili- eiiun auch Chrom enthält.
    G. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass das auf die Oberfläche des Ge genstandes aufgespritzte Metall ausser Sili cium auch Eisen enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gel@enn- zeiehnet, dass das auf die Oberfläche des Ge genstandes aufgespritzte Metall ausser Sili- eium auch Nickel enthält. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Überzug 1-20 Gewiehts- teile Aluminium auf einen Gewichtsteil Sili cium enthält. 9. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug im übrigen alts Chrom besteht. 10. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug im übrigen aus Eisen besteht. 11. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug im übrigen aus Nickel besteht.
CH310262D 1951-06-29 1952-01-31 Verfahren zur Erzeugung eines oxydationsbeständigen Überzuges auf einem aus mindestens 50% Molybdän bestehenden Gegenstand und nach diesem Verfahren erhaltener Gegenstand. CH310262A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1109482B (de) * 1958-06-04 1961-06-22 Plansee Metallwerk Verfahren zur Herstellung von Silizierungsschichten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1109482B (de) * 1958-06-04 1961-06-22 Plansee Metallwerk Verfahren zur Herstellung von Silizierungsschichten

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