Schuhwerk. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Schuhwerk, dessen Grössennummer zeit weilig verringert werden kann.
Da Kinder schnell wachsen, kann eine be stimmte Schuhgrösse nur für relativ kurze Zeit benutzt werden, und das Schuhwerk ist daher noch nicht abgetragen, wenn es bereits durch eine grössere Schuhnummer ersetzt wer den muss. Aus diesem Grunde ist es üblich, eine grössere Schuhnummer als im Augen blick nötig zu beschaffen, um die Gebrauchs dauer des Schuhwerkes zu verlängern. Dabei bietet jedoch, besonders bei Kleinkindern, die Fussbekleidung nicht die gewünschte Stütze für den Fuss.
Bei der Fussbekleidung Erwach sener ist es wünschenswert, je nach der Jah reszeit oder der Temperatur in bestimmten Stiefeln oder Schuhen Strümpfe von verschie dener Stärke zu tragen. Werden jedoch dün nere Strümpfe angezogen, so passen die Schuhe nicht mehr, sie sind zu gross. Es sind Versuche gemacht worden, die obigen Nach teile durch die Benutzung von Einlegesohlen zu beseitigen. Dies bewirkt aber, dass die Füsse warm werden und schwitzen.
Die Erfindung bezweckt, die oben genann ten Nachteile zu beheben. Das Schuhwerk nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in seinem hintern Teil ein Einsatz abnehmbar befestigt ist, zum Zwecke, die Grössennummer des Schuhwerkes zeitweilig zu verringern.
Der Einsatz, der durch -die Schnürmittel des Schuhes oder durch andere separate Befe- stigungsmittel festgelegt werden kann, kann aus einer beliebigen Anzahl von Schichten be stehen, von denen eine oder mehrere ab nehmbar sind, um so die Stärke des Einsatzes und damit die Schuhgrösse verändern. zu können.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfin dung sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig.1 zeigt in schaubildlicher Darstellung den Einsatz eines Kinderstiefels, Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt durch einen Stiefel. mit eingefügtem Einsatz,
Fig. 3 einen senkrechten Längsschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform des Einsatzes und Fig. 4 einen Schuh mit eingefügtem Ein satz in schaubildlicher Darstellung.
In der Zeichnung zeigt Fig. 2 einen Kin- derstiefel üblicher Art mit der Sohle 1 und dem .Schaft, der durch einen Hinterteil 2 und einen Vorderteil 3 gebildet ist, an welch letz terem sich eine L-asehe 4 befindet. Der Schaft ist durch eine Naht 5 an der Sohle befestigt.
Der Einsatz 6 entspricht in seiner Form dem Innern .des Schafthinterteils 2 mit der Ausnahme, dass die untere Kante 6' sich auf beiden Seiten des Einsatzes von dem rückwär tigen Teil desselben, das gegen die Sohle an liegt, in gerader oder geschwungener Linie vorwärts und aufwärts zu dem Sehnürösenteil des Schaftes erstreckt.
Längs seiner freien Vorderränder ist der Einsatz 6 mit Schnür ösen 7 versehen, die mit den Schnürösen 8 des Schuhes übereinstimmen, wenn ,dem Einsatz die richtige Lage im Schuh innehat.
Längs des obern Randes des Futters ist durch eine Naht oder auf andere geeignete Weise ein schmaler Streifen 9 angebracht, der über die obere Kante des Schuhes gebogen ist.. In .dieser Trage übergreift er den Schuhrand. Zugleich dient der Streifen dazu, die beiden Teile zusammenzuhalten. Der Streifen 9 kann verschieden von der Farbe des Schuhes getönt sein, so dass er ass Verzierung wirkt.
Der Einsatz kann aus mehreren überein ander angeordneten Schichten aus weichem Material, z. B. aus Filz oder dergleichen be stehen. Der Einsatz kann mit einer Deck schicht aus einem festeren gleitenden Material versehen sein, die verhindert, dass der Filz bei etwaigen Bewegungen zwischen Einsatz und Schaft abgenutzt wird.
Durch die Verwen dung eines abnehmbaren Einsatzes der oben beschriebenen Art, kann die Gebrauchsdauer des Schuhwerkes erheblich verlängert werden, mindestens auf das doppelte der bisherigen Gebrauchsdauer; denn der Einsatz kann in einer solchen Stärke ausgeführt werden, dass die Grössennummer des Stiefels um zwei Num mern verringert werden kann, ohne die anato misch bedingte Form des Stiefels zu beein trächtigen.
Diese Wirkung wird noch unter stützt durch die Form der sich aufwärts und vorwärts erstreckenden Begrenzungskanten 6', da die hierbei unbedeckten Teile dazu dienen, den. breiten Fersenteil des- Fusses aufzuneh men, wenn .der Fuss durch .den Einsatz im Schuh weiter vorgelagert ist.
Wenn der Schuh so lange benützt werden kann, dass der Fuss allein den Schuh füllt, wird der Einsatz einfach durch Aufschnüren des Schuhes abgenommen, der danach in übli cher Art ohne Einsatz benutzt werden kann.
Der Einsatz kann auch mit einer Lasche 10 versehen sein, die sich vom rückwärtigen untern Rand des Einsatzes vorwärts erstreckt.
Diese Lasche kann entweder aus einem Stück mit dem Einsatz hergestellt oder vorzugsweise an dem Einsatz durch eine Zunge 10' befe- stigt sein, welche sich entlang der hintern Seite des Einsatzes aufwärts erstreckt, wie Fig. 1 zeigt, und dort mit einer Naht oder dergleichen befestigt ist. Die Lasche 10, die zwischen der Ferse und der Sohle gelagert ist,
hebt die Ferse Lund verhindert gleichzeitig, dass sich der Einsatz aufwärts schiebt.
In Fig. 3 und 4 ist eine abgeänderte Aus führungsform des Einsatzes für einen Halb schuh dargestellt. Der Einsatz ist mit annä hernd senkrecht verlaufenden Vorderkanten 11 ausgebildet und die Lasche 10 ist durch eine Naht am untern Rand der Innenschicht. 12 des Einsatzes angebracht, an ,dessen oberem Rand der Streifen 9 durch eine Naht befe stigt ist. Die Aussenschicht 13 des Einsatzes kann angeklebt oder auf andere geeignete Art.
befestigt werden, so dass diese Schicht 13, falls erforderlich, abgerissen und dadurch die Stärke des Einsatzes verringert werden kann.
Der Einsatz wird am Schuh durch Druck knöpfe befestigt, wobei die einen Teile 14 am vordern Ende des umgebogenen Streifens 9 und die andern Teile am obern Seitenteil des Schaftes angebracht sind.