CH310801A - Bekleidungsstück. - Google Patents

Bekleidungsstück.

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CH310801A
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CH
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fibers
stiffening insert
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garment
nonwoven
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Inventor
Aktien Carl Freudenberg Ko Auf
Original Assignee
Freudenberg Carl Kg
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/02Linings
    • A41D27/06Stiffening-pieces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description


      Bekleidungsstück.       Als     Versteifungseinlagen    hat man bisher       verhältnismässig    teure Gewebe, zum     Beispiel     ans     Rosshaar    oder andern elastischen Fasern,  oder Leinengewebe verwendet, die mit ver  steifend wirkenden Stoffen, zum Beispiel  Stärke, imprägniert waren und infolgedessen  eine     ungenügende        Porosität    besassen.  



       Gegenstand    vorliegender Erfindung ist ein  Bekleidungsstück mit Oberstoff     und    Futter,  das zwischen diesen beiden eine formgebende  Versteifungseinlage enthält. Das Bekleidungs  stück ist dadurch gekennzeichnet,     da.ss    die  Versteifungseinlage aus     ungewobenen        @V    Irr  fasern besteht, die derart mit Bindemitteln       imprägniert    sind, dass die Fasern an ihren     Be-          rührun,-spunkt.en    durch     Verklebung    miteinan  der verbunden sind und zwischen den Fasern       Hohlräume    vorhanden sind.  



  Zur Herstellung der Versteifungseinlagen  können Vliese aus feinen     kardierbaren    Fasern,  zum Beispiel vegetabilische Fasern, wie  Baumwolle, tierische Fasern, wie Wolle,       Jlensehenliaare,    Kunstfasern, wie Zellwolle,       quperpolyaniidfasern,        Polv-,-inylcliloridfasern,          Vinylidenfasern,    Fasern     auf        Caseinbasis,    Fa  sern auf     Nylonbasis,    mineralische Fasern, wie  Glaswolle oder dergleichen, welche die Fasern  im wegentliehen     in    sich kreuzenden Richtun  gen enthalten, verwendet werden.

   Mit Vorteil  werden elastische Fasern oder Fasergemische,  die einen beträchtlichen Anteil an elastischen  Fasern enthalten, verwendet werden.    Als     Verklebungsmittel    für die Fasern kom  men     in    erster Linie wässerige Dispersionen  bzw. Emulsionen von künstlichem     und/oder     natürlichem Kautschuk und/oder verklebend  wirkenden Kunstharzen, wie     Polyvinylver-          bindungen,        Polyacrylsäurev        erbindungen,        Poly-          vinyliden-Polyäthylenverbindungen    und der  gleichen, in Betracht.

   Die Dispersionen kön  nen ausser     Verklebungsmitteln    der vorstehend  genannten Art noch Zusatzstoffe, wie     Vul-          kanisationsmittel,Vulkanisationsbeschleuniger,          Alterungssehutzmittel,    Füllstoffe,     Verdik-          kimgsmittel    und dergleichen einzeln oder zu  mehreren enthalten.  



  Je nach Art. und Zusammensetzung des  Fasermaterials, des Imprägniermittels und  der Mengenverhältnisse von Fasermaterial  und Imprägniermittel kann man Erzeugnisse  mit gewünschten, dem Verwendungszweck an  gepassten Eigenschaften, wie     Porosität,    Ela  stizität,     Sprungelastizität        ('Sprüngigkeit)    er  halten. Die Menge der in das Faservlies einge  führten Imprägniersubstanz ist so zu bemes  sen, dass alle Fasern an ihren     Berührtuigs-          und        Kreimingsstellen    miteinander     verklebt     sind, aber zwischen der- Fasern noch Hohl  räume verbleiben.  



  Die Imprägniermittel werden vorteilhaft  in Schaumform in das Faservlies eingeführt.  Die Imprägnierung wird zweckmässig derart  vorgenommen, dass das Vlies durch den Spalt  eines     y\        alzciipaares    geführt und das Imprä-           gniermittel        gleichzeitig    in das Innere des  Vlieses gleichmässig     eingepresst    wird.

   Um dein  sehr     empfindlichen        Faservlies    die für die De  handlung desselben erforderliche Haltbarkeit       zu        verleihen,    wird es     vorteilhaft    einer     Vorbe-          handlung    unterworfen, durch welche minde  stens eine Oberflächenschicht unter Aufrecht  erhaltung der     Porosität    verfestigt wird.

   Dies  kann     ziun    Beispiel derart geschehen, dass eine  geringe Menge eines Klebstoffes, zum Beispiel  durch Aufsprühen oder durch Aufbringen in       Schaumform,    auf die     Vliesoberflächen    aufge  bracht und in Trockenform übergeführt wird.  



  Mit Vorteil wird die Verfestigung der       Oberfläehensehieht    nur einseitig vorgenom  men und die     naelifolgende    Imprägnierung       derart    durchgeführt, dass das Imprägnier  mittel zur Gänze oder in der Hauptsache von  der nicht vorbehandelten Seite her     eingepresst          wird.    Hierdurch wird u. a. der Vorteil erzielt,  dass die fertigen Flächengebilde auf der nicht  vorbehandelten Seite gut bügelbar sind.

   Die  Anwendung     schaumförmiger        Impr        ägziiermittel     bietet den Vorteil, dass     inan    das     Faservlies     gleichmässig mit dem Imprägniermittel bela  den kann, ohne dass Störungen und Sehwie.       rigkeiten    auftreten. Beim Einpressen des       Schaumes    wird ein Teil der Schaumzellen zer  stört, während die noch vorhandenen Schaum  zellen beim nachfolgenden Trocknen der Ge  bilde zerstört werden.

   Infolge der Ober  flächenspannung der     Schaummischung    setzt  sich das Imprägniermittel in der Hauptsache  an den     Berührungs-    und Kreuzungsstellen der  Fasern ab, während     zwischen    den Fasern eine  Vielzahl von verhältnismässig grossen Hohl  räumen erhalten bleibt, die in den Endpro  dukten vorzugsweise als Flachporen vorhan  den     sind.    Durch Einpressen des Imprägnier  mittels in     Sehaiunform    wird eine     mantelför-          mige    Umhüllung der Einzelfasern verhütet.

         Infolgedessen    haben die Fertiggebilde einen  weichen tuchähnlichen Charakter und besitzen  die wertvolle Eigenschaft, dass die zwischen  den     Verklebungsstellen    befindlichen Teile der  Fasern ihre natürliche Saugfähigkeit behalten.  Bei Anwendung     vulkanisierbarerVerklebungs-          mittel,    wie Naturkautschuk und/oder Kunst-         kautschuk,    werden diese nach erfolgter Im  prägnierung des     Faservlieses    durch     Wärine-          behandlung    verfestigt und vorteilhaft vulkani  siert.  



  Die erfindungsgemäss als Einlagen für     Be-          kleidungsstüeke    verwendeten     Vliesstoffe    kön  nen Dicken     von    0,1 bis 0,9 mm, vorzugsweise  0,2 bis 0,6 mm, besitzen. Sie zeichnen sieh  durch geschmeidige Beschaffenheit,     geite    Po  rosität und     vorzügliche        Elastizitätseigenschaf-          ten    aus.

   Im Vergleich zu Textilgeweben be  sitzen sie den     grossen    V     orzti-    der     Isoelastizi-          tä.t,    die sieh nach allen Richtungen in gleicher  Weise     auswirkt.    Der     Vliesstoff    kann durch  Nachbehandlung mit     Waelis,    Paraffin und  dergleichen Stoffen, die     zweckmässig    in     Emul-          sionsform    angewendet      'erden,    wasserabsto  ssend und nadelfest gensacht werden, so     da()

       die maschinelle     Vernähung    keine     Sehwierig-          keiten    bereitet..  



  Mit Vorteil werden     Z'liesstoffe    der vor  stehend gekennzeichneten Art, die als     Einla-          -en    zwischen Oberstoff und Futter     eingele-t     sind,- durch     Verklebung    oder Vernähen oder  beide     Massnahmen    mit dem Oberstoff oder  dem Futter oder beiden verbunden. Die erfin  dungsgemässen     Bekl_eidun\gsstiieke        zeichnen     sich durch gute     Förmlialtigkeit    aus.

   Bei De  formationen nehmen sie     immer    wieder selbst  tätig die ihnen gegebene Form an und sind  infolgedessen gegen     unerwünschte    Faltenbil  dung,     Knitterung    und dergleichen in ausge  zeichneter Weise geschützt.  



  Ferner bieten solche     Kleidungsstücke    aus  gezeichneten Schutz gegen Kälte und gegen,  das Eindringen bzw.     Durchdringen    von     Staub.     Ein weiterer Vorteil liegt in der grossen Po  rosität und der ausgezeichneten und perma  nenten Luftdurchlässigkeit der Einlagestoffe.       Vergleieliscersttehe    haben gezeigt, dass die       Luütdurehlässigkeit    derselben etwa     zweimal     so gross ist als die von gewobenen Wollstoffen  von gleichem Gewicht.

   Die mit     Vliesstoffein-          lagen    ausgerüsteten Bekleidungsstücke sind  infolge des geringen Gewichts der Einlage  stoffe verhältnismässig sehr leicht; sie sind  mindestens um<B>50</B> % leichter als die gebräuch  lichen Einlagen aus     Ziegenhaargewebe    oder      mit Stärke imprägnierten     Baumwoll-    und Lei  nengewebe.  



  Kleidungsstücke, welche mit     Vliesstoffein-          lagen        ausgerüstet    sind, sind,     wie    bereits oben  erwähnt, ausserordentlich widerstandsfähig  gegen     umerwünschte    Formänderungen, Falten  bildungen,     Knitterungen    und dergleichen.       r)ieser    Vorzug beruht wesentlich darauf, dass  der Einlagestoff     isoelastisch    ist und infolge  dessen gegen Einwirkungen, die zu Faltenbil  dung, Knittern und dergleichen Veranlassung  geben könnten, nach allen Richtungen hin wi  derstandsfähig ist.

   Ein weiterer Vorzug be  steht darin, dass die     Vliesstoffeinlagen    ein aus  gezeichnetes     Leitungsvermögen    für Schweiss  und Feuchtigkeit besitzen     und    dabei eine sehr       gute    Atmungsfähigkeit aufweisen. Die Vlies  stoffeinlagen     verhindern    einerseits den direk  ten Durchgang eines Luftstromes, während  sie anderseits ein hohes     Wärmehaltevermögen     aufweisen.

   Infolge der grossen Schrumpf  festigkeit der     Vliesstoffeinlagen    können diese  leicht mit Oberstoff und Futter vereinigt     wer-           < len,    ohne dass störende Deformationen in  folge von Schrumpfungsvorgängen stattfin  den.  



  Die     Erfindung    erstreckt sich auf alle  Arten von     Kleidungsstücken,    wie Jacken, Män  tel, waschbare und bügelbare Wäschestücke,  wie Kragen, Manschetten, Schwesternhauben,  Blusen und dergleichen, insbesondere auf       Halbsteife    Kragen.

   Hierbei entsprechen die  Eigenschaften der     Vliesstoffeinlagen    mit  Bezug auf     Porosität,    Elastizität,     Sprüngig-          keit    und     Nähbarkeit.,        Waschbarkeit,    Koch  fähigkeit und Bügelfähigkeit allen Anforde-         rungen.    Die mit     Vliesstoffeinlagen    ausgerü  steten Wäschestücke bieten den Vorteil, dass  sie nach Waschen und Trocknen durch Bü  geln oder Heisspressen     immer    wieder voll ge  brauchsfähig sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bekleidungsstück mit Oberstoff und Futter, das zwischen diesen beiden eine formgebende Versteifungseinlage enthält, dadurch gekenn zeichnet, dass die Versteifungseinlage aus un- gewobenen Wirrfasern besteht, die derart mit Bindemitteln imprägniert sind, dass die Fa sern an ihren Berührungspunkten durch Ver- klebung miteinander verbunden sind und zwi schen den Fasern Hohlräume vorhanden sind. LXTERANSPE:
    Ü,GHE l.. Waschbares und bügelbares Wäsche stück gemäss Patentanspruch. 2.. Bekleidungsstück nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Versteifungseinlage 0,1 bis 0,9 min beträgt. 3. Bekleidungsstück nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungs einlage isoelastiseh ist. 4. Bekleidungsstück nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungs einlage durch Verklebung befestigt. ist. 5. Bekleidiingsstüek nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieVersteifungs- einlage durch Vernähen befestigt ist.
    6. Bekleidungsstück nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieVersteifungs- einlage durch Vernähung und Verklebung be festigt ist.
CH310801D 1948-10-01 1950-10-11 Bekleidungsstück. CH310801A (de)

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DE310801X 1948-10-01

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ID=6126219

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