F r zur Aufnahme und zum Transport von Getranken, insbesondere Bier, bestimmte Fasser, für die in neuerer Zeit versehiedene Ausführungen aus Walzblech bekanntgeworden sind, ergeben sich in bezug aufeinander sehr versehiedene Bedingungen, um den in der Praxis gestellten Anforderungen zu entspre- chen. Es sind beispielsweise schon Fässer bekannt, die zur Erzielung einer guten Griffigkeit eine aus dem Fassboden einwärtsgepresste Rippe aufweisen. Dies bringt anderseits aber den Nachteil mit sich, da¯ die Reinigung der äul3ern Bodenfläehen des Fasses, welche am rotierenden Fass mittels B rsten geschieht, stark erschwert wird. Die Reinigung des Fassinnern ist dabei natürlich ebenfalls mit bedeutend grosseren Sehwierigkeiten verbunden.
Das Fa¯ gemϯ der Erfindung mit zwei schalenformigen, am Sehalenrand vereinigten Fa¯teilen, deren B¯den je eine an einen wulstformigen Rand anschliessende Vertiefung aufweisen, zeichnet sich dadurch aus, da¯ die vertieft liegende BodenflÏche schief zur Axe des Fasses steht, und zwar in einer solchen Anordnung, dass der bezüglich des Bodenrandes tiefer liegende Teil der Flache dem im Fassmantel vorgesehenen Spundloeh nÏher liegt als der übrige Teil der Fläehe.
Einerseits wird dadureh die Möglichkeit gesehaffen, naeh der Reinigung des Fasses R Spundloch aus unmittelbar mit dem Auge, das heisst ohne Spiegel, einen mögliehst gro¯en Bereich der Fassinnenfläehe überblik- ken bzw. kontrollieren zu können, so insbesondere die dem Spundloch gegenüberliegende Flächenzone und somit die dortigen Übergangsstellen der Fassböden zum Fassmantel, also jene Flächenteile, die erfahrungsgemäss am ehesten festhaftende Ablagerungen aus dem Füllgut (z. B.
Bierstein, Brandhefe usw.) aufweisen, weil diese Fläehenteile bei üblicher Lagerung des Fasses unten liegen ; da. bei ist eine solche Ausbildungsweise des ganzen Fass- 3innenraumes möglich, dass dessen Begren zungsflächen im allgemeinen und im besonderen die f r Ablagerungen aus dem Füllgut hauptsächlich in Betracht kommenden FlÏchenteile durch den Flüssigkeitsstrahl einer in das Spundloch eingeführten Spritzd se in für gründliche Reinigung geeignetem Aufprallwinkel bespritzt werden können. Anderseits ist auf verhältnismässig einfache Weise die gewiinschte Druckfestigkeit und Inhaltsbeständigkeit des Fasses erreichbar.
Zudem kann den an den Fassboden vorgesehenen WulstrÏndern eine besonders griffige und die Hand nieht überanstrengende Anfassform gegeben werden.
Als Ausfiihrungsbeispiel des Erfindungs- gegenstandes ist in der Zeichnung ein in be schriebener Weise ausgebildetes Metallfass veranschaulicht. Es zeigen :
Fig. 1 das Fass in LÏngsansicht mit teilweisem Axialschnitt,
Fig. 2 einen Teilsehnitt in der Horizontalebene der Fa¯axe X-X gemϯ Fig.1 und
Fig. 3 in kleinerem Massstab schaubildlich das Fa¯.
Das gezeichnete Fass besitzt zwei schalenförmige Teile A und B. Der Boden jedes dieser beiden Fassteile A und B stellt eine ein wärtsgehende Vertiefnng 1 dar, die als Kugelkalotte ausgebildet ist, deren Rotationsaxe schief zur Axe XX des Fasses steht, so dass die Vertiefung entsprechend einseitig in der Querrichtung bzw. Querebene des Fasses liegt.
Die erwähnte Vertiefung 1 schliesst an den wulstformigen Rand 2 an, welcher einerseits dem Fass als Standring dient und anderseits einen Griff wulst darstellt ; für diesen Randwulst 2 kommt man mit einem verhältnis- mässig kleinen Krempenradius aus, wodurch die Druckfestigkeit des Fasses praktisch nicht beeinträchtigt wird. Der wulstformige Boden- rand 2 geht in die Zarge 3 und damit in den Fassmantel über, der durch unmittelbares stumpfes Zusammenschweissen der beiden schalenförmigen Fassteile A und B lÏngs ihren Sehalenrändern entstanden ist.
Es bezeichnet 4 die ohne Unterbreehung ringsum gehende Schweissnaht, die gemäss Fig.] aus der mittleren Querebene des Fasses seitlieh nach links verlegt ist. Hierzu ist den an die Böden der beiden Fassteile A und B anschliessenden Zargen 3 in bezug aufeinan- der verschiedene Breite gegeben, und zwar ist die Zarge 3 des Fassteils B breiter als die andere Zarge. Die Schweissnaht 4 hat von der mittleren Querebene des Fasses aus einen solchen Abstand, dass die viereckige Spundplatte 5 in einer passenden, in der Zarge 3 des Fassteils B, also in der breiteren Zarge, angebrachten und von ihr rings umgrenzten Íffnung Aufnahme findet. In genannte Offnung ist die metallene Spundplatte 5 stumpf eingeschweisst ; 6 ist die Schweissnaht.
Das Einsetzen der Spundplatte 5 ist vor dem Zusammenfügen der beiden Fassteile 1 und B vorgenommen worden, und zwar durch Ein- schweissen von der Innen-und von der Aussen- seite des betreffenden Fassteils her.
Dies bedeutet einerseits gegenüber nur einseitigem bzw. lediglich aussenseitigem Aufschweissen ein entsprechendes Verdichten der Schweissnaht und ermöglicht anderseits ein sauberes Schleifen und Verputzen der Schweissraupe auf der innenseitigen Fläehe des Fasses, wodurch in diesem Bereich Fangstellen f r Flüs sigkeiten vermieden werden ;
dadurch wird dem sonst im Bereieh von Schweissnähten mögliehen Verbleibem von Flüssigkeitsrüek- stÏnden und der hierauf zurüekzuführenden Gefahr des Entstehens von Infektionen oder unerwiinschten Gährungen vorgebeugt
Die Spundplatte 6 weist in der Mitte das dem Füllen und Entleeren des Fasses dienende Spundloch 7 auf. Umüber das Spundloeh 7 ein praktiseh restloses Entleeren des Fasses zu ermögliehen, ist die am Fa¯ innen- seitige Flache 8 der Spundplatte 5 in Richtung gegen das Spundloch 7 etwas nach aussen geneigt.
Die am Fass aus dem Zusammen- schweissen der beiden Fassteile XI und B ent standene, in beseliriebener Weise seitlieh aus der mittleren Querebene des Fasses verlegte Schweissnaht 4 wird bei allen Betriebsbean spruehungen des Fasses meehanisell weniger stark in Mitleidenschaft gezogen als bei der bekannten Anordnung der Sehweissnaht in genannter Querebene bzw. mittig zwischen den Fassboden.
Infolge des endlosen, stetigen Ver- laufes der erwähnten, kreisförmigen Sehweiss- naht 4 ist in dieser der Spannungsverlauf ungestörter und damit ihre Haltbarkeit entsprechend grosser gegenüber einer im Bereich der Spundplatte unterbroehenen bzw. in die Naht der Spundplatte übergehenden Verbin dungsnaht bekanmter Art.
Die Spundplatte 5 liegt mit ihrem Mittel- teil in der mittleren Querebene des Fasses, und zwar ist clie Anordnung in bezug auf die Rotationsaxen der Kugelkalotten darstellen- den Vertiefungen 1 der beiden Fassboden so getroffen, dass der hinsiclitlich des Bodenrandes tiefer liegende Teil jeder Kugelkalotte dem im Fassmantel vorhandenen Spundloch 7 nÏher liegt als der übrige Teil der Kugel- kalotte.
Dies ermöglicht, entsprechend der eingangs dargelegten Forderung, vom Spund- loch 7 aus ohne weiteres von Auge den Aber- blick über einen mögliehst grossen und be stimmten Bereich der Fassinnenfläehe f r die Kontroll-bzw. Reinigungsarbeit. Die letztere wird noch dadurch begünstigt, dass infolge der beschriebenen Ausbildung des Fasses dessen Innenraum, insbesondere die f r Ablagerungen aus dem Füllgut hauptsächlich in Be traeht kommenden Fläehenteile, mittels des Flüssigkeitsstrahls einer in das Spundloch eingeführten Spritzdüse in für gründliches Reinigen günstigem Aufprallwinkel bespritzt werden können.
Der Umfang des Fassmantels weist in üblicher Weise zwei Rollwulste 9 auf.
Die zur Bildung der Fassboden vorgesehenen Vertiefungen können gegebenenfalls in der Form von derjenigen einer eigentliehen Kugelkalotte etwas abweichen. Statt in eine Öffnung des Fassmantels eingeschweisst, kann die Spundplatte auch aufgeschweisst sein ; sie kann gegebenenfalls auch auf die nieht durch broehelle Mantelfläche aufgesetzt und ge wünschtenfalls mit dieser in anderer Weise als durch Sehweissen verbunden sein. Als Werkstoff für den Fasskorper kommt au¯er Metall zum Beispiel auch Kunststoff in Betraeht.