CH311358A - Verfahren zum Betrieb von Fahrzeugmotoren mit Abgas-Aufladegebläse und Einrichtung zum Ausführen dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb von Fahrzeugmotoren mit Abgas-Aufladegebläse und Einrichtung zum Ausführen dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum Betrieb von Fahrzeugmotoren mit Abgas-Aufladegebläse <B>und</B> Einrichtung zum Ausführen dieses Verfahrens. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zum Betrieb von Fahrzeugmotoren mit =lbgasauflaciegebläse, wobei die Brennstoff menge beim Einschalten des Aufladegebläses vom (4rad der Einschaltung abhängig v ergrö.. ssert wird.
Der Grad der Einschaltung des Aufladegebläses ist in der Regel von der Stel lung des vom Fahrer betätigten Leistungs- reguliergliedes, des sogenannten Gaspedals abhängi;, und zwar derart, dass bis zu einer bestimmten Stellung des Reguliergliedes ohne :
lufladun\,r gefahren wird und bei l\ berschrei- ten dieser Stellung das Aufladegebläse vom Jlass des Übersehreitens abhängig zugeschal tet und die Brennstoffmenge entsprechend der Aufladung vergrössert wird.
Das Lade- 10ebläse, insbesondere ein Abgas-Turbogebläse, braucht jedoch vom Augenblick des Zuschal- tens ab eine gewisse Zeit, um auf die Betriebs drehzahl ztt gelangen, während die Brenn- stoffmenge sofort dem Aufladebetrieh ent sprechend eingestellt wird. Die Folge davon ist, dass, solange das Gebläse noch nicht die erforderliche Luftmenge liefert, insbesondere bei Dieselmotoren, ein. stark qualmender Aus Imff vorhanden ist.
Dieses Qualmen stellt eine Belästigung im Strassenverkehr dar. Die un vollständige Verbrennung wirkt sich auch nachteilig auf den ':Motor aus, da, abgesehen vom erhöhten Brennstoffverbrauch, durch die ('berfettung des Gemisches in den Zylindern Ölkohle erzeugt wird, die zur Ausschmirge- lung der Zylinderlaufbahnen beiträgt.
Das erfindungsgemässe Verfahren bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile und besteht darin, dass die Brennstoffmenge bei plötz lichem Einschalten des Gebläses mit zeitlicher Verzögerung auf den dem Grad der Ein schaltung entsprechenden Wert vergrössert wird. Diese zeitliche Verzögerung wird zweck mässig so gewählt, dass die Brennstoffmenge annähernd entsprechend der -bei Wirksamwer den des Aufladegebläses grösser werdenden Luftmenge grösser wird.
Die Erfindung betrifft ferner eine Ein richtung zur Ausführung des genannten Ver fahrens, wobei ein Organ zum Regulieren der Brennstoffmenge und die Schaltvorrichtung für das Gebläse durch ein gemeinsames Lei- stungsregulierglied betätigbar sind.
Erfin dungsgemäss ist das Organ zum Regulieren der Brennstoffmenge durch einen Feder mechanismus mit dem Leistungsreguliergliede verbunden, und ferner ist eine Verzögerungs- v orriehtung vorgesehen, welche bei plötz lichem Einschalten des Gebläses das genannte Organ zunächst zurückhält und ihm dann unter der Wirkung des sieh dabei spannenden Federmechanismus gestattet, die Brennstoff menge mit einer zeitlichen Verzögerung auf den dem Grad der Einschaltung entsprechen den Wert zu vergrössern.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele der erfindungsgemässen Einrichtung schematisch dargestellt, wobei die Fig. 1 das Schema einer Einrichtung mit nur einseitig wirkender Verzögerungsv orrichttmg und die Fig.2 und 3 ein Teilschema einer Einrich tung mit beidseitig wirkender Verzögerungs- v orrichtung in den beiden Endlagen zeigen. An Hand der Ausführungsbeispiele wird auch das erfindungsgemässe Verfahren beispiels weise erläutert.
Bei der Einrichtung nach Fig.l ist an das Leistungsregulierglied a (Gaspedal) durch die Stange b über einen Federmechanismus c das Organ d zum Regulieren der Brennstoff menge, z. B. eine die Kolben einer Brenn stoffpumpe e drehende Zahnstange, ange schlossen. Der Federmechanismus c umfasst einen mit der Stange b verbundenen Feder teller cl, der in einem mit dem Organ d ver bundenen Gehäuse c.- verschiebbar ist.
Eine unter Vorspannung stehende, vom Gehäuse c;, umgebene Feder c@ drückt den Federteller cl gegen den Boden des Gehäuses. Die in die Auslassleitung g eingeschaltete Abgasturbine .f ist in nicht gezeichneter Weise mit dem in die Einlassleitung <I>i</I> eingeschalteten Gebläseteil <I>h</I> gekuppelt.
Vor der Abgasturbine ist ein l1e- ehanismus k vorgesehen, welcher ermöglicht, einen beliebigen Teil der Abgase durch eine Leitung 1 unter Umgehung der Abgasturbine zii einem Auspufftopf m (gegebenenfalls auch unmittelbar ins Freie) zu leiten, um den Grad der Einschaltung des Aufladegebläses zu än dern.
Der Schalthebel n für den Mechanis- mus ist durch ein Gestänge o an einen Win- lxelhebel p angeschlossen, der durch einen Mutnehmer q an der Stange b gegen die Wir kung einer nicht gezeichneten Feder, im Ge- menuhr7eigersinn verstellt wird und dadurch das Aufladegebläse in zunehmendem Grad einschaltet, wenn das Leistungsregulierglied a von einer bestimmten Stellung A1 gegen die Stellung A. bewegt wird.
Ein mit dem Gehäuse c.# zusammenwirken der Hebel r ist. über ein Gestänge s mit einem in einem Zylinder<I>t</I> gleitenden Kolben u ver bunden. Die beiden Seiten des Kolbens u sind durch eine Drosselleitung v, welche in Abwei chung von der Zeichnung auch im Kolben angeordnet. sein kann, miteinander verbun den. Wenn der Kolben im Zylinder t von rechts nach links (in der Zeichnung) bewegt wird, muss das auf der linken Kolbenseite ver drängte Medium (z. B. Öl) durch die Lei tung v strömen, so dass der Kolben nur lang sam. bewegt werden kann.
Die beiden Seiten des Kolbens sind ferner durch eine Leitung w mit geringerer Drosselung und einem Rück schlagventil x verbunden, derart, dass bei Be- w regung des Kolbens u von links nach rechts das Medium nahezu ungedrosselt von der rechten auf die linke Kolbenseite gelangen kann. Im Gestänge s ist eine Einstellvorrich tung y vorgesehen, welche eine Verstellung des Hebels r ermöglicht. Die Drosselleitung i@ kann zur Regulierung der Drosselwirkung einstellbar oder mit einer auswechselbaren Drosselöffnung versehen sein.
Die Wirkungsweise der gezeigten Einrieh- ung ist folgende Aa sei die Leerlaufstellung, 41 die Vollast stellung des Gaspedals a bei nicht eingeschal tetem Aiifladegebläse. In dieser Stellung liegt einerseits der Mutnehmer q am Hebel p und anderseits das Gehäuse c@ am Hebel r an.
Wird das Gaspedal aus der Stellung Al plötz lich gegen die Stellung A. bewegt, so wird der Hebel. p durch den Mutnehmer q im Ge- genuhrzeigersinn versehwenkt und damit das Gebläse<I>f</I> der Bewegung des Gaspedals a. ent sprechend eingeschaltet, indem der Hebel n gegen die Stellung n' bewegt wird. Der Hebel r dagegen hält. das Gehäuse zunächst zurüek, da. die Flüssigkeit. im Zylinder t nur langsam durch. die Drosselleitung v verdrängt werden kann. Die Feder o. wird daher gespannt.
Während also bei plötzlicher Bewegung des Gaspedals von A1 nach A@ die Einsehaltung des Aufladegebläses ohne Verzögerung er folgt, kann das Organ d zum Regulieren der Brennstoffmenge diese infolge der Verzöge rungsvorrichtung nur mit einer zeitlichen Verzögerung auf den dem Grad der Einschal tung entsprechenden Wert vergrössern.
Die Verzögerung hängt von der Drosselung in der Drosselleitung v ab. Zweekmässig wird die Drosselung so eingestellt, dass die Verschie bung des Kolbens u von rechts nach links in seine Endlage so viel Zeit erfordert, wie das Gebläse braucht, um bei plötzlicher voller Einschaltung auf die entsprechende Betriebs drehzahl zu gelangen, so dass die Brennstoff menge annähernd entspreehend der beim Wirksamwerden des Gebläses grösser werden den Luftmenge grösser wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann vorzugsweise bei Fahrzeug-Dieselmaschinen mit Abgas-Turbogebläse, jedoch auch bei Ver.- gasermaschinen oder Benzineinspritzmaschi- nen angewendet werden. Das Gebläse könnte auch als Kolben- bzw. Kapselgebläse ausgebil- det sein und eine besondere, das Gebläse um ;ehende Einlassleitung aufweisen, durch wel- ehe die Maschine die Luft bei ausgeschaltetem Gebläse ansaugen kann.
Der Antrieb des Ge bläses kann unmittelbar durch die Abgastur- f)ine oder zum Beispiel unter eines Übersetzungsgetriebes erfolgen.
In Fig. \? und 3 ist schematisch eine Aus führungsform gezeigt, bei welcher die Ver zögerungsvorrichtung in beiden Bewegungs- riehtung_en wirksam ist. Das Gehäuse c3 be sitzt zu diesem Zweck eine Rast c-, und eine t "leitfläche c;, an welcher das freie Ende des Hebels r1 anliegt, wenn das Aufladegebläse ;jusgesehaltet ist (Fig. 2).
Im Gehäuse c, sind zwei Federn c.2 und c6 angeordnet, welche sieh von entgegengesetzten Seiten gegen den Federteller cl an der Stange b abstützen. Die Federn cl> und c6 können unter Vorspannung stehen, und es können Mittel vorgesehen sein, damit keine Feder sich über die Mitte des (-xehältses hinaus ausdehnen kann. Der Hebel r1 steht durch das Gestänge s1 mit dem Kol ben u1 im Zylinder t1 in Verbindung.
Beide Kolbenseiten sind durch eine Drosselbohrung v1 im Kolben u1 miteinander verbunden. Eine verhältnismässig schwache Zugfeder z1 sucht den Hebel r1 im Uhrzeigersinn zu verstellen.
Die Wirkungsweise ist. folgende: In der in Fig. 2 gezeichneten Stellung wird der He bel r, durch die Feder z1 gegen die Gleit- fläehe c5 am Gehäuse c3 gedrückt. Der Kol ben z41. steht hierbei in seiner rechten End- stellung-. Wird die Stange b so weit nach rechts verschoben, dass das Gehäuse c;, gegen das freie Ende des Hebels r1 stösst, so tritt dieser in die Rast c" ein.
Wird die Stange b plötzlich in. die rechte Endstellung bewegt, so hält der Hebel r1 infolge des Drosselwider standes in der Drosselbohrung v1 das Gehäuse e3 zurück, so dass die Verstellung der Stange b zunächst ein Spannen der Feder c2 bewirkt. Unter dem Druck dieser Feder wird der He bel rl. gegen den Widerstand des Kolbens zti langsam verstellt, bis der Kolben seine linke Endstellung erreicht hat, wie in Fig. 3 dar gestellt ist.
Wird die Stange b wieder plötzlich nach links verstellt, so wird infolge des Widerstan des am Hebel r1 zunächst die Feder c6 ge spannt, so dass der Hebel r1 einer nach links wirkenden Federkraft ausgesetzt ist, die den Kolben u t langsam nach rechts verstellt. Wenn das Aufladegebläse ganz ausgeschaltet wird, gelangt der Kolben in seine rechte End- lage zurüek, wobei der Hebel r1 wieder aus der Rast c"= tritt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Betriebe von Fahrzeug motoren mit Abgas-Aufladegebläse, wobei die Brennstoffmenge beim Einschalten des Auf ladegebläses vom Grad der Einschaltung ab hängig vergrössert wird, dadurch gekennzeich net, dass die Brennstoffmenge bei plötzlichen. Einschalten des Gebläses mit zeitlicher Ver zögerung auf den entsprechenden Wert ver grössert wird.1I. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bei welcher ein Organ zum Regulieren. der Brennstoffmenge und die Schaltvorrichtung für das Gebläse durch ein gemeinsames Leistungsregulierglied betäti.bar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ zum Regulieren derBrennstoffmenge durch einen Federmechanismus mit dem Lei- stungsregulierglied verbunden ist und dass eine Verzögerungsvorrichtung vorgesehen ist, welche bei plötzlichem Einschalten des Geblä ses das genannte Organ zunächst zurückhält und ihm dann unter der Wirkung des sich dabei spannenden Federmechanismus gestat tet,die Brennstoffmenge mit einer zeitlichen Verzögexaing auf den dem Grad der Einseh.al- tung entsprechenden Wert zu vergrössern. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentansprueli I, ge kennzeichnet durch eine solche zeitliche Ver zögerung in der Vergrösserung der Brenn stoffmenge, dass beim plötzlichen vollständi gen Einschalten des Aufladegebläses die Brennstoffmenge annähernd entsprechend der bei Wirksamwerden des Aufladegebläses grö sser werdenden Luftmenge grösser wird.\'. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine zeitliche Ver zögerung in der Änderung der Brennstoff menge nur beim plötzlichen Einschalten, nicht jedoch beim plötzlichen Ausschalten des Lade gebläses stattfindet.f). Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeiehnet, dass eine zeitliche Ver- zö-erung in der Änderung der Brennstoff- menge sowohl beim plötzliehen Einschalten des Ladegebläses als auch beim plötzlichen Ausschalten desselben stattfindet. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzöge rungsvorrichtung einen mit dein Organ zum Regulieren der Brennstoffmenge zusammen wirkenden Teil und einen mit diesem. verbun denen ölkatarakt aufweist, welcher minde stens in einer Richtung wirksam ist. 5. Einrichtung nach Patentansprueli Il, dadurch gekennzeichnet, class ein mit dem Or gan zum Regulieren der Brennstoffmenge zu sammenwirkender Teil der Verzögertingsvor- riehtung in seiner Lage einstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH311358T | 1949-10-07 |
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| CH311358D CH311358A (de) | 1949-10-07 | 1949-10-07 | Verfahren zum Betrieb von Fahrzeugmotoren mit Abgas-Aufladegebläse und Einrichtung zum Ausführen dieses Verfahrens. |
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| CH (1) | CH311358A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1169721B (de) * | 1960-10-08 | 1964-05-06 | Eberspaecher J | UEberwachungsvorrichtung fuer Abgasturbolader |
| DE1626425B1 (de) * | 1962-11-07 | 1970-07-09 | Augsburg Nuernberg Zweignieder | Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine mit Abgasturbolader |
-
1949
- 1949-10-07 CH CH311358D patent/CH311358A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1169721B (de) * | 1960-10-08 | 1964-05-06 | Eberspaecher J | UEberwachungsvorrichtung fuer Abgasturbolader |
| DE1626425B1 (de) * | 1962-11-07 | 1970-07-09 | Augsburg Nuernberg Zweignieder | Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine mit Abgasturbolader |
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