CH311770A - Beständige Farbstofflösung und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Beständige Farbstofflösung und Verfahren zu deren Herstellung.

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CH311770A
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Description


  Beständige     Farbstofflösung        und    Verfahren zu deren Herstellung.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  bestfindige, konzentrierte,     filtrierbare    wässe  rige Lösungen von reduzierten Schwefelfarb  stoffen sowie auf ein Verfahren zu deren  Herstellung.  



  Zweck der Erfindung ist die Schaffung  einer stabilen, nicht ausflockenden flüssigen  reduzierten     Schwefelfarbstofflösung    von bis  her nicht erreichbarer Konzentration.  



  Bisher      irden    diese Schwefelfarbstoffe  durch     Thionierung    geeigneter Zwischenpro  dukte hergestellt, wobei der Farbstoff mei  stens als unlösliches oxydiertes Produkt iso  liert     wurde.    Dieses Material     wurde    dann als       Pulver    oder Paste durch Reduktion in alka  lischem Medium löslich gemacht.

   Beispiele       rür    diese Art Reduktion finden sieh in den  amerikanischen Patenten     NTrn.21.3,0115    und       2'130116,    in denen Schwefelfarbstoffe mit     Na-          triumhpdrosulfid    oder einer Mischung von       Natriumsulfid,        Natriumbisulfid    und     Natrium-          hydrosulfid    reduziert werden.

   Die Reduktion  wurde auch unter Verwendung von     a-)        Na-          triumhydroxvd    und     Natriunihvdrosulfit,        b)          Natriumsulfid    und     Natriumhydrosulfit    und       c)    einer Mischung von     a)        lind        b)    durchge  führt.

   Die nach diesen Methoden hergestellten       flüssigen        Scliivefelfarbstoffprä.parate    erwiesen       sieh    als ausgezeichnet für die Verwendung  in der Färberei und den früher dem Färben  in Form von Pulver gelieferten Farbstoffen  ausgesprochen überlegen. Der Verbraucher  stand dann vor dem Problem, dieses Pulver  in der Färberei in Lösung zu bringen und    die richtige Kontrolle der Chemikalien für  die     Reduktion    und Einhaltung des     PH-Wertes     auszuüben.  



  Einige Farbstoffe lassen sich leichter in  konzentrierte Lösungen überführen als an  dere, und manchmal besitzen auch aus ver  schiedenen Ansätzen herrührende Proben des  gleichen Farbstoffes verschiedene Löslichkeit.  Gewisse Farbstoffe verharzen sehr leicht,  und in hochkonzentrierten Lösungen kann  diese     Verharzung    die Erzielung der richtigen  gelösten Form verhindern. Mit zunehmender       Farbstoffkonzentration    muss man oft die  Menge des Reduktionsmittels erhöhen, um bei  der späteren Herstellung des Färbebades  optimale Resultate     zii    erhalten.

   Ferner konnte  man mit gewissen Farbstoffen und den be  kannten Methoden nicht über eine     gewisse     maximale     Farbstärke        hinauskommen,    die     ab-          hängig    ist vom     Feststoffgehalt    der Lösungen.  



  Die nach früheren Verfahren hergestellten  reduzierten geschwefelten     Küpenfarbstoffe     der     Indophei..#lreihe,    die besondere Wichtig  keit besitzen, eignen sich zwar zum Färben       auf    dem     Jigger,    sind aber für gewisse an  dere Färbemethoden, wie zum Beispiel das  Packsystem und das Aufstecksystem, bei  denen ein     Ausfiltrieren    von     unlöslichem-Farb-          stoff    auf der Packung stattfindet, nicht sehr  geeignet.

   Die dabei auftretenden festen Be  standteile rühren von unvollständiger Lösung  der Farbstoffe oder von der Bildung fester  Anteile in der     Farbstofflösung,    zum Beispiel  durch     Aussalzen    oder 'Teerbildung, her.      Im amerikanischen Patent     1r.        2.6'37450        vom     7.

   Oktober 1949 wurde ein Verfahren zur Re  duktion geschwefelter     Küpenfarbstoffe    der       Indophenolreihe        unter    Verwendung von     N        a-          triumhydrosulfid    oder Mischungen von     Na-          triinnhydrosulfid    mit     Natriumpolysulfiden     in schwach alkalischen Lösungen     beschrieben.     Durch Einhaltung eines Gehaltes an gelöstem       Alkali    von unter etwa 1     %    war es möglich,       filtrierbare,

      gebrauchsfertige Lösungen die  ser geschwefelten     Küpenfarbstoffe    der     Indo-          phenolreihe    herzustellen, die sich zum Färben  nach dem Packsystem und     Aufsteeksysteni     verwenden liessen. Dieses Verfahren ergibt  aber nicht stets die gewünschte hohe     Far        b-          stoffkonzentration    in der Lösung, und zwar  zum Teil weil die     zur    Erzielung der ge  wünschten Färbekraft erforderliche     Reduk-          tionsmit.telmenge    nicht immer zu Lösungen  mit geringer     Alkalinität    zugesetzt werden  konnte.  



  Gemäss vorliegender Erfindung ist nun  eine beständige, konzentrierte,     filtrierbare     wässerige Lösung eines reduzierten Schwefel  farbstoffes dadurch gekennzeichnet, dass sie,  bezogen auf ihr Gewicht, 3 bis     1,51/o    eines       hydrotropen        Mittels        und    7     bis        15        %        des        Farb-          stoffes    enthält.  



  Es wurde gefunden, dass durch die Ver  wendung des     hydrotropen    Mittels bei der  Herstellung der     Farbstofflösung,    die Menge  des in einem gegebenen Volumen Wasser     lös-          barenFarbstoffes    verdoppelt oder     verdreifacht     werden kann.

   Die Verwendung eines     hydrotro-          pen    Mittels gestattet die Einhaltung eines  relativ hohen Gehaltes an gelöstem Alkali von  zum Beispiel 2 bis 4      /o    in der Lösung ohne  eine Ausfällung des Farbstoffes oder die     Bil-          dung    teerartiger Produkte zu bewirken, wäh  rend ohne     hydrotrope    Mittel ein Gehalt an  gelöstem Alkali von über etwa 1  /o eine Aus  fällung des Farbstoffes oder Bildung teer  artiger     Substanzen    zur Folge hatte. Infolge  der höheren     Alkalinität    der Lösung und der  grösseren Menge an Reduktionsmittel erhält  man eine stabilere Lösung, und ein besser  färbendes Bad.

   Das     hydrotrope    Mittel erleich  tert auch die Herstellung dieser Farbstoff-         lösimgen    infolge Erhöhung der     Löslichkeit     der festen Farbstoffe im wässerigen     Lösung@-          mittel    beträchtlich.  



  Die in den     erfindung-sg-emässeii    Farbstoff  lösungen verwendeten Schwefelfarbstoffe sind  in verschiedenen Farben und Tönen erhält  lich, doch sind ihre Konstruktionsformeln  nicht bestimmt worden. Besonders wichtig  sind die geschwefelten     Küpenfarbstoffe    der       Indophenolreihe,    wie sie     durch        'Thionierun        g_     von Verbindungen vom     Indophenolti-pus,    wie  zum Beispiel     Carbazol-indophenol    und     4-Oxy-          phenyl        -,l    -     naphtliylamin,    erhalten werden.

    Diese Ausgangsstoffe bilden die als     Hydron-          blau    und     Indoearbonsehwarz    bekannten Farb  stoffe. Weitere Beispiele sind die flüssigen        So-D,y-e-Sul -Farbstoffe.    Unter diesen befin  den sieh die Schwefelgrüne, die     durch          Thionierimg    von 1-     Aryiamino-4'-oxyPlienyl--1-          aminonaplithalin    und/oder der 6,7- oder     R-          Monosulfonsä.ure    desselben, oder von 1     -2Iryl-          amino-4'-oxy-4-aminonapbthalin    erhalten wer  den.

   Andere sind die Schwefelblau, die sieh  von     -1@-Dimethylamino-4'-oxydiphenylainin,        -1-          Amino-4-methyl-4'-oxydiplienyiamin    oder     -1-          Phenylamino    - 4' -     oxydiplienylamin    ableiten  können. Andere Beispiele sind Schwefel  schwarz,     Seliwefelbordeaux,    Schwefelbraun,       Schwefelhellbraun,    Schwefelgelb, Schwefel  marineblau, Schwefelrotbraun und Schwefel  oliv.  



  Zur besseren     Erläuterung    der Ausdrücke        hydrotrop     und      hydrotrope    Mittel  wird  auf die kürzlich erschienene Publikation von  Dr. Louis     Diserens,    betitelt      The        Chemical          Technology    of     Dyeing        and        Printin        \r     im Ver  lag Reinhold     Publishing    Corporation, ver  wiesen, in welcher der Autor die Erschei  nung der     Hydrotropie    als  die Fähigkeit.

   was  serlöslicher Substanzen sonst     wasserunlösliche     Substanzen löslich     zii    machen  bezeichnet.  Er verweist auf frühere Arbeiten von For  schern, wie     leiiberg,        Tui ba,        Clielini    und  1011.  



  Nicht beschränkend     auszuleg,encle    Beispiele  für     hy        drotrope    Mittel, welche mit Vorteil in  der vorliegenden     Erfindung        verwendet    wer  den können, sind wasserlösliche     Alkalisalze         (Natrium, Kalium und     Ammonium)    von     SW-          fon-    oder     Carbonsäuren    des Benzols, Naph  thalins und deren     Derivate.    Spezifische Bei  spiele solcher Säuren sind     Phenylessigsäure,          o-Toluy        lsäure,

          Xylolsulfosäure,        Cymolsiilfo-          sä.ure,        p-Toluolsulfosäure,        Naphthalinsulfo-          sHure,        lletanilsäure,        Sulfanilsäure,        Tetra-          liyclronaphtlialin    -     ss    -     sulfosäure,        Tetrahydro-          naplit@alin-.fl-earbonsäure,        Benzylsulfanilsäi.re          und        Dibenzylsulfanilsäure,

      von denen das     xy-          lolsulfosaure    Natrium und das     p-toluolsulfo-          saure    Natrium besonders wirksam sind. An  dere     hydroti-ope    Stoffe sind die     Betainderi-          @        ate,    insbesondere die     Sulfobetaine,        ferner    die  Salze der     Isovaleriansäure    und     Isobuttersäure.     



  Obschon natürlich die genaue Menge des       zii        verwendenden        hydrotropen    Mittels in  jedem speziellen Fall     vorn    speziell verwen  deten. Mittel und auch von der     phy        sikalisehen     Beschaffenheit und den Eigenschaften der       verwendeten    Farbstoffe     abhängt,    macht die       Menge        erfindungsgemäss        zwischen    3     und        15        %,     bezogen auf das Gewicht der fertigen Lösung,  aus:

   Aus praktischen Gründen sollte man die  kleinstmögliche Menge     verwenden,    die     erfor-          derlieh    ist, um die gewünschte Stabilität und       Löslielikeit    der jeweiligen     Farbstofflösung    zu       erreiehen.    Unter gewissen Bedingungen kann  man auch mit Erfolg eine Kombination von  zwei oder mehr     hydrotropen    Substanzen ver  wenden.  



       1;s    wurde gefunden, dass in gewissen Fäl  len die gleichzeitige     Verwendung    von     @;;assei-          lösliehen    Lösungsmitteln und     hydrotropeii          .Stoffen    von Vorteil ist.

   Besonders gute Lö  sungsmittel, die zusammen mit den     hydrot.ro-          pen    Stoffen in den erfindungsgemässen flüs  sigen     Farbstoffpräparaten    Verwendung fin  den können, sind mehrwertige Alkohole, wie  Glykole,     Cxlveerin,    Polyglykole, zum Beispiel       1)i < itliylenglykol,        Thiodiäthylenglykol,    und       Glyholäther.     



  Mit Vorteil kann man die konzentrierten       flüssigen        Farbstofflösungen    herstellen, indem       man    eine wirksame     -Menge    eines ausgewählten       liycli-otropen        Mittels    in Wasser löst und dann  den     Fai-listoffpresskuchen        zugibt,    wonach man       die    passende Menge Reduktionsmittel und    Alkalien nach     Zfiunsch    zusetzt. Zur Beschleu  nigung des     Lösungsvorganges    kann man die  Mischung vor oder nach Zugabe der Reduk  tionsmittel erwärmen und rühren.

   Das     hydro-          trope    Mittel bewirkt, dass sich der     Press-          kuchen    rascher löst und stabilisiert die er  haltene Lösung gegen das Ausfallen des Farb  stoffes oder andern unlöslichen     Materials.     <I>Beispiel 1:</I>  ?5 Teile     xylolsulfosaures    Natrium als       hydrotropes    Mittel werden in     9@0,    'Teilen Was  ser gelöst;

   zu dieser Lösung werden 70     Teile     eines     Presskuehens    gegeben, der durch Filtra  tion des     Thioniertmgsproduktes    aus     'Carbazol-          indophenol    und einem Polysulfid erhalten  wurde. Dieser Mischung werden dann 70 Teile       Natriumhydrosulfid    (40 0/a) zugesetzt, unter  Rühren auf 90 bis     100     C erhitzt und etwa  1 bis 2 Stunden bei dieser Temperatur ge  halten. Der Farbstoff löst sich vollständig  und die erhaltene Lösung wird filtriert, um  etwaige Fremdstoffe zu entfernen.

   Das er  haltene Produkt, ist eine konzentrierte flüs  sige Lösung von reduziertem     Hydronblau,     die vollkommen frei ist von unlöslichen Be  standteilen und ohne Zusatz anderer Reduk  tionsmittel oder Alkalien zur Verwendung  im Färbeapparat gebrauchsfertig ist.  



  Gibt. man     ?0    Teile dieser     konzentrierten          Lösung        zü    1500 bis 2000 Teiler.     Wasser,    so  erhält man eine Färbeflotte, die     100    Teile  Baumwolle in dem für     Hydronblau    charak  teristischen dunkelblauen Farbton anfärbte.  



  Ohne Hilfe der     hydrotropen    Substanz  würde weniger als die Hälfte des     Hydron-          blaufarbstoffes    in Lösung gegangen sein und  der restliche ungelöste Anteil     würde    bei der  Filtration entfernt worden sein.  



       Beispiel   <I>2:</I>  30 Teile     p-toluolsulfosaures        'Katriuin    als       hydrotropes    Mittel werden in<B>75</B> Teilen Was  ser gelöst und dazu 70 Teile     Filterpresskuehen     gegeben, der erhalten wurde durch     Thionie-          rung    von     Carbazolindophenol    mit einem Poly  sulfid.

   Dann gibt man 70 Teile     Natrium-          hydrosulfid        (40        %)        zu        und        erhitzt        unter     Rühren auf 90 bis     100         C,    auf welcher Tem-           peratur    man 1 bis 2 Stunden hält. Der Farb  stoff löst sich     bemerkenswert    gut und die  erhaltene Lösung wird, zwecks     Entfernung     etwaiger Fremdstoffe und ungelöster Farb  stoffe, filtriert.

   Das erhaltene Produkt ist eine  konzentrierte, flüssige Lösung von     Hydron-          blaufarbstoff,    die vollständig frei ist von un  löslichen Stoffen und gebrauchsfertig zur       Verwendung    in einem Färbeapparat, ohne  dass man weitere Reduktionsmittel oder     Al-          kalien    zusetzen müsste.

   Die Flüssigkeit hat       eine        Stärke        von        180        bis        190        %,        verglichen          mit    flüssigen Farben, die ohne     hydrotropes     Mittel hergestellt wurden.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Verwendet man in Beispiel ?, unter sonst  gleichen Bedingungen und Reduktionsmitteln  <B>3 '0</B> Teile     metanilsaures    Natrium in     12'5    Tei  len 'Wasser gelöst, so erhält man eine     Lö-          sung        von        1.80        bis        190%        Stärke        im        Vergleich     zu einem flüssigen, ohne Verwendung     hydro-          troper    Substanzen hergestellten Farbstoff.

    <I>Beispiel</I>  Verwendet man als     hydrotropes        -Mittel     30 Teile     tetraliydronaplithalinsulfosaures    Na  trium in 125 Teilen Wasser gelöst-, erhält man  mit, dem gleichen Farbstoff,     Reduktionsmit-          teln    und Arbeitsbedingungen, eine Lösung       von        1,80        bis        120        %        Stärke,        verglichen        mit     einer Lösung, die ohne Anwendung einer       hydrotropen    Substanz hergestellt wurde.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Verwendet. man als     hydrotropes    Mittel  30 Teile in 125 Teilen Wasser gelöstem Harn  stoff, so erhält man mit dem gleichen Farb  stoff, Reduktionsmitteln und unter denselben  Bedingungen wie im Beispiel 2 eine Lösung,  deren Stärke im Vergleich zu einer flüssigen  Farbe, die ohne     hydrotrope    Mittel     herge-          stellt        wurde,        180        bis        190        %        beträgt.     



  <I>Beispiel 6:</I>  Verwendet man 30 Teile     Thioharnstoff     als     hydrotropes    Mittel gelöst in 1'25 Teilen  Wasser mit dem gleichen Farbstoff, Reduk  tionsmittel und unter den gleichen Bedin  gungen wie im Beispiel 2, so erhält man    eine Lösung, deren Stärke im Vergleich zu  einer flüssigen Farbe, die ohne Verwendung       hy        drotroper    Stoffe hergestellt     wurde,    180 bis       1'90        %        beträgt.     



  <I>Beispiel i</I>  20 Teile     xylolsul;fosaures        Natrium    als       hydrotropes    Mittel werden in 25 Teilen Was  ser gelöst und dazu 150 Teile     Presskuchen    von  der     Thionierung    von     -1-Oxy-phenyl-ss'-na.phthyl-          amin        (Indoearbonschwarz)    gegeben. plan setzt  nun 5 Teile     Natriumsulfid    zu lind erhitzt  unter Rühren 20 bis 30     -Minuten    auf etwa  90  C.

   In der erhitzten     -Mischung    gibt man  50 Teile     40prozentige        Natriumhydrosulfid-          lösung    und rührt weitere 30 Minuten bei 90  bis 95  C. Der Farbstoff löst sieh vollständig  und die Lösung ist nach der Filtration     ge-          brauehsfertig.     



       Beispiel   <I>8:</I>  20 Teile     p-toluolsulfosaures    Natrium wer  den in 25 Teile     Wasser    eingerührt und mit  dem im Beispiel 7 verwendeten Farbstoff ver  setzt. Der Farbstoff löst sieh fast vollstän  dig, und     nach    Filtration der Lösung erhält  man einen konzentrierten,     flüssigen        Indocar-          bonsehwarzfarbstoff,        der        etwa        80        %        stärker     färbt als die Lösung nach Beispiel 7.

      <I>Beispiel 9:</I>  Verwendet man 20 Teile     Hexamethylen-          tetramin    als     hydrotropes    Mittel, mit dem  gleichen Farbstoff, Reduktionsmittel und Ar  beitsbedingungen wie im Beispiel 8, so erhält  man eine Lösung, deren Stärke derjenigen des  Beispiels 8 entspricht.  



       Beispiel   <I>10:</I>  Verwendet man 20 'Teile     metanilsaures    Na  trium als     hydrotropes    Mittel, mit dem     ?lei-          e'hen    Farbstoff,     Reduktionsmittel    und Arbeits  bedingungen wie im Beispiel 8, so erhält. man  Lösungen von gleicher Stärke wie im Bei  spiel B.  



       Beispiel.   <I>11:</I>  Verwendet man als     hydrotropes    Mittel  20 Teile Harnstoff und arbeitet sonst gleich  wie im Beispiel 8, so erhält man Lösungen,  deren Stärke derjenigen des Beispiels 8 ent  spricht.      <I>Beispiel</I>     1?:     Verwendet man 20 Teile     Thioharnstoff    als       hy        drotropes    Mittel mit dem gleichen Farb  stoff, Reduktionsmittel und     Arbeitsbedingun-          ,g@en    wie im Beispiel 8, so erhält man Lösun  gen, deren Stärke derjenigen des Beispiels 8       entspricht.     



  <I>Beispiel 13:</I>  100 Teile eines     Schwefelgrünpresskueliens,     der erhalten wurde durch.     Thionierung    des  durch Kondensation von     p-Aminophenol    mit  einem     Aminonaplithalin    erhältlichen     Leuko-          indophenols,    wurden mit 20     p-toluolsulfonsau-          rem        Natrium,   <B>100</B> Teilen Wasser, 5 Teilen       Natriumsulfidfloeken    und 160 Teilen     40pro-          zentigem        Natiiumhydrosulfid    vermischt.

   Die       llisehung    wird unter Rühren auf 90, bis 05  C  erhitzt     und    etwa 30     Minuten    auf dieser Tem  peratur gehalten. Der     Presskuchen    geht in Lö  sung, und die Lösung ist nach Filtration,  zwecks     Entfernung    etwaiger Fremdstoffe,     ge-          brauelisfertig.     



  Beispiel     1.1:     100 Teile eines     Presskuchens    des durch  Schmelzen des aus     Diphenylamin    und     Nitroso-          plienol    erhaltenen     Leukoindoplienohs    mit  Schwefel hergestellten blauen     Se'lrwefelfarb-          stoffen    werden mit 20 'Teilen     tetrahydronaph-          tlialinsulfonsaurem    Natrium 50 Teilen W     asser          und    80 bis 100 Teilen einer Mischung aus     glei-          ehen        Teilen     <RTI  

   ID="0005.0043">   30        %igem        Natriumdisulfid        und          -10prozentigem        Natriumhydrosulfid    vermischt.  Beim Erhitzen und Rühren der Masse     ent-          stelit,    eine     dünne    gebrauchsfertige Lösung.    <I>Beispiel. 15:</I>  158 Teile eines     Schwefelblaupresskuehens,     der erhalten     wurde    durch     Thionierung    des  aus     Diinethylanilin    und Nitrophenol herge  stellten Indophenols werden mit 142.

   Teilen  Wasser, 40 Teilen     xylolsulfosaurem    Natrium  gemischt und bei 60  C gerührt. Dann     gibt     man 160 Teile einer 44prozentigen Lösung  von     Natriumhydrosulfid    zu und rührt. weitere  30 Minuten bei 65 bis 75  C. Der Farbstoff       gellt    in Lösung und die Lösung ist, gebrauchs  fertig, Sie ist etwa doppelt so stark als sie sonst    ohne Anwendung von     hydrotropen    Stoffen er  hältlich wäre.  



  <I>Beispiel 16:</I>  96 Teile     eines        Presskuchens,    der erhalten  wurde durch     Ausfällen    der     gelöstenSchmelze     aus     m-Toluylendiamin    und Schwefel werden  in 40 Teile Wasser gegeben, das 10 Teile       xylolsulfonsaures        Natrium    enthält und auf       60     C erhitzt wird, dann gibt man 50 Teile  flüssige     5Oprozent.ige    Natronlauge und     $0,Teile          44prozentige        Natriumhydrosulfidlösung    zu.

    Der Farbstoff löst sich auf und die erhaltene  Lösung der Schwefelhellbraun war etwa dop  <I>pelt</I> so stark als eine gewöhnliche. Die Lö  sung ist eine dünne, gut     filtrierbare    Flüssig  keit, während man ohne     hy        drotrope        Mittel     nur eine dicke pastöse Suspension erhalten  könnte.  



       Beispiel   <I>1</I><B>7</B><I>:</I>  75 Teile des durch Ausfällung der gelösten  Schwefelschmelze eines     Metanphenylendiamin-          derivates    erhaltenen     SchwefelbraunpresskLl-          chenswerden    durch Vermischen mit 8 Teilen  Wasser, 15 Teilen flüssiger Natronlauge (50  prozentig), 10 Teilen     xylolsulfosaurem    Na  trium, ? Teilen     Thiodiäthylenglykol    und  40 Teilen N     atriumhydrosulfidlösung        (44pro-          zentig)    und Erwärmen auf 70 bis 80  C wäh  rend     30,    Minuten, in Lösung gebracht.

   Der  Farbstoff löst sieh vollständig und die erhal  tene Lösung ist eine dünnflüssige Flüssigkeit,  die keine ungelösten Anteile enthält.     Lässt     man den     hydrotropen    Stoff und das Lösungs  mittel weg, so erhält man eine     Suspension,          aus        welcher        mehr        als        50        %        des        Presskuchens     durch Filtration entfernt wird. Die wie oben  hergestellte     Farbstofflösung    ist etwa zweimal  so stark als eine gewöhnliche Lösung dieses  Farbstoffes.  



       Farbstofflösimgen    von der in den voran  gehenden Beispielen angeführten Konzentra  tion könnten ohne Hilfe der     hydrotropen     Mittel nicht. hergestellt werden. Die maximal  erhältliche Konzentration wäre etwa ein Drit  tel bis die Hälfte derjenigen der beschrie  benen     Lösungen.    Es wurde beobachtet, dass,  wenn man versucht,- die     Farbstoffkonzentra-          tion    des flüssigen     Farbstoffpräparates    zu er-      höhen, beim Abkühlen eine Ausscheidung oder  Teerbildung eintritt oder aber     Unlöslichkeit     in der Wärme.

   Dies ist offenbar in einigen  Fällen eine Folge der     Aussalzung    des Farb  stoffes oder der ursprünglichen Schwerlöslich  keit des Produktes. Durch die Anwendung  geeigneter     hvdrotroper    Substanzen wird es  möglich, die     Farbstoffkonzentration    der flüs  sigen Präparate stark zu erhöhen und ver  schiedene     Schwefelfarbstoffpräparate    in kon  zentrierter Form auf den Markt zu bringen,  die früher nur in schwächeren Konzentratio  nen erhältlich waren. Früher gab es auch ge  legentlich Ansätze, die man nicht. zu konzen  trierten Lösungen verarbeiten konnte.

   Es ist  nun auch möglich, mit Hilfe der     hvdrotropen     Mittel solche Ansätze zu     verarbeiten.    Ausser  den verbesserten Färbeeigenschaften ergeben  sieh als weitere Vorteile der kleinere Bedarf  an     Lagerraum,    niedrigere Transportkosten  pro     Farbstoffeinheit    und leichtere Klärung  der flüssigen Konzentrate. Die Farbstoff  iösungen sind absolut haltbar und     ,zeigen     selbst nach zwei Jahren und mehr keine Ver  änderung ihrer ursprünglichen Eigenschaf  ten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Beständige, konzentrierte, filtrierbare wäs serige Lösung eines reduzierten Schwefelfarb stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass sie, be- zogen auf ihr Gewicht, 3 bis 15 % eines hvdro- tropenMittels und 7 bis 15 % des Farbstoffes enthält.
    UNTERANSPR.ÜCHE 1. Farbstofflösung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwefel farbstoff ein geschwefelter Küpenfarbstoff der Indophenolreihe ist, 2. Farbstofflösung nach Patentanspruch T und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass sie als Farbstoff Hvdronblau enthält.. 3. Farbstofflösung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch. gekennzeich net, dass sie als Farbstoff Indoearbonschwarz enthält.
    J. Farbstofflösung nach P-atentansprueli I, dadurch gekennzeichnet, dass das hvdrotrope Mittel Harnstoff ist. 5. Farbstofflösung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das hvdrotrope Mittel Thioharnstoff ist.
    6. Farbstofllösung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das hvdrotrope ',Mittel ein Alkalisalz der Xvlolsulfosäure ist. 7. Farbstofflösung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das hvdrotrope Mittel ein Alkalisalz der p-Toluolsulfosüuile Ist.
    B. Farbstofflösung nach Patentansprueli I, dadurch gekennzeichnet, dass das livdroti,ope Mittel ein Alkalisalz der Sulfanilsäure ist. 9. Farbstofflösung nach Pateiitanspi-tieli 1, dadurch gekennzeichnet, dass das hj-drotrope Mittel ein Alkalisalz der lIetanilsäure ist.
    10. Farbstofflösung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass sie als hpdrotropes Mittel xviol- sulfosaures Natrium enthält. 11. Farbstofflösung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie als hvdro- tropes Mittel tetralivdronaplithalinsulfosaures Natrium enthält.
    PATENT AN SPRICH II Verfahren zur Heisstellung einer Parb- stofflösung nach Patentanspruch 1, wobei mau einen Schwefelfarbstoff in alkalisch wässeri gem 3ledium mit schwefelhaltigen Reduktions mitteln behandelt, dadurch gekennzeichnet, dass man in dem wässerigen Medium, berech net auf das Gewicht der erhaltenen Lösung,
    3 bis 1'5 % eines hvdrotropen Mittels auflöst. UNTER.ANSPRÜCHE 12. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass man einen ge schwefelten Küpenfarbstoff der Indophenol- reihe mit schwefelhaltigen Reduktionsmitteln behandelt. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, ,dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Alkali der erhaltenen Lösung, berechnet auf ihr Gewicht, ? bis J "/o beträgt.
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