CH311991A - Verfahren zum Feststellen der Dauer des Stillstandes von Maschinen und Apparat zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Feststellen der Dauer des Stillstandes von Maschinen und Apparat zur Ausübung des Verfahrens.

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CH311991A
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Lehner-Stirnemann Max
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  Verfahren zum Feststellen der Dauer des Stillstandes von Maschinen und Apparat  zur Ausübung des Verfahrens.    An den meisten Maschinen treten Störun  gen und Defekte auf, die zum Teil auf falsche  Bedienung oder auf Materialfehler zurückzu  führen sind. Will man die durch diese Stö  rungen bedingten Stillstandszeiten     verringern,     so ist es nötig, dass man ihre Ursachen kennt  und im speziellen weiss,     wie    gross die Still  standszeiten sind, die von den einzelnen Ur  sachen herrühren. Diesem Zweck dient nun  das nachfolgend an Hand eines Beispiels be  schriebene Verfahren zum Feststellen der  Dauer des Stillstandes von Maschinen, z. B.

    von Textilmaschinen, das dadurch gekenn  zeichnet ist, dass durch ein erstes     Messinstru-          ment    die Dauer jedes Stillstandes einer Ma  schine gemessen und diese Stillstandszeiten für  diese Maschine addiert werden, und dass für  die verschiedenen Stillstandsursachen dieser  Maschine ein Satz zweier     Messinstrumente    ver  wendet wird, von denen jedes die von ihm  gemessenen Zeiten fortlaufend addiert. Es  kann natürlich gleichzeitig mit einem Zähl  werk die Anzahl der Stillstände gezählt wer  den.  



       C?egenstand    der Erfindung ist im weiteren  ein Apparat zur Ausübung dieses Verfahrens,  der durch ein erstes     Zeitmessgerät        gekenn-          zeiehnet    ist, und durch einen Satz zweiter       Zeitmessgeräte,    die so geschaltet sind, dass das  erste die Stillstandszeiten der zu überwachen  den Maschine unabhängig von der Ursache des  Stillstandes misst und diese     Zeiten.    fortlaufend  addiert, während den andern     Zeitmessgeräten       je     ein    Schalter zugeordnet ist, der eingeschal  tet sein muss,

   damit das betreffende     Zeitmess-          gerät    die Stillstandszeiten messen und fort  laufend addieren kann.  



  Im folgenden werden die Erfindungs  gegenstände an Hand von Ausführungsbei  spielen des Verfahrens und des Apparates  erläutert. Von den Figuren der     Zeichnung     zeigen:       Fig.1    das elektrische Schaltschema,       Fig.2    eine Draufsicht auf den Apparat,       Fig.    3 eine     Hintenansicht,          Fig.    4 ein Schnitt nach der Linie     IV--IV     der     Fig.    2,       Fig.5    ein Schnitt nach der Linie     V-V     der     Fig.    2.  



  Die     Fig.1    zeigt ein mögliches elektrisches  Schaltschema für einen     Stillstandskontroll-          apparat,    wie er zum Beispiel für einen Web  stuhl verwendet werden kann. Die innerhalb  der     strichpunktierten    Linie liegenden Schalt  elemente gehören in den Kontrollapparat,  während die andern Schaltelemente mit dem.  Webstuhl     verbundene    Organe sind.  



  Der mit     31    bezeichnete Motor des Web  stuhls wird mittels der durch das Relais     El          betätigbaren    Kontakte ä ein-     und    ausgeschal  tet. Die Steuerleitung, welche über die An  schlussklemmen     U    gespeist wird, verbindet fol  gende Schaltelemente: Den Kontakt b, den  Steuerschalter P, die Spule des Relais A, die  Kontakte dl,<I>ei,<B>f l,</B></I>     gi,   <I>hl, il,</I>     k1,        1i    und die  Spule des Relais G. Zwischen der Steuerlei-           tung        imd    der einen     Anschlussklemme    liegt  noch der Hauptschalter N.

   Die Spule des Re  lais B ist zur Steuerleitung parallel geschaltet.  Die wesentlichen Schaltelemente des Kontroll  apparates sind die Schlüsselschalter F, G, H,  <I>I, X, L,</I> der aus einem Motor 1, einem Unter  setzungsgetriebe, einer     Nockenscheibe    2 und  einem Kontakt r bestehende Impulsgeber und  die zehn Zählwerke     Zo    bis     Zo.    Dazu kommen  noch drei Signallampen So,     S7    und     S9.    Mit D  und E sind die mit dem Fadenwächter ver  bundenen Schalter bezeichnet, wobei der       Schussfadenw        ächter    den Schalter D und der       Kettenfadenwächter    den Schalter E     betätigt.     



  Der Impulsgeber wird zweckmässig so aus  gebildet, dass er jede     Hundertstelstunde    den  Kontakt r einmal schliesst.  



  Im Schema ist der Apparat im Nicht  , Betriebszustand dargestellt : Der Hauptschal  ter N ist geöffnet. Ausser dem Steuerschalter  <B>P und</B> -dem Kontakt b sind alle Kontakte in  der Steuerleitung geschlossen.  



  Bei Arbeitsbeginn wird der     Hauptschalter     N eingeschaltet (dieser Hauptschalter kann       natürlich    auch     für    mehrere Apparate zentral  angeordnet     sein).    Das Relais B schliesst den  Kontakt b und der Apparat beginnt     zu    arbei  ten: Die     Signallampe    So leuchtet atü und       zeigt    an, dass der Motor<B>31</B> stillsteht.

   Das  Zählwerk     ZO    zählt die vom Impulsgeber er  zeugten Impulse     und    misst somit die Zeit, im       vorliegenden        Beispiel    in     Hundertstelstunden,          während    welcher der Motor 111     stillesteht.     Wird der Steuerschalter P     geschlossen,          schliesst    das Relais A die     Kontakte        a,    so dass  der     Webstuhl.        läuft,        während    das Relais C  den     Kontakt    c öffnet,

   so dass die Signallampe  So löscht, der Impulsgeber stehenbleibt und  auch das Zählwerk     ZO        stromlos    wird, falls  zufälligerweise der Kontakt     z-    geschlossen blei  ben sollte. Der Webstuhl kann     nun        mittels     des Steuerschalters P nach Belieben aus- und       eingeschaltet    werden: Die Signallampe So  zeigt jeden     Stillstand    an, der     Zähler        ZO    und  der     Impulsgeber    arbeiten     zusammen    als Zeit  messgerät, das die Stillstandszeiten fortlau  fend addiert.

   Mit allen andern Zählwerken  sind Schalter in Serie geschaltet, deren Zweck    im folgenden erklärt wird: Reisst ein     Schuss-          iaden,    so     betätigt    der zugehörige     Fadenwäeh-          ter    den     Schalter    D: Der Kontakt     d,    wird ge  öffnet, die Kontakte d2 und     d3    werden ge  schlossen. Dadurch wird die Steuerleitung  unterbrochen, die Relais A und C werden  stromlos. Der Motor 11 wird also abgestellt,  während, wie beschrieben, die Signallampe So  den Unterbruch anzeigt und das Zählwerk ZO  seine Dauer misst.

   Der Kontakt d2 bewirkt,  dass auch die Signallampe     S7    brennt, damit  die Ursache des Stillstandes ersichtlich ist.  Der Kontakt d3 bewirkt, dass die vom Impuls  geber erzeugten Impulse vom Zählwerk     Z7    ge  zählt werden. Dieses     Zählwerk    misst also nur  die Stillstandszeiten, die durch den Bruch  eines     Schussfadens    verursacht wurden. Wenn  der Schaden behoben ist, wird der Schalter D  wieder ausgeschaltet, und der Webstuhl ar  beitet weiter.  



  Reisst ein Kettenfaden, ' so betätigt. der zu  gehörige Fadenwächter den Schalter E: Der  Kontakt ei wird geöffnet, die Kontakte e2 und       e3    werden geschlossen. Die Steuerleitung     wird     also     unterbrochen;    somit werden die Relais  A und C stromlos, wodurch der Motor     3ab-          gestellt    wird, während die     Signallampe    So den  Unterbruch anzeigt und das Zählwerk     ZO     seine Dauer misst. Der Kontakt e2 bewirkt,       däss    auch die Signallampe     Sq    brennt, damit  die Ursache des Stillstandes     ersichtlich    ist.

    Der     Zähler        Zo    erhält einen Impuls und zählt  somit die Anzahl der     Kettenfadenbrüche.    Der  Kontakt     e3        bewirkt,    dass die vom     Impulsgeber     erzeugten Impulse vom Zählwerk     Z8    gezählt  werden. Dieses Zählwerk misst     also    nur die       Stillstandszeiten,    die durch den Bruch eines  Kettenfadens verursacht wurden. Wenn der  Schaden behoben ist, wird der Schalter E wie  der     ausgeschaltet,    und der     'ss'ebstuhl    arbeitet  weiter.  



  Die Schalter F,<I>G, H, I,</I> K und<I>L</I>     sind          Sehlüsselsehalter,    die mit verschiedenen  Schlüsseln betätigt     werden    können. Der Mei  ster besitzt     zrun.    Beispiel den Schlüssel     zum     Schalter F. Wenn er also wegen Reparaturen,  Kontrollen oder andern Gründen den Web  stuhl abstellen will, muss er nur mit seinem      Schlüssel den Schalter F betätigen. Dadurch  öffnet er den Kontakt f 1 und schliesst den  Kontakt<B>f2,</B> wodurch einerseits, wie oben be  schrieben, die Steuerleitung unterbrochen und  der Webstuhl abgestellt wird.

   Anderseits     wird     der Zähler     Z1    eingeschaltet, so dass er die       vom    Impulsgeber erzeugten Impulse regi  striert und so die Zeiten misst und addiert,       während    welcher der Webstuhl ausser Betrieb  ist, da der Meister daran arbeitet.  



  Zum Schlüsselschalter G besitzt der Zet  telaufleger den Schlüssel,     zum    Schlüsselschal  ter     II    der     Andreher,        ziun    Schlüsselschalter I  der Stuhlputzer usw.  



  Natürlich liesse sich das Schaltschema auch  etwas anders anordnen: Weiter vorn wurde  schon erwähnt, dass ein Hauptschalter N für  alle     Webstuhlkontrollapparate    eines Saales  oder einer ganzen Fabrik genügt, der viel  leicht durch die Kontrolluhr geöffnet und  geschlossen wird. Ebenso liesse sich auch ein       zentraler    Impulsgeber anordnen. Die Signal  lampen So mehrerer Webstühle könnten über  sichtlich nebeneinander gruppiert sein. Auch  liesse sich ohne weiteres ein     abstellbares    aku  stisches Anzeigeinstrument den Signallampen  parallel schalten. Weiters wäre es möglich,  auch der Signallampe     S7    ein Zählwerk par  allel zu schalten.

   Die Schaltung würde etwas  einfacher,     wenn    die Schlüsselschalter nur  einen Kontakt hätten, wenn also die Kontakte       f   <B><I>l,</I></B>     g1,   <I>hl,</I>     il,        k1    und     1l    nicht vorhanden  wären. Dann müsste der Webstuhl einfach mit  dem Steuerschalter P ausgeschaltet werden,  wobei allerdings die Gefahr besteht, dass der  betreffende Arbeiter oder Meister vergisst,  auch  sein  Zählwerk einzuschalten.  



  An Hand der     Fig.    2 und 5 wird nun ge  zeigt, wie ein solcher Apparat gebaut sein  kann.  



  An der Frontplatte 3 des Gehäuses sind  die Schlüsselschalter F,<I>G, H, I,</I> K, L     und     der ebenfalls als Schlüsselschalter ausgebil  dete Steuerschalter P befestigt. Darunter lie  gen Elektromagnete     4-12    zur Betätigung der  Zählwerke 14-22. Der Elektromagnet 4 und  das     Zählwerk    14 bilden zusammen den Zäh  ler     Zi,    der Elektromagnet 5 und das Zähl-         werk    15 den Zähler Z2 usw. Der Elektro  magnet 13 und das Zählwerk 23, die etwas  anders angeordnet sind, bilden den Zähler     Z8.     Die einzelnen Elektromagnete sind mit -den  entsprechenden Zählwerken je durch eine  Stange 4' bis 13' verbunden.

   Die Zählwerke  sind je mit einem Kegelzahnrad 14'-23' ver  sehen, damit sie auf  Null  zurückgestellt wer  den können. Diese Zahnräder kämmen mit  Zahnrädern     7.-I"-23"        (Fig.3),    die auf der  Welle 24 befestigt sind: Diese Welle     kann    mit  einem speziellen Schlüssel gedreht werden,       iun    jeweilen am Schluss der     Zahltagsperiode     oder nach     Beendigung    eines Auftrages alle       Zählwerke    gemeinsam auf Null zurückzustel  len. Das Zählwerk 23 ist so unter dem Deckel  25 angeordnet, dass durch ein     Fenster    der       Zählerstand    abgelesen werden kann.

   Im Ge  gensatz dazu besitzen die übrigen Zählwerke  Ziffernrollen mit Druckziffern, wie es aus  der     Fig.    4 ersichtlich ist. Durch     einen        Karten-          einwurf    26 im Deckel 25 kann eine garte in  den Zwischenraum 27     zwischen    einem Farb  band 28     und    einem gepolsterten Stempel 29       gelegt    werden. Der Hebel 30 dient dazu, den  Stempel 29 entgegen der Kraft der     Federn-31     und 32 gegen die Zählwerke zu pressen, da  mit so mit einer Bewegung die Stellung aller  Zählwerke auf eine Karte gedruckt     werden     kann.  



  Aus der     Fig.4    ist auch die     Anordnung     der Signallampe sowie des Impulsgebers er  sichtlich. Im untern Teil des Gehäuses 33 ist  der Motor 1 untergebracht, im obern Teil das       Reduktionsgetriebe.    Die     Nockenrolle    2 betä  tigt über einen Füllhebel 34 den Schalter     R.     Da ein solcher Apparat sehr wenig Platz be  nötigt, kann er ohne Schwierigkeit an einen  Webstuhl angebracht werden, sei es am Web  stuhl selbst, sei es an Stelle des gewöhnlichen  Motorschalters.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Feststellen der Dauer des Stillstandes von Maschinen, dadurch gekenn zeichnet, dass durch ein erstes Messinstrwnent die Dauer jedes Stillstandes einer Maschine gemessen und diese Stillstandszeiten für diese Maschine addiert werden und dass für die verschiedenen Stillstandsursachen dieser Ma schine ein Satz zweiter Zeitmessinstrumente verwendet wird, von denen jedes die von ihm gemessenen Zeitangaben fortlaufend addiert. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens für eine Stillstandsursache ein Zählwerk veiiven- det wird, das die Anzahl der durch diese Ur sache bedingten Stillstände zählt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Zeitmessung ein Impulsgeber und ein Satz von Zählwerken verwendet werden.
    PATENTANSPRUCH II: Apparat zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein erstes Zeitmessgerät und einen Satz zwei ter Zeitmessgeräte, die so geschaltet sind, dass das erste die Stillstandszeiten der zu über wachenden Maschine unabhängig von der Ur sache des Stillstandes misst und diese Zeiten fortlaufend addiert, während den andern Zeit messgeräten je ein Schalter zugeordnet ist, der eingeschaltet sein muss,
    damit das betreffende Zeitmessgerät die Stillstandszeiten messen und fortlaufend addieren kann. UNTERANSPRÜCHE 3. Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schalter automatisch betätigbar ist. 4. Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schalter einen speziellen Betätigiuigsschlüssel aufweist. 5. Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zeitmessgeräte Impulszähler sind. 6.
    Apparat nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Verriegelungsmittel, die die zu kontrollierende Maschine blockieren, solange der Apparat ausgeschaltet ist. 7. Apparat nach Patentanspruch -1Z, ge kennzeichnet durch zentrale Rückstellvorrich tung für alle Zeitmessgeräte. B. Apparat nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine mit den Zeitmessgerä- ten kombinierte Registriervorrichtung. 9.
    Apparat nach Patentansprueh II, da durch gekennzeichnet, dass die Zeitmessgeräte Ziffernrollen mit Druckziffern aufweisen. - 10. Apparat nach Unteranspruch 9, ge kennzeichnet durch eine Vorrichtung mit einem Farbband zum Aufzeichnen der Stel lung der Ziffernrollen.
CH311991D 1953-04-13 1953-04-13 Verfahren zum Feststellen der Dauer des Stillstandes von Maschinen und Apparat zur Ausübung des Verfahrens. CH311991A (de)

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