CH313741A - Schalteinrichtung an einer Fadenbruch-Absauganlage für Spinnmaschinen - Google Patents

Schalteinrichtung an einer Fadenbruch-Absauganlage für Spinnmaschinen

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CH313741A
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  <B>Schalteinrichtung an einer</B>     Fadenbruch-Absauganlage   <B>für</B>     Spinnmaschinen       Die vorliegende Erfindung betrifft eine       Schalteinrichtung    an einer     Fadenbruch-Ab-          sauganlage    für Spinnmaschinen, bei welcher  die Steuerung der Maschine durch Bruchteile  des Spinnmaterials ausgelöst wird, die den       Absaugkanal    passieren.  



  Die Schalteinrichtung kennzeichnet sich  dadurch, dass die     Fadenbruch-Absauganlage     an mindestens einer Stelle des     Absaugkanals,     durch welche die Bruchteile des Spinnmate  rials     zwangläufig        hindurchpassieren    müssen,  ein     Elektrodensystem    aufweist, das an äussere  Spannungsquellen angeschlossen ist und min  destens in Teilen des freien Strömungsquer  schnittes des     Absaugkanals    ein elektrisches  Feld erzeugt, dessen Verlauf und Feldstärke  so bemessen sind, dass es an sich noch keine  selbständige Entladung in der Luftströmung  erzeugt,

   aber beim     Hindurchpassieren    von  Bruchteilen des Spinnmaterials mit Sicher  heit Entladungserscheinungen bewirkt, die  ihrerseits Organe zur Steuerung der Spinn  rnaschine beeinflussen.  



  Es sind bereits verschiedene Ausführungs  formen von Schalteinrichtungen an     Faden-          brueh-Absauganlagen    für Spinnmaschinen be  kannt,     um    beim Abreissen des Spinnmaterials,  einer Lunte oder eines Fadens, den Antrieb  der Spinnmaschine     stillzusetzen.    Es sind Vor  richtungen vorgeschlagen worden, bei denen  das abgerissene Spinnmaterial in einen Ab  saugkanal gesogen wird und sich auf eine in  diesem quer zur Luftströmung angeordnete    perforierte Klappe legt.

   Diese Klappe, die um  eine Achse leicht schwenkbar ist, bewirkt eine  gewisse Drosselung des Luftstromes, welche  Drosselwirkung sich erhöht, wenn sich     ein     Bruchteil eines Fadens auf dieselbe legt, was  eine gewisse Winkelverstellung der Klappe  hervorruft. Diese Bewegung dient dann zur  Steuerung der Mittel, welche die Spinn  maschine ausser Betrieb setzen. Derartige me  chanische     Vorrichtungen    haben sich in der  Praxis als zu langsam und zu unsicher arbei  tend erwiesen, da erst nach     Ansammlung    einer  gewissen Menge von Spinnmaterial auf der  Klappe ein genügend grosser Überdruck ent  steht, um die     Schwenkbewegung    auszuführen.  Ferner führt die nicht zu vermeidende Ver  schmutzung solcher perforierter Klappen zu  Fehlbetätigungen.

    



  Ausser diesen mechanischen     Einrichtungen     sind auch optisch arbeitende Schalteinrich  tungen bekanntgeworden, bei denen der Ab  saugkanal, durch den die Bruchteile des       Spinnmaterials        hindurchpassieren,    an minde  stens einer Stelle einen vorwiegend quer zum  Luftstrom gerichteten Strahlengang auf  weist. Durch Lichtabsorption bzw. Schatten  wirkung wird ein lichtempfindliches Organ  beeinflusst, das die Anwesenheit von Bruch  teilen des Spinnmaterials signalisiert und die  Steuerungsmittel der Spinnmaschine zum An  sprechen bringt.

   Zwar ist die Reaktions  geschwindigkeit solcher optischer Schaltein  richtungen jener der mechanischen Appara-           turen    weit überlegen, aber es haben sich andere  wesentliche Nachteile gezeigt, so vor allem  die Empfindlichkeit gegen Verschmutzung  und die unsichere     Wirkungsweise    bei zerfaser  ten Lunten.  



  Gegenüber diesen bekannten Schalteinrich  tungen an     Fadenbruch-Absauganlagen    ist die       Sehalteinriehtung    gemäss vorliegender Erfin  dung auf einem rein elektrischen Prinzip auf  gebaut und zeichnet sieh durch seine Robust  heit und sein deutliches Ansprechen aus.  Durch weitere Massnahmen kann eine weit  gehende Unterdrückung von Fehlbetätigun  gen ermöglicht werden. Die Erfindung ist  zur Verwendung an allen Maschinen zur Ver  arbeitung fadenähnlicher Materialien, insbe  sondere für     Flyer,    Ringspinnmaschinen usw.,  geeignet.  



  An Hand der     Fig.    1 bis 16 der beiliegen  den Zeichnung werden Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes beschrieben.  



       Fig.    1 zeigt eine schematische Darstellung  einer Fadenbruch-     Absauganlage,          Fig.    2 eine in der Anlage nach     Fig.1    ver  wendbare     Luftsteuereinriehtimg,          Fig.    3 bis 6 schematische     Feldlinienbilder     zur Erläuterung der Wirkungsweise,       Fig.    7 bis 11 verschiedene beispielsweise  Ausführungen von     Elektrodensystemen,          Fig.12    ein Blockschaltbild der Schaltein  richtung,

         Fig.    13 und 14 zwei beispielsweise Ausfüh  rungen der Speisestromkreise für das     Elektro-          densystem,          Fig.15    ein Blockschaltbild der     Schaltein-          riehtung    mit     Koinzidenzgerät,          Fig.    16 ein     aufklappbares        Elektroden-          System.     



  Bei der in     Fig.1    dargestellten beispiels  weisen     Fadenbrueh-Absauganlage        wird    die       Spinnmasehine    von der Welle 1 durch den  Motor 2 angetrieben. Die Rollen 3, welche  auf der Welle 4 sitzen, fördern die Lunte,  das Garn oder den Faden 5 oder Bruchstücke  desselben, im nachstehenden einheitlich mit  Faden bezeichnet, zum Flügel 6. Ein sich über  die ganze Länge der Spinnmaschine     erstrek-          kender    Luftkanal 7 ist mit Saugdüsen 8 ver-    sehen, die hinter den gestreckten Fäden 5  zwischen dem Flügel 6 und der Rolle 3 mün  den.

   Der Saugkanal 7 ist. mit einem Luft  umlenkbogen 10 versehen, der in den Filter  kasten 12 mit     Filterwand    13 mündet, aus dem  der Exhaustor 14, der durch den Motor 15  angetrieben ist, die Luft absaugt. Bei Faden  bruch wird der von den Rollen 3 geförderte  Bruchfaden     5ca    durch die Saugmündung 8 in  den Kanal 7 hineingesogen und durch den       Luftumlenkbogen    10 in den Filterkasten 12  befördert.  



  Die     Fadenabsaugdüsen    8 können auch  durch Saugköpfe mit und ohne     Saugrohrstut-          zen    ersetzt und zusätzliche     Staubabsaugöff-          nungen    vorgesehen werden, falls erwünscht.  



  Hinter dem     Luftumlenkbogen    10, aber vor  seiner Einmündung in den Filterkasten 12,  ist an mindestens einer Stelle des     Absaug-          kanals,    die von den Bruchteilen des Faden  materials     z #angläufig    passiert werden muss,  ein     Elektrodensystem    17     -eingebaut,    das all  seits von den Wandungen des     Absaugkanals     isoliert, ist und in der hier dargestellten bei  spielsweisen Ausführungsform zwei Anschluss  klemmen 18 und 19 aufweist.

   Der Aufbau des       Elektrodensystems    und seine Wirkungsweise  wird später noch ausführlich dargelegt. Über  die     Anschlussklemme    18 wird das Elektroden  system 17 aus der Spannungsquelle 20 ge  speist, und es liefert an seiner Anschluss  klemme 19 eine Signalspannung, sobald ein       Fadenbruehteil    in dasselbe hineingelangt  bzw. es passiert. Das vom Faden erzeugte       Signal    wird im Steuergerät 21 so umgewan  delt, dass es über die Leitung 28 das Schalt  schütz 27 betätigen kann.  



  Der Kraftstrom der Anlage wird von  einem normalen Drehstromnetz 25 geliefert.  Von diesem     zweigt    eine Leitung 26 ab, die  durch den Schalter     S    von Hand unterbrochen  werden kann. Das Schütz 27 ist über die Lei  tung 28 mit dem Steuergerät 21 verbunden,  ferner führt von ihm eine Leitung 29 zum  Motor 2 und eine solche 30 zum Motor 15  des     Exhaustors    14. An     Spinnmasehinen,    auf  denen kräftige Fäden gesponnen werden, ist  es nicht. notwendig, den Luftstrom abzuschal-           ten,    während die Spinnmaschine zur Behebung  des Bruches stillsteht, so dass der Motor 15  nicht von dem Schütz 27 gesteuert wird.

   Da  gegen ist dies bei     Vorspinnmaschinen    erfor  derlich, da sonst die Lunte beim Anlaufen  vom Luftstrom abgerissen     wird.    Um dies be  stimmt     zli    vermeiden, kann der Motor 15 um  eine einstellbare Zeitspanne, z. B. einige Se  kunden, später eingeschaltet werden, zu wel  chem Zwecke ein in die Leitung eingeschal  tetes Verzögerungsrelais 32 dient.  



  Falls der     Absaligkanal    7 keinen eigenen       Absaugmotor    15 aufweist,     sondern    an eine  Sammelleitung angeschlossen ist, was in grö  sseren Anlagen vorkommt, dann wird zweck  mässigerweise der Luftstrom im Kanal 7  durch eine Klappe unterbrochen,     wie    in     Fig.    2  gezeigt. Auf dem Kanal 7 sitzt ein Rohrstut  zen 35, in dem eine Klappe 37 im Kanal 7  und 36 im Rohrstutzen 35 durch die Hebel  38 und 39 sowie die Verbindungsstange 40  miteinander     zwangläufig        verbinden    sind.

   Der  Hebel 38 ist     ferner    durch einen Lenker 42  mit einem Hebel 43 verbunden, der um den  Bolzen 43a     schwenkbar    ist. Der Hebel 43  wird durch die Feder 44 nach oben gezogen,  und die Klappen 36 und 37 sind derart an  geordnet, dass bei stillstehender     Maschine    die  Klappe 36 geöffnet und die     Klappe    37 ge  schlossen ist, so dass der Luftstrom durch den  Stutzen 35 in den Kanal 7 einströmt, wäh  rend die Düsen 8     luftstromlos    sind. Entgegen  der Feder 44     wirkt    der Magnet 45, dessen  Wicklung an die     Leittrog    30 hinter dem Re  lais 32 angeschlossen ist.

   Wird nun der Motor  2, welcher die Maschine antreibt, eingeschal  tet, dann wird über das Verzögerungsrelais  32 der Elektromagnet 45 verzögert eingeschal  tet, welcher den Hebel 43 nach unten zieht,  wodurch die Klappe 37 geöffnet     und    die  Klappe 36 geschlossen wird, so dass erst wenn  der Spinnvorgang läuft, die Saugdüsen 8 wie  der in Funktion sind.  



       -NVerden    die Sammelkanäle mehrerer Ma  schinen, beispielsweise eines ganzen Saales, zu  einer zentralen Stelle geführt, dann spielt das  Abschalten eines einzelnen Kanals für die Ge  samtluftströmung keine grosse Rolle, so dass    im Kanal 7 eine     Abschlussklappe        37a    vorgese  hen werden und der Rohrstutzen 35 mit  Klappe 36 in Fortfall kommen kann.  



  Die Wirkungsweise der beschriebenen       Schalteinrichtung        wird    nachfolgend näher er  läutert. Das Spinnmaterial stellt stets einen  mehr oder weniger guten Isolator für elek  trische Ströme dar und besitzt. eine merklich  verschiedene     Dielektrizitätskonstante    gegen  über Luft.

   Befindet sich eine Lunte oder     ein     Faden aus solchem     dielektrischen    Material in  einem elektrischen Feld, das in einem Luft  raum auf beliebige Weise erzeugt wird, so be  wirkt das     dielektrische    Material eine Feld  verzerrung und bei geeignetem Feldverlauf  eine stellenweise Vergrösserung der Feldstärke  durch Konzentration der Feldlinien, die zu  Entladungserscheinungen führen     kann.    Diese  Entladungserscheinungen, die im ungestörten  Feld nicht auftreten, werden als Mittel zur  Anzeige der Anwesenheit von Fadenstücken  im Bereich des elektrischen Feldes benützt.  



  Wird beispielsweise, wie in     Fig.    3 schema  tisch dargestellt, an zwei zur Zeichnungsebene       senkrechte    Drähte 50 und 51 eine elektrische  Spannung angelegt, so wird ein elektrisches  Feld erzeugt, das     symmetrisch    zu der Verbin  dungsgeraden der Drahtachsen verläuft.

   Be  findet sich, wie in     Fig.    4 angedeutet, ein Fa  den 53 aus     dielektrischem    Material im Bereich  des elektrischen Feldes, so bewirkt derselbe  eine Feldverzerrung, die zu einer Erhöhung  der     Feldliniendichte    an gewissen Stellen führt,  vor allem in der Umgebung der Leiterober  fläche (wo bereits im ungestörten Feld die  Liniendichte am grössten     ist)    gegenüber dem       dielektrischen    Faden und längs der Faden  oberfläche.

   Noch ausgeprägter ist diese Wir  kung des     dielektrischen        Fadens,        wenn.    dieser,       ivie    in     Fig.    5 angedeutet, die das Feld erzeu  genden Elektroden berührt, hier also auf den  Drähten 50     bzw.    51     aufliegt.    Obwohl wegen  des hohen     Ohmschen    Widerstandes der     dielek-          trischen    Materialien kein direkter Stromüber  gang zwischen den Elektroden stattfindet,  kann die höhe elektrische Feldstärke,

   die an  den Berührungsstellen zwischen Faden 53     und          Elektrodenoberfläche    50 bzw. 51 sowie längs      der Fadenoberfläche herrscht, zu elektrischen       Entladungserscheinungen    in der diesen Stel  len unmittelbar benachbarten Luft führen.  



  Diese elektrischen     Entladungen    beim Vor  handensein     dielektrischer    Materialien in elek  trischen Feldern sind     in    der Hochspannungs  technik eine bekannte Erscheinung. Herrscht       beispielsweise    zwischen den metallischen, flä  chenhaften Elektroden 54     und    55 der     Fig.    6  ein     elektrisches    Feld und befindet sich der  Körper 56 aus     dielektrischem    Material zwi  schen den Elektroden, so tritt bei langsamer  Spannungssteigerung zwischen den Elektro  den 54 und 55 an mindestens einer der Elek  troden, hier beispielsweise an der Elektrode  54,

   eine schwach sichtbare     Entladungserschei-          nung    auf, die     als        Streifenentladung    57 be  kannt ist. Bei weiterer Vergrösserung der  Feldstärke durch Spannungserhöhung an den  Elektroden zeigen sich bläulich leuchtende  sogenannte     Gleitbüschelentladungen    58, die  mit einem prasselnden Geräusch verbunden  sind. Eine geringe weitere     Feldstärkeerhöhung     erzeugt dann rasch aufeinanderfolgende       Gleitfunkenentladungen,    bei denen die Ent  ladungsfunken stets längs der Oberfläche des       Isoliermaterials    entlanglaufen.

   Wird aber bei  dieser     Spannung    an den Elektroden 54 und  55 der     dielektrische    Körper 56 aus dem Be  reich des elektrischen Feldes     zwischen    den  Elektroden weggenommen, so hören diese       Entladungserscheinungen    sofort auf, und an  den Elektroden 54 und 55 selbst verbleibt  höchstens, je nach deren Gestaltung, eine  schwache,     kaum    sichtbare     Koronaentladung.     Es bedarf einer bedeutenden weiteren Span  nungssteigerung um     mindestens        1001/a    oder  mehr, um Funkenentladungen durch den  Luftraum zwischen den Elektroden 54     und     55 zu bewirken.

   Die Ursache für diese längs  der     Oberfläche    von     dielektrischen    Materialien  stattfindenden Entladungen liegt in der Kon  zentration elektrischer Feldlinien und der un  regelmässigen, faserigen     Struktur    solcher  Oberflächen, die erfahrungsgemäss derartige  Entladungserscheinungen begünstigen.

   Dabei  ist auch von Bedeutung, dass die Entladung  selbst     immer    nur in der Luft     stattfindet    und    nicht im Isoliermaterial verläuft, dieses     also     auch in keiner Weise angegriffen oder beein  flusst wird - irgendwelche Zerstörungen des  Isoliermaterials treten immer nur nach län  gerer Einwirkung solcher Entladungen auf,  und zwar nur     durch    sekundäre Prozesse ther  mischer oder chemischer Natur.  



  Um diese     Entladungserscheinungen    zur  Anzeige des Vorhandenseins von Fadenbruch  stücken benützen zu können, muss also ein  elektrisches Feld genügend grosser Feldstärke  in einem Raumteil geschaffen werden, durch  den die Fadenbruchstücke auf ihrem Weg im       Absaugkanal    sicher     hindurchkommen.    Der  Verlauf von dessen Feldlinien soll im umge  störten Zustand so sein, dass zu grosse Feld  stärken vermieden werden, anderseits aber ein  längliches     dielektrisches    Gebilde, wie es ein  Fadenbruchstück darstellt, eine möglichst  grosse Feldverzerrung bewirkt.

   Dazu ist von  Wichtigkeit,     _dass    ein Verlauf der Feldlinien  angestrebt wird, der mindestens in Teilen des       elektrischen    Feldes quer zur     Luftströmung     gerichtet ist. Für die     Dimensionierung    der  Feldstärke gilt die Regel, dass diese keines  falls eine Grösse annehmen darf, die bereits  im ungestörten Feld zu     Entladimgserschei-          nimgen    führt, aber immerhin gross genug ist,  um bei Anwesenheit von     dielektrischen    Faden  bruchstücken die beschriebenen Entladungen  zu verursachen.

   Dabei ist nicht notwendig,  dass das elektrische Feld zeitlich konstant ist,  sondern es können nieder- oder auch     hochfre-          quente    Wechselfelder angewendet werden.  



  Das Auftreten elektrischer Entladungs  erscheinungen muss von geeigneten Organen  angezeigt werden. Da erfahrungsgemäss die  mit solchen Entladungen verbundenen Licht  erscheinungen ziemlich schwach sind, ist  deren optische Anzeige     unzweckmässig.    Da  gegen sind solche Entladungen     ener        giev    er  brauchende Vorgänge, die bei plötzlichem  Auftreten in den das elektrische Feld erzeu  genden Spannungsquellen impulsartige     Strom-          und    Spannungsstösse bewirken, welche bei ge  eigneter     Dimensionierung    dieser Quellen eine       deutliche        Signalisierung    ermöglichen.

   Dabei  können diese Impulse an beliebiger Stelle im           Stromkreis    des     Elektrodensystems    abgenom  men und als Steuerimpulse verwendet wer  den. Ausser solchen     Belastungsimpulsen    im  speisenden Stromkreis bewirken derartige       Entladungserscheinungen    aber auch ge  dämpfte     Schwingungen    in den an der Ent  ladungsstrecke liegenden Stromkreisen. Die  Frequenz dieser gedämpften Schwingungen  wird durch die     Dimensionierung    der durch  die Entladungen zum     Schwingen    angeregten  Schaltungsteile bestimmt.

   Solche Schwingun  gen können mit bekannten Mitteln der Hoch  frequenztechnik festgestellt werden und- zur       Signalisierung    dienen.  



  Es kann mehr als ein Stromkreis zur Er  zeugung des elektrischen Feldes vorgesehen  werden, so dass ein Fadenbruchstück mit Si  cherheit je einen oder mehrere Entladungs  impulse in allen verschiedenen Stromkreisen  erzeugt und eine     Signalisierung    nur dann er  folgt,     -wenn    jeder der Stromkreise gleichzeitig  solche Impulse aufweist - hierfür ist ein so  genanntes     Koinzidenz-Prüfgerät    erforderlich.

    Ferner können aber auch mehrere Gebiete,  in denen ein elektrisches Feld herrscht, in ge  wissen Abständen längs der     Absaugleitung     vorgesehen sein und nur dann, wenn in den  verschiedenen Speisestromkreisen für diese  Felder nicht gleichzeitig die     Entladungs-          impulse    auftreten, eine     Signalisierung    erfol  gen - hierfür wird ein sogenanntes     Anti-          koinzidenzgerät    verwendet.  



  Mittels derartiger Koinzidenz- oder     Anti-          koinzidenzanordnungen    kann eine zuverläs  sige Unterscheidung zwischen echten Signal  impulsen und Störimpulsen irgendwelcher  Herkunft erzielt werden. Damit wird aber  eine bedeutende Betriebssicherheit der Schal  tungsanordnung erreicht, wie sie bei andern  bekannten Anordnungen bisher nicht erzielt  wurde.  



  Für das     Elektrodensystem    zur Erzeugung  des     gewünschten    elektrischen Feldes können  naturgemäss eine grosse Anzahl verschiedener  Bauformen angegeben werden, die je nach  Form und Grösse des     Querschnittes    des Ab  saugkanals mehr oder weniger zweckmässig  sind. Für einen relativ engen     Absaugkanal       sind nachstehend einige beispielsweise Aus  führungsformen und deren     Merkmale    be  schrieben.  



  Die     Fig.    7 und 8 zeigen die Vorderansicht  bzw.     einen    Längsschnitt eines aus fünf glei  chen Metallringen 59 von kreisförmigem  Querschnitt bestehenden     Elektrodensystems;     eingebaut in ein Rohr 60 aus elektrisch nicht  leitendem Material. Die     Metallringe    59     sind,     wie     Fig.8    zeigt, wechselweise mit der An  schlussklemme 18 bzw. 19 verbunden, an denen  die beiden Pole einer geeigneten Spannungs  quelle angeschlossen werden.     Zwischen    je zwei  benachbarten Metallringen 59 entsteht dann  ein elektrisches Feld mit einem Verlauf der  Feldrichtung ähnlich jenem in     Fig.    3.

   Dabei  ist     -wichtig,    dass die     Rohrwandung    60 mit  ihrer Innenseite     einen    genügend grossen Ab  stand von der Oberfläche der     Metallringe    59  aufweist, damit das     dielektrische    Material der  Rohrwandung 60 keinen merklichen Einfluss  auf die Feldverteilung besitzt. Bei Verwen  dung glatter und feinpolierter Metallringe 59  kann die Spannung an den     Anschlussklemmen     18 und 19 sehr hoch gemacht werden, bis ein  Funkenüberschlag im ungestörten Feld statt  findet.

   Erniedrigt man     die    Spannung von  diesem für Funkenüberschläge erforderlichen  Wert etwa auf die Hälfte, so ist sichergestellt,  dass solche Funkenüberschläge im ungestörten  Feld nicht     auftreten    können. Dagegen zeigen  sich Entladungserscheinungen, sobald ein Fa  denbruchstück in Pfeilrichtung das     Elektro-          densystem    innen oder aussen passiert, infolge  der Feldverzerrungen, die weiter oben an  Hand der     Fig.4    und 5 erläutert wurden.

    Grundsätzlich sollte die Spannung an den       Anschlussklemmen    18 und 19 möglichst hoch  gewählt werden, jedoch hängt die zulässige  Höhe vom     Ringquerschnitt    und dem klein  sten Abstand benachbarter Ringelektroden 59  ab, sowie davon, ob     Gleichspannung    oder nie  der- bzw.     hochfrequente    Wechselspannung       verwendet        wird.    Für das richtige Funktionie  ren dieser und ähnlicher     Elektrodenformen    ist  von grundsätzlicher Wichtigkeit, bei deren  Befestigung innerhalb des isolierenden Rohres  60 dafür Sorge zu tragen, dass die in     Fig.8         mit 61 bzw.

   62 bezeichneten     Punkte    verschie  denen     Potentials    längs der     Innenwandung     des     Rohres    60 einen Abstand aufweisen, der  ein Vielfaches der     gegenseitigen    Elektroden  abstände in axialer     Richtung    beträgt. Wird  diese Vorschrift nicht beachtet, so treten  bei Spannungssteigerung keine Funkenüber  schläge zwischen den Elektroden auf, sondern  Gleitfunkenentladungen längs der Innenwan  dung des Rohres 60.

      An Stelle der Metallringe 59 können in  einem     Elektrodensystem    nach     Fig.    8 auch  sternförmige Metallteile 63 verwendet werden,  die in     Fig.    9 schematisch dargestellt sind, oder  konzentrische, gegeneinander abgestützte     Me-          tallrohrstücke    64, wie sie beispielsweise     Fig.10     zeigt.

      Nährend bei dem     Elektrodensystem    nach       Fig.8    bis 10 die optimale Wirkung erzielt  wird, wenn ein Fadenbruchstück in gestreck  ter Lage mit dem Luftstrom das Elektroden  system passiert, ist ein     Elektrodensystem    der  in     Fig.11    schematisch dargestellten Bauweise  dann besonders wirksam, wenn das Faden  bruchstück teilweise quer zur Strömungsrich  tung oder     verknäuelt    eintrifft.

   Als Elektroden  sind hier flache     Metallstreifen    65 parallel  zueinander angeordnet, wechselweise mit -den       Anschlussklemmen    18     und    19 verbunden und  quer     mir    Luftströmung in den     Absaligkanal     eingebaut. Die Spannung wird an den An  schlussklemmen 18 bzw. 19 zugeführt und er  gibt ein elektrisches Feld, dessen Feldlinien  innerhalb des     Elektrodensystems    senkrecht zu  den     Elektrodenoberflächen    verlaufen, aber an  den Ober-     und    Unterkanten nach oben bzw.       -unten    ausgebaucht sind.

   Legt sieh ein Faden  bruchstück aus     dielektrischem    Material quer  auf die     Elektrodenstreifen,    so bewirkt es an  deren Kanten eine Feldverzerrung und Feld  stärkevergrösserung, die zu Entladungserschei  nungen führt. Das Fadenbruchstück wird  hier aber aufgehalten und vom Luftstrom  nicht weitertransportiert. Auch bei dieser  Bauform des     Elektrodensystems        muss    bei der       Befestigung    der     einzelnen    Metallstreifen das  Auftreten von     Gleitfunken    längs der Innen-    Wandung des     Absaugkanals    vermieden wer  den.  



  Die analoge     Wirkung    wie bei dem     Elektro-          densystem    nach     Fig.11    lässt sich     mit    Rind  stäben an Stelle der Metallstreifen 65 erzielen.  Ferner ist es bei dieser Bauweise     zweckmässig,     zwei gleichartige     Elektrodensysteme    dicht hin  tereinander im     Absaugkanal    einzubauen, aber  die Richtung der einzelnen metallischen Elek  troden gegeneinander um 90  zu drehen.  



       Eine    beispielsweise     Zusammenschaltung    der  drei wesentlichen Teile der Schalteinrichtung  zeigt das Blockschema nach     Fig.12.    Das     Elek-          trodensystem    17 mit seinen     Anschlussklemmen     18 und 19 ist dabei entsprechend     Fig.    8 aus  gebildet, es kann aber auch irgendeine andere  Ausführungsform verwendet werden. Das       Elektrodensystem    17 wird über ein Netzwerk  66 von der Spannungsquelle 67, die hier ein  seitig auf Erdpotential liegt, gespeist. Die       Anschlussklemme    19 liegt über ein weiteres  Netzwerk 68 an Erde.

   Am Punkt 69 wird die  am Netzwerk 68 auftretende Signalspannung  abgenommen     und    dem Steuergerät 21 zuge  führt, das aus einem Netzwerk 70, einem  Verstärker 71 und Impulsgerät 72 besteht.  



  Ein Schaltbild für eine beispielsweise     Aus-          führung    der Baugruppen 66, 67 und 68 der       Fig.12    ist in     Fig.13    dargestellt, in der das       Elektrodensystem    17 der Einfachheit halber  als Funkenstrecke angedeutet ist. Die Span  nungsquelle 67 liefert Gleichspannung über  das aus den Widerständen 73 und 74 sowie  den Kondensatoren 75 und 76 bestehende  Netzwerk 66 an die     Anschlussklemme    18 des       Elektrodensystems    17, an dessen Anschluss  klemme 19 der Widerstand 77 den Entla  dungsstromkreis schliesst. Der Widerstand 73  dient nur dazu, um die übrigen Schaltele  mente des Netzwerkes 66 von der Gleichspan  nungsquelle 67 zu entkoppeln.

   Durch den  Kondensator 75 und den Widerstand 74 wird  eine     Entladezeitkonstante    für die     Spannungs.     quelle realisiert, die eine Dauerentladung über  das     Elektrodensystem    17 verhindert     und    in  eine Impulsfolge auflöst.

   Der Kondensator 76,  der auch die unvermeidliche Zuleitungskapa-           zität    verkörpern soll, ermöglicht, die Inten  sität der einzelnen     Entladungen    in einem ge  wissen Bereich zu beeinflussen.     Findet    in der  angegebenen Schaltung eine     Entladung    statt,  so entsteht am     hochohmigen    Widerstand 77 ein  Spannungsimpuls, der an der Anschluss  klemme 69 erscheint. Bei geeigneter     Dimen-          sionierung    des Netzwerkes 66 kann auch eine  niederfrequente Spannungsquelle 67 verwen  det werden.

      Eine andere beispielsweise Ausführung der  Baugruppen 66, 67 und 68 der     Fig.12        ist    in  dem Schaltbild nach     Fig.14    wiedergegeben.  Durch die     überbrückung    des Widerstandes  74 mittels des verhältnismässig kleinen     Kon-          densators    78 und die     Indaktivität    79     wird     ein Schwingkreis gebildet, der durch Ent  ladungen im     Elektrodensystem    17 zu ge  dämpften Schwingungen angeregt wird, die  am Anschluss 69 eine oszillierende Spannung  ergeben.  



  Das Steuergerät 21 mit dem Netzwerk 70  zur Festlegung des Fr     equenzdur        chlassberei-          ehes,    dem Verstärker 71 zur     Amplitudenver-          stärkung    der Signalspannung und das Im  pulsgerät 72 zur     Umformung    der Signalspan  nungen in Steuerimpulse der erwünschten  Stromart und Intensität, enthält nur     bekannte     Baugruppen und entspricht dem Stand der  Technik, so     da.ss    sich eine Beschreibung erüb  rigt.

   Je nach Art der am Anschluss 69 entste  henden     Signalspannung        bedürfen        Durchlass-          bereich    und Verstärkungsgrad des Steuer  gerätes     21.    einer entsprechenden Modifikation,  um über die Leitung 28 dem Schütz 27 die  erforderlichen Steuerimpulse zu liefern.  



  Eine beispielsweise Ausführung der Schalt  einrichtung gemäss der vorliegenden Erfin  dung unter Verwendung eines Koinzidenz  ; Prüfgerätes zeigt das     Prinzipschema    der       Fig.15,    wieder in Verbindung mit einem       Elektrodensystem    entsprechend     Fig.    8, ohne  aber hierauf     beschränkt    zu sein. Das     Elek-          trodensystem    wird über seine Anschluss  klemme 18 und ein Netzwerk 66 aus der Span  nungsquelle 67 gespeist.

   Gegenüber der Aus  führungsform nach     Fig.12    weist das Elek-         trodensystem    hier aber zwei Klemmen     19a     und     19b    auf, die je mit der Hälfte der nicht  an der     Anschlussklemme    18 liegenden Elek  troden in der-gezeichneten Weise verbunden  sind. Das     Elektrodensystem    17 stellt hier       gewissermassen    zwei     ineinandergeschachtelte          Elektrodensysteme    dar, deren     Klemmen    18  miteinander verbunden, deren Klemmen     19a     bzw. 19b aber einzeln beibehalten sind.

   Der       Entladestromkreis    der     Anschlussklemme        19a     ist über das Netzwerk     68a    geschlossen, der  jenige der     Anschlussklemme    19b entsprechend  über das gleichartige Netzwerk 68b.

   Tritt im       Elektrodensystem    eine Entladungserschei  nung auf, an der sowohl der     Entladestrom-          kreis    über das Netzwerk     68a    wie auch jener  über das     Netnverk        68b        beteiligt    ist, so ent  stehen gleichzeitig Signalspannungen gleicher  Art an den Punkten 81 bzw. 82, und     ein          Koinzidenz-Prüfgerät    80 kann die Gleichzei  tigkeit feststellen und den Signalspannungen  den Weg zur     Anschlussklemme    69 des Steuer  gerätes 21 freigeben.

   Irgendwelche Impulse  oder Signale, die nicht gleichzeitig an den  beiden Klemmen 81 und 82 vorhanden sind,       können    das     Koinzidenzgerät    80 nicht zum An  sprechen bringen,     Lund    der Weg zur Anschluss  klemme 69 des Steuergerätes 21 bleibt ihnen  versperrt, so dass keine Betätigung der Schalt  einrichtung möglich ist.  



  Eine solche     Koinzidenz-Anordnung    setzt  natürlich voraus, dass durch Fadenbruch  stücke in einem     Elektrodensystem,        wie    es in       Fig.    15 angedeutet ist, tatsächlich Entla  dungserscheinungen     stattfinden,    die beide  Entladungsstromkreise beeinflussen. Dies  kann aber bei einem     Elektrodensystem    von       geringer    axialer Ausdehnung relativ zur  Länge eines Fadenbruchstückes als weit  gehend sicher gelten, wenn auch nicht im  ersten Augenblick des Eintreffens eines sol  chen Fadenbruchstückes, so doch unmittelbar  anschliessend.

   Gegebenenfalls kann das     Koin-          zidenz-Prüfgerät    auch mit einem einstellbaren  Impulsspeicher versehen werden, um den       goinzidenzbereich    zeitlich erstrecken zu kön  nen.      Sämtlichen beispielsweisen     Elektrodenbau-          formen    nach     Fig.    8 bis 11 ist gemeinsam, dass  die an den Anschlüssen 18 bzw. 19 ange  schlossenen beiden     Elektrodengruppen    minde  stens in einer     Richtung    ohne gegenseitige Be  rührung voneinander entfernt werden können.

    Dies ist auch bei allen andern möglichen     Elek-          trodenbauformen    durch geeignete Elektroden  halterungen stets zu erreichen und aus be  trieblichen Gründen von Wichtigkeit. Es     kann     bei der Anwendung der erfindungsgemässen  Schalteinrichtung durchaus vorkommen, dass  Fadenbruchstücke, die zu einem Ansprechen  der Schalteinrichtung geführt haben, im Je  weiligen     Elektrodensystem    hängenbleiben.

   Die  Tatsache, dass dann- die Wiederinbetriebnahme  der     Maschine    nicht möglich ist - weil das  Fadenbruchstück ständig weitere Entladungs  erscheinungen im     Elektr        odensystem    auslöst -,  zeigt das     Vorhandensein    von Teilen des  Spinnmaterials im     Elektrodensystem    an. Um  solche Teile einfach entfernen zu können,  werden die     Elektrodensysteme    aufklappbar  konstruiert, wie beispielsweise in     Fig.16    sche  matisch dargestellt.

   Hierbei     wird    das     Elektro-          densystem,    das hier beispielsweise in der     Bau-          art    nach     Fig.    11 angegeben ist, in einen recht  eckigen     Absaugkanal    83 eingebaut, der im  Längsschnitt dargestellt ist. Die eine Wan  dung desselben weist eine Klappe 84 auf, die  auf einem Isolator 85 aufgebaut, die eine  Gruppe 65a, von Elektroden trägt, die mit  der     Ansehlussklemme    18 verbunden sind. Die  andere Gruppe     65b    von Elektroden ist auf  dem Isolator 86 montiert     und    mit der An  schlussklemme 19 verbunden.

   Im Betriebs  zustand ist die Klappe 84 geschlossen, und die  beiden     Elektrodengruppen    bilden ein     Elek-          trodensystem,    wie es schematisch     Fig.    11 zeigt.       Wird    vom Luftstrom, der in Pfeilrichtung  durch den     Absaugkanal        geführt    ist, ein Fa  denbruchstück auf dem     Elektrodensystem    zu  rückgelassen, so kann dieses - wobei die Ma  schine abgeschaltet ist - durch Öffnen der  Klappe 84 leicht beseitigt werden. Ein Tür  kontakt 87 bewirkt dabei, dass die am     Elek-          trodensystem    65a, 65b liegenden Betriebsspan  nungen unterbrochen werden.

      Eine ähnliche     Konstruktion    des     Elektro-          densystems,    aus     mindestens    zwei auseinander  klappbaren Teilen bestehend, lässt sich für  alle andern beschriebenen     Elektrodensysteme     verwirklichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schalteinrichtung für eine Fadenbruch Absauganlage an einer Spinnmaschine, da durch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Stelle des Absaugkanals, durch welche die Bruchteile des Spinnmaterials zwangläu- fig hindurchpassieren müssen, ein Elektro- densystem vorgesehen ist, das an äussere Span nungsquellen angeschlossen ist und minde stens in Teilen des freien Strömungsquer schnittes des Absaugkanals ein elektrisches Feld erzeugt, dessen Verlauf und Feldstärke so bemessen sind, dass es an sich keine selb ständige Entladung in der Luftströmung er zeugt,
    aber beim Hindurchpassieren von Bruchteilen des Spinnmaterials mit Sicher heit Entladungserscheinungen bewirkt, die ihrerseits Organe zur Steuerung der Spinn maschine beeinflussen. UNTERANSPRÜCHE 1. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldlinien des elektrischen Feldes mindestens teilweise quer zur Luftströmung im Absaugkanal ge richtet sind. 2.
    Schalteinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbil dung des an das Elektrodensystem angeschlos senen Stromkreises, dass durch die beim Pas sieren von Bruchteilen des Spinnmaterials verursachten Entladungserscheinungen in den das Elektrodensystem speisenden Stromkrei sen impulsartige Signalspannungen auftreten. 3. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der an das Elek- trodensystem angeschlossene Stromkreis der art ausgebildet ist, dass beim Auftreten von Entladungserscheinungen in diesem Strom kreis gedämpfte elektrische Schwingungen er regt werden. 4.
    Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass mindestens zwei Elektrodensysteme und ihnen zugeordnete Stromkreise vorgese hen sind, wobei ein Koinzidenz-Prüfgerät vor handen ist, das nur bei gleichzeitig ein Auf treten. von Impulsen in allen Stromkreisen an spricht. 5. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektroden system aus einer Vielzahl flacher Metallteile besteht, die in Richtung der Luftströmung im Absaugkanal hintereinander isoliert von einander angeordnet sind, und zwar in einem gegenseitigen Abstand, der gering ist gegen über dem Durchmesser der Metallteile, wobei benachbarte Metallteile jeweils mit verschie denen Polen einer Spannungsquelle verbun den sind. 6.
    Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektroden system aus einer Vielzahl paralleler Metall streifen besteht, die gegeneinander isoliert sind und wobei benachbarte Metallstreifen jeweils mit verschiedenen Polen einer Span nungsquelle verbunden sind, welches Elektro- densystem quer zur Luftströmung im Absaug- kanal eingebaut ist. 7.
    Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die betriebs mässig am Elektrodensystem liegende Maxi malspannung angenähert dem halben Wert derjenigen Spannung entspricht, die im Elek- trodensystem, ohne Vorhandensein von Bruch stücken des Spinnmaterials, zu Überschlägen zwischen den Elektroden führt. B. Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass mehr als ein Elektrodensystem mit unterschiedlicher Richtung der jeweiligen parallelen Elektroden hintereinander .im Ab saugkanal eingebaut ist.
    9. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Speisestrom kreis für das Elektrodensystem ein Netzwerk enthält, das aus Widerständen und Kondensa toren besteht, mit einer Zeitkonstante, die das Auftreten einer Dauerentladung im Elektro- densystem durch Auflösung derselben in eine Impulsfolge verhindert.
    10. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektroden system im Absaugkanal aus mindestens zwei ineinandergeschachtelten selbständigen Elek- trodensystemen mit je einem Speisestrom kreis besteht, wobei jeder dieser Stromkreise ein gleiches impulsbildendes Netzwerk enthält. 11.
    Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Speisestromkreisen des Elektrodensystems durch Bruchstücke des Spinnmaterials aus gelösten Signalspannungen einem Steuergerät zugeführt werden, das aus einem Eingangs netzwerk, einem Verstärker und einem Im pulsgerät besteht und die ihm zugeführten Signalspannungen in. Steuerimpulse zur Be tätigung der Spinnmaschinensteueranlage um- vvandelt. 12.
    Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 10 und 11, dadurch ge kennzeichnet, dass vor den Eingangsklemmen des Steuergerätes ein Koinzidenz-Prüfgerät vorgesehen ist, das den Signalspannungen nur dann den Weg zum Steuergerät freigibt, wenn in allen Speisestromkreisen. gleichzeitig eine solche Signalspannung auftritt. 13. Schalteinr ichtting nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Entladungserscheinungen erzeugten Signal spannungen über Steuerorgane sowohl die Spinnmaschine wie auch den Luftstrom der Fadenbruch-Absauganlage steuern.
    14. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verzöge rungsrelais vorgesehen ist, das bei gleichzeiti gem Einschalten des Motors der Spinn maschine und des Motors des Exhaustors den Stromkreis des letzteren eine einstellbare Zeit spanne später schliesst.
    15. Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass die beiden jeweils eine verschiedene Polarität aufweisenden Elektrodengruppen der Elektrodensysteme gegeneinander beweg lich angeordnet sind und mindestens eine Elektrodengruppe aus jedem Elektroden system herausklappbar ist, wobei Mittel vor handen sind, die beim Herausklappen einer Elektrodengruppe die Betriebsspannung von derselben abschalten.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1238822B (de) * 1960-02-19 1967-04-13 Ernst Jacobi & Co K G Abstellvorrichtung bei Luntenbruch fuer Vorspinnmaschinen
DE1266191B (de) * 1958-09-20 1968-04-11 Ernst Jacobi & Co K G Einrichtung zum Absaugen von Faden- und Luntenbruechen und selbsttaetigen Stillsetzen der Maschine

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DE1266191B (de) * 1958-09-20 1968-04-11 Ernst Jacobi & Co K G Einrichtung zum Absaugen von Faden- und Luntenbruechen und selbsttaetigen Stillsetzen der Maschine
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