CH313873A - Gasentladungslampe für tageslichtartige Beleuchtung - Google Patents

Gasentladungslampe für tageslichtartige Beleuchtung

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CH313873A
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      Gasentladungslampe    für     tageslichtartige    Beleuchtung    Die Erfindung betrifft eine     Gasentladungs-          lampe    für tageslichtartige Beleuchtung und       Farberkennung    und     ist    gekennzeichnet durch  einen     Leuchtstoff        für    weisses     tageslichtartiges     Licht, das einen gegenüber dem natürlichen  Tageslicht     grösseren    Rotanteil der     Emission     besitzt, -und durch     ein        Grünglasfilter,

      durch  das der Rotanteil     derart        geschwächt    wird, dass  ein tageslichtartigeres weisses Licht ausge  strahlt wird.  



  Es findet dabei     vorzugsweise    ein     Misch-          leuehtstoff    mit einem Maximum der     Energie-          verteilung        zwischen    5500 und 6500     AE,    ins  besondere in der Gegend     von.    6250     AE,    in  Kombination mit einem     Grünglasfilter    Ver  wendung.

   Als Filter kann in Kombination mit  einem     Leuchtstoff    dieser     Spektralverteilung          ferner    ein bleifreies     Kalk-Soda-Glas    mit Eisen  gehalt und grünlichem Glasbruch     benützt    wer  den.  



  Die derzeit     bekannten        Leuchtstoffröhren     geben leine     ta.gesEchtechte    Farbwiedergabe.  Wo eine     dem.    Sonnenlicht     ähnliche        Spektral-          verteilung    angestrebt wird, wird das Licht für       Beleuchtungszwecke        zumeist    abgelehnt,     weil    es  zu fahle Hauttöne wiedergibt. Man     bevorzugt     daher     Leuchtstoffe    mit zu grossen Gelb-     bzw:     Rotanteilen,     s'ogenannte    warme Tönungen.

   Da  durch werden aber     insbesondere    die blauen  Farbtöne     in        violett    -umgewandelt,     ailso    die  Farbechtheit ist noch mehr     verwischt.       Wenn     hingegen        ein    Grünglas mit einem  Leuchtstoff kombiniert wird, der gegenüber       Tageslicht    einen grösseren     Rotanteil        besitzt,    so  zeigt es     sich,        dass    durch die     Verwend:

  usg        des          Grünfilters    dieser     zusätzliche        Anteil        un    roten  Strahlen     abgeschwächt        und    dabei ein nicht  kaltwirkendes Licht mit weitgehend guter  Farbwiedergabe erzielt werden kann.  



  Die     Erzieliuug    einer tageslichtechten     Leucht-          stoff-Iampe        mittels        Verwendung        eines        Komple-          mentärfarben-Filters    erschien bisher unmög  lich. Die     Wirkung        ist    auch     überraschend,    da  die weitgehend tageslichtechte     Wielergabe    er  zielt wird, ohne dass das     resultierende    Spek  trum dem     Tageslichtspektrum    tatsächlich völ  lig entspricht.

   Die Wirkung     ist    auch spezifisch  auf     einen        Rotüberschuss    und ein Grünglas be  schränkt     Emd    in andern     Spektralgebieten    nicht  reproduzierbar.  



  Es ist ferner bekannt, einen vorzugsweise  orangefarbigen     Leuchtstoff    zu verwenden und  dessen     Lichtfarbe    durch     grün    oder blaugrün       lumineszierende        Gläser    mit Uran- oder Kupfer  gehalt auf weisse Lichtfarbe     zu    ergänzen.

   Beim       Erfindungsgegenstand        wird    jedoch     zweck-          mässig    ein     bereits     weiss  leuchtender     Leucht-          stoff        verwendet,    der infolge eines höheren       Rotanteils    blaue Töne     in    violett verwandeln       würde,    was durch     ein        grünes    Filterglas wer=       hindert    wird.

       Ebenso        ist        bekannt,        die        UV-          Strahlung    einer     Leuchtstoffröhre        mittels    eisen  haltigem Glas     auszuschalten.    Es wird jedoch      in diesem Falle nicht eine Filterwirkung auf  sichtbare     Strahlungsbereiche        angestrebt,    auch       ist    kein     überwiegender    Rotanteil der     Emission     vorhanden.  



  Als     praktisches    Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes kommt     beispielsweise     eine     Leuchtstoffröhre    üblichen Durchmessers       (etwa    10     bis    40 mm) in Frage,     hergestellt    aus  bleifreiem     Kalk-Soda-Glas    mit     Eisengehalt,    die  an der     Innenseite    mit     d'6r        Leuchtstoffschicht     überzogen ist, welche     vorzugsweise    durch     eine          Niederdruckentladung    angeregt wird.

   Der  Druck der     Edelgasfüllung    beträgt etwa einige       Torr,    z. B. 3 bis 6     Torr;        als    Kathoden können       Glimmentladungskathoden,    selbstgeheizte oder       fremdgeheizte        Glühkathoden    Anwendung fin  den.  



       Bekannterweise    wird Glas für technische  Zwecke so zubereitet, dass der Glassand in der       Schmelze    von seinem Eisengehalt befreit wird.  Der für     Glaserzeugung    üblicherweise verwen  dete belgische Sand oder     Hohenbocka-Sand          enthält        etwa        0,

  05%        Eisen.        Nur        bei        minder-          wertiger    Glasqualität wird derzeit dieser Eisen  gehalt teilweise oder ganz in der Schmelze       belassen.    Er wird üblicherweise entweder im       Herstellungsprozess    besonders entfernt oder  bei Zusatz von Blei (Bleiglas) von selbst  ausgeschieden. Hier     kann    jedoch als Filterglas  das     Glas    einer solchen     ungereinigten    Schmelze  verwendet werden, das     grünlichen        Glasbruch     besitzt.  



  Als     Leuchtstoff    wird     beispielsweise    ein  handelsüblicher     Mischleuchtstoff    aus mit Man  gan     aktiviertem        Zinkberydllium-Silikat    und       Magnesiumwolframat    verwendet, dessen     Strah-          limgsintensitätsmaximum    vorteilhaft über  6000     AE    liegt.  



  Die Wirkung der derart     gestalteten    Lampe  wird so erklärt, dass das Filterglas die grünen  bzw. gelben und: blauen Anteile an der Emis  sion am     wenigsten    schwächt,     die    hochvioletten       und:    röten aber stärker. Die Schwächung des  Rotbereiches     ist    durch die vorgesehene ver  stärkte     Emission    desselben     ausgeglichen.     



  In der Zeichnung     ist    die Charakteristik  des verwendeten     Mischleuchtstoffes    wieder-    gegeben, der     aus    mit Mangan     aktiviertem          Zink-Beryllüun-Silikat    und     Magnesiumwol-          framat    besteht und eine     Charakteristik    auf  weist-, die     mindestens    den Bereich 4500 bis  7000     AE    überstreicht,

   wobei das     Mischungs-          verhältnis        dieses        in.    Kombination mit     einem     Grünfilter angewendeten     Mischleuchtstoffes     so gewählt ist,     dass    das über 6000     AE    gewählte       Intensitätsmaximum    der Strahlung den Ener  giewert bei 5000     AE    um     mindestens        201/o     übersteigt,     vorzugsweise    :sich zu diesem     wie    80  zu 60 verhält.

   Eine     ähnliche        Wirkung    ist     auch     mit einer Kombination von mit Mangan akti  viertem     Magnesiumwolframat    und     Zink-Silikat     und von mit Mangan und Blei aktiviertem       Kalzium-Silikat    erzielbar. Solche     Leuchtstoffe     sind an sich bekannt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Gasentladiuigslampe für tageslichtartige Beleuchtung und Farberkennung, gekennzeich net durch einen Leuchtstoff für weisses tages lichtartiges Licht, das einen gegenüber dein natürlichen Tageslicht grösseren Rotanteil der Emission besitzt, und durch ein Grünglasfil- ter, durch das der Rotanteil derart geschwächt wird, dass ein tageslichtartigeres weisses Licht ausgestrahlt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Gasentladungslampe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtstoff ein Mischleuchtstoff mit einem 1Taximum der Energieverteilung zwischen 5500 und 6500 AE ist. 2. Gasentladunagslampe nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Maximum der Energieverteilung annähernd bei 6250 AE liegt.
    3. Gasentladungslampe nach Unteran spruch 1, bei welcher die Charakteristik des Mischleüchtstoffes mindestens den Bereich 4500 bis 7000 AE überstreicht, dadurch ge kennzeichnet, d'ass das Mischungsverhältnis dieses Mischleuchtstoffes derart gewählt ist, dass das über 6000 AE gewählte Intensität-,
    - maximum der Strahlung den Energiewert bei <B>5000</B> AE um mindestens 20 % übersteigt. 4. Gasentladungslampe nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das über 6000 AE gewählte Intensitätsmaximum sich zum Energiewert bei 5000 AE wie 80 zu 60 verhält.
CH313873D 1951-12-08 1952-11-28 Gasentladungslampe für tageslichtartige Beleuchtung CH313873A (de)

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